Der Wirbel um Amazon und die Sony Akkus..

Von | 13.09.2018

Diese Warnungen von Sony, LG und anderen sind nichts Neues…

Ich hatte da schon im Jahr 2016 berichtet.  Siehe hier (LG HG2) und hier bei Sony. Was das ganze soll ist schnell erklärt: Haftungsausschluss. Fliegt Dir der Akku um die Ohren, ist die Versuchung groß, sich den entstandenen Schaden von Irgendjemanden wieder zu holen. Mehrere Akkuhersteller sind wiederholt in die Pflicht genommen worden, hier zu bezahlen. Bezahlen tun die nicht gerne, zumal wir Dampfer die Akkus in der Tat nicht so nutzen, wie das eigentlich für diese Industriezellen gedacht ist – und deshalb den Akkuherstellern seit eh und je ein Dorn im Auge waren. Es ist und war nie vorgesehen, dass Endverbraucher mit nackten Industriezellen hantieren.

Dampfer stehen auf Sony. Umgekehrt eher weniger

Letztendlich wandert so die Haftung bei Dampfunfällen vom Hersteller zum kleinen Akkuverkäufer, der aber auch nicht gerne darauf sitzen bleibt, denn auch diese sind und werden aktuell vor den Kadi gezerrt, wegen Unfällen mit Dampfen und Akkus – sehr oft selbstverschuldet, aber das will dann keiner zugeben und er klagt lieber.

Also macht der kleine Händler das gleiche wie die Hersteller und schiebt den schwarzen Peter eine Station weiter: zum Endkäufer. Das ist, was aktuell bei Amazon passiert. Der Händler schiebt die Verantwortung eines weiter, auf Euch. Ihr habt nun die Wahl:

  • den Akku weiter zu benutzen, könnt aber nimmer den Händler oder den Hersteller in Haftung nehmen oder Euch rausreden, nix gewusst zu haben, wenn der Akku dann tatsächlich doch mal in Eurer Dampfe hoch geht (tun se nach wie vor sehr selten, statistisch gesehen)
  • oder dem Händler die Akkus wieder zurück schicken. Was ich allerdings nicht sonderlich fair finde ehrlich gesagt. Der kann da auch nix für, der bleibt auf den zurückgeschickten Akkus sitzen. Und Alternativen haben wir auch nicht viele, die diese Haftungsfrage anders regeln und die gleiche Qualität liefern.

Egal wie: die Akkus sind nach wie vor die selben. Das Risiko bei vernünftigem Umgang mit dem Akku nachwievor gleich gering.

Eine Konsequenz gibt es allerdings tatsächlich daraus: die guten Akku-Umverschrumpfer, die uns Dampfern gute Zellen zur Verfügung stellen wollen, die dürfen nun sehr oft nicht mehr drauf hinweisen, welche Zellen für ihre Produkte genutzt werden und müssen darauf achten, dass der tatsächliche Hersteller und die Zelle nicht mehr erkennbar sind. (Und damit sind diese dann letztendlich in der Haftung – das schlägt sich auch auf den Preis nieder.)

Ich sehs mit 2 weinenden und einem nicht ganz so traurigen Auge:

– Bei Mängeln am Akku, die berechtigten Grund zur Klage geben würden, wird es so bei diesen extrem beliebten (weil sehr guten) Akkus erst Mal schwierig, sobald das Wort eZigarette fällt. Im Grunde ist man sofort bei „Unsachgemäßer Benutzung“ und „Fahrlässig“.

– es macht den Markt nicht unbedingt übersichtlicher, wenn der tatsächliche Zellenhersteller nicht mehr genannt werden darf

+ das Thema Akkusicherheit kommt wieder bissl ins Gespräch – das schadet grundsätzlich nie.

Langfristig sollten sich die Dampfgeräte Hersteller halt doch ein neues Akkukonzept überlegen, das eben nochmal den letzten Tick sicherer ist für den Endanwender und eben nicht auf rohe Industriezellen setzen. Das Konzept Wechselakkus ist ja nicht unbedingt neu, aber kaum jemand (ausser TaLa Fans, Akkupack-Bastler und eben Dampfer fallen mir spontan ein) hantiert mit den nackten Industriezellen, da ist der Akkupack dann schon eher geeignet.. aber das wird so schnell nicht kommen.

Impressionen eines „gebrauchten Akkus“

Von | 09.05.2018

Es war einmal im hohen Norden (also nördlich von Stuttgart), da lebte ein Akku-Pärchen, glücklich verheiratet. Die Idylle hatte ein jähes (und schmerzhaftes) Ende, als einer der beide in der Hosentasche seines Dampfers entgaste.. Was genau passiert ist, kann ich auch nicht sagen, aber der überlebende Partner, der sah so aus. Eine kleine Bilderserie, was mir daran aufgefallen ist..
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