Sep 15 2015

Cloupor GT 80W TC

veröffentlicht in Kategorie eZigaretten  

Cloupor geniesst derzeit keinen allzu guten Ruf. Umso gespannter war ich, die Cloupor GT 80W TC Box für 2 Akkus mal zu testen.

Allgemeines

Cloupor GT

Der Cloupor GT im Test

Der Cloupor GT 80 TC ist ein Boxmod für zwei 18650er Akkus in Reihe. Für ein 2-Akku Modell ist der Cloupor GT kompakt geworden: 53mm * 22mm * 96mm bei nur 198g (inkl 2 Akkus). Obenauf finden wir einen moderat gefederten 510er, der steht ein kleines bissl über und verfügt über Luftschlitze, falls jemand noch Verdampfer benutzt, die Luft über den 510er ziehen. Die Box hätte gerne noch 2mm dicker sein dürfen, damit 23mm Verdampfer nicht mehr überstehen, so mag ich maximal 22mm verdampfer auf der GT nutzen.

Alle Ecken und Kanten sind abgerundet, die Oberfläche ist samtig. Die Haptik insgesamt recht angenehm. Die Akkuklappe wird von 2*2 Magneten gehalten, sitzt aber insgesamt ein bissl wackelig, daran krankte der Cloupor Mini ja auch schon, und dadurch versaut Cloupor das ansonsten doch recht wertige Handgefühl der GT etwas: wackelige Akkudeckel wirken billig. Mit im Karton sind ein Satz Ersatzmagnete.

Das Display ist Standardkost: Akkuladebalken, Verdampferwiderstand, Watt / Volt bzw. Soll-Temperatur und die unsinnigen Joule statt Watt im TC Modus.  Das typische 3-Tasten “DNA” Bedienkonzept inkl. Feuersperre, Display umkehren, etc. Die Knöpfe machen einen guten Eindruck und klappern nicht. Nicht selbstverständlich: Im TC Modus kann die Leistung entweder komplett automatisch eingestellt, oder aber auf Wunsch auch manuell vorgewählt werden.  Der Cloupor GT bietet sowohl °Celsius als auch °Fahrenheit Skala – von 100°C bis 300°C.

Eine USB Buchse gibt es nicht.

Alles in allem: Löst keine Jubelschreie aus, aber mir gefällts soweit.

Der Cloupor GT 80W im VariWatt Modus

Am Scope sehen wir die bevorzugte glatte Linie:

Cloupor GT feuert 2.2 Ohm bei 30W

Cloupor GT feuert 2.2 Ohm bei 30W (Rot ist die Spannung, Schwarz ist Leistung in Watt)

Das ist schön so. So soll das aussehen.

Ein Zug im Verlauf:

Ein Zug mit dem Cloupor kann bis zu 15 Sekunden lang sein, der Verlauf ist aber sehr ungewöhnlich:

15 Sekunden im Verlauf (1 Ohm 40W)

15 Sekunden im Verlauf (1 Ohm 40W)

  • Zu Beginn bekommen wir erst mal einen hohen Puls(ca. 50W) auf den wehrlosen Verdampfer, das sieht hier jetzt wenig spektakulär aus, weil wir im späteren Verlauf mit ~35W weiter feuern, wie das bei weniger Leistung ausschaut, zeig ich Euch gleich im Anschluss.
  • Während der nächsten 10 Sekunden fällt die ausgegebene Leistung proportional mit der nachlassenden Akkuspannung. Es ist kein Versuch erkennbar, die Akkuspannung stabil zu halten. Das ist kein gutes Zeichen. Das heißt in der Regel nämlich auch, das Grundsätzlich nichts getan wird, nachlassende Akkuspannung stabil zu halten.
  • Nach der 10 Sekunden reduziert der Cloupor ungefragt seine Ausgangsleistung auf etwa 23W und feuert damit noch 5 Sekunden weiter. Warum, wieso? Keine Ahnung. Feuert man mit weniger als 20W passiert nichts. Nachdem der Großteil der Akkuträger nach 10 Sekunden abstellt kann man nun sagen: “Hey, zusätzliche 5 Sekunden mit reduzierter Leistung ist besser als 5 Sekunden gar nix” – aber komisch ist es trotzdem und komisch ist jetzt nicht so meins. Ich bin selber komisch, da hätte ich meine Akkuträger gerne “normal”.

