Sicherste Akkus und Akkuträger fürs Backendampfen?

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Boris80
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Sicherste Akkus und Akkuträger fürs Backendampfen?

Beitragvon Boris80 » Sa 19. Mai 2018, 14:05

Hallo,

ich bin schon seit längerem Dampfer und aufgrund der jüngsten Nachrichten wegen explodierenden Akkus mache ich mir doch nun ein klein wenig Sorgen.

Ich will und werde auf jeden Fall beim Dampfen bleiben, nur würde gerne das Risiko soweit wie möglich minimieren.
Ich habe auch viele in meinem Umkreis zum Dampfen gebracht, Freunde, Geschwister, Vater usw. und möchte auch denen dann den Rat weitergeben, denn auch wenn es zu einem Zwischenfall bei denen kommen würde, könnt ich mir das selber nicht verzeihen, deshalb bitte ich hier die Experten um paar Ratschläge.

Und zwar sind wir alle Backendampfer und dampfen nicht im Subohm Bereich, der einzige Unterschied ist, ich bin Selbstwickler und dampfe so zwischen 1,5 Ohm und 2,2 Ohm bei sehr niedrigen Wattzahlen, zwischen 8 und 10 Watt.
Die in meinem genannten Umkreis nutzen fast alle den Cubis Pro Verdampfer mit 1,0 Ohm bei ca. 13 - 15 Watt.
Wir alle nutzen geregelete Akkuträger, keine mechanischen Mods.

Meine Frage hier wäre welche Akkus mit welchem Akkuträger die sicherste Methode wäre?
Ich habe mal bisschen gelesen und erfahren dass LiFePo4 Akkus wohl die sichersten wären, jedoch werden die immer nur in kombination zu mechanischen Mods empfohlen. Stimmt es das die LiFePo4 Akkus nicht ausgasen, bzw. kein Feuer fangen können. Falls ja würde ich am liebsten diese Akkus nutzen.

Könnte man die LiFePo4 Akkus auch in geregegelten Akkuträgern nutzen, falls ja, welche Akkuträger gäbe es da als Option und kämen überhautp in Frage? Weil ich gelesen habe, dass die meisten geregelten Akkuträger bei 3,3 Volt aufhören weiter zu feuern.

Die Akkukapazität spielt bei meinem Anliegen keine Rolle, da wir sowieso nur mit niedrigen Wattzahlen dampfen, würde es uns nichts ausmachen, den Akku auch öfters mal am Tag austauschen zu müssen, also hier geht es wirklich rein nur um die theoretisch bestmögliche Sicherheit. Vielleicht könnte das hier auch so eine Art Leitfaden werden, für all diejenigen die auch etwas stutzig sind, also quasi als Empfehlung, dass man diese Kobi nutzen soll, wenn man so sicher wie möglich dampfen will.

Zu den LiFePo4 Akkus hätte ich da noch eine Verständnisfrage, und zwar steht ja immer Nennspannung 3,2V oder 3,3V, was genau bedeutet das? Ich z.B. komme bei 2,2 Ohm und 8 Watt auf ca. 4,2 Volt Spannung, hat die Nennspannung irgendetwas damit zu tun, wieviel Spannung man beim Feuern hat, also wären die 4,2 Volt trotzdem OK?

Ich hoffe Ihr könnt mir da weiterhelfen, vielen Dank.

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sk4477
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Re: Sicherste Akkus und Akkuträger fürs Backendampfen?

Beitragvon sk4477 » So 20. Mai 2018, 13:38

LiFePo sind durchaus die "sichersten" Vertreter der LiIon Akkus, wobei die Argumentation etwas holperig ist. Ausgasen können die auch, der Unterschied ist am ehesten noch, dass das dann nicht ganz so heftig passieren sollte, wie es theoretisch mit anderen passieren könnte. Aber nicht jeder LiIon Akku entwickelt sich zur Knallerbse..

