Nov 23 2016

4 interessante Ladegeräte für Anspruchsvolle

veröffentlicht in Kategorie LiIon-Lader-Tests  

Kurz vorgestellt werden: Xtar Dragon VP4+, Efan X6, Enova Gyrfalcon All-88 und die eierlegende Wollmilchsau der “Dreamcharger” SkyRC M3000. Was die Geräte besonders macht, für wen Sie geeignet sind gibts nach den Klick auf 

Der Ladermarkt hat in letzter Zeit schon einige sehr absonderliche Modelle hervorgebracht. Einfacher, weniger Funktionen, Displays hauptsache bunt, dafür ohne Aussagekraft. Dazu der Trend weg von mitgelieferten Netzteil hin zur für den Hersteller praktischeren USB Stromversorgung (auf Deutsch: wo Du den notwendigen Strom her bekommst ist Dein Problem, nicht unseres. Und: nicht existente Netzteile gehen auch in der Garantiezeit weniger oft kaputt). Da konnte einem als bekennender Akku- & Laderfetischist durchaus die Laune vergehen.

Aber verzagt nicht, es gibt ein paar Lichtblicke im Dunkel der Newbieladerödnis.

Vielen Dank übrigens an Akkuteile.de, welche die Lader nicht nur für alle kaufbereit halten, sondern auch hier zum Test zur Verfügung gestellt haben. Übrigens: für alle hier genannten Lader liefert Akkuteile auch eine deutsche Anleitung dazu, extra für Euch übersetzt.

Der Xtar Dragon VP4 Plus
“Sonderfunktionsdrache” geht neue Wege

Nachdem Xtar zwar mit dem VP2 damals sehr gut vorgelegt hatte, war der VP4 dann für alle, die sich einen weiteren MuliChemie Lader mit Unterstützung für LiIon 4,35 V und LiFePO4 erhofften schon eine kleine Enttäuschung, weil eben ein (zwar sehr guter aber ) halt doch “nur” stink normaler LiIon 4,20 V Lader am Ende beim rum gekommen ist.

Nicht falsch verstehen, der VP4 ist Klasse, aber halt ohne irgendeine “Sonderfunktion”. Mit dem Xtar “Dragon” VP4 Plus legt Xtar nun endlich wieder nach und bringt nach einer Durststrecke mit teils etwas befremdlichen Ausflügen in der VC Serie mit ihrer eher blutarmen Stromversorgung über USB Ports tatsächlich wieder einmal ein echtes Funktionsmonster auf den Tisch, mit richtigem Netzteil (12,0 V / 3,0 A):

Xtar Dragon VP4+: 2x 32600, 2x 26650 und die Messfühler

Xtar Dragon VP4+: 2x 32600, 2x 26650 und die Messfühler

  • 4 Schächte für Akkus bis Größe 32650
  • 2* 2 A Ladestrom oder 4 * 1 A bzw. 4 * 0,5 A
  • LiIon 4,20 V & NiMH 1,5 V ladbar
  • Bisher in dieser Laderkategorie einzigartige Lademöglichkeit von 3S LiPo Akkupacks, wie sie in vielen DNA200 Boxen und gelegentlich auch bei diversen (Flug-)Modellen Verwendung finden über Balancer Anschluss.
  • Laden von USB Geräten (Handy, Smartphone & Co) und USB Powerpack Funktion
  • Analysefunktion: Kapazitätsmessung beim Entladen mit Ergebnisspeicher
  • Innenwiderstandsmessung über externe Messfühler (auch ein Novum für Ladegeräte)

Im Grunde glänzt der Xtar Dragon durch die Möglichkeit, nicht nur LiIon und NiMH Akkus sondern auch 3S LiIon/LiPo Packs mit 1,0 A und USB Geräte bis 2,4 A zu laden. Für Rundzellen ist er mit 2 * 2 A bzw 4 * 1 A dazu auch noch ordentlich schnell. Das macht den Dragon für Dampfer abseits des 18650er Mainstreams schon sehr interessant.

