Jun 18 2015

Blitzschutz für die Fritzbox

veröffentlicht in Kategorie Computer  

Absichern der Fritzbox mit Überspannungschutz zum Schutz vor Blitzschlag bei Gewitter – ein Praxisbeispiel mit APC BackUPS USV.

RIP: Fritz!Box 7270

RIP: Fritz!Box 7270

Am Wochenende war es mal wieder mal soweit: eine weitere Fritzbox starb den Heldentod: es blitzte, es krachte so laut, dass die Scheiben klirrten und im Augenwinkel sah ich was da hinten beim Router und den Dosen an der Wand was leuchten, wo eigentlich nichts hätte leuchten sollte. Blitzschlag! 2 Minuten später war das ganze Haus offline. Komisch war, das nach dem Blitzeinschlag erst noch alles ging, ich konnte noch in Ruhe meiner Frau skypen: “Frau, ich glaub da hat es grad was zerbröselt…” und die Antwort kam auch noch “Ja, dann geh halt mal gucken” und dann erst war Ende und die LEDs der Fritz schalteten ab. (ja, ich Skype mit meiner Frau anstatt über 3 Etagen durchs Haus zu brüllen <g>)

Obwohl bereits per USV gegen Überspannung im Stromnetz gesichert, war der DSL & ISDN Eingang meiner Fritzbox noch ungeschützt. Die Überspannung kam hier (wie übrigens recht oft) über die Telefondose und zerstörte die Box. Symptome: nix geht mehr, keine LEDs leuchten. Das Netzteil ist OK, Splitter OK, NTBA OK. Die weitere Netzinfrastruktur hinter der Fritz!Box blieb ebenfalls unbeschädigt: das an der Fritzbox angeschlossene alte Papierfax, ein ISDN Telefon sind in Ordnung und auch die Geräte an den LAN Ports der Box waren unbeschädigt davon gekommen. Heroisch hat sich die gute Fritzbox schützend für mein Netzwerk geopfert. Erm. So als Einmal-Wegwerfsicherung sozusagen (oder vermutlich habe ich einfach nur Schwein gehabt).  Da Fritzboxen jedoch nicht auf Bäumen wachsen und jedesmal 100,- bis 200,- Euro als Einmal-Blitz-Sicherung auf Dauer dann doch auch ein bissl teuer werden, wurde es Zeit, auch diese Gefahrenquelle abzusichern.

Wo den Blitzschutz für die Fritzbox ansetzen?

Damit die Box geschützt ist, muss logischerweise der Schutz, also ein Überspannungsfilter, vor den DSL Eingang der Fritzbox. Die Fritzbox wird ja mit einer Art Y-Kabel am klassischen Annex B Anschluss (also mit Splitter und ggbfls. NTBA) angeschlossen. Verbindet also vorne 2 Anschlüsse an hinten  1 Eingangsbuchse. Um jetzt nicht 2 Sicherungen kaufen zu müssen, würde es sich also anbieten, dieses Kabel am hinteren Ende abzusichern, da wo nur noch 1 Stecker in die Fritzbox geht -> der Stecker “Fritzbox DSL/Tel” links im Bild:

Die Stecker Rechts kommen in Splitter und Tel, der Stecker links in unseren Filter

Die Stecker rechts kommen in Splitter und Tel, der Stecker links in unseren Filter anstatt direkt in die Fritz

.. kommt also in den Eingang unseres Filters und vom Filter brauchen wir dann ein weiteres Kabel zum Tel/DSL Eingang an der Fritzbox, da wo sonst der Stecker links im Bild eingesetzt wird. Das ist ein ganz normales Netzwerkkabel (1:1 ungekreuzt).

Ich habe mich für eine APC BackUPS entschieden, die stand da eh schon rum und sicherte den kompletten Gerätepark gegen Überspannung aus der Steckdose, ich hab nur nie dran gedacht, auch das Telefon & DSL Kabel gegen Blitzschlag abzusichern, drum ärgerts mich doppelt. Die Fritzbox ist übrigens notorisch dafür, bei Gewitter reihenweise abzurauchen und das ist kein Garantiefall, sagt AVM. Im meinem Bekanntenkreis hatte ich schon nen halbes Dutzend Fälle, mir ist es nun zum 2. mal passiert. Die meisten Hausratsversicherungen, gerade alte Verträge, übernehmen den Blitzschaden übrigens auch nicht. Telekom als Netzbetreiber und die Versicherer sind der Meinung; wer bei Gewitter nicht die Fritzbox von der Leitung nimmt, handelt fahrlässig. Tolle Wurst.

Der Stecker “Fritz!Box Tel/DSL” links im Bild kommt als bei (1) in die “Gigabit In” Buchse und von (2) nimmt man dann ein kurzes LAN Kabel zum Tel/DSL Eingang der Fritz!Box.

