Ladeschlussspannung reduzieren, Lebensdauer verlängern?

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ichbin
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Re: Ladeschlussspannung reduzieren, Lebensdauer verlängern?

Beitragvon ichbin » Mo 22. Apr 2019, 20:38

Hi

Natürlich ist es Schade wenn die Zellen auseinanderdriften. Aber wenn das schon nach wenigen Zyklen signifikant eintritt ist, meiner Meinung nach, eh was faul und lässt sich mit Balancen auch nicht wirklich ausmerzen.
Wichtig ist, auch wieder meiner Meinung nach, eine Tiefentladung der schwachen Zellen zu vermeiden und das sollten alle Schutzschaltungen zuverlässig zu verhindern wissen.
Beim Laden auf nur 4V/Zelle wwird, wie schon erwähnt, keine herkömmliche Balancerschaltung ansprechen also bleibt auch hier nur der Schutz gegen Überladung.
Die Werkzeugakkus die ich schon malträtiert habe waren eigentlich immer sehr gleichmäßig was deren Spannungslage angeht. Zumindest beim Entladen.
Auch die Zellen des erwähnten Lampenakkus, dessen Schutzschaltung ab und an wegen drohender Tiefentladung das Licht ausknipste, waren bis zum Schluß noch relativ eng toleriert obwohl fast immer immer mit einem Labornetzgerät, oder im Urlaub mit einem mobilen Billiglader der gemessene 12,8V lieferte, geladen.

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JG59
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Re: Ladeschlussspannung reduzieren, Lebensdauer verlängern?

Beitragvon JG59 » Di 23. Apr 2019, 01:29

ichbin hat geschrieben:Beim Laden auf nur 4V/Zelle wwird, wie schon erwähnt, keine herkömmliche Balancerschaltung ansprechen also bleibt auch hier nur der Schutz gegen Überladung.

Das führt dann dazu, dass die schwächeren Zellen immer auf 4,2 V geladen werden und die besseren auf eine geringere Spannung. (Die Zellen mit der niedrigeren Kapazität sind als erste voll.)

Was würde es nützen bei einem Akkupack die Lebensdauer der Zellen durch niedrigere Ladespannung zu verlängern, die sowieso die besseren sind, wenn es dann wegen der schwächeren Zellen stirbt?

ichbin
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Re: Ladeschlussspannung reduzieren, Lebensdauer verlängern?

Beitragvon ichbin » Di 23. Apr 2019, 08:27

JG59 hat geschrieben:Das führt dann dazu, dass die schwächeren Zellen immer auf 4,2 V geladen werden und die besseren auf eine geringere Spannung. (Die Zellen mit der niedrigeren Kapazität sind als erste voll.)

Andererseits sind die schwächeren Zellen als Erste leer während die besseren Zellen noch reichlich Spannung haben.
Beim anschließenden Nachladen sind die noch vollen Zellen als erstes wieder voll bzw liegen auf hohem Spannungsniveau....
Wobei, wenn die Zellen so weit auseinander liegen ist das eh eine Frage der Zeit bis der Pack ganz fertig ist.

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Rutzki73
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Re: Ladeschlussspannung reduzieren, Lebensdauer verlängern?

Beitragvon Rutzki73 » Di 23. Apr 2019, 13:58

bei Dampfer, aber auch bei Akkus für Werkzeuge ist die Anzahl von in Serien und parallel geschalteten Akkuzellen ziemlich überschaubar bzw. sehr klein.

wenn du ein 13S5P, oder 10S6P nimmst, so ist der Anteil der Kosten der Akkuzellen an den Gesamtkosten ziemlich hoch. Kein Pedelec-Fahrer würde es einfach so hinnehmen, dass sein (oder ihr) Akkus bereits nach einem Jahr an Leistung enorm verliert.

eBike, oder eRoller Akkus sind komplexer und wesentlich teurer und bei solchen Akkus wird der Preis eingentlich nach Wh über die Laufzeit (mindestens 300 lade- und Entladezyklen) berechnet. Wer 40€-50€ an seinem Akku spart und nur 100, oder 150 komplette Zyklen absolviert, bezahlt mehr pro Wh.
Lügen haben kurze Beine, nur Willi lügt nie!


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