An der Kapazitätsmessung während der Entladung mit anschließendem Aufladen gibts nix auszusetzen, so sollte eine Kapazitätsmessung aussehen, so is das gut. Die Anzeige beim Einladen hat er auch, nur bringt die nicht viel. Man könnte sich jetzt noch wählbare Entladeströme wünschen, aber geschenkt.

Widerstand & Spannung messen kannst mit einer Hand vergessen

Widerstand & Spannung messen kannst mit einer Hand vergessen. Heh. Lyrik!

Was mir gut gefällt ist vor allem die zwar umständliche aber in ersten Tests sehr zuverlässige Messung des Innenwiderstands. Die Messungen sind vor allem eines: gut reproduzierbar: wenn ich 3 Mal messe, bekomme ich auch tatsächlich 3 mal das selbe Ergebnis (+/- 1 mOhm). Das war bisher bei Opus BT-C3100 & Liitokala Engineer 500 eher die Ausnahme. Er misst leider mit anderen Testparametern als mein ELV, aber für einen Vorher/Nachher Vergleich oder einem Austausch der Messwerte mit anderen Dragon Besitzern tut das der Freude keinen Abbruch. Lüfter gibts keinen, außer den (abschaltbaren) Piepstönen -“Akkustische Statusmeldungen” nennt Xtar das – ist der Lader ruhig und stört keinen.

Kritikpunkte habe ich trotzdem auch: Das Display zeigt leider die Akkuspannung nicht im normalen Ladeprogramm an,  ein Akku mit 3,0 V wird als 0% angezeigt, eine weitere Abstufung nach unten gibt es nicht: ein auf 2,5 V entladener Akku zeigt auch 0% an, so wird das Erkennen eines tiefentladenen Akkus bissl schwierig. Wer es genau wissen will, der muss die Messfühler ran halten. Das machen andere Lader bequemer. Man könnte sagen: wenn man einen Akku einlegt, der mit 0% angezeigt wird, bitte vor dem Laden erst nochmal die Messfühler dran halten.

Für mich ist das relativ simpel: wenn ich schon ein Display habe, dann zeigt mit die Akkuspannung mit 2 Nachkommastellen an, alles andere: Ladebalken, %-Angaben, Tachos und son Zeug ist ist einfach nicht klar genug.

LiFePO4 und 4,35 V LiIon gibts zwar wieder nicht, damit ist er für LiFePO4 Nutzer keine Alternative zum VP2, aber NiMH Laden ist ja auch nicht ganz so verkehrt.

Ich bin auch kein Fan von Ladegeräten, die nicht alle 4 Schächte gleichzeitig anzeigen, das hin und her schalten, um den Zustand der jeweils anderen 2 Schächte zu sehen nervt mich. Aber hey, das ist schon grad wieder arges Erbsenzählen bei einem Lader, der Features bringt, die noch kein anderer hatte.

Mit 75,00 Euro Verkaufspreis ist er zwar nicht billig, aber wer die Zusatzfunktionen braucht, kommt noch ein gutes Stück günstiger Weg als mit dem Platzhirschen SkyRC MC3000 und mit besserer Genauigkeit beim Innenwiderstand als bei der günstigeren Konkurrenz, dem Radaubruder Opus oder dem Liitokala. KFZ Ladekabel, die Messfühler und ne Tragetasche gibts noch mit dazu. Ist denke ich eine Überlegung wert. Mehr zum Xtar VP4 Plus “Dragon” gibt bei mir im Forum

Der Enova Gyrfalcon All-88
LiIon 4,20 V, 4,30 V, 4,35 V, LiFePO4 & NiMH mit 8 Schächten

Gyrfalcon: 32600 mit 26650 und 18650 bestückt

Gyrfalcon: 32600 mit 26650 und 18650 bestückt

Ist ein Mords Brett. Mit 8 Schächten, nutzbar bis 32650 (maximal 4, 26650 gehen 8) und maximalem Ladestrom bis 8 * 1,0 A ist schon ne Hausnummer für alle, die mehr als nur 2-3 Akkus laden wollen. Angetrieben wir das Federvieh von einem Netzteil (12,0 V – 4,0 A), dass man eher bei nem Laptop vermuten würde.

