Wie schädlich sind E-Zigaretten von Professor Bernd Mayer

Häufig gestellte Fragen zum Thema eZigaretten und Dampfen
Hony
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Re: Wie schädlich sind E-Zigaretten von Professor Bernd Mayer

Beitragvon Hony » Mi 16. Aug 2017, 17:37

Bei Autos ist das eine ganz andere Geschichte. Autofahren führt nicht zwangsläufig dazu, dass man auch Kinder überfährt. Und die Fahrt zur Arbeit ist auch keine Suchtkrankheit.

Bei Alkoholikern ist die Sache nicht ganz so einfach. Ein Tabaksüchtiger kann problemlos ein völlig normales Leben führen. Rauchen wirkt sich nicht negativ auf die Arbeitskraft oder die Fähigkeit Maschinen zu bedienen aus. Stark Alkoholiker verlieren irgendwann die Kontrolle über ihr Leben und damit oft Führerschein und Job. Hinzu kommt, dass ein Alkoholiker andere nicht einmal theoretisch durch seinen Konsum direkt schädigen kann. Hier besteht also ein ganz anderes Außenbild.

Dann gibt es noch einen entscheidenden Unterschied. Ab und an moderat Alkohol zu trinken ist kaum nennenswert schädlich, jedoch durchaus üblich. Natürlich stirbt man auch nicht von einer Zigarette pro Woche, nur ist das eben nicht der typische Raucher. Und dann kann man außerdem keine überteuerten Alkoholkaugummis verkaufen um die Leute von der Flasche weg zu bringen. Viele Anti-Tabak-Lobby-Organisationen werden "großzügig" von Pharmakonzernen unterstützt. Ärzte sollen gezielt Nikotinersatzprodukte empfehlen obwohl die Erfolgsquote im Vergleich zum kalten Entzug kaum nennenswert höher ist. Selbst die Rückfallquote ist annähernd identisch. Da geht es ums Geschäft.

Ja, die Lifestyle-Debatte ist auch lustig. Warum bekomme ich keinen Rabatt für sozialverträgliches Frühableben? Und warum muss ich Alten mit noch relativ hoher Lebenserwartung künstliche Hüftgelenke bezahlen obwohl die sie vielleicht vorher selbst durch Sport verschlissen haben? Gerade Sportunfälle können ziemlich teuer werden. Da wäre doch ein Risikoaufschlag… So funktionieren Versicherungen eben. Wenn sich jeder aus dem Solidarprinzip verabschieden könnte würden natürlich nur die Kranken und Alten übrig bleiben. Nur wer würde die dann noch versichern wollen?

Puritanismus spielt sicher auch eine Rolle. Ein anderes Hauptproblem ist einfach, dass seit Dekaden dem ach so bösen Nikotin die Schuld an fast allen Raucherleiden gegeben wird. Bekomm das erstmal wieder aus den Köpfen raus. Spinat gilt bis heute als der Eisenlieferant schlechthin, weil da irgendwann mal jemand getrockneten Spinat untersuchte und das auf frischen Spinat übertragen wurde, was zu einem Fehler mit Faktor 10 führte.

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Re: Wie schädlich sind E-Zigaretten von Professor Bernd Mayer

Beitragvon cubicDAU » Mi 16. Aug 2017, 21:53

Wenn wir länger leben können wir auch länger arbeiten. Renteneintrittsalter derzeit 67Jahre, Tendenz steigend.

Was mich an dieser Erziehung zum gesunden Leben am meisten stört ist die Bevormundung durch mir völlig fremde Menschen. Wenn jemand dann auch noch belegte Falten mit Vorsatz ignoriert nur um mich vor meinem Leben zu schützen hört es ganz auf.

Spannend finde ich hingegen den Gedanken des positiven Risikos, also einer Verbesserung durch Dampfen gegenüber nicht Rauchen...

