Fix: Noch kein Office2016 für Office365 angeboten

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sk4477
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Fix: Noch kein Office2016 für Office365 angeboten

Beitragvon sk4477 » So 27. Sep 2015, 14:55

Obwohl das Office365 (sofern Desktop Lizenzen enthalten sind) stehts immer die neueste Version von Office für PC (und neuerdings auch Mac) enthalten, kommen neue Releases kommen nicht sofort in die Software Downloadseite der einzelnen User in Eurem Office365 Konto. Grundsätzlich werden neue Fuinktionen bei Office365 sowieso phasenweise ausgerollt und neue Office Versionen auch erst nach einer gewissen Wartezeit.

Wer nicht warten will oder kann, weil er mit den neuen Versionen testen muss, der kann sich, einzelne User oder gleiche alle seine Benutzer im Zuge des First Release Programmes frühzeitig den Zugriff freischalten lassen, das ist, wenn man weiss wo, mit 2-3 Klicks erledigt. Ob das sinnvoll ist, oder ob man im Firmenumfeld nicht lieber neue Versionen für die Nutzer sperren will, das müsst ihr selber wissen.

So wird First Release aktiviert:

Einloggen mit dem Adminkonto in das Webinterface von Office365, dann:

1) Diensteinstellungen aufklappen
2) Updates anklicken
3) jetzt könnt ihr hier wählen, wer von Euren Usern jetzt sofort schon Zugriff haben soll

office2016_fuer_Office365_Abos.png
office2016_fuer_Office365_Abos.png (73.35 KiB) 6575 mal betrachtet


Minuten später ist dann die neue Office 2016 Version im Software Downloadbereich des Benutzerkontos verfügbar.

PS: Die Selbstbedienung, also ob Nutzer Ihr Office365 selber aktualisieren / installieren dürfen regelt man übrigens bei Diensteinstellungen > Benutzersoftware..

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T-ampfer
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Re: Fix: Noch kein Office2016 für Office365 angeboten

Beitragvon T-ampfer » Mo 28. Sep 2015, 19:21

Hilf mir doch mal auf die Sprünge, wofür braucht man das?

Mal aus meiner Sicht:
Wenn ich ein Dokument habe das ich auch unterwegs bearbeiten möchte, dann lege ich es mir ZUHAUSE*(!) auf den Server. Wenn ich es brauche baue ich eine VPN-Verbindung(z.B.geschützt durch Zertifikate) zu meinem Netz(lauf)werk(en) auf, Bearbeite das Dokument und speichere es wieder. *Käs gegessen* Automatische Versionierung ist auch kein Problem.

Lege ich ein geschäftliches Dokument bei einem Diensteanbieter ab, kann ich ja auch noch mit dem deutschen Datenschutzgesetz in Konflikt geraten. Gerade auch wenn ich die Begehrlichkeiten der USA sehe und mich fragen muss warum sie auch immer wieder versuchen Daten, die auf irischen Servern von MS liegen, zu bekommen. Irgendwann ist es bestimmt so weit und ein US Gericht zwingt dann den Anbieter die Daten raus zu geben. Momentan gibt es ja einen solchen Fall, ich bin gespannt ob man das Ergebnis erfahren wird.

Ein eigenes Gerät wird ja eh gebraucht, schließlich wird bestimmt niemand auf die Idee kommen in ein Cybercafe zu gehen und geschäftskritische/private Dokumente auf fremder Hardware bearbeiten zu wollen wo man nicht weiß wie es um die Software des Geräts steht.

Natürlich gibt es auch rechtssichere Verträge, man sollte dafür aber die Struktur der entsprechenden Firma genau in Auge haben, nicht das es zb. ein Tochterunternehmen einer US Firma ist.

Aber zurück zur Ausgangsfrage: Wozu braucht man das?

* Zuhause
Also alles was unter MEINER/meiner Firma Kontrolle steht.

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sk4477
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Re: Fix: Noch kein Office2016 für Office365 angeboten

Beitragvon sk4477 » Mo 28. Sep 2015, 20:17

Die Grundpfeiler des großen Office365 Business Abos sind: Exchange, Sharepoint, Lync & OneDrive Business und 5 Lizenzen pro Benutzer für Microsoft Office in stets aktueller Version für Win & Mac bunt gemischt. Wer das nicht braucht, kann auch kleinere Abos buchen, z.b. nur Exchange.

Was Du ansprichst, das Ablegen seiner Office Dokumente in der Office365 Cloud ist ja nur ein kleiner Teilaspekt des Office365 Abos über OneDrive. Brauchen tue ich diesen Aspekt auch nicht, es ist halt im Grunde ein Dropbox Ersatz, mit der Möglichkeit, wie bei Google Docs auch, gemeinsam gleichzeitig mit den Office WebApps die Dokumente bearbeiten zu können. Das ist hin und wieder schon Praktisch. Aber man muss seine Dokumente ja nicht in der Cloud speichern und diesen Funktion auch nicht bezahlen, wenn man sie nicht braucht. Das streamen einer vollwertigen Word/Excel/etc Instanz im Browser ins Internet Cafe anstatt der abgespeckten Webapps finde ich einen lustigen Gag, aber nutzen werde ich das auch nie ;-)

Für mich die mit Abstand wichtigsten 2 Komponenten von Office365 Business sind der Exchange Server und eben bezahlbare Microsoft Office Suite für den Desktop PC sowohl für Windows als auch für Mac. Mir persönlich ist Microsoft Office immer noch lieber als die diversen Office Suite Alternativen, die man sonst so findet.. Softmaker, Libre, Open und was weiss ich konnten mich nie überzeugen und ich bekomme nunmal meine Daten in Microsoft Formaten zugeliefert, die Zeiten, als ich ich noch Lust am Frickeln hatte sind lange vorbei und vor allem ist es nicht fair, meinen Kunden dafür zahlen zu lassen, weil ich die Dateien nicht vernünftig lesen kann. Zeit ist Geld. An Microsoft Office führt daher für mich genau wie an Photoshop & Illustrator kein Weg vorbei. Und jetzt hab ich hier nen ordentlichen Geräteparkt, der lizensiert werden muss, aber auch nur begrenztes Budget, da kommt die 5 Geräte pro Abo Regelung gerade richtig.