Meiner Meinung brauchst Du mit 15W kein LiFePO4. Nimm eine bekannte, solide Markenzelle. Vielleicht sogar einfach den Klassiker Samsung 25R, die ist gut, günstig und hat sich bewährt. Wenn Du ein bissl mehr Kapazität versuchen willst, die Samsung 30Q oder Sony VTC6.

LifePO4 liegt, wie Du ja schon selber sagtest, in der Spannung anders als unsere üblichen LiIon, nämlich maximal geladen um 3.7 (statt 4,2), nominal um 3,2 (statt 3.6). Das Problem mit LiFePO im geregelten Träger ist, dass die meist um 3.2V bereits wegen "Akku leer" abschalten, die erwarten ja Akkus mit dem höheren Spannungsniveau, in Folge davon kommt da meist nicht viel an Laufzeit zusammen, bis der Akkuträger abschaltet.

Mechanisch gedampft ist das egal, weil da schaltet nix automatische ab, du wickelst einfach passend zu der niedrigeren Spannung und die sehr flache Kurve der LiFeO hilft dir dabei, ein lange gleichbleibendes Dampfverhalten zu bekommen, weil eben die Spannung lang auf gleichem (niedrigeren) Niveau bleibt - hast Du auch ohne Regelung lang gleichen Dampf.

Nennspannung.. ist im Grunde ein Mittelwert der möglichen Spannung zwischen Akku ganz voll und Akku (quasi leer). Jetzt nicht einfach nur geteilt durch 2, sondern die Mitte der Kurve, aber egal. Der Wert gibt dir die mittlere Spannung an und dient eigentlich nur so als Hilfswert, um die Akkus irgendwie zu ordnen.

Wenn Du mechanisch ungeregelt Dampfst, hast Du immer nur die Momentan noch verfügbare Akkuspannung. Dampfst du mit nem geregelten Akkuträger siet das anders aus, der kann in gewissem Rahmen, die Spannung des Akkus erhöhen oder verringern, so wie Du das zum Befeuern der Wicklung eingestellt hast. Dann kann aus 4V vom Akku auch (unter Nutzung hoher Ströme von Akku) dann 5V am Verdampfer werden.. oder auch nur 3V, je nachdem, was Du eingestellt hast.

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Re: Sicherste Akkus und Akkuträger fürs Backendampfen?

Beitragvon Boris80 » Mo 21. Mai 2018, 00:05

Danke erstmal für deine ausführliche Antwort.

Also d.h. LiFePo können auch ausgasen, aber würden trotzdem nicht extrem oder heftig reagieren wie die anderen Akkus. Ich habe paar Youtube Videos angeschaut und dort gibt es ein Beispiel wo es leicht zischt und raus dampft, wenn es so ist, kommt es mir schon relativ sicher vor.

Ich weiß es gibt auch andere sichere Alternativen, aber ich würde wirklich auf die zur Zeit sicherste Methode zurück greifen wollen, vor allem geht es mir um meinen Vater und einen Freund, die beiden sind so dickköpfig, egal wie oft ich es denen erkläre wie vorsichtig die sein sollen, dennoch traue ich denen nicht und würde liebend gerne einfach wollen, dass die die sicherste Kombination haben, was es auf dem Markt gibt. Ich würde dann auch auf diesen Kombi wechseln, weil mir die Sicherheit einfach wichtiger ist, als das Geld oder das städige Akku wechseln.

OK, das mit der Nennspannung habe ich jetzt verstanden, also d.h. auch mit LiFePo Akkus kann ich bei 4.2 Volt dampfen mit geregelten Akkuträgern, ohne den Akkus damit zu schaden?

Bei wieviel Volt Spannung wären denn die LiFePo Akkus leer, also bis wieviel Volt könnte man die runter dampfen? Weil es gibt ja anscheinend Akkuträger auf dem Markt bei denen man einstellen kann, bei wieviel Volt der Akku leer ist, also z.B. könnte ich 2.5 Volt einstellen und bis dahin dampfen?