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Lisamarieee
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Re: Wie schädlich sind E-Zigaretten von Professor Bernd Mayer

Beitragvon Lisamarieee » Fr 18. Aug 2017, 19:14

Ich denke auch, dass da die Pharma Industrie immer wieder versucht massiv einzugreifen. Sind wir doch mal ehrlich 95% weniger schädlich. Das bedeutet also 5% schädlich. Na und? wen juckts. Alkohol ist ja auch schädlich und man konsumiert es trotzdem.

Ich bin der Meinung, dass diejenigen, die rauchen wollen ,rauchen sollen und alle die dampfen wollen, sollen eben dampfen. :-)

Hony
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Re: Wie schädlich sind E-Zigaretten von Professor Bernd Mayer

Beitragvon Hony » Fr 18. Aug 2017, 19:24

Willkommen im Forum.

Lisamarieee hat geschrieben:Sind wir doch mal ehrlich 95% weniger schädlich. Das bedeutet also 5% schädlich. Na und? wen juckts. Alkohol ist ja auch schädlich und man konsumiert es trotzdem.

Die 95% gehen auf die britische Gesundheitsbehörde zurück. Die wiederum sind eigentlich Pessimisten und sagten mindestens 95% weniger schädlich. Tatsächlich könnten es auch 99,999% sein oder sich sogar gesundheitliche Vorteile finden lassen, die die Restschädlichkeit übersteigen. Damit wäre Dampfen sogar gesund.

Alkohol ist ein gutes Beispiel. Es ist ein Genussmittel. Und genau das ist unser Dampf auch. Es ist kein Nikotinersatzpräparat und dient auch nicht primär der Entwöhnung. Dann würden unsere Dampfgeräte nämlich tatsächlich in die Apotheke gehören. Und ja, Genussmittel dürfen schlicht ungesund und sogar schädlich sein. Der Knackpunkt dabei ist lediglich ob wir mit unserem Dampf andere, also Nichtdampfer schädigen können. Ist dies nicht der Fall, und danach sieht es aus, gibt es streng genommen auch keinen Grund das Dampfen überhaupt zu regulieren.

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Rutzki73
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Re: Wie schädlich sind E-Zigaretten von Professor Bernd Mayer

Beitragvon Rutzki73 » Sa 19. Aug 2017, 10:53

Hony hat geschrieben:
Alkohol ist ein gutes Beispiel. Es ist ein Genussmittel. Und genau das ist unser Dampf auch. Es ist kein Nikotinersatzpräparat und dient auch nicht primär der Entwöhnung. Dann würden unsere Dampfgeräte nämlich tatsächlich in die Apotheke gehören. Und ja, Genussmittel dürfen schlicht ungesund und sogar schädlich sein. Der Knackpunkt dabei ist lediglich ob wir mit unserem Dampf andere, also Nichtdampfer schädigen können. Ist dies nicht der Fall, und danach sieht es aus, gibt es streng genommen auch keinen Grund das Dampfen überhaupt zu regulieren.


Das sehe ich ein bisschen anderes, denn ich denke, dass die Regulierung ein gutes Ding für die Zukunft ist. Ich weiß es, viele Dampfer sehen es anderes...ich halte es für notwendig und Überlebens wichtig für diese Industrie, dass nur Fachgeschäfte mit einem gewissen Stand an Professionalität in diesem Feld agieren darf.

Ich kenne nicht die Statistiken soweit, aber "gefühlt" denke ich, dass die Regulierung die Anzahl an Unfällen reduziert hat. Ferner stellen wir fest, dass der Handel mehr und mehr Richtung Off-Line geht. Off-Line Shops zu betreiben kostet eine Menge mehr als rein Online-Handel und nach meiner Auffassung je mehr Off-Line gekauft wird, desto besser die Beratung ist.

Es hat sich viel in den letzten Jahren in unserer Dampfer-Welt getan...die Geräte werden besser und sicherer, die Liquids ebenfalls.