Gyrfalcon – Gerfalke zu deutsch. Aha. WTF ist ein Gerfalke? Ich kenn nur Vogel, wenns fliegt isses Vogel. Wenns nicht fliegt, müss’mer mal genauer gucken, eventuell ne Kurve machen.

Neben LiIon 4,20 V lädt er eben auch LiIon 4,30 V, LiIon 4,35 V, LiFePO4 und NiMH/NiCd. Ladeströme sind sehr fein unterteilt: 0,10 A, 0,25 A, 0,50 A & 1A * 8, also auch für die kleinsten Akkus 10340 geeignet.  Als Besonderheit legt man beim Enova Gyrfalcon den Entladestrom (und Ladeschluss) für jeden Schacht einzeln fest, zu oft gilt der Ladestrom ja sonst immer für alle Schächte gleichzeitig. Dazu kommt ein aussagekräftiges Display mit tatsächlicher Spannungsanzeige, das jetzt nicht unbedingt sehr gleichmäßig ausgeleuchtet ist.

Was er gar nicht hat, sind irgendwelche Analysefunktionen. Null, nix, nicht mal ne eingeladene Kapazitätsanzeige. Der Gyrfalcon lädt, was bei 3 nicht aufm Baum ist, und das wars dann aber auch schon wieder. Bei eventuellen Kontaktproblemen für besonders dicke Akkus oder sehr flache Pluspole helfen mitgelieferte Spacer und Zusatzbleche, geht aber meistens auch ohne mit bissl fummeln. Krach macht er keinen, damit ist er auch Büro oder Wohnzimmer tauglich.

Wer viele Akkus hat, gerne auch viele richtig dicke Brummer, der kriegt hier ein probates Teil an die Hand. Auch die LiFePO4 und & LiIon 4,35 Fans können hier zugreifen. Am Anfang fand ich die Bedienung arg umständlich, aber in Praxis habe ich das nun so gelöst. dass einfach die Schächte 1-6 für LiIon 4,20 V konfiguriert sind und Schächte 7 & 8 auf LiFePO4 und dann muss man auch nix mehr einstellen. Leider sind bei Strom weg die Einstellungen auch weg, dann geht das Knopf-herum-georgel wieder von vorne los.

Kleiner Praxistipp am Rande: Der Gyrfalcon All-88 hat zwar kein Lagerprogramm zur langfristigen Einlagerung von Bunker-Akkus (heh, “Bunkerakkus” dass ich das Wort mal noch benutze hätte ich auch nicht gedacht), aber wer statt 4,20 V Ladeschluss einfach vor dem Laden dann Ladeschluss 3,7 V einstellt, hat den selben Effekt..

Gebt den Lader bloß keinem Anfänger in die Hand, der weiß nicht was er da einstellen soll, verdrückt sich viel zu schnell und die Chancen steigen, dass er das Falsche nimmt. Einschalten und Akku reinlegen ist hier definitiv nicht. Kosten tut er 60,00 Euro, das ist für 8 Schächte jetzt nicht übertrieben viel. Eine 4-Schacht Version soll auch noch kommen, die wäre dann auch wieder sehr interessant, gerade für die Leute, denen der Xtar VP2 inzwischen doch zu klein geworden ist aber auch keine 8 Schächte wollen. Ich hab den Gyrfalcon inzwischen im Wohnzimmer als einzigen Lader stehen. Damit stehen nun genug Akkus bereit, um Frau und mich locker unter Strom zu halten. Mehr zum Gyrfalcon All88 im Forum

Efan X6 – das Leistungsmonster
6 * LiIon 4,20 V & NiMH 1,5 V mit Ladestrom bis 4,0 A * 2!

