Fortgeschrittenen Fragen

Häufig gestellte Fragen zum Thema eZigaretten und Dampfen
Shion
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Fortgeschrittenen Fragen

Beitragvon Shion » Sa 22. Okt 2016, 02:55

Guten Abend zusammen!

Ich habe mich gerade angemeldet, in der Hoffnung hier auf mehr und fundierteres Wissen zu treffen als in den bekannten Dampferforen.
Das soll nicht abwertend klingen, aber ich habe dort schwer das Gefühl dass alle alten Hasen und Nerds aufgegeben haben. Jeder macht wie er will.

Hab ich bisher auch. Klar, die Grundlagen habe ich beachtet, Markenakkus gekauft, regelmäßig ausgetauscht, und immer brav ausgerechnet was geht und was nicht. Nun gehe ich aber langsam von den geregelten ATs weg, da ich die Zukunft eher düster sehe, und deshalb auf Mech umsattel.
Deshalb will ich in Sachen Akkusicherheit absolut auf der Höhe sein.

Nun hab ich aber ein paar Fragen:
Neuverschrumpfen: Wo bezieht ihr eure Schläuche? Und welche Isolator Plättchen nehmt ihr? Gibts irgendwas besonderes dabei zu beachten?
Akkus selber testen: Wie gehe ich am besten vor um regelmäßig meine Genutzten Akkus zu testen? Was brauche ich dazu? (Billiges Multimeter, MC3000 und ne DNA200 hätte ich...)
Wo sind die Grenzwerte für einzelne und gestakte LiIon 18350er, 18650er, 26650er, LiFePo26650er?
Bzw wie weit dürfen verpaarte Akkus vom Innenwiderstand und Spannung her auseinanderdriften?
Wie sollte beim MC3000 die Ladeschlussspannung eingestellt werden? Bsp. LiFePo habe ich 3,65V gelesen, obwohl die immer mit 3,6 angegeben sind...

Mein Stand was Akkus angeht ist momentran folgender:
Dabei gehe ich vom Subohmisieren um die 0,3-0,8 Ohm aus.

18650er:
Für max. Leistung: VTC5A
Alltagsakkus (Balance aus Ausdauer und Kraft): HG2, 30Q

26650er:
Max Leistung: A123
Alltagsakku: iJoy INR26650
Max. Ausdauer: Tensai 4700

Ist das so ok? Oder gibts da was neues?

Und mal zum Thema ausgasen:
Wie oft ist EUCH das schon passiert, und wieso? Wie schnell läuft sowas ab?
Szenario: Kurzschluss im single Mechmod. Was passiert genau? Erhitzt sich der AT langsam oder Sprunghaft? Auf was für Temperaturen? Hat man beim Durchgehen des Akkus noch Zeit ihn weg zu werfen, oder passiert das im Sekundenbruchteil?

Bestimmt kommt da noch einiges, aber jetzt reicht das erstmal.
Ich danke schonmal im Vorraus!
Shion

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Joergl
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Re: Fortgeschrittenen Fragen

Beitragvon Joergl » Sa 22. Okt 2016, 04:47

Hallo erstmal!

Bist richtig hier...in aller Ruhe.

Ich werd auch immer mehr zum Mechaniker. Kann ich gut verstehen...

Zum Verschrumpeln ham wer hier schon was: viewtopic.php?f=16&t=810&p=7308&hilit=neu+schrumpfen#p7308

Ja, es ist wichtig, auch gleich die Isolierscheiben durch vernünftige zu ersetzen. Das von mir verlinkte ist perfekt.

Mitm MC3000...hätteste glaub schon genug...Bild

Nochn thread...: viewtopic.php?f=17&t=314&start=290

Ist fast am Ende...mußt zurückspulen. Und Fragen stellen natürlich! MC3000-cracks gibt es hier...kreisler vor allem! ;)

Naja...ich subohmisiere mit A123...bei 0,05 Ohm. :mrgreen:

Du findest Dich hier schon zurecht! :cheers:

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Re: Fortgeschrittenen Fragen

Beitragvon Ike » Sa 22. Okt 2016, 07:57

Willkommen an Bord! (monkey) (monkey) (monkey)

Fasttech hat wirklich alles, was das Schrumpfschlauchherz begehrt zu sehr freundlichen Preisen, wie oben verlinkt.

