Last am Akku bei ungeregelten Trägern / Welchen Akku brauch ich?

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sk4477
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Last am Akku bei ungeregelten Trägern / Welchen Akku brauch ich?

Beitragvon sk4477 » Sa 2. Jan 2016, 04:22

Beim ungeregelten Träger ist ganz im Gegensatz zur Last am Akku beim geregelten Akkuträger der Widerstand der Wicklung das wichtigste Merkmal. Um die Belastung des Akkus im ungeregelten Träger ausrechnen zu können, reicht die simple Anwendung des Ohmschen Gesetzes.

Wir brauchen:

  • den Widerstand der Wicklung, Einheit: Ohm (Ω)
  • Die aktuelle oder maximale oder eine realistische Schätzung der zu erwartenden Akkuspannung. Einheit: Volt (V)


Die Frage nach der richtigen Akkuspannung für diese Rechnerei sorgt regelmäßig für Zündstoff.
  • Die einen sagen, wir müssen mit 4.2V rechnen, weil das ist ja die maximal mögliche Spannung, welche ein Dampfakku liefern könnte (in der Praxis wird ein Akku aber nur bei gaaaanz winzig kleinen Leistungen die 4.2V bringen, fürs Dampfen wäre das viel zu wenig Leistung, ist also eigentlich Quatsch. 4.2V kann jedoch eines für sich beanspruchen: es ist in der Tat eine Obergrenze, weil das die übliche Ladeschlussspannung darstellt.
  • Die nächsten sagen, wir müssen mit 3.7V - der Nominalspannung - rechnen. Das ist aber auch Quatsch, weil die Nominalspannung hier keine Relevanz hat, 3.7V ist also auch genauso falsch wie 4.2V - man bekommt aber niedrigere Werte als mit 4.2V, also kann man sich hier mit der Wahl der Spannung das Ergebnis zusammenbasteln, das man am Ende gerne hätte.
  • Und wieder andere sagen: nun, das muss man also erst mal ermitteln, auf welche Spannung mein Akku denn für eine bestimmte Last von X Ampere einbricht bzw. was tatsächlich das Spannungsmittel für eine Last von X Ampere bei meinem Akku sein wird.
    • Man kann es z.b. grob errechnen, wenn man den Innnenwiderstand des Akkus kennt
    • oder man kann mal ganz grob die Last schätzen und dann eine passende Entladekurven anschauen, da kann man ablesen, auf welche Spannung der Akku landen wird
    • oder man kann es auch messen mit so nem Tank-O-Meter zum Einschrauben zwischen Verdampfer und Akkuträger.

Wie auch immer und welche "Voltzahl" auch immer Ihr benutzen wollt, gerechnet wirds dann einfach so:

Akkuspannung in V / Verdampferwiderstand in Ω = Last am Akku in A
Oder mit Zahlen: 4V / 0,2 Ohm = 20 A

Als Satz:

Bei einer Akkuspannung von 4V ..
.. erzeugt eine Wicklung mit 0,2 Ohm ..
.. eine Last von 20A am Akku

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Re: Last am Akku bei ungeregelten Trägern / Welchen Akku brauch ich?

Beitragvon Nebulizer » Sa 2. Jan 2016, 13:47

sk4477 hat geschrieben:
  • oder man kann es auch messen mit so nem Tank-O-Meter zum Einschrauben zwischen Verdampfer und Akkuträger.


Aber Vorsicht, die meisten Billig-Tankometer haben intern nur ganz dünne Drähtchen, um den Strom zum Verdampfer zu leiten, oder der Strom fließt gar über die Leiterbahnen der Platine. Bei niederohmigen Wicklungen macht es dann "Bzzz..", und das wars dann mit dem Spannungsmessen! Bild
<?php
if($muede>0){
$kaffee++;
}
?>

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Re: Last am Akku bei ungeregelten Trägern / Welchen Akku brauch ich?

Beitragvon sk4477 » Sa 2. Jan 2016, 14:20

Oh.. guter Hinweis.. mir als Schwachlastdampfer passiert sowas eher selten.


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