Efan X6: außen je 26650, 21700 und 3x 18650

Efan X6: außen je 26650, 21700 und 3x 18650

Auf den ersten Blick wirkt der Efan nicht sonderlich spannend, in Echt sieht er sogar ein bissl billig aus. Gut, 6 Schächte machen auch so schon etwas her, davon die äußeren Zwei auch für 26650.

Aber die wahre Größe des Efan X6 steckt im Innern: das Ding haut 2 * 4,0 A Ladestrom raus. Ja, 4,0 A für 2 Akkus gleichzeitig, oder 3 * 2,0 A oder 6 * 1,0 A oder 6 * 0,5 A. Das ist *der* Akkulader für Dampfer auf der Flucht :-)

2 * 4,0 A schafft übrigens nicht mal der SkyRC MC3000, der kann nur 3,0 A maximal – aber dafür für alle 4 Schächte und halt sonst noch tausend andere Sachen, die der Efan X6 nicht kann.

Ja, gibt einige Akkus, die man gefahrlos mit 4,0 A laden darf – aber bitte Datenblatt beachten! und ein gewisser Zyklenverlust ist bei so einer Schnellladung inklusive.

Den notwendigen Strom bezieht der Efan X6 aus einem 12,0 V / 3,0 A Netzteil. Kein Lüfter, kein Krach, aber halt auch keine Analysefunktionen, nix. Das aussagekräftige Display mit Anzeige der Akkuspannung  zeigt alle 6 Schächte gleichzeitig an, das ist schön, dann noch den Ladestrom und mehr zeigt es nicht. Langt ja auch. Im Grunde eben ein ganz stink normaler LiIon Lader, ohne irgendwelchen Spielkram. Neben LiIon 4,20 V lädt er trotzdem auch noch NiMH, die Erkennung, was was ist, macht er selber anhand der Akkuspannung nach einem kurze Ladepuls.

Die Bedienung ist total simpel: Es gibt nur ein Knopf, den muss man allerdings erst mal finden (oben rechts an der Oberseite wo auch das Kabel eingesteckt wird), damit stellt man den Ladestrom um. Damit ist der Lader prinzipiell eigentlich Einsteiger-freundlich, solang der Einsteiger nicht mal aus Jux und Dollerei gleich mal 4,0 A auf ne Winzigzelle legt, da wäre der Spassfaktor dann relativ schnell vorbei. Wer mag kann den Efan X6 als Akkupack für sein SmartPhone nutzen, also Notstrom für unterwegs, aber mal ehrlich, wer will dafür son riesen Ding mit sich schleppen?

Man könnte nun sagen, warum machen die die Schächte nicht groß genug für 32650, bei so hohem Ladestrom hätte sich das doch angeboten, aber gut, man kann eben nicht alles haben. 6 Schächte LiIon 4,20 V und NiMH und diese enorme Ladeleistung für nicht mal 40,00 Euro – ich würde mich sehr wundern, wenn der nicht auch treue Fans finden würde. Ich find ihn sehr spannend.

 

SkyRC MC3000
die Eierlegende Wollmilchsau der Akkulader

SkyRC MC3000: die beiden 32600 etwas luftig, in der Mitte 2x26650

SkyRC MC3000: die beiden 32600 etwas luftig, in der Mitte 2×26650

Über den SkyRC MC3000 kann man ein Buch schreiben. Ich bin grad noch dran ;-) Wenn es rund und wiederaufladbar ist, kann man es mit dem MC3000 laden (außer Knopfzellen). Darunter sind Akkutypen, von denen haben die Meisten noch nie was gehört. Der MC3000 entstand unter Federführung eines (das is nun nett gemeint) Akkuverrückten, der sich schon seit längerem in der Akkuszene bewegt und sich hier seinen Traumlader hat bauen lassen – darum trägt er auch den inoffiziellen Beinamen “Dreamcharger”. Der MC3000 ist ein Lader von Freaks für Freaks oder solche die es werden wollen. Für Otto Normaldampfer is das Teil eher ungeeignet.