Ich glaube, dass der Vergleich mit Alkohol an dieser Stelle falsch ist. Die Verkaufszahlen von alkoholischen Getränken (vor allem Bier) sind seit Jahren rückläufig und die Menschen achten mehr auf ihre Gesundheit und auf Informationen...

Ich sehe die Entwicklung in der Dampfer-Industrie als fast ein Wunder...und warum? weil die Menschen meiner Meinung nach die Schnauze voll haben, nicht zu wissen, was in ihrer Zigarette an Zusatzstoffen und Chemikalien so steckt. Sie finden es unglaubhaft, dass die Zigarettenindustrie zusammen mit der Pharmaindustrie es versuchen, die Dampfer-Industrie kaputt zu machen...und wenn das nicht geht, so steigen sie einfach ein.

Aus diesem Grund halte ich die Regulierung für keine schlechte Idee...wir werden durch die Regulierung professioneller, sicherer und innovativer...Amen
Lügen haben kurze Beine, nur Willi lügt nie!

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Re: Wie schädlich sind E-Zigaretten von Professor Bernd Mayer

Beitragvon Hony » Sa 19. Aug 2017, 12:15

Rutzki73 hat geschrieben:Das sehe ich ein bisschen anderes, denn ich denke, dass die Regulierung ein gutes Ding für die Zukunft ist. Ich weiß es, viele Dampfer sehen es anderes...ich halte es für notwendig und Überlebens wichtig für diese Industrie, dass nur Fachgeschäfte mit einem gewissen Stand an Professionalität in diesem Feld agieren darf.

Dem trägt die derzeitige Regulierung aber keine Rechnung. Jeder darf mit "E-Zigaretten" und Zubehör handeln ohne die geringste Fachkenntnis zu besitzen. Notwendig ist lediglich ein Gewerbeschein. Kauft man seine registrierungspflichte Ware außerdem bei einem der größeren deutschen Shops als Reseller hat man darüber hinaus keine weiteren Verpflichtungen.

Rutzki73 hat geschrieben:Ich kenne nicht die Statistiken soweit, aber "gefühlt" denke ich, dass die Regulierung die Anzahl an Unfällen reduziert hat. Ferner stellen wir fest, dass der Handel mehr und mehr Richtung Off-Line geht. Off-Line Shops zu betreiben kostet eine Menge mehr als rein Online-Handel und nach meiner Auffassung je mehr Off-Line gekauft wird, desto besser die Beratung ist.

Nun, die Wartefrist hat den deutschen Handel davor "bewahrt" z.B. die Hcigar VT75C an Kunden verkauft zu haben. Nur dass so ein Einzelfall wirklich geeignet ist um die Wartefrist als Errungenschaft zu bezeichnen wage ich ernsthaft in Frage zu stellen. Bei der Frage nach geeigneten Akkus hat der Offline-Handel ganz klar die Nase vorne. Aber auch hier könnte der Online-Handel eine geeignete Empfehlung abgeben. Viel mehr passiert beim Händler vor Ort in der Regel auch nicht. Ich würde sogar so weit gehen, dass häufig einfach empfohlen wird was irgendwie geeignet und auf Lager ist. Vorzugsweise halt VTC5A. (Mal nebenbei, warum bekomme ich bei nkon keine 18650er Enercig?)

Rutzki73 hat geschrieben:Ich glaube, dass der Vergleich mit Alkohol an dieser Stelle falsch ist. Die Verkaufszahlen von alkoholischen Getränken (vor allem Bier) sind seit Jahren rückläufig und die Menschen achten mehr auf ihre Gesundheit und auf Informationen...

Du kannst Alkohol auch durch Koffein, Schokolade oder Sahnetorte ersetzen. Energie-Drinks sind, wenn ich mich nicht täusche, immer noch eine Wachstumsbranche.