Zweiter Versuch:

Oben hatten wir eine 35 W Kurve, da sieht der initiale Peak wenig aufregend aus: hier mal 1 Ohm mit 10W:

1 Ohm 10W 15 Sekunden

1 Ohm 10W 15 Sekunden

  • der initiale Impuls (ca. 50W) sieht nun schon deutlich beeindruckender Aus.
  • da wird mit der Gesamtleistung deutlich unter 20W sind passiert in den letzten 5 Sekunden keine Leistungsreduzierung.

Schauen wir uns diesen “Einschnaltknall” zu Beginn eines jeden Zuges im VW Modus mal genauer an:

Initialer Peak stark vergrößert

Initialer Peak stark vergrößert

  • RampUp zum ca 50W Peak innerhalb 75ms
  • Kompletter Spannungsabbruch
  • erneuter RampUp hoch zur Sollspannung (hier 10W)
  • insgesamt dauert es also gut 0,2 Sekunden bis er die korrekte Spannung ausgibt. Dadurch dass wir fast durchgängig feuern ist es so nicht störend als Verzögerung erkennbar, ist also als neutral zu werten. (aber auch wieder komisch)
  • der Puls scheint kurz genug zu sein, dass es bei meinen Fertigcoils die ich probiert hatte nicht zum Kokeln kommt, also von dem her würde ich das zum jetzigen Zeitpunkt als annehmbar empfinden.

Die Leistungstabelle:

Der Cloupor GT80 im VW Modus

Der Cloupor GT80 im VW Modus

  • das typische Bild einer reinen Stepdown Lösung, die einfach nur die Akkuspannung zerhackt.
  • und die hier im Fall des Cloupors GT 80 nicht ganz präzise zu Werke geht
  • Immerhin RMS. Man ist ja schon für kleine Sachen dankbar.
  • 0.1 Ohm ist noch innerhalb der Spezifikation. der Grund dürfte ein Stromlimit sein. Sieht halt nicht grad schön aus.
  • über den ständigen Beschiss mit der beworbenen Leistung, hier 80W mag ich mich schon gar nimmer aufregen. Es bleibt einfach unlauter und irreführend.
  • Obere Spannungsgrenze = Akkuspannung unter Last (hier gemessen 7.1V), untere Spannungsgrenze lt. Spezifikation 6.6V (ungetestet)
  • Maximal gemessener Strom verdampferseitig: ca. 17A – das ist eigentlich vernünftig. Fürs Cloudchasing dürfte es zuwenig sein.

Nachlassende Akkuspannung beim Cloupor GT 80 TC

Akku Voll vs. Akku Leer bei 1.0 Ohm
Soll 5 W 10 W 20 W 30 W 40 W 50 W 60 W
Akku voll: 4,8 W 9,8 W 18,8 W 28,6 W 38,2 W 47,0 W 47,9 W
Akku leer:
4,8 W 9,8 W 18,9 W 28,9 W 37,8 W 39,7 W (Low)

Solang der Akku kann, wird die Spannung gehalten. Die Tage, wo ein Akkuträger die Maximalleistung bis womöglich weit unter 3V Abschaltspannung durchgehend halten kann, sind vorbei. Das Ergebnis ist daher überraschend gut und entspricht dem technisch Machbaren.

Der VariVolt (VV) Modus des Cloupor GT:

Ja, ihr lest richtig, der Cloupor GT 80 TC hat auch einen VV Modus. Einstellbar von 0,5 V bis 7,0 V in 0,01 V Schritten. Ich finde ihn im Bereich über 1 Ohm sogar erfreulich genau, da waren die Referenzgeräte von Damals nicht viel bisher. SubOhm gabs damals allerdings noch nicht, darum hab ich dafür kein Vergleich (bzw. ich bin zu faul zum suchen), da im Subohm wird’s ein bissl ungenau.. aber braucht das überhaupt noch jemand, VariVolt?

Na, wie dem auch sei: der Cloupor GT 80TC kann es, unter 1 Ohm so leidlich, über 1 Ohm recht gut.

VariVolt (VV) auf Cloupor GT 80 TC

VariVolt (VV) auf Cloupor GT 80 TC

Cloupor GT temperaturgeregelt Dampfen

Mein erster Test ist heutzutage immer die Temperaturmessung mit einer offenen Ni200 Schlaufe mit 0.15 Ohm aus 2mm Intaste Draht auf einem Kay Lite Sockel. Die mit dem Thermometer gemessenen Werte lagen hier beim Cloupor GT zwischen 190°C bis 205°C bei einem eingestellten Soll von 200°C. Die Temperatur liess sich nicht weiter hochschaukeln. Das ist wunderbar so.