Im Grunde handelt es sich hier um einen “professionellen” Modellbaulader, dem einfach (erstmals!) eine vernünftige Ladeschale für 4 einzelne, runde Akkus eingepflanzt wurde. Bislang gab es sowas einfach nicht. Es gab schon seit Ewigkeiten richtig tolle Modellbaulader, aber die hatten keine Akkuschächte, da war Basteln angesagt. Es gibt Lader für unsere runden Akkus, aber die haben nicht einen Bruchteil der Funktionen eines Modellbauladers.

Nüchtern betrachtet sind die Funktionen des MC3000 sind im Grunde auch “nur”

  • Akkus laden
  • Akkus entladen
  • auf Lagerspannung bringen
  • Kapazität messen
  • Innenwiderstand messen
  • Akkus auffrischen

in zig Variationen, bzw. in eigenen Programmen kombinierbar.

Die Eckdaten klingen dabei erst mal unspektakulär:

  • 4 Ladeschächte davon 2 * bis 32700.
  • Ladestrom 4 * 3,0 A max oder weniger in 0,05 A Schritten einstellbar.
  • Entladestrom maximal 2 * 2,0 A oder 4 * 1,0 A oder weniger (auch wieder in 0,05 A Schritten einstellbar).

Man bemerkt hier aber schon eine gewissen Detailgrad, den man sonst bei unseren Dampfladern einfach nicht kennt. Und das macht den Reiz des Gerätes aus: jeder Parameter eines Ladeprogrammes ist bis ins kleinste Detail genau einstellbar: Ladestrom, Entladestrom, Terminierung, Ruhephasen, Anzahl der Wiederholungen,  Ladeschluss, Entladeschluss, “umgekehrtes CC/CV” beim Entladen, DeltaPeak Empfindlichkeit, Grenzwerte, und Schwellenwerte, und schlag mich tot und gleichzeitig hat er noch einen Tonumfang von 4 Oktaven (Kein Scherz). Ich würde mich nicht wundern, wenn er in einem künftigen Firmware Upgrade die Star Wars Melodie abspielen könnte.

Er hat ein grafikfähiges Display, das Kurven zeichnet oder per USB mit einer Analysesoftware auf dem PC verbunden oder per Bluetooth mit dem Smartphone bedient werden kann.  Sehr potentes Netzteil inklusive (15,0 V / 4,0 A), die Firmware des MC3000 wird stetig weiter entwickelt, dabei fließen auch Wünsche aus der Community mit ein. Sogar ein Wunsch, den ich auch hatte, hat es in eines der letzten Updates geschafft. Das motiviert dann gleich nochmal. Klar können alle Schächte einzeln programmiert werden, selbstverständlich zeigt er die Akkuspannung und keine nutzlosen Balken im Display an. Auch die Messung des Innenwiderstands ist zuverlässig und reproduzierbar. Das Gerät ist kalibrierbar.

Es ist nicht einfach nur ein Modellbaulader,

die gibts ja auch schon ab 20,00 Euro. Das ist ein guter und mit vielen sonst nur bei teureren Vertretern zu findenden Optionen ausgestatteter Lader. Ich habe mehrere solcher Modellbaulader hier, die auch an die 100,00 Euro und deutlich mehr kosten und nicht diese Optionsfülle haben. Und das ist auch ein bissl das Problem des MC3000, die schiere Fülle an Optionen macht die Bedienung nicht unbedingt einfach.

