Verständnisfrage zu Batterie-Ausdauer

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einheitlix
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Verständnisfrage zu Batterie-Ausdauer

Beitragvon einheitlix » Di 21. Mär 2017, 19:57

Mal eine kurze Verständnisfrage. :)

Wenn ich mit 35 W bei 0.5 Ohm dampfe, verbraucht das mehr Batterie, als wenn ich mit 35 W bei 1.5 Ohm dampfe, oder?
Weil, in ersterem Fall muss die Batterie 9.35 A liefern, im zweiteren aber nur 4,83 A... ist das so richtig?

Edit: Tippfehler korrigiert. Danke smok-e.
Zuletzt geändert von einheitlix am Di 21. Mär 2017, 23:09, insgesamt 2-mal geändert.

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smok-e
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Re: Verständnisfrage zu Batterie-Ausdauer

Beitragvon smok-e » Di 21. Mär 2017, 22:25

Du meinst wohl 35 Watt bei 0,5 Ohm und/oder 1,5 Ohm.
Wenn die Voltzahl gleich bleibt, sinkt die Wattzahl und die Batterie hält länger,
wenn die Voltzahl steigt, bleiben die Watt gleich und die Batterie hält gleich lang.
Wenn ich das richtig verstanden habe.

Mögen die Profis mich verbessern, wenn nötig.

einheitlix
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Re: Verständnisfrage zu Batterie-Ausdauer

Beitragvon einheitlix » Di 21. Mär 2017, 23:03

Sorry, natürlich meinte ich 35 Watt, nicht 35 Ampere. Dummer Tippfehler. :D

Also:
35 Watt bei 0.5 Ohm. Heißt 4.18 V und 8.37 A.
35 Watt bei 1.5 Ohm. Heißt 7.25 V und 4.83 A.

Wenn ich das richtig verstehe, hält die Batterie im zweiten Fall länger, denn es werden ja weniger Ampere gezogen.
Oder hält die Batterie gleich lang, weil die Wattzahl die gleiche ist?

Das ist nur irgendein Rechenbeispiel, es geht ums Prinzip. Ist die Wattzahl ausschlaggebend dafür, wie lange die Batterie hält, oder die Amperezahl?

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Re: Verständnisfrage zu Batterie-Ausdauer

Beitragvon rabbit » Mi 22. Mär 2017, 00:41

die sache ist in erster näherung die, daß bei gergelten akkuträgern der akku nicht "sieht", welcher widerstand hinten dran hängt, weil das die elektronik regelt; der akku muß einfach nur die leistung liefern, und wenn die gleich ist, auch den gleichen strom und er wird auch gleich lang halten.

in der praxis ist der wirkungsgrad je nach betriebszustand der elektronik unterschiedlich, möglicherweise 70% bei 0.5Ω und 75% bei 1.5Ω oder umgekehrt oder auch ganz anders. das hat meines wissens noch niemand ausführlich gemessen und es ist auch bei jedem mod anders. hier gibt's ein paar idealisierte kurven zu sehen, wie das aussehen kann, management summary: sehr komplex.

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Joergl
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Re: Verständnisfrage zu Batterie-Ausdauer

Beitragvon Joergl » Mi 22. Mär 2017, 01:53

Im Grunde ist das egal...im Schnitt. 35 Watt sind 35 Watt. :lol3:

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Eisrausch
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Re: Verständnisfrage zu Batterie-Ausdauer

Beitragvon Eisrausch » Mi 22. Mär 2017, 14:49

einheitlix hat geschrieben:[...]
Also:
35 Watt bei 0.5 Ohm. Heißt 4.18 V und 8.37 A.
35 Watt bei 1.5 Ohm. Heißt 7.25 V und 4.83 A.
[...]
Was du da so schön ausrechnest, ist die Spannung und Stromstärke, die der Chip an den Verdampfer jagt. Nicht aber die Spannung oder die Stromstärke, die aus dem Akku gezogen werden.
Dieser "Fehler" passiert vielen und ist auch häufig Grundlage von Missverständissen und falschen Annahmen. Ist vielleicht noch mal ein schönes Thema für einen Propheten-Blogeintrag, falls nicht schon mal umfänglich behandelt ;)
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Re: Verständnisfrage zu Batterie-Ausdauer

Beitragvon Hony » Mi 22. Mär 2017, 17:44

Eisrausch hat geschrieben:Was du da so schön ausrechnest, ist die Spannung und Stromstärke, die der Chip an den Verdampfer jagt. Nicht aber die Spannung oder die Stromstärke, die aus dem Akku gezogen werden.

Auch wenn es in der Praxis nicht ganz stimmt können wir rechnerisch von einer konstanten Nennspannung von 3,6V an der Zelle ausgehen.

P / U = I
35W / 3,6V = 9,72A

Was Chip und Spannungswandler damit anstellen interessiert die Zelle nicht mehr.

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Re: Verständnisfrage zu Batterie-Ausdauer

Beitragvon sk4477 » Mi 22. Mär 2017, 18:13

Ich mag die Rechnerei mit pauschal 3.6/3.7V Nominal überhaupt nicht. Da geht der komplette Aspekt: "Die Last am Akku steigt, wenn die Akkuspannung sinkt" verloren. Dann kann mans auch gleich ganz lassen. Das ist ja grad der Witz daran, dass du bei nem Akkuträger, der erst bei 2.5V unter Last abschaltet eben nicht mit 3.6V rechnen darfst.

35W aus 3.6 = 9,7A
35W aus 2.5 = 14A

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Re: Verständnisfrage zu Batterie-Ausdauer

Beitragvon einheitlix » Mi 22. Mär 2017, 18:53

Jaja, ich glaub jetzt hab ich's endlich verstanden. :D

35W bei ner fast leeren Zelle, die nur noch 2.5V Restspannung hat, belasten die Zelle halt schon mit 14 Ampere... richtig so?

Und wie kommt nun der von rabbit erwähnte Wirkunsgrad ins Spiel? Also wenn die Elektronik meinetwegen einen Verlust von 25% hat. Es sollen ja dennoch 35W am Verdampfer ankommen. Wenn ich nen guten Chip hab, der auch dafür sorgt, dass wirklich 35W am Verdampfer ankommen, aber der Wirkunsgrad eben nur 75% beträgt, dann muss die Energie ja irgendwo herkommen. Das heisst meine fast leere Zelle, die nur noch 2.5V Restspannung hat, muss dann nicht nur die rechnerischen 14A abgeben, sondern tatsächlich 14/0.75 = 18.6A... ja? Oder wie ist das? :)

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Re: Verständnisfrage zu Batterie-Ausdauer

Beitragvon rabbit » Mi 22. Mär 2017, 19:48

einheitlix hat geschrieben:Das heisst meine fast leere Zelle, die nur noch 2.5V Restspannung hat, muss dann nicht nur die rechnerischen 14A abgeben, sondern tatsächlich 14/0.75 = 18.6A... ja? Oder wie ist das? :)


genau so ist das!

cm.


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