Exchange ist im Vergleich zu einer normalen POP3/Imap & SMTP Kontos dann schon ein Traum, die Administration des Exchange Servers inhouse für viele meine Kunden aber dann undenkbar bzw. ein Fass ohne Boden. Aus der Cloud ist billiger.

Der Rest der großen Office365 Abos, Sharepoint & Lync.. nunja.. ich hab paar kunden, die machen mit Sharepoint ganz tolle Sachen, komplexe Intra- bzw. Extranet Anwendungen usw. wenn man da Zeit und Hirnschmalz reinsteckt, geht da schon was mit. Die meisten meiner Kunden haben da allerdings nicht die Muße, das Budget oder überhaupt das KnowHow dazu.

Was Datenschutz angeht, mit Zusatzvertrag zur Verarbeitung im EU Datencenter scheint die Nutzung zumindest für weniger kritische Berufsgruppen konform zu gehen. Ich bin da allerdings nicht kompetent genug für eine Beratung.

Zugriff durch US Behörden sehe ich so: in Zeiten, wo an den zentralen Knotenpunkt auch innerhalb Deutschlands fleissig Daten abgeschnorchelt, Traffic lustig durch die Staaten geroutet und dazu der deutsche BND als treudoofer Erfüllungsgehilfe den Amerikanern eh alles liefert, was die gerne hätten, spielt der Serverstandort zumindest meiner Meinung dann in der Praxis auch keine allzugroße große Rolle mehr. Zumal ich nicht überzeugt bin, dass die MS Software nicht von vornerein seine staatlich verordneten Schnüffelschnittstellen hat.

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Re: Fix: Noch kein Office2016 für Office365 angeboten

Beitragvon T-ampfer » Mi 30. Sep 2015, 02:13

sk4477 hat geschrieben:Exchange ist im Vergleich zu einer normalen POP3/Imap & SMTP Kontos dann schon ein Traum, die Administration des Exchange Servers inhouse für viele meine Kunden aber dann undenkbar bzw. ein Fass ohne Boden. Aus der Cloud ist billiger.

Also Lync (synchronisierung?) sagt mir garnichts, ich bin einfach schon zu lange raus. Von Sharepoint habe ich damals nur die Anfänge mitbekommen. Es hatte trotz der darunter liegenden Schattenkopien nicht wirklich zuverlässig funktioniert. Da waren andere wesentlich weiter.

Hat sich beim Exchange Server so viel geändert? Der war früher (2003) eigentlich sehr einfach zu administrieren, es war auch nicht im Officepaket enthalten sondern ein eigenständiges Produkt. Die Administration von ES war für mich damals so ne unentgeldliche Zugabe an die Kunden, da hatte man kaum Arbeit mit. Mehr als ein POP3/Imap & SMTP Konto war es aber auch nicht. Horror war damals mehr das AD, selbst geschriebene Gruppenrichtlinien, Server die sich nicht unterhalten wollten, usw.

sk4477 hat geschrieben:Was Datenschutz angeht, mit Zusatzvertrag zur Verarbeitung im EU Datencenter scheint die Nutzung zumindest für weniger kritische Berufsgruppen konform zu gehen. Ich bin da allerdings nicht kompetent genug für eine Beratung.

Da war vor kurzem ein sehr interessanter Artikel in der c't zu lesen. Unter anderem wurde berichtet das europäische Firmen durchaus belangt werden können wenn da ein Datenschutzleck durch nicht EU konforme Datenspeicherung passiert.

sk4477 hat geschrieben:Zugriff durch US Behörden sehe ich so: in Zeiten, wo an den zentralen Knotenpunkt auch innerhalb Deutschlands fleissig Daten abgeschnorchelt, Traffic lustig durch die Staaten geroutet und dazu der deutsche BND als treudoofer Erfüllungsgehilfe den Amerikanern eh alles liefert, was die gerne hätten, spielt der Serverstandort zumindest meiner Meinung dann in der Praxis auch keine allzugroße große Rolle mehr. Zumal ich nicht überzeugt bin, dass die MS Software nicht von vornerein seine staatlich verordneten Schnüffelschnittstellen hat.

Ne, ich denke eher, wer seine vertraulichen Daten nicht verschlüsselt ist selber schuld. Wenn ich eine Postkarte verschicke kann ich mir ja auch sicher sein das der Postbote sie schon gelesen hat bevor sie im Briefkasten landet. Allerdings kann das auch zu paranoiden Ausschweifungen führen.

Der Glaube an Schnüffelschnittstellen besteht ja schon länger. Überlegt man weiter so kommt man zu dem Schluss das die staatlichen Stellen doof wären wenn sie diese Möglichkeiten nicht nutzen würden.

Ich merke aber schon das ich eher meine Klappe halten sollte, mein Wissen über MS-Produkte scheint arg veraltet zu sein. Deine Ausführungen sind aber sehr interessant!


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