Was das Ausgasen angeht, mir ist das noch nicht passiert, und ich kenne auch niemand, der schon mal dieses Erlebnis hatte. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass alle Dampfer in meinem Bekanntenkreis auf hochwertige Akkus achten, und sie ganz sicher nicht offen mit dem Kleingeld in der Hosentasche rumtragen oder sonst wie misshandeln .

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Re: Fortgeschrittenen Fragen

Beitragvon Joergl » Sa 22. Okt 2016, 09:00

Ja, auf zuverlässige Akkus muß man schon gucken. Einen einzelnen Akku in der Hosentasche...warum nicht? Zwei...warum nicht? Mit nem Schlüsselbund: Warum...auaaa...

FT hat auch Akkuböxchen... ;)

Habs mir angewöhnt; ist auch wegen der Organisation nicht verkehrt, da Sorgfalt zu benutzen.
Zuletzt geändert von Joergl am Sa 22. Okt 2016, 09:02, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Fortgeschrittenen Fragen

Beitragvon Dirk555 » Sa 22. Okt 2016, 09:00

Zum Thema akkus und laden wurde mir hier dieses buch empfohlen.

https://www.amazon.de/Akkus-Ladetechnik ... 3645652582

Ich find es gut geschrieben, ist bestimmt keine schlechte anschaffung.
1984, Brazil,Naked Lunch (Film), God Bless America.......

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Re: Fortgeschrittenen Fragen

Beitragvon Joergl » Sa 22. Okt 2016, 09:09

Bild

Stimmt...geht aber nicht allzusehr in die Tiefe. Grundwissen XXL...das auf jeden Fall!

Es ist nicht der Trzebiatowsky der Akkus... :mrgreen:

Dirk555
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Re: Fortgeschrittenen Fragen

Beitragvon Dirk555 » Sa 22. Okt 2016, 09:11

Stimmt aber ne saubere grundlage ist es.
Wenn ich wüsste was in den anderen büchern von ihm steht, würde ich mir noch eins holen.
1984, Brazil,Naked Lunch (Film), God Bless America.......

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Re: Fortgeschrittenen Fragen

Beitragvon rabbit » Sa 22. Okt 2016, 09:42

zur frage nach der ladeschlußspannung noch: definitiv gibt dir da das datenblatt vom hersteller auskunft, google akkubezeichnung + "datasheet". für den 26650 M1B z.b. hab ich 3.6V gefunden.

cm.

ky4e!
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Re: Fortgeschrittenen Fragen

Beitragvon ky4e! » Sa 22. Okt 2016, 12:37

Zu der düsteren Zukunft:

Da kann man sich ja wenn man will auch n Haufen elektrischer Akkuträger bunkern.

Ich hab hier mechanische, aber auch mit Elektronik in der Bunkerkiste. Solang mir wirklich nicht durch eine EMP oder so alle elektrischen kaputt gehen, werd ich weiterhin elektrisch dampfen, einfach wegen dem Komfort.

Ich schreib das mal weil ich den selben "Denkfehler" hatte wie Du ^^ sah die Zukunft auch so düster und wollte dann rein mechanisch bunkern bunkern bunkern, aber warum nicht auch elektrische bunkern? Die halten sich schon ne Weile bei Nichtbeanspruchung und wenn man nicht grad im Jungle wohnt.

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Re: Fortgeschrittenen Fragen

Beitragvon sk4477 » Sa 22. Okt 2016, 19:53

"Ausgasen" ist relativ. Das kann kurz "Flup" machen und das wars, das kann auch zu spritzen ("Wunderkerze") oder bloss etwas suppen anfangen. Das kann aber auch abfliegen wie ne Rakete und flammen dabei. Was nur ganz extrem selten passiert ist explodieren, dazu müsste der Druck im Innern extrem schnell und extrem hoch gehen, damits die Becherzelle zerreist. Es gibt jedoch das eine oder andere Video darüber, wie es ICR zerrissen hat - unmöglich ist es also nicht. Es sei denn die Leuts sind Tricktechnik-Künstler.