Am Scope sieht das so aus:

Drahtschlaufe bei 200°C

Drahtschlaufe bei 200°C

nochmal, diesmal drauf gepustet.

nochmal, diesmal drauf gepustet.

In Kurz: gefällt mir. Interessant auch: der Einschaltknall von VW ist hier im TC wesentlich geringer ausgeprägt – konnte also vom Temperaturkoeffizienten des verwendeten Drahtes abhängen (Spekulation)

Der Wattekokeltest

testet im Grunde das Selbe, er sollte daher auch das selbe Resultat bringen. Getestet mit einer 0,2 Ohm Ni200 Coil gewickelt mit ZiviPF Ni200 Draht 0,32mm um 3,5mm Wickelhilfe auf einem FeV3 Sockel. Das Ergebnis?

Wir sehen zwei leicht gebräunte Stellen, die perfekt zu den mit dem Thermometer gemessenen Werten passen:

Kokeltest ohne Probleme bestanden

Kokeltest ohne Probleme bestanden

Test mit Nasser Watte:

Nasse Watte

Nasse Watte, trocknet zunehmend ab, Leistung wird schön gleichmäßig reduziert.

weiter gedampft bis zu Abschaltung "DryCoil"

weiter gedampft bis zu Abschaltung “DryCoil”

Wir haben in den letzten 2 Oszi Bildern gesehen, wie der Cloupor zunehmend die Leistung reduziert, um die eingestellt Soll Temperatur nicht zu überschreiten, das macht er langsam und gleichmäßig. Mit dem thermometer parallel gemessen komme ich auf maximale 205°C bei eingestellten 200°C Soll Kann er nicht mehr genug reduzieren schaltet der Cloupor mit Fehlermeldung DryCoil ab. Hat er mal mit DryCoil abgebrochen, ist der Zug beendet.

Ich hab das Video der Dampferküche auch gesehen und in genau diesem Punkt weichen unsere Ergebnisse dann doch merklich von einander ab. Warum der GT bei ihm gute 60°C zu heiss wird und bei mir im Soll bleibt, kann ich leider auch nicht sagen. Gründe gibts genug, das wird sich vermutlich so nimmer klären lassen.

Ganz normal gedampft

Wenn wir ganz normal TC Dampfen, sieht das so aus:

Ganz normal gedampft

Ganz normal gedampft: Squape R[s] 0,3 Ohm Ni200 bei 200°C und vollem Tank

Man sieht sehr schön, wie er sich sehr schnell auf eine Leistung einstellt und diese schön die komplette (hier 7s) Zugzeit auch hält. Mir gefällt das Regelverhalten des Cloupor GT 80 gut. Kein Pulsen, kein PWM, keine ChooChoo Dampflok, die stoßweise nur dampft. Ich bin recht zufrieden, mit dem was der Cloupor hier im TC Modus bietet.

Ordentlicher Innenaufbau - kein Heißkleber

Ordentlicher Innenaufbau – kein Heißkleber

Akkutipps:

Der GT ist genügsam. Als reiner StepDown Akkuträger messen wir die höchste Last am Akku bei vollem Akku und 0.3 Ohm: sehr moderate 12A. Hier mal die vollständige Tabelle:

Last direkt am Akku gemessen

Last direkt am Akku gemessen

Da wir nun die Last am Akku kennen, können wir gleich mal paar Akkutipps geben
(Benutzer von Werbeblocker nutzt sehen jetzt nix <g> )

Samsung 30 LG HG2 LG MJ1

 

Mein Fazit

Gerade beim Ni200 Temperaturdampfen braucht man keine riesen Watt-Monster, daher ist es im Alltagsbetrieb egal, ob der nun 80W bringt oder halt doch nur 60W bis 20W je nach Mondzyklus und Verdampferwiderstand. Erbsenzähler wie ich es nunmal bin werden aber trotzdem über sowas meckern. Sorry. Cloudchasern wird der GT sowieso viel zu schwach auf der Brust sein.

Der VariWatt Modus ist nicht sonderlich präzise und teilweise etwas eigenartig umgesetzt, aber er wäre absolut brauchbar, wenn man denn VW dampfen wollte. Konjunktiv, denn: der TC Modus funktioniert hier bei mir zumindest einwandfrei, ich sehe daher überhaupt keinen Grund, den nicht zu benutzen.  Den VariVolt Modus finde ich nostalgisch nett, aber brauchen werde ich den garantiert nie.