Allerdings bleibt er hinter den sonst in der Preisklasse üblichen Ladeströmen etwas zurück, geschuldet wohl primär der Kühlung und dem Netzteil. Netzteile für die großen Modellbaulader sind sonst separat zu kaufen und ganz und gar nicht billig. Ein kleiner Mini Lüfter ist eingebaut und wenn es gerade beim Entladen zu warm wird, dann läuft der hörbar an. Zum Glück tut er das beim normalen Laden nur extrem selten und nervt dann auch nicht so stark wie der Opus BT-C3100.

Es ist aber leider Gottes nicht alles Friede, Freude & Eierkuchen.

Die ersten Hardware Revisionen plagte ein Problem mit schlechtem Plastik für das Gehäuse, dafür gibts kostenlosen Ersatz, aber ärgerlich ist es trotzdem, habe es selbst mitgemacht. Akkuteile.de sagt, sie haben nur noch neue Geräte, aber wer weiß was sonst noch so in den Lagern diverser anderer Shops liegt. An einem anderen meiner MC3000 ist das Metall des Schiebers etwas”weich”, der verbiegt sich gerne mal. Man mus also leider sagen: So toll der Lader ist, an der Materialqualität kann ruhig noch weiter verbessert werden. Wer den MC3000 kaufen will, kauft ihn irgendwo wo es vernünftige Garantieleistungen gibt. Ein weiterer Schwachpunkt sind Akkus mit sehr flachen Pluspolen, die finden oft nicht recht Kontakt. Hier kann man sich behelfen, wenn man den Akku frei in der Luft hängend oben im Schacht einlegt, sich ein Untersetzer bastelt oder die guten alten Nuppelersatzmagnete aus Provari-Zeiten wieder ausgräbt.

Der SkyRC MC3000 kostet etwa 110,00 Euro.

Das ist gemessen an seiner Funktionsvielfalt kein übertriebener Preis. Wer so ein Gerät mit diesen Funktionen braucht, gibt sonst auch deutlich mehr dafür aus.  Ich sage es nochmal: der MC3000 ist ein Lader für Leute, die in der Materie stecken (oder es wollen), er ist für den normalen Dampfgebrauch völlig überzogen.

Wer mehr zum SkyRC MC3000 lesen will, schaut einfach in den inzwischen mächtig angewachsenen Forenthread.

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13 responses so far

13 Responses to “4 interessante Ladegeräte für Anspruchsvolle”

  1. mjhopheadon 24 Nov 2016 at 10:06

    Hallo Stephan,
    das mit dem Ladestrom beim MC3000 kann so nicht stimmen. Ich habe schon 2 26650 mit 2A und 2 18650 mit 1,5A gleichzeitig geladen. Wenn ich die Anleitung richtig verstehe kann man im Prinzip mit max. 4 * 3A laden.
    Gruß
    Matthias

  2. adminon 24 Nov 2016 at 11:47

    Ok, werd ich prüfen. Thx für den Hinweis!

  3. adminon 24 Nov 2016 at 12:03

    Du hast Recht, 4*3A grad getestet, geht. Und das Netzteil ist 15V / 4A und nicht 12V / 3A. Da hab ich gesponnen ;-)

  4. Johanneson 01 Dec 2016 at 16:42

    Hallo,

    hast du eine Empfehlung für ein 2Schacht Gerät mit Kapazitätsmessung?

    Ist es richtig, dass die Kapazitätsmessung reicht um zu entscheiden ob ein Akku aussortiert werden sollte oder brauche ich den Innenwiderstand?

    Wenn ich beim Efest Luc lese, das der die Kapazität anzeigt dann gehe ich davon aus, dass das Gerät anzeigt wieviel Kapazität geladen wurde. Für eine sauber Messung muss doch vorher entladen werden und daher ist diese Anzeige keine echte Analyse sondern nur eine Info mit wenig Wert, oder?

    Vielen Dank für deine tollen Seiten und das interessante Forum.