MIr gehen schon hin und wieder Akkus während den Tests ein. Da ist es absehbar und kündigt sich über den Temperaturverlauf Minuten vorher an. Das ist eine exponentiell steigende Kurve. Aber immer mit Vorlauf. Unklar sind mir die Fälle, wo das "sofort" schlagartig losgegangen sein soll. Das dürfte jedoch in einem Akkuträger, der ja nochmal langsamer erwärmt schon merklich schlechter zu bemerken sein. Wie schnell erwärmt sich der Mod, liegt der Akku fest an, oder ist da noch Luft zwischen Rohr und Außenwand? Ab welcher Temperatur bemerkt man dass der Akkuträger in der Hosentasche heiß ist? Das kann wohl schon auch sehr knapp werden zwischen bemerken und raus bekommen. Die Fälle, wo Kurzschluss eines Akkus in der Hosentasche in fetten Brandblasen endeten gibts ja real durchaus.

In der Dampfpraxis isses mir einmal in ner defekten Lavatube einer ausgegast, da hats laut Plopp gemacht und gestunken und innen im Träger drin sahs aus wie sau, überall Gesuppe. Ohne Vorwarnung, stand neben mir aufm Tisch. Und einmal hab ich ne Taschenlampe in die Hand genommen und dachte mir, warum ist der Gummiknopf hinten so rausgebeult und lässt sich nimmer drücken, beim aufschrauben wars dann klar. Alle anderen sind mir auf dem "Prüfstand" eingegangen und da war es vorhersehbar anhand des Temperaturverlaufs (oder eben draussem beim Blödsinn machen)

Für Otto Normalverbraucher empfehle ich ab 80°C sollte Ende sein (aber wie soll der das merken, dass es nun 80°C sind). Je nach Elektrolytzusammensetzung kann 80°C den Akku schon schädigen, wobei die meisten heute höhere Temperaturen wegstecken. Ich breche Messreihen aktueller Mischchemie bei 100°C ab und halte die Temperatur im Auge, obs dann von selber weiter steigt. UL-zertifizierte Zellen werden grundsätzlich aber nochmal ein ganzes Stück höher getestet. Weiss nicht obs sinnvoll ist, die Zahl hier zu posten, von wegen rantasten und so. Wens interessiert, kann sich die UL Test-Richtlinie googlen.

Wie schon gesagt, die spontan Dinger kann ich nicht erklären, hatte ich noch nie - gibts auch kaum Videobeweise zu.

Zu den "erlaubten" Abweichungen sind mir keine irgendwie "genormten" Werte bekannt. Wir hatten damals nach x-mal hin und herrechnen irgendwann mal gesagt, dann nehmen wir 0,2V Differenz im entladenen Zustand. War aber ehrlich gesagt etwas gemurkst. Reuleaux und ich glaub DNA200 auch fangen bei 0,3V Differenz an zu meckern - wie die sich die 0,3 hergeleitet haben kann ich auch nicht sagen.

Die Frage nach der sinnvollen Differenz übern Widerstand hat mich gestern schon mal jemand gefragt. Und ich weiss leider immer noch nicht, wie ich das an ner griffigen Regel festmachen soll. Mein Gedanke ist folgender: man könnte ja hingehen und über die Differenz der Innenwiderstände die zu erwartende Spannungsdifferenz für seinen geplanten Strombedarf ausrechnen und dann sagen: ok, da sollte die Grenze wieder so 0,xV sein. Aber ob das nun wirklich sinnvoll ist? Und wie genau ist die Messung, um da überhaupt mit rechnen zu können. Hier brauchts noch ganz viel Input und ich befürchte schlauere Leute als mich. :-(

Die Defaults des MC3000 fand ich eigentlich ok, teilweise findest du auch 3.7V für LiFePO und Leute, die die Dinger mit LiIon Programm bis 4,20 laden, weil ses nicht anders wussten.

Zu den Akkulisten:

Ein Ding, was vielleicht da noch angemerkt werden sollte: die Sony VTC5A werde ich für mich tatsächlich runter stufen auf ~30A. Hab letzte Woche zig Messungen damit gemacht, die 35A Dauerlast sind nicht mehr haltbar. Aber was besseres hab ich auch nicht parat. Jetzt braucht ich nochmal welche aus ner guten Quelle zum gegentesten.


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