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Akku Zustand ermiteln

Verfasst: So 29. Apr 2018, 21:11
von adrianmartin
Hallo Zusammen,

Gerne würde ich in Erfahrung bringen wie der Zustand meiner Akkus ist.
Dabei würde ich gerne wissen ob ich diesen weiterhin benutzen darf, oder ob seine Lebensdauer erreicht wurde.

Wie kann ich dies machen und vor allem was benötige ich dazu?

Ich benutze VTC6 Akkus.

Liebe Grüsse
Adrian

Re: Akku Zustand ermiteln

Verfasst: So 29. Apr 2018, 23:47
von Gandalf
Erster anhaltspunkt: Halten sie massive weniger lange als zuvor?
Ungenaue messung etwa mit dem Opus ladegerät/ skyrc etc: Innenwiederstand messen und 30 (oder waren es 50?) messen. Am besten mehrmals, da grosse schwankungen vorhanden sind.
Oder: sauteures equipment kaufen :P

Ich würde es simpel machen: Neue Akkus bestteln, wenn diese massiv länger halten die alten weghauen. Mache da keine Hexereidraus. Habe einige Akkus seit fast 2 jahren im betrieb und die verrichten ihre dienste weiterhin top

Re: Akku Zustand ermiteln

Verfasst: Mo 30. Apr 2018, 03:32
von Hony
Lithium-Ionen-Zellen verlieren über ihre Lebensdauer rund 20% ihrer Kapazität. Anschließend sinkt die verfügbare Kapazität rapide weiter ab. So wie Gandalf schon schrieb, einfach nutzen bis sie spürbar "zu schnell" leer sind.

Re: Akku Zustand ermiteln

Verfasst: Mo 30. Apr 2018, 08:17
von ky4e!
Also ich habe mir vor Kurzem ein SkyRC MC3000 (die 2018er Version) gekauft.

Ich bin mit dem Gerät sehr zufrieden.

Mit dem Teil kannst Du so ziemlich genau eine Kapazitätsmessung durchführen.

Du lädst quasi den Akku im Ladegerät voll auf, und entlädst ihn wieder. Das Sky-Ladegerät ist aber schon eine Wissenschaft für sich, also Du mußt (ja, nicht solltest, sondern musst) Dich dann schon mit dem Gerät daheim beschäftigen. Aber keine Panikmache, letztendlich hat mans dann doch schnell verstanden, doch hier ist echt Betriebsanleitung genau durchlesen angesagt.

Dann kannst Du Deine gemessene Kapazität mit der Datenbank hier vergleichen und kannst Dir ausrechnen wieviel Dein Akku so ca. an Lebensdauer noch hat.

Eine 100%ige Rechnung gibt es nicht, denk ich. Ladezyklen, da gehen die Meinungen auseinander. Ich denke es kommt auch immer drauf an. Wenn Du Sub-Ohm dampfst nah am Kurzschluß und dem Akku dauernd 20A rausziehst, oder in als Backendampfer mit 2-3A immer nur "streichelst". Wie tief Du ihn runtersaugst, etc usw. Die Widerstandsmessung, davon hab ich schon gehört dass die überall ziemlich ungenau sein soll, dass man da erst mit richtigem Druck dann den Akku im Ladegerät positionieren muss und die Kontakte vorher polieren sollte usw. Würde ich nur als Nebenzahl sehen. Die zeigt Dir das MC3000 auch an während des entladens.

Also ich hab vor Kurzem erst alle meine Akkus durch und bin mit dem Gerät zufrieden. Ich konnte somit ermitteln dass meine Akkus noch locker 1-2 Jahre benutzen kann. Hätte ich das nicht gemacht hätte ich sie entsorgt und mir schon dieses Jahr einen neuen Satz Akkus gekauft.

Hier ein kurzes Beispiel für einen Ablauf:

- Du steckst dein MC3000 an (vorher BA durchlesen und vorher lieber 3mal in Foren fragen bei Unklarheit)
- Du legst Deinen Akku rein und wählst ein C-D-C oder C-D Programm (c=charge-d=discharge) und führst es aus.
- (nehmen wir einfach mal ein D-Programm bis 3,2V runter mit 2A entladen, das reicht und da die Datenbank 2A Entladestromdaten hat ist es super)
- Nun liest Du Deine entladenen mAh am Ladegerät ab und gehst auf http://www.dampfakkus.de/akku_liste-nac ... size=18650
- Und nachdem Du Deinen Akku gefunden und angeklickt hast wärst Du hier: http://www.dampfakkus.de/akkutest.php?id=645
- Hier kannst Du nun unten in der blauen Tabelle sehen, dass Dein Akku 2558mAh hatte als er getestet wurde im Neuzustand sozusagen... Also als er bis 3,2V entladen wurde, denn Du hast ja bei Deiner Messung auch bis 3,2V entladen.
- Nun machst Du Deine eigenen gemessenen mAh durch 2558 mal 100 und schon hast es grob in %, gleichzeitig, hast Du auch den Innenwiederstandswert, aber ob der auch wirklich aussagekräftig ist weiß ich nicht da der sehr wankelt, aber wenn der jetzt ganz aus der Reihe tanzt (z.B. alle Deine VTC6er haben gerade so grob um die 50, aber einer hat 200, dann würd ich mir um den mit den 200 Gedanken machen)

Und nun, je nachdem für was und wie intensiv Du Deine Akkus nutzt kannst Du Dir ein Bild machen ob Du sie noch weiter nutzen willst, sie entsorgst oder ihnen ein 2.tes Leben irgendwo gibst.

Ich hab auch zuerst mit dem Gedanken gespielt, "einfach jedes 3. Jahr einfach neue Akkus kaufen und gut ist..." hab mich aber dann doch für die Messung entschieden weil:

1. warum neue kaufen wenns die alten noch mit Sicherheit 1-2 Jahre tun.
2. man kann auch bei neu gekauften dann als erstes eine Messung durchführen und kann somit sicher sein das man sich keine Fake-Akkus gekauft hat oder die beim Händler schon 10 Jahre im Lager lagen.

Re: Akku Zustand ermiteln

Verfasst: So 14. Okt 2018, 17:51
von Hansdampf
Hallo,

ich weiß nicht, ob noch jemand in das Thema hier reinschaut. Ich habe vergebens versucht, herauszufinden was es damit auf sich hat, dass ein LiIon Akku ab 80% der anfänglichen Kapazität kaputt sein soll. Ich habe gelesen, es lösen sich bestimmte Materialen auf. Ist das gefährlich? Muß ich den da unbedingt austauschen?

Und nur so aus purem Interesse, damit ich das für mich einordnen kann. Ich weißt nicht genau, wer alles hinter dem Projekt steht. Wer ist in dem Forum derjenige, der mit Philgood in der HOV Akkutalk gemacht hat?


Ciao

Tassilo

Re: Akku Zustand ermiteln

Verfasst: So 14. Okt 2018, 21:17
von ichbin
Bei 80% Restkapazität fängt da nix an plötzlich zu brennen :mrgreen:
Sonst würde Daimler die ausgebauten Smartbatterien nicht in einem riesigen Akkustack zur Netzunterstützung weiterbetreiben.
Mit zunehmender "Abnutzung" sinkt die Fähigkeit der Hochstromabgabe. Dann kannst Du nur noch wenig Strom entnehmen ohne dass die Spannung zu sehr einbricht.

Die beiden im Akkutalk waren Rutzky und SK4477

ichbin

Re: Akku Zustand ermiteln

Verfasst: Mo 15. Okt 2018, 00:44
von rabbit
und die 80% sind auch keine technisch irgendwie bedeutsame zahl, sondern einfach ein "erfundener" wert, ab dem laut hersteller-datenblatt das lebensende des akkus erreicht ist; weil man halt für diverse angaben irgendeinen wert braucht. ich hab auch schon datenblätter gesehen, wo das mit 70% definiert war.

Re: Akku Zustand ermiteln

Verfasst: Di 16. Okt 2018, 09:00
von sk4477
Jo, 70% sieht man auch öfter mal. Irgendwie muss man wohl eine Grenze angeben.Wobei ich da auch immer sage: mit Verbrauchern, die nur wenig Strom brauchen, kann man den Akku dann ruhig noch ein Weilchen benutzen. Gute Kandidaten dafür sind dann z.b. Taschenlampen oder sowas.

Akkutalk mit Philgood waren Rutzki73 und ich. Hoffe, der Auftritt hat gefallen, ich war da doch sichtlich nervös, gerade am ersten Tag ;-)

Re: Akku Zustand ermiteln

Verfasst: So 21. Okt 2018, 09:45
von Hansdampf
Ah, jetzt blicke ich mit den Personen durch. Schön im anonymen Internet noch ein paar Gesichter zu kennen. Nein, von Nervosität keine Spur. Ja, war sehr interessant. Hatte mir erst kurz vorher den Kopf mit meinen Kollegen vom technischen Service zerbrochen wie das wohl mit der Stromlast in der Parallelschaltung ist (der eine Techniker lag völlig daneben :-)). Und als Rutzki sich "warm geredet" hatte, war er auch sehr unterhaltsam.

Also kurzes Fazit für mich, wenn der Akku langsam schwächer wird:
- der explodiert nicht gleich?
- der läuft nicht gleich aus (wie z.B. alte Batterien)?
- und wahrscheinlich sollte ich darauf achten, dass er nicht zu warm wird beim Laden/Entladen? Mein Laptopakku ist gerade gestorben (der von ichbin beschriebene plötzliche Spannungsverlust) und der wurde gehörig warm.

Re: Akku Zustand ermiteln

Verfasst: So 21. Okt 2018, 12:03
von sk4477
Na, die explodieren generell eher selten. Auslaufen wie alte Batterien tun se auch nicht (wobei Elektrlytaustritt im Schadensfall schon auch passieren kann). Und ja, starke Hitzeentwicklung ist dann ein Zeichen, dass was nicht stimmt. Das kann beim Laden ein zu hoher Ladestrom sein, oder wenn er in der Nutzung zu heiss wird ein Zeichen von Überlast. Bei zunehmenden Alter wird er sich bei gleicher Anwendung auch mehr Wärme: der gestiegene Innenwiderstand sorgt dann für mehr Temperatur.