Akkus: Stacking Regeln 2015

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sk4477
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Akkus: Stacking Regeln 2015

Beitragvon sk4477 » So 2. Aug 2015, 07:51

Beim Stacking, also eigentlich der Serienschaltung mehrerer Akkus (eigentlich richtig Zellen) sollten ein paar Punkte beachtet werden. Bislang war der Leitsatz weit verbreitet:

Fürs Stacking kauft man 2 gleiche Akkus, verheiratet diese und nutzt diese fortan immer zusammen, dann ist alles gut.

Wie halt mit Merksätzen, Leitsätzen oder Eselsbrücken so üblich: es steckt da immer ein wahrer Kern dahinter. Ist aber ansonsten eine stark vereinfachte Aussage. Ich weiß noch als mein verschollener Freund SabbelMR diesen Leitsatz damals für das alte Forum ausformuliert hatte, wie schwer es ihm fiel, da überhaupt Verständnis für die Problematik bei den Dampfern zu erwecken, da war so ein vereinfachter Merksatz sicherlich angemessen. Damals herrschte da Null Verständnis, es wurden wild 2 Akkus da rein gekloppt, was grad so aus der Schublade gerollt kam (auch da ist übrigens in der Regel nix passiert.)

Der Sinn und Zweck der Übung ist es jedoch, 2 Akkus zusammen zu benutzen, die ein gleiches Entladeverhalten aufweisen, das heißt während des Entladens nie weiter als 0,2 V auseinander driften. Einfach nur 2 gleiche neue Akkus zu kaufen und diese zu "verheiraten", das kann - muss aber nicht diesen Effekt bringen. Es kann auch schlichtweg sein, dass die 2 neu gekauften Akkus einfach schon von vorne rein nicht zueinander passen. Was da beim Hersteller vom Band läuft unterliegt Schwankungen, der Großhändler mischt alte und neue Ware, der Verkäufer gibt dir nen alten und einen aus ner neuen Lieferung.. Seht ihr wo 2 gleiche Akkus neu gekauft eigentlich Unsinn ist?

Richtig ist, wir müssen messen:

  • Frisch geladen sollten beide exakt die selbe Spannung haben, dass kann mal geringfügig variieren, aber bitte deutlich weniger als 0,1V Differenz voll geladen.
  • Entladen sollte die Differenz der 2 Akkus nicht größer als 0,2 V sein. Dazu lädt man ein mögliches Pärchen und packt es dann halt mal in den Akkuträger und dampft es leer, damit man die Spannung bei Entladeschluss messen kann.
  • Wer kann, vergleicht auch noch den Innenwiderstand, auch da sollte die Abweichung nicht allzu groß sein. (Innenwiderstand immer bei gleichem Ladestand messen). Da die Messung aber meist extrem ungenau ist, kann man da aber auch drauf verzichten.

Es passen die 2 ansonsten identischen Akkus am besten zusammen, die am wenigsten auseinander driften. Das kann bei 2 frisch gekauften Akkus der Fall sein, muss aber nicht. Und vor allem muss das nicht für immer und ewig so bleiben. Und darum sollte man das immer wieder mal kontrollieren und notfalls auch mal ansonsten identische Akkus durchtauschen, wenn ein Ehepartner zu schwächeln beginnt.

    Deshalb empfehle ich Ladegeräte mit Display, weil ich jedesmal beim Akku laden erneut die Kontrolle habe, ob die noch synchron sind, ohne erst den Multimeter rauskramen zu müssen.


Warum heisst das eigentlich Stacking?

Gute Frage, weil eigentlich nennt man das eine Serien- oder auch Reihenschaltung von Akkus (eigentlich Zellen). Ich denke mal, der Begriff Stacking hat sich in der Dampferwelt deshalb eingebürgert, weil die ersten Akkuträger, die "Stacking" erlaubten, Röhren waren, in die man 2 Akkus (eigentlich Zellen) übereinder gestapelt ins Rohr gesteckt hatte. Daher Stacking, denn Stacking ist Englisch und heißt auf Deutsch schlicht: Stapeln. 2 Akkus übereinander gestapelt kamen da ins Akkurohr.