Auch der Verkauf von Tabakprodukten ist ohne Dampf immer weiter zurück gegangen. Teils wegen eines gesteigerten Gesundheitsbewusstseins, aber vor allem durch die "Schikanen", die Rauchern in den letzten Jahren in den Weg gelegt wurden. Maßnahmen wie das Nichtraucherschutzgesetz haben darüber hinaus aber auch klare Nebenwirkungen gezeigt. Viele Pubs, Bistros und Kneipen mussten schlicht aufgeben, da zunehmend Kundschaft ausgeblieben ist. Zuhause schmeckt das Bier halt auch nicht schlechter und ist deutlich billiger.

Rutzki73 hat geschrieben:Ich sehe die Entwicklung in der Dampfer-Industrie als fast ein Wunder...und warum? weil die Menschen meiner Meinung nach die Schnauze voll haben, nicht zu wissen, was in ihrer Zigarette an Zusatzstoffen und Chemikalien so steckt,

Ich sehe hier ein klassisches Henne-Ei-Problem. Sind die Leute wegen der Zusatzstoffe auf Dampf umgestiegen oder hat sich das Interesse mit dem Umstieg ergeben? Mich z.B. hat es nie interessiert was in der Zigarette drin ist. Sie sind schädlich und das habe ich einfach verdrängt. Heute weiß ich ganz genau was in meinem Liquid drin ist. Schließlich habe ich das Zeug selbst zusammen gemischt. Und selbst bei fertigem Liquid ist das Interesse naheliegend. Man ist ja nicht vom Rauch auf Dampf umgestiegen um am Ende das gleiche Teufelszeug zu inhalieren. Und selbst das wäre mir beim Umstieg egal gewesen. Mir selbst ging es vorrangig um die Kosten und dass die Wohnung nicht wie ein alter Aschenbecher duftet.

Rutzki73 hat geschrieben:Aus diesem Grund halte ich die Regulierung für keine schlechte Idee...wir werden durch die Regulierung professioneller, sicherer und innovativer.

Tja. Dafür fehlt es meiner Meinung nach an Belegen. Die derzeitige Regulierung verbietet zwar einige Zusatzstoffe in Liquids, die will der informierte Dampfer aber sowieso nicht im Liquid haben. Im Bereich Hardware erleiden Händler streng genommen nur erhebliche Wettbewerbsnachteile ohne einen Mehrwert daraus zu ziehen.

Grundsätzlich würde ich eine sinnvolle Regulierung mit klaren Qualitätsrichtlinien bevorzugen und hätte nicht einmal ein Problem mit einer angemessenen Steuer auf nikotinhaltige Liquids und Basen. Die aktuelle Regulierung hingegen ist weniger sinnvoll als es die EU Gurkenverordnung war. Die hatte zumindest den Zweck Verpackungsmaterial zu sparen.

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Re: Wie schädlich sind E-Zigaretten von Professor Bernd Mayer

Beitragvon rabbit » Sa 19. Aug 2017, 15:19

in sachen regulierung sehe ich zwei bereiche:

  1. regulierung des marktes
  2. regulierung des verhaltens der benutzer

Hony hat geschrieben:Der Knackpunkt dabei ist lediglich ob wir mit unserem Dampf andere, also Nichtdampfer schädigen können. Ist dies nicht der Fall, und danach sieht es aus, gibt es streng genommen auch keinen Grund das Dampfen überhaupt zu regulieren.


ich denke, das bezieht sich auf 1), und ich stimme zu. schließlich ist es auch nicht verboten, in penetrantem parfum zu baden und dann in einen aufzug einzusteigen, so daß dieser für den restlichen tag ohne gasmaske nicht mehr verwendbar ist. wenn es nicht um gefährdung, sondern nur um belästigung geht, kann man nicht verbieten, sondern muß sich halt auf die umgangsformen der menschen verlassen, sonst kommt man geradeaus zurück in die 1950er.

die regulierung des marktes ist eine andere sache; da bin ich an sich schon ein freund des konsumentenschutzes und wirksamer staatlicher regulierung.

