Jun 28 2016

Ladehalter für die Lynden Air selbst gedruckt

veröffentlicht in Kategorie eZigaretten  

Kleiner Aufwand, große Wirkung: wir basteln (hier drucken) uns einen Ladehalter für die Lynden Air

Die Lynden Air ist ein bissl eine exotische und auch nicht unumstrittene Dampfe, nicht nur, weil sie mit 27 mm Durchmesser extrem wuchtig daher kommt. Sie erinnert etwas an eine eGo (eGos sind eigentlich klassisch gemütliche Ein- bzw. Umsteigerdampfen für künftige Ex-Raucher), dabei ist die Lynden Air eigentlich eine reinrassig Subohm-OpenDraw auf Wunsch TC temperaturgeregelte Dampfe mit einer Leistung bis 40W – und damit also das genaue Gegenteil der klassischen eGo, eher was für die fortgeschrittenen “auf Lunge Dampfer”, die große Wolken machen wollen (allerdings nicht sehr lange, denn die Akkukapazität und auch Tankinhalt ist leider etwas knapp bemessen). Wie dem auch sei.

Einer meiner Kritikpunkte im (immer noch nicht fertig geschriebenen) Review zur Lynden Air ist die Tatsache, dass man die Air nur Laden kann, wenn man sie auf die Seite legt und dabei rollt sie auch noch gerne Weg – zumindest wenn  der Schreibtisch so schief steht wie bei mir ;-)

Lynden Air mit aufgestecktem Ladekabel

Lynden Air mit aufgestecktem Ladekabel

Die Idee war also: ich bastel mir einen Halter, womit die Lynden Air aufrecht stehend geladen werden kann. Sowas ist in der gratis 3D Software Autodesk 123D Design in wenigen Minuten erledigt:

Links Ansicht von unten, rechts von Oben

Links Ansicht von unten, rechts von Oben

Ein total simples Design, schnell gemacht und vor allem absolut problemlos mit jedem 3D Drucker druckbar. Das Drucken schaut dann – wenig spektakulär und ein ganz klein wenig “zeitgerafft –  so aus:

Am Ende schaut das Teil nun so aus:

nach nur 108 Minuten ist das 'Teil "schon" fertig..

nach nur 68 Minuten im Schnelldurchgang ist das Teil “schon” fertig..

Ja, ich weiß, das weiße Plastik ist langweilig, aber das war der erste Prototyp und dafür nehme ich das billigste Zeug, was hier noch rumfliegt. Ich werde mir das die Tage mal nochmal schön, ordentlich, langsam und in hoher Qualität in entweder “Pseudo-Edelstahl (Protopasta StainlessSteel)” ausdrucken und dann auf Hochglanz polieren, oder vielleicht Pressspan Holzimitat Colorfabb Woodfill, oder einfach nur nur ein dezentes graues PLA.. Mal schauen. Gibt ja inzwischen einen ganzen Sack voll exotischer Filamente zum Selberdrucken.

Durch das rechteckige Loch ziehen wir den USB Stecker des original Ladekabels und stecken dann den Magnet-Ladeadapter einfach da rein, Der Abstand zum Boden ist mit 2 cm groß genug, um das Kabel dann durch die kleine Nut zur Seite raus zu führen, ohne es zu sehr abknicken zu müssen.

Und so schaut das nun fertig aus:

Lynden Air stehend laden mit selbstgedruckten Ladehalter

Lynden Air stehend laden mit selbstgedrucktem Ladehalter

Entwurf: lass es 15 Minuten gewesen sein
Materialkosten: 0,80 Euro
Druckzeit: 68 Minuten

… wers selber nachbauen will (wobei ich jetzt nicht unbedingt annehme, dass sich hier auf meinem Blog viele Lynden Air dampfende 3D-Drucker-Besitzer tummeln) findet hier die 123D Vorlage und das STL (gezippt). Mit ein paar kleinen Änderungen kann man das aber auch z.B. in Holz nachbauen, oder wie auch immer.

Es wertet die Lynden Air meiner Meinung ein ganzes Stück auf, die wegen ihrer etwas geringen Akkukapazität von einer solchen “Ladeschale” aufm Schreibtisch durchaus profitiert. Und wegrollen tut sie auch nimmer.

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2 responses so far

2 Responses to “Ladehalter für die Lynden Air selbst gedruckt”

  1. Charlyon 12 Jul 2016 at 10:51

    Hey :) finde ich super dass du das public mit allen teilst :) Es gibt nämlich mehr Leute mit Zugriff auf 3D-Druckern (zumindest potentiell!) als du scheinbar annimmst.

    “(wobei ich jetzt nicht unbedingt annehme, dass sich hier auf meinem Blog viele Lynden Air dampfende 3D-Drucker-Besitzer tummeln)”

    An jeeder größeren technischen Universität gibt es inzwischen sogenannte FabLabs – das sind Werkstätten mit teils hochspezialisiertem Werkzeug, mit freiem Zugang für Jedermann. Lediglich Materialverbrauch muss i.d.R. gezahlt werden. Ein 3D-Drucker und erfahrenes Personal sind hier keine Ausnahme :)
    Wäre cool wenn du das in deinem Artikel erwähnst, um mehr Menschen auf diese tolle Möglichkeit aufmerksam zu machen.

  2. Rolandon 30 Oct 2016 at 09:42

    Ich habe auch die Lynden Air, nutze aber nicht deren Verdampfer. Das Akkurohr allerdings gefällt mir und ich schraube alle möglichen Verdampfer drauf. Immer Kontakt, immer automatisches Erkennen ob es ein “Temperaturdraht” ist oder nicht. Das funktioniert einwandfrei.
    Am liebsten dampfe ich die Lynden Air mit einem Kayfun V3 oder Kayfun V5 mit gemütlichen 1,2 bis 1,8 Ohm, was halt so rauskommt beim wickeln.

    Der Halter ist eine coole Idee :)
    Ich muss beim laden auch immer zusehen dass das Rohr irgendwie in einer Kabelschlaufe liegt damit der nicht davon rollt.

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