Serienschaltung / Stacking bei Boxmods

Heute findet man die Serienschaltung auch bei den boxförmigen Akkuträgern (= Boxmods). Dort liegen die Akkus dann meist nebeneinander. Diese Boxmods können die Akkus entweder seriell (in Reihe) verschaltet haben, dann gelten weiterhin die "Stacking"-Regeln.

Andere Boxen nutzen die Akkus parallel, da gelten dann andere Regeln: Akkuregeln bei Parallelschaltung.

Tito2012
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Re: Akkus: Stacking Regeln 2015

Beitragvon Tito2012 » Mo 21. Dez 2015, 13:20

Danke für diesen Eintrag! Sehr gut geschrieben!

Dazu fällt mir ein Kommentar von AW ein, auf einen Facebook-Post von dir, in dem der höhere Preis der (umverschrumpften) Zelle begründet wird, die unten drunter auch "nur" ein LGHG2 ist.

Habe ich das so richtig verstanden, dass bei AW unter einem gegeben Aufwand besonders gut zueinander passende Zellen selektiert (und zusammen, z.B. als Paar verkauft) werden?

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sk4477
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Re: Akkus: Stacking Regeln 2015

Beitragvon sk4477 » Sa 2. Jan 2016, 04:49

Tito,

Sorry für meine späte Antwort, das hab ich irgendwie übersehen.

AW selbst verkauft seine Akkus nicht als Paar, damit ist die Theorie der zueinander passenden Pärchen schonmal vom Tisch. Das wäre mir neu. Auf AWs Verkaufstand im CPF sind auch keine Paare vorgesehen.

Der Selektionsprozess von AW ist mir leider in letzter Konsequenz auch nicht bekannt. Also welche Kriterien da konkret eine Rolle spielen. Hier wäre es durchaus hilfreich, wenn Herr AW da mal etwas konkreter wird, was genau er da selektiert. Das ist leider Gottes sehr nebulös, was ich bisher darüber gelesen habe.

Ich mus saber auch zugeben: In meinen ganzen, doch sehr vielen Messungen von AW Akkus war der Gleichlauf zweier oder auch noch mehr Akkus immer sehr gut. Es liegt also die Vermutung nahe, dass AWs Selektierung dafür mit verantwortlich sein müsste, ja. Ich würde sogar noch soweit gehen und sagen, dass AW Akkus für Stacking damit einen gewissen Vorteil haben..

.. aber ob dieser Vorteil den Aufpreis für AW rechtfertigen, da bin ich mir nicht sicher. Ich bin so ein bissl der Meinung, wenn ich ab und zu mal messe, dann kann ich mir den Aufpreis für AW auch sparen.

Das ist bei AW Zellen in anderen Größen als 18650 nochmal etwas anders, nehmen wir zum Beispiel 18350, da kann ich entweder teure AW kaufen, oder ich nehm die Überraschungseier von Efest. Da würde ich dann schon eher zu AW greifen denke ich..

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Re: Akkus: Stacking Regeln 2015

Beitragvon Nebulizer » Sa 2. Jan 2016, 13:39

sk4477 hat geschrieben:Das ist leider Gottes sehr nebulös, was ich bisher darüber gelesen habe.

Das ist jetzt aber nicht persönlich gemeint, oder? Bild
<?php
if($muede>0){
$kaffee++;
}
?>

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sk4477
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Re: Akkus: Stacking Regeln 2015

Beitragvon sk4477 » Sa 2. Jan 2016, 14:17

:-D

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Re: Akkus: Stacking Regeln 2015

Beitragvon Tito2012 » Sa 2. Jan 2016, 14:30

Ich würde ja mal vermuten, es werden Zellen mit einem besonders niedrigen Innenwiderstand selektiert. Möglicherweise noch zusätzlich Kapazität.

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Re: Akkus: Stacking Regeln 2015

Beitragvon Andreassued » Fr 8. Jan 2016, 19:42

Sehr gute "stacking Regeln". Messen und Differenzspannung kontrollieren. Besser immer über Ladegeräte mit Display laden, wie oben beschrieben.
Aus meiner Not habe ich grad mal 3 alte unverheiratete VTC4 in der Reuleaux verwendet und ab und zu zwischendrinn gemessen, Differenz immer kleiner 0,2V. Alle 3 Akkus wurden zusammen gekauft und "etwa" gleichviel benutzt.
Ist nur eine kurzfristige Notlösung bei mir, mach ich auch nie wieder (Lach)!
Ne, im Ernst, Akkusicherheit ist wichtig, aber wie sicher kann man sein? Vor dem Schlafengehen kommen die drei alten Akkus jedenfalls aus der Box raus.
LG
Andreas

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Re: Akkus: Stacking Regeln 2015

Beitragvon Joergl » Sa 9. Jan 2016, 17:54

Lasse doch einfach drin und die Box an...vielleicht gewöhnen die sich aneinander!Bild

0,2 Volt Differenz fänd ich jetzt auch zuviel.Bild

Aber die VTC4 sind zähe Kampfsäue!Bild

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Re: Akkus: Stacking Regeln 2015

Beitragvon Andreassued » Sa 9. Jan 2016, 23:04

Haben sich doch längst aneinander gewöhnt, Joergl.
Wohnen schließlich schon über 1,5 Jahre bei mir. :lol:
Über den dreier bei 20W haben die sich bestimmt totgelacht. :D

Kühlwalda

Re: Akkus: Stacking Regeln 2015

Beitragvon Kühlwalda » So 10. Jan 2016, 12:52

Akkus miteinander Vergesellschaften

Vorher
Hatten Sie bisher einen Akku in Einzelhaltung oder wollen Sie neue Akkus in ein bestehendes Rudel eingewöhnen?
Dann sollten Sie bei der Integration der Akkus einige Regeln beachten.

So nicht
Fremde Akkus dürfen auf keinen Fall einfach in den Akkuträger der bereits vorhandenen Akkus gesetzt werden.
Akkus verteidigen ihr Revier gegen fremde Akkus sehr energisch. Die Akkus würden miteinander kämpfen und dabei kommt es häufig zu
Verätzungen oder sogar tödlichen Verletzungen. Akkus müssen neue Rudelmitglieder vorsichtig kennen lernen können.

Quarantäne
Neue Akkus sollten die ersten zwei Wochen in einem anderen Zimmer in Quarantäne gehalten werden. Sie könnten Chinesische Krankheitskeime tragen oder auch Parasiten haben, die dann auch auf Ihre bereits vorhandenen und gesunden Akkus übergehen können.
Diese Zeit können Sie nutzen, die neuen Akkus erstmal an sich zu gewöhnen. Bei der endgültigen Vergesellschaftung sollten die Akkus
handzahm sein, sonst haben Sie große Probleme, die Akkus im Notfall einzufangen oder/und zu trennen.
Muten Sie bitte keinem Jung Akku eine Einzelhaft zu, gerade in den ersten drei Monaten lernen Baby Akkus sehr viel und Akkus welche in der Zeit allein waren bleiben meist sozial inkompetent. Nehmen Sie nach Möglichkeit immer mehrere Akkus auf, damit sie zusammen die Quarantänezeit verbringen können. Junge Akkus unterwerfen sich recht schnell, allerdings gibt es Berichte darüber, dass zu neue Akkus vor der ersten Lebenswoche mitunter von alten Akkus nicht angenommen werden. Es soll sogar zu Todesfällen gekommen sein bei denen der Alt Akku die Babys verätzte.
Vor allem Männliche Akkus sollen Babys gegenüber recht rabiat werden. Also sollten Sie Jung-Akkus nicht vor der zehnten Lebenswoche mit
alten Akkus vergesellschaften.
Eine Vergesellschaftung von sehr jungen Akkus untereinander klappt hingegen meist problemlos.

Vergesellschaftungsmöglichkeiten
Es gibt verschiedene Varianten um die Akkus aneinander zu gewöhnen. Welche Erfolg hat, hängt von der Produktions-Streuung und vielen weiteren äußeren Umständen ab. Im Folgenden werde ich die Möglichkeiten aufzählen, die hier bisher zum Erfolg geführt haben.
Welche Variante die für Ihre Akkus geeignete ist, müssen Sie selbst entscheiden.

Gerüche
Bei dieser Variante werden die neuen Akkus nach der Quarantäne mit ihrem eigenen Akkuträger in das andere Akkuträgerzimmer gestellt,
aber die Träger stehen dabei weit auseinander, so dass die Akkus sich nicht im Zimmer begegnen.
Den neuen Akkus wird ein gebrauchtes Ladegerät der alteingesessenen Akkus gegeben, damit sie deren Geruch annehmen.
So lernen die neuen Akkus den Geruch der alten Akkus kennen und riechen auch für die alten Akkus angenehmer.

Boxen und Akkuträger-Trennung
Bei dieser Variante werden die Akkus in zwei Träger oder Boxen nebeneinander gestellt. Dazu wird der vorab als Quarantäne verwendete Träger mit den Akkus neben den Akkuträger oder der Box, der bereits vorhandenen Akkus gestellt. Zwischen den Geräten sollte ein kleiner Sicherheitsabstand von etwa 1 - 2 cm vorhanden sein, damit die Akkus sich durch die Entgasungslöcher beschnuppern können, aber sie nicht die Möglichkeit haben, sich durch das Stahl zu beißen. Die Idee dahinter ist die, dass die Akkus sich so langsam aneinander gewöhnen können und den Geruch der anderen kennen lernen. Allerdings kann dies auch zu Aggressionen und Frust bei den führen, denn sie können ihre üblichen Begegnungsrituale nicht ausführen. Die alteingesessenen Akkus könnten auch extrem nervös reagieren, da sie Eindringlinge wittern, diese aber nicht vertreiben können, so kommt es bei der Variante sogar mitunter zu Streit im Rudel der alteingesessenen Akkus. Die Boxen und Träger-Trennung kann sinnvoll sein, wenn Akkus bei Vergesellschaftungsversuchen bisher Angstverätzer waren, vielleicht durch eine Fehlprägung oder weil sie bisher unter extrem schlechten Bedingungen lebten und um ihr Leben kämpfen mussten.
Solche sozial gestörten Akkus können bei der Gerätetrennung langsam lernen, dass die anderen Zellen ihnen nichts tun.

Folgende Verhaltensweisen sind bei einer Vergesellschaftung normal:
Gegenseitiges Beschnüffeln am Minuspol um fest zu stellen, mit wem man es zu tun hat.
Mit den Schrumpfschlauch klappern, teilweise ängstliches warm werden der unterlegenen Zellen.
Bis hierher ist das Verhalten nicht beunruhigend, sondern völlig normal. Auch wenn es etwas wild, laut und bedrohlich wirkt, greifen Sie bitte nicht ein, die Akkus müssen ihre Rangordnung so klären!

Einschreiten
Sollten die Zellen sich ernsthafte Wunden zufügen, kämpfen sie so stark miteinander, dass Flüssigkeiten fließen, hören sie gar nicht auf sich zu jagen, sitzt ein Akkus schon völlig gestresst in einer Ecke der Box und schwitzt nur noch stark. Dann müssen Sie eingreifen und die Vergesellschaftung vorerst beenden. Der nächste Versuch sollte erst wieder stattfinden, wenn alle Akkus wieder Normaltemperatur haben.
Greifen Sie niemals mit der bloßen Hand zwischen kämpfende Akkus! Auch dicke Handschuhe schützen nicht vor Verätzungen und Hitze, können aber dazu führen, dass Sie die Akkus zu fest anpacken. Verwenden Sie zur Trennung einen Isolierten Schraubendreher, eine dicke Keramikpinzette zur Trennung. Setzen Sie die Zellen nicht verschwitzt wieder in ihren Akkuträger oder die Box sondern trocknen Sie die Akkus gut ab!
Eine sanftere Möglichkeit ist die, dass Sie die Akkus selbst entscheiden lassen, wann sie in die Box oder den Träger des anderen ziehen.
Stellen Sie beide Geräte auf den Tisch und lassen Sie den Deckel oder die Bottom Cap offen. Irgendwann zieht der neue Akku in den Akkuträger oder die Box des alteingesessenen Akkus, jedenfalls mit etwas Glück.
Mit viel Geduld wird Ihnen die Vergesellschaftung gelingen, geben Sie nicht auf, es kann mitunter Wochen dauern ehe die Zellen sich verstehen. Manche Zellen schließen allerdings sofort Freundschaft und sind unzertrennlich, andere brauchen ihre Zeit und streiten immer mal wieder.
Es klappt aber nicht immer, Akkus zusammen zu bringen.
Wir würden auch nicht jeden Menschen einfach so in unserer Wohnung und unserem Leben dulden.
Vertragen sich die Akkus gar nicht, ist eine andauernde Abneigung zu sehen, dann sollten Sie die Akkus in Einzelhaltung betreiben.


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