Zusammengefasst kann ich also schon sagen, dass aktuell LiFePo Akkus in kombination mit Akkuträgern die damit umgehen können, die sicherste Methode für unser Dampfverhalten ist? Oder ist diese Kombination einfach ungeeignet für unser Dampfverhalten mit ca. 8 - 15 Watt mit geregelten Akkuträgern?

Habt Ihr Tipps dazu, welche Akkuträger mit LiFePo Akkus umgehen können, also wo ich die Volt Zahl für das Leerdampfen einstellen kann?
Ich habe den Pipeline Pro Eighty entdeckt, der scheint wohl das zu können, aber der Preis ist schon etwas happig, ich weiß ich sagte zwar Geld spielt nicht so eine große Rolle, aber vielleicht gibt es dennoch günstigere alternativen, vorallem wenn ich gleich ein paar von diesen Geräeten anschaffen muss :) ansosnten muss ich halt zu dem Akkuträger zurück greifen.

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Re: Sicherste Akkus und Akkuträger fürs Backendampfen?

Beitragvon sk4477 » Mo 21. Mai 2018, 02:49

Typischerweise wird der LiFePO beim Ausgasen weniger Gase freisetzen und weniger heiss (irgendwo hab ich Untersuchungsergebnisse dazu, müsste ich raussuchen bei Bedarf), das war aber immer noch sauheiss (mehrer hunderte Grad) und könnten immer noch flammend ausgasen, aber die stecken einiges mehr weg und sind dann nicht ganz so heftig, ja..

Im geregelten Akkuträger hast Du im Grunde 2 Stromkreise: welche Spannung oder Leistung du an der Wicklung haben willst ist unabhängig von der Akkuspannung. (Solang der Akku die Last in Ampere aushält, die für das sog. StepUp benötigt wird.)

Pipeline bzw. Dicodes Geräte haben die einstellbare Abschaltspannung. Dann gibt es die Geräte mit Evolv DNA Chip, auch dort war das möglich - DNA75 ist recht preiswert. und dann gibts die Geräte die mit.. wie hiess das Teil, Snowdingens Iceirfendwas laufen - auch da müsste es gehen. Sorry, ich bin leider was DampfHardware angeht nicht mehr auf dem Laufenden, ich nutz seit Jahren die selben 2-3 Akkuträger..

Wenn ich das Projekt in Angriff nehmen wollte, würde ich mir nen Akkuträger suchen, der die dicken 26650er LifePO von A123 oder die LiFePO von Sony verwenden kann..

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Re: Sicherste Akkus und Akkuträger fürs Backendampfen?

Beitragvon Joergl » Mo 21. Mai 2018, 04:21

Snowdingens...Du meinst bestimmt ArcticFox...der kommt mit den Joyetech-Sachen (Eleaf, Wismec...) klar.

Hab grade mal geguckt, die minimale Abschaltspannung ist 2,75 Volt.

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Re: Sicherste Akkus und Akkuträger fürs Backendampfen?

Beitragvon sk4477 » Mo 21. Mai 2018, 06:26

Ah.. Arcticfox.. irgendwas Kaltes wars.. Danke :-)

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Re: Sicherste Akkus und Akkuträger fürs Backendampfen?

Beitragvon Boris80 » Mo 21. Mai 2018, 20:20

Vielen Dank Arctic Fox kannte ich noch gar nicht, werde das mir mal genauer durchlesen.

Ich habe jetzt auch gemerkt, dass es eigentlich schon ein Thread zu dem gleichen Thema gibt.
Auf Wunsch könnt Ihr hier schliessen und ich schreibe dann im alten Thread weiter, um nicht unnötig zwei Threads mit dem gleichen Thema fortzuführen.

Hier der bestehende Thread:

http://www.mountainprophet.de/forum/viewtopic.php?f=10&t=1221


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