Ihr merkt es vielleicht schon, es fällt mir schwer, irgendwie Begeisterung für den GT zu heucheln wecken. Der GT ist Standardkost ohne wirkliche Highlights, außer einem moderaten Preis: ich hab 60,- Euro bezahlt, das ist jetzt nicht übertrieben viel für einen 2 Akku TC Boxmod, wobei der Hauptnutzen von 2 Akkus für mich die längere Laufzeit ohne Nachladen ist. Wer ein bissl bei den Chinadiscountern Schnäppchensuchen geht, der findet den Cloupor GT 80 TC zum Teil schon für 50,- Euro.

2 Akku TC Box für kleines Geld gesucht?
Ja, den Cloupor GT kann man kaufen.

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7 responses so far

7 Responses to “Cloupor GT 80W TC”

  1. ferongron 25 Sep 2015 at 05:16

    Have you worked out what does the “auto” wattage setting does when in TC? Does it automatically adjust the wattage depending on how fast the coil reaches the set temperature or does it do something “simpler” (like setting a wattage depending on coil cold resistance). I’m waiting for a Cloupor Mini Plus myself that I won in a giveaway and the TC results look good enough.

  2. adminon 25 Sep 2015 at 17:41

    Not really. I think, it starts out at 50% and starts quickly adjusting down. Now, i have made my tests with very similar coils, so maybe in different configurations it will start out even higher. For my taste, however, the auto settings was excessive in wattage, so i quickly switched to setting my usual 20W manually for my 0.15 Ni200 / 0.5 NiFe30.

    Grats on winning the Mini Plus, i think thats a really interesting box as well.

  3. ferongron 23 Oct 2015 at 15:23

    I received the Mini Plust today and had some time to play with it. Testing done with a Subtank Mini, 9 wraps of 26 gauge ni200 at 0.11Ohms indicated resistance.

    UI is very good for a device without a menu, you can set temperature and wattage (“joules”) easily without having to lock the device like the DNAs, and in TC you can select whether you will adjust watts or temperature. Auto mode seems to be max wattage (starts at 50J or my 26 gauge Nickel coil is too thick) and then it reduces wattage during firing to maintain temperature. Vaping at the temperature limit is very smooth without pulsing like the Mini VF. Making slow draws to reduce airflow and the mod stabilizes around 30J without any ups or downs. At full airflow the mod maxes at 50J. Cloupor seems to have implemented TC well (haven’t had time to put the thermocouple and measure it).

    Static resistance of the mod with copper cable shorting the 510 seems to be a bit high, resistance lock is at 0.012. Total static resistance with the Subtank mini with some copper strands screwed in the RBA is 0.205. It’s a bit high but TC works well (I don’t know how accurate but it doesn’t burn cotton during dry fire). I put my Uni-T UT71D in high-speed refresh mode (one less decimal accuracy) and Peak mode and at 10-12 Hz refresh rate I didn’t catch any high-voltage spikes.

    I don’t know about the reliability of the device but from first impessions, it seems to be pretty well designed and worth the ~$35 it costs online (don’t know about the 70€ it costs in Greek stores, lol).

  4. ferongron 23 Oct 2015 at 15:32

    Showed “Low Battery” when the battery was at 3.52V at rest. Seems like it doesn’t drain the battery completely and will have somewhat limited runtime. I couldn’t discern any reduction in vape intensity though.

  5. adminon 23 Oct 2015 at 16:12

    Thanks for the heads up on the Mini Plus. I was eyeballing it myself, since it is indeed reasonably priced. I think i might go and order one :-)

  6. Vapor Gatoron 12 Dec 2015 at 19:16

    aktuell (Dez 2015) gibts den Cloupor 80 bei einem
    Chinesen-Händler für unglaubliche 22 Dollar incl. Versand …
    Wer kann bei diesem Preis widerstehen? Ich habe gleich
    3 bestellt …

    Das Gerät hat einen erstklassigen TC-AUTO-Modus,
    das sei noch erwähnt. Der funktioniert bestens und
    ist so auch für Anfänger sehr gut geeignet.

  7. Snookion 30 May 2016 at 18:59

    Ich bin auch sehr zufrieden mit der GT 80/60 :)

    Angenehmes Handling, funktioniert insgesamt für den Alltag gut genug, ist leicht und arbeitet bei mir bislang (seit ca. 6 Monaten) ohne Ausfall.

    Bei dem aktuellen Preis um die 25-30 herum ein klasse Teil.

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