die muß dann aber halt auf wissenschaftlich basiertem konsumentenschutz aufsetzen und nicht auf hexenjagden und lobbyismus. man könnte liquids zb ähnlich wie lebensmittel regulieren, erlaubte inhaltsstoffe, qualitätsstandards und so. das funktioniert auch nicht 100%ig, siehe fipronil in eiern und gammelfleisch etc, aber ich denke, früher erkrankten und starben weit mehr menschen an verdorbenen lebensmitteln.

geräte könnte man auch regulieren wie andere potentiell gefährliche dinge -- konkret also gar nicht (bzw. "selbst-zertifikzierug" a la CE). schließlich darf ich jederzeit ein selbst CE-zertifiziertes gerät für 230V-netzanschluß auf den markt bringen, das das potential hat, leute zu töten. oder eine taschenlampe für 18650er, die auch rohrbombenpotential hat.

de fakto funktioniert das nicht (also im sinne der produktsicherheit) -- aber der zug ist abgefahren.

wir hatten z.b. einen küchenmixer eines namhaften deutschen herstellers, mit allen mechanischen sicherheitsvorrichtungen, daß man nicht ohne schüssel und deckel eunschalten und ins offene messer greifen kann. kleines detail: geschaltet wurde mit diesen vorrichtungen nur die steuerspannung, irgendwann ist der schaltende halbleiter eingegangen und das ding ist komplett offen losgelaufen; zum glück war das messer nicht drauf und keine finger in der nähe. wie's der zufall so will, kennen wir einen techniker beim hersteller, und der meinte, er hätte dieses design intern immer wieder kritisiert, aber aus kostengründen sei es eben so gebaut worden.

cm

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Re: Wie schädlich sind E-Zigaretten von Professor Bernd Mayer

Beitragvon Rutzki73 » Sa 19. Aug 2017, 15:38

Hi Hony un rabbit,

ich bin nicht naiv und weiß es mittlerweile, dass eine Regulierung nicht alles lösen kann. Ich bin mit Hony ebenfalls einverstanden, dass die Regulierung (TPD2) zum Teil lächerlich ist...trotzdem bin ich der Auffassung, dass man etwas reguliert, was lange bei uns bleiben sollte :D

Ich finde es ebenfalls sehr problematisch, dass es solche große Abweichungen zwischen den verschiedensten EU-Ländern gibt. Das beste Beispiel ist die Wartezeit nach der Registrierung von Hardware...lachhafte Nummer!

Ich möchte keine Geschichten mehr von explodierenden AT´s oder Akkus lesen...von mir aus hätte jeder Händler, sich für den Vertrieb zertifizieren müssen. Die Vorstellung, dass diese neue Industrie ganz am Anfang durch unverantwortlichen und unseriösen Händler dominiert wird, erschreckt mich!

Es ist tatsächlich so...ein Gemüsehändler muss in Deutschland wesentlich mehr Aufwand betreiben, um so ein Händler zu werden, als jeder eZigaretten - Händler
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Re: Wie schädlich sind E-Zigaretten von Professor Bernd Mayer

Beitragvon Hony » Sa 19. Aug 2017, 16:31

rabbit hat geschrieben:]die regulierung des marktes ist eine andere sache; da bin ich an sich schon ein freund des konsumentenschutzes und wirksamer staatlicher regulierung.

Ja, das ist ohne Zweifel ein wichtiger Punkt. Aber es gibt grundsätzlich keinen Grund bei Dampf-Hardware andere Standards als bei anderen potentiell gefährlichen Geräten anzulegen.

rabbit hat geschrieben:man könnte liquids zb ähnlich wie lebensmittel regulieren, erlaubte inhaltsstoffe, qualitätsstandards und so. das funktioniert auch nicht 100%ig,

Natürlich müssten entsprechende Standards auch eingehalten werden. Aber auch hier gibt es keinen Grund für eine strengere Regulierung als z.B. bei Lebensmitteln.

