Wenn Akkus „einfach“ entgasen...

Lithium Ionen Industriezellen IMR, INR, ICR & LiFePO
lajosch
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Re: Wenn Akkus „einfach“ entgasen...

Beitragvon lajosch » Sa 13. Jan 2018, 10:44

funkyruebe hat geschrieben:
lajosch hat geschrieben:
funkyruebe hat geschrieben:Nee, so kleine Elkos wie wir sie in Mods haben schaffen das nicht. Ich würde eher auf ein schlechtes USB Ladegerät tippen, dass mal deutlich mehr als 5V rausgeschmissen hat und die Ladeelektronik gekillt hat. .Vielleicht haben die Akkus dann auch noch mitgeholfen einen Kurzschluss zu befeuern oder sind selber mit deutlich zuviel Volt aufgeblasen worden. Dass die Akkus ausgegast sind würde ich nicht ausschließen, aber die Ursache dürfte über den USB Anschluss gekommen sein.


Ausschließen würde ich den Defekt der Akkus letztlich auch nicht. Dafür aber, dass die Akkus Ursache sein sollen. Dafür ist mir der USB-Anschluss zu verkokt.

Das dürfte ein Wismec RX2/3 sein. Das Innenleben hat uns Daniel DJLSB freigelegt ( ab Min 31 )


Der USB ist stehend auf die Hauptplatine aufgelötet. Zwischen ihm und den Akkus liegt die Platine und auch das Kunststoffinnengehäuse. Wenn Akkus ausgasen würden, würde ein Akku nach oben und ein Akku nach unten hauptsächlich ausgasen. Die Kunststoffinnenwand müsste eheblich stärkere Verformungen als der USB aufweisen, wenn die Ausgasung überhaupt heiß genug und ausreichend lange heiß war. Da die Ausgasung über die Displayseite kaum entweichen kann, würde sie die Löcher im Boden bevorzugen. Über den USB und die Taster würde das auch gehen, aber die Taster sehen noch ganz gut aus und die restliche Kunststofffrontblende auch.

Ich tippe immer noch auf ein schlecht konstruiertes USB Netzteil, das durchgegangen ist und kurzzeitig die volle Netzspannung durchgereicht hat.


Danke dir. Ich habe die Gewährleistung schon abgelehnt, da es letztlich kaum durch die Akkus entstanden sein kann und natürlich auch keinerlei Bildmaterial von den Zellen kommt, um sich eine andere Meinung bilden zu können. Eines kam noch, das will ich nicht vorenthalten.
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Re: Wenn Akkus „einfach“ entgasen...

Beitragvon lajosch » Sa 13. Jan 2018, 10:52

Joergl hat geschrieben:Die Maurerakkus sehen richtig schön scheiße aus...so wie Deine jetzt? Ham die gegast oder einfach nur geschweißt...mal kurz? Geht ja schnell, sowas...bei paar hundert Ampere!

Die sind auch mechanisch ganz schön verbeult, hat der die mit ner Brechstange behandelt? Ach neee...Maurer haben ja Kellen! :lol:

Sieht verschmort aus, aber gegast? Weiß nich.


Was genau damit passiert ist weiß ich nicht. Laut Kunde wurde ein Akkuschrauberpack damit neu bestückt. Nur Akkus, mehr nicht. Anschließend damit, ohne sie einmal geladen zu haben, eine Woche gearbeitet. Dann erst geladen und beim Ladevorgang ging Lader und Akkupack in Flammen auf. Als der Kunde uns Bilder zukommen lassen hat, waren die Akkus noch miteinander verbunden. Bei Ankunft bei uns dann nicht mehr. Weiß also der Teufel, was der Kunde damit wirklich getrieben hat. Die Wahrheit bleibt verborgen. Auch weil der Kunde lediglich die Akkus ersetzt haben wollte, nicht aber Akkupack und Lader.

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Re: Wenn Akkus „einfach“ entgasen...

Beitragvon Rutzki73 » Sa 13. Jan 2018, 15:18

Ohne den Akku zu sehen, fallen mir spontan 3 Möglichkeiten ein:

1. Defekter USB-Anschluss bzw. Laderegler - wobei eine Li-Ion-Zelle sollte bis 12V Ladespannung aushalten (UL Test)

2. Zelle mit beschädigter Ummantelung - sobald diese Lademenge bekommt, passiert einen Kurzschluss

3. Zu tief gedrückter Plus-Pol - die Plus-Seite ist der Becher oberhalb der Zelle und die Gesamtfläche der Zelle ist ansonsten Minus. Wenn aber der Mod über die Zeit zu viel mechanischer Druck auf der Plus-Seite setzt, kann der Plus-Pol so verbiegen, dass Kontakt mit der Minus-Seite entsteht.
Beigefügt sind Bilder von NSX-Zelle, wo vermutlich die Zelle so kurzgeschlossen hat
NSX_02.jpg
NSX_02.jpg (69.78 KiB) 146 mal betrachtet
NSX_03.jpg
NSX_03.jpg (67.38 KiB) 146 mal betrachtet


Ansonsten kann es auch Konstruktionsfehler beim Mod der Grund dafür sein...schwer ohne weiteres zu beurteilen
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Re: Wenn Akkus „einfach“ entgasen...

Beitragvon lajosch » Sa 13. Jan 2018, 15:26

Rutzki73 hat geschrieben:Ohne den Akku zu sehen, fallen mir spontan 3 Möglichkeiten ein:

1. Defekter USB-Anschluss bzw. Laderegler - wobei eine Li-Ion-Zelle sollte bis 12V Ladespannung aushalten (UL Test)

2. Zelle mit beschädigter Ummantelung - sobald diese Lademenge bekommt, passiert einen Kurzschluss

3. Zu tief gedrückter Plus-Pol - die Plus-Seite ist der Becher oberhalb der Zelle und die Gesamtfläche der Zelle ist ansonsten Minus. Wenn aber der Mod über die Zeit zu viel mechanischer Druck auf der Plus-Seite setzt, kann der Plus-Pol so verbiegen, dass Kontakt mit der Minus-Seite entsteht.

Ansonsten kann es auch Konstruktionsfehler beim Mod der Grund dafür sein...schwer ohne weiteres zu beurteilen


Letztlich bleibt alles ein Rätsel. Der Kunde reagiert gar nicht mehr. Wie so oft, wenn versucht wird zu betrügen. Eingedrückte Pluspole sehen wir aber oft in Retouren und fragen uns, warum viele Mods so einen Druck ausüben. Klar soll alles gut sitzen, verformen ist aber weit drüber.

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Re: Wenn Akkus „einfach“ entgasen...

Beitragvon Rutzki73 » Sa 13. Jan 2018, 15:36

Der Grund für den mechanischen Druck ist sehr einfach! Der Akku muss eine Menge Strom abliefern und der Kontakt zwischen Akku und Mod muss das gewährleisten. Falls der Kontakt nicht fest genug ist, wird an der Kontaktstelle sehr viele Wärme erzeugt.
Eigentlich wäre die Verlötung von Akkuzellen zum Mod technisch die sichere Variante (wie bei Akku Werkzeugen). Vielleicht werden wir auch zwangsläufig zu solchen Produkten kommen müssen und das Laden mit einem vernünftigen Laderegler über eine USB-Buchse lösen?!
Bis dahin müssen die Händler ihre Kunden diesbezüglich aufklären!
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Re: Wenn Akkus „einfach“ entgasen...

Beitragvon lajosch » Sa 13. Jan 2018, 15:49

Der Grad ist im Fall der wechselbaren Akkus doch viel zu schmal. Einerseits bedarf es einem entsprechenden Anpressdruck, andererseits ist schon ein wenig zu viel schon wieder gefährlich. Der Kunde wird hier nicht mehr oder weniger Vorsicht walten lassen wie beim Einsetzen von Batterien in eine Fernbedienung. Es würde auch schwer fallen, diese doch sehr detaillierten Infos leicht verständlich an den Kunden zu bringen. Einfach mangels Erfahrung auf Kundenseite. Der Händler kann also informieren wie er will - wenn der Mod zu hohen Druck ansetzt, nützen die Infos keinem mehr. Also sollten Modhersteller zunächst einen technisch ordentlichen Mittelweg finden.

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Re: Wenn Akkus „einfach“ entgasen...

Beitragvon Rutzki73 » Sa 13. Jan 2018, 16:09

So einfach ist das auch nicht, denn Lösungen gibt es wohl, die sind allerdings teurer und nicht so flexibel wie mit Akkus raus und rein.
Das kann auch einer der Gründe sein, warum Zellen-Hersteller eZigaretten gegenüber so kritisch stehen.
Man muss es einfach sagen...die jetzige Produkte sind auf Konstruktionsebene nicht einwandfrei!
..und weil Restrisiko durch diese Vereinfachung von Wechseln von Akkus bei Mods besteht, müssen die Händler ihre Verantwortung durch Beratung aud Aufklärung wahrnehmen.
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Re: Wenn Akkus „einfach“ entgasen...

Beitragvon lajosch » Sa 13. Jan 2018, 17:39

Rutzki73 hat geschrieben:..und weil Restrisiko durch diese Vereinfachung von Wechseln von Akkus bei Mods besteht, müssen die Händler ihre Verantwortung durch Beratung aud Aufklärung wahrnehmen.


Na den Hinweis möchte ich sehen. Eine grobe Information zum Umgang muss ausreichen, da der Händler nicht jede Eventualität vorausahnen kann. Das gilt für den Einsatzzweck wie auch falsche Handhabung durch loses tragen von Akkus in der Hosentasche.

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Re: Wenn Akkus „einfach“ entgasen...

Beitragvon Joergl » So 14. Jan 2018, 03:30

Wenn man sich so überlegt, welche Alltagsgegenstände bei unsachgemäßer Benutzung einen umbringen könnten...müßte nicht auf jeder Haarbürste "Bitte nicht runterschlucken" stehen?

Irrsinn.

Hat doch was von der Gschicht, wo in Ämerikäää sich jemand mit Kaffee verbrüht hat und dann geklagt hat...weil der Kaffee zu heiß war...

http://www.huffingtonpost.de/2014/01/22 ... 41778.html

Egal, was man benutzt: bevor man das tut, sollte man sich mental damit vertraut machen...das ist keine unverbindliche Empfehlung! "Sollte man sich" ist also durch "muß man sich unbedingt" zu ersetzen.

Irgendwie sind viele einfach...hmmm...verzogen? Durch dauernd Vorgekautes denkfaul geworden? Sowas? Alles save...ja neee, is klar. Setz so jemanden mal in ein 500 PS-Auto ohne ABS und die ganzen anderen Hilfen...und pack den aufn Nürburgring...ohjeee...

Ich dampfe sehr gerne und auch viel mechanisch, also mechanisch gerne und viel... auch an der Grenze des Vertretbaren...ich weiß aber, was ich tue...und achte penibelst darauf, daß ich mir die Finger nicht verbrenne.

Ich hatte genau einen Unfall...bei dem ein A123 gestorben ist und wovon ich jetzt eine Brandnarbe habe: Hybrid-also pseudo - mit Pluspol, der nicht rausgestanden ist. Rampage Competition auf Notorious. Hirnlos...man könnte ja auch erstmal nachdenken, was man da grade vorhat, bevor man auf die heiße Herdplatte faßt! Schlechten Tag erwischt.

BTW: Unsynchronisierte Getriebe waren mir während meiner Fernfahrer-und sonstigen LKW-Fahrer-Zeit die liebsten...wenn man gut drauf ist, braucht man das Kupplungspedal eigentlich gar nicht...Bild

Eingedellte Pluspole, das passiert gerne bei den fauve hybrids, wenn der 510 am Verdampfer etwas länger ist...die Schraube/der Pluspol etwas weiter raussteht und man dann den switch mit aller Gewalt festschraubt. Man meint's ja gut, will möglichst innigen Kontakt herstellen...dabei reicht eigentlich sauberhalten für optimalen Kontakt! 1200er Schmirgel...hilft da ungemein. Am Kontakt vom switch und auch an den Akkus. Gewinde natürlich auch...das aber nicht schmirgeln, sondern nur sauberhalten. Geht auch ohne Noalox.

Für mißhandelte Akkus wie die vom Maurer wäre schon fast Forensik angesagt...solche Kunden hätten mit mir ein Problem. :wall:

Hab auch ne Weile in der EDV-Branche gearbeitet...renommierter Laden in KN.

Kam oft: "Ich hab doch gar nix gemacht!" Irgendwann wurde mir das zu blöd. Hab dann nachgefragt: "Und was haben sie gemacht, bevor sie nix gemacht haben?" :mrgreen:

Irgendwann - 2000 - hab ich den Job geschmissen...zu nervig. Hab dann in ner Solarzellenproduktion gearbeitet...besser wurde es dadurch nicht. Auch Ingenieure können gedankenlos rumlaufen...solche, die sich wundern, daß die Zellen reihenweise zersplittern, wenn so ne Meßprobe die einen Zentimeter durchbiegt... :lol:

Hab das dann auf ca. 0.5mm korrigiert...plötzlich gab es ganz viele verkaufbare Zellen und keine Scherben mehr!

Den Laden gibt es nimmer. Idioten immer. Auf allen Seiten. Mit bisweilen fatalen Folgen...weil: Zuhören...mag jemand, der meint, eh schon alles zu wissen, wie der, der die fantastischen -fireakkus für fast nix, die auch noch 10000mAh haben...kauft, weil ja alle blöd sind, die sich mit popligen 2600mAh für richtig Kohle zufriedengeben...nicht. Und die packt der dann in seinen schicken Alien...auf dem ein Melo 300 sitzt...und gibt richtig Gas! Ja...das gibt Gas...oder auch ein Geräusch. Der raucht dann doch lieber und erzählt rum, wie gefährlich dampfen doch ist. Er hat es ja erlebt. Er ist ja nicht blöd.

Ich plädiere für fest verbaute Akkus...aber nicht für mich. Für alle, die nicht bereit sind, sich nicht mit dem zu befassen, was da so abgeht...

Die meisten Autokäufer sind ja auch so drauf...wenn kaputt, dann Werkstatt.

Gut, schlechtes Beispiel...an Autos kann man heutzutage nix mehr selbst machen. Nicht mal ne Birne tauschen...oder so. Mag die neuen Kisten nicht. Alles ohne mechanischen Unterbrecher...ist mir suspekt...ausgenommen die ersten Sciroccos...daran hab ich noch ganz gerne geschraubt. Ja...ich hab auch ne Weile vom Autoreparieren gelebt. An ner Menge alter Mopeds hab ich auch geschraubt...Ende 70er...Anfang bis Mitte 80er, sporadisch, immer wieder. Heckflossen waren mein Spezialgebiet...Bild

Sollte nen ADDC geben...einen Allgemeinen Deutschen Dampfgeräte-Club!

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Re: Wenn Akkus „einfach“ entgasen...

Beitragvon lajosch » So 14. Jan 2018, 10:36

Eine perfekte Morgenlektüre bei der alles schon gesagt wurde, was gesagt werden muss. Danke für den Lichtblick Joergl.


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