Anschluss an die große APC BackUPS

Anschluss an die große APC BackUPS 1500VA – Quelle & Link: Amazon.de

Im Grunde reicht zur Absicherung von der Fritzbox und einem normalen PC (also jetzt kein Gaming-Monster) eigentlich auch die kleinste Variante aus dieser USV Service, die APC BackUPS 550VA [Amazon.de] zu 120,- Euro, der fehlen zwar die Analog Telefon RJ11 Buchsen, die hat weniger Kapazität/Leistung, aber in der aktuellen Version die gleichen “Gigabit fähigen” RJ45 Netzwerkbuchsen, die wir zum Absichern der Fritzbox benötigen. Und sie hat genug Akkupower, um kurze Ausfälle zu überbrücken und bei längeren Ausfällen per Shutdown Software den PC sicher herunter zu fahren.

Bei der großen  1500VA komm mit 2 PCs, 2 * 4-Bay NAS, 1 * 24″ Monitor, Fritzbox, Hub und bissl Kleinkram grad mal auf 35% Auslastung der 1500VA, das sind nur noch etwa 8-10 Minuten Stützzeit, aber reicht noch so für den sauberen Shutdown aller Geräte. Da langt ein 550VA für 1 PC und ne Fritz!Box übrig.

Kein Schutz ohne Opfer: Blitzschutz kostet Signal

Die Schutzwirkung erzielt man aber nicht ohne Opfer bringen zu müssen, das Zwischenschalten der USV als Blitzschutz Filter hat deutliche Auswirkungen auf die Signalqualität des DSL Signals.

Ich hab hier eine schlechte DSL Leitung, ich leb aufm Land, im hinterletzen Eck sozusagen. Meine DSL Leitung war eh nie besonders. Telefon und Strom kommen “Überland” übers Dach rein, entsprechend anfällig ist das ganze, gerade auch bei Gewitter.

Die Ausgangslage ohne Filter ist folgende:

Signalqualität vor Einschleifen des Blitzschutz Filters

Signalqualität vor Einschleifen des Blitzschutz Filters

Keine tolle Leitung, von möglichen 16mbit/s schafft meine Leitung ohne Filter sowieso nur ca. 12mbit/s, aber selbst das musste weiter runter auf die derzeit genutzten 6,6mbit/s Down – 600kbit/s Up eingebremst werden, damit die Leitung überhaupt stabil blieb. Für eine DSL Leitung in der Pampas dürfte das jetzt gar nicht mal so unüblich sein. Egal.

So sieht es aus, nachdem die APC USV als Gewitterschutz eingeschleift wurde:

Fritzbox DSl Signalqualität mit aktivem Gewitterschutz

Fritzbox DSl Signalqualität mit aktivem Gewitterschutz

  • die Leitungskapazität ist im Empfangsrichtung um ein gutes Drittel von 12mbit/s auf 9mbit/s gesunken.
  • Störabstandmarge runter von 14/15 auf 10/13
  • Dämpfung etwa gleich geblieben

Da ich nun ja eh schon eine schlechte Leitung hatte, die auf 6mbit/s gedrosselt werden musste, sehe ich keine Nachteile. Es waren vorher 6mbit/s und sind es auch hinterher wieder, die Leitung war schon so weit gedrosselt, das es keine Verschlechterung bewirkte. Der Störabstand ist für die Geschwindigkeit auch noch in Ordnung, man sagt, je höher umso besser.

Störabstand:

  • über 10 ist gut
  • 7-10 ist in Ordnung
  • 6 und weniger: schlecht, Fehler sind zu erwarten

Die Leitung ist stabil seit ein paar Tagen, es treten keine Fehler auf, keine Resyncs. Ich werde das trotz der Verluste nun erst mal so lassen.

ABER:

wenn ich nun eine gute Leitung hätte, dann würde das vermutlich meine Geschwindigkeit bei meinen 16mbit/s also wohl um ein gutes Drittel reduzieren. Bei einem der schnelleren VDSL Anschlüsse womöglich noch viel mehr? Ich kanns Euch leider nicht beantworten, ich hab nur diese eine Landei-DSL-Leitung hier und weil ich schon gedrosselt wurde, macht es bei mir nix aus. Das kann bei Euch mit guten Leitungen noch viel drastischer Ausfallen, aber ich wollte zumindest mal aus der Praxis Zahlen zeigen, was nun wirklich passiert (bei mir), von wegen: “es synct nimmer – synct doch” und “da passiert gar nix” aus zahlreichen Reviews diverser Filter einfach mal was handfest Dokumentiertes. Vorher <> Nachher.

Wie so immer: Your Mileage may vary big time.

Die große
APC BackUPS
Die kleine
APC BackUPS
Günstigere Alternative
Simpler LAN Filter(*)

(*) Wenn ihr Euch für so einen simplen Filter entscheidet, denkt dran, das Erdungskabel muss korrekt an Masse angeschlossen sein, sonst hilft der Filter nicht!

.

8 responses so far

8 Responses to “Blitzschutz für die Fritzbox”

  1. cracketton 27 Jul 2015 at 21:10

    Danke für die Infos. Unsere 7390 hat es vor 2 Jahren erwischt. Danach habe ich einen “Fachmann”, der beruflich täglich damit zu tun gefragt, wie ich mich gegen Blitzschlag durch die Telefonleitung schützen kann. Seine