  5. adminon 01 Dec 2016 at 19:48

    Moin Johannes,

    Die Kapazitätsmessung reicht aus, ja. Mit dem Innenwiderstand ist das immer so ne Sache. Und wieder richtig: das mit dem Kapazität messen beim Aufladen ist nicht wirklich der Hit, viel besser ist die Messung beim Entladen, also ein Programm, dass den Akku erst voll lädt, dann beim Entladen die Kapazität misst und dann wieder den Akku voll lädt.

    Ein 2-fach Lader mit Analyse fällt mir leider keiner ein, aber die nächsten Tage bekommt Akkkuteile einen 1-Schacht Lader mit allen Analysefunktionen, die man so braucht. Opus BT-C100, im Grunde eine “geschrumpfe” Version des BT-C3100, den es ja schon ne Weile gibt. Der kleine C100 wurde noch etwas verbessert und hat keinen Lüfter mehr. Sehr interessantes Teil, mein Testgerät müsste morgen ankommen.

  6. Johanneson 02 Dec 2016 at 09:33

    Vielen Dank für die Info. Der kleine Opus klingt nach meinem Beuteschema. Hochwertige Lader habe ich aber ich habe daher ist ein 1Schacht Gerät vielleicht genau das richtig.

  7. Saschaon 04 Dec 2016 at 19:59

    Hallo Stephan!

    Hab da eine kurze und möglicherweise blöde Frage zum Efan X6 :) ,
    aber wie verhält es sich mit dem Ladestrom bei 4 Akkus gleichzeitig? (angegeben sind ja 4,0 A für 2 Akkus gleichzeitig, oder 3 * 2,0 A oder 6 * 1,0 A oder 6 * 0,5 A)
    danke!

  8. adminon 04 Dec 2016 at 20:13

    @Johannes,
    ich hab das 1-Schacht Opus am Samstag bekommen. Schaut sehr gut aus. Viel gemacht habe ich aber noch nicht damit

    @Sascha,

    Sobald Du den 4. Akku einlegst, springt er im laufenden Betrieb von 2A zurück auf 1A.

  9. Johanneson 05 Dec 2016 at 08:49

    Hallo nochmal,

    das ist ja echt ein toller Service. Habe im Forum den Link auf den Test gefunden und der Preis ist auch super. Akkuteile.de verweist auf einen Test von dir vom 30.11.2016. Sind die schon schneller mit dem verlinken als du schreiben kannst?

    Vielen Dank, ich profitiere sehr von deiner Arbeit hier, bei den Dampfakkus und dem Forum.

    Johannes

  10. adminon 05 Dec 2016 at 11:02

    Ich wollte eigentlich gestern den Testbericht machen, drum steht da schon ein Link. Bin allerdings nicht fertig geworden. Ist also mein Fehler.

  11. Bennyon 07 Dec 2016 at 13:05

    Hi,

    eine Frage, ist es möglich HG 2 und VTC5A mit dem Opus BT-C100 oder BT-C3100 auf 3,7V Lagerspannung zu bringen indem ich den AkkuTyp auf LiFePO 4 stelle?

  12. adminon 07 Dec 2016 at 13:48

    Grundsätzlich ja.

    Beim BT-C3100 ist es etwas doof, weil sich der Schalter zum Umschalten auf LiFePO4 im Geräteinneren befindet, das machts etwas arg Umständlich.

    Beim BT-C100 gehts bequem durch drücken und halten der MODE Taste, wenn ein LiIon Akku eingelegt wurde.

  13. Bennyon 07 Dec 2016 at 15:23

    Ist das bei der Retailversion BT- C3100 V2.2 immernoch so?
    Muss man das Gehäuse dazu aufschrauben?
    Gibt es Alternativen im gleichen Preissegment die auch den Innenwiderstand messen können?
    Durch das Aufschrauben verliert man doch die Garantie oder?

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