Rutzki73 hat geschrieben:Ich möchte keine Geschichten mehr von explodierenden AT´s oder Akkus lesen...von mir aus hätte jeder Händler, sich für den Vertrieb zertifizieren müssen. Die Vorstellung, dass diese neue Industrie ganz am Anfang durch unverantwortlichen und unseriösen Händler dominiert wird, erschreckt mich!

Dafür gibt es eine sehr einfache Lösung. Fest verbaute Zellen bzw. in einer harten Kunststoffhülle verpackte Zellen zum wechseln. So hätte man bei Originalzubehör eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass ein wechselbarer Akkupack nicht durch Kleingeld beschädigt werden kann oder nicht die notwendigen technischen Voraussetzungen erfüllt. Das funktioniert bei Handys seit Jahren relativ zuverlässig.

Industrie-Zellen nur von Händlern mit Sachkundenachweis verkaufen zu lassen wäre eine andere Alternative. Aber auch das hilft nichts gegen ungeeignete Schrumpfschläuche. Hier würde eine Vorschrift zu Dicke und ggf. Material des Schutzschlauches für Wechselzellen durchaus Sinn ergeben. Z.B. originalverschrumpfte Sony dürften dann eben nicht mehr zur Verwendung in AT und Taschenlampe angeboten werden. Das wäre dann allerdings ein ähnlicher Irrsinn wie bei Aromen, die als Back- oder Eisaroma ggf. fürs Dampfen verbotenen Bestandteile enthalten dürfen.

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Re: Wie schädlich sind E-Zigaretten von Professor Bernd Mayer

Beitragvon Rutzki73 » Sa 19. Aug 2017, 19:54

Hony hat geschrieben:
rabbit hat geschrieben:Dafür gibt es eine sehr einfache Lösung. Fest verbaute Zellen bzw. in einer harten Kunststoffhülle verpackte Zellen zum wechseln. So hätte man bei Originalzubehör eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass ein wechselbarer Akkupack nicht durch Kleingeld beschädigt werden kann oder nicht die notwendigen technischen Voraussetzungen erfüllt. Das funktioniert bei Handys seit Jahren relativ zuverlässig.


Gerade die festverbauten Zellen in AT´s haben sich bisher als Flop erwiesen, denn die meisten Hersteller haben hier auf minderwertigen Li-Pol gesetzt, die nach ziemlich kurzer Zeit versagt haben...klar, an dieser Stelle müssen noch die Hersteller von Hardware marktorientiert arbeiten. Es darf nicht sein, dass in einem iStick Pico nur Zellen mit Originalschlauch rein passen...die Problematik mit diesen sehr dünnen Shrink-Tubes kennt man seit Langem!

Das Beispiel von Handys ist nicht so gut, denn gerade der Galaxy Note 7, der zurückgerufen wurde, hatte diesen festverbauten Akku. Ich weiß es nicht, wie oft ich aufgeblähten iPhone Akkus schon gesehen habe?! Und die Tatsache, dass Hersteller die Konsumenten nach der Gewährleistungszeit allein lassen....denn der Akku beginnt zu schwächeln, nachdem das Gerät bereits nicht mehr unter Garantie bzw. einer Gewährleistung!

Wenn ich mein eVic Mini sehe, so sehe ich ein super konzipiertes Gerät, das sowohl von der technischen Seite, als auch von der Sicherheitsseite nichts zu bemängeln hat...und wenn die Hersteller von Hardware an dieser Qualität anknüpfen, habe ich Null Probleme, dass die Verbraucher weiter mit ungeschützten Zellen dampfen. Wichtig ist nur dabei, dass sie wissen:

1. Die Ersatzzelle muss von einer seriösen Quelle gekauft werden
2. Die Zelle darf nach Beschädigung (Dellen, Risse etc.) nicht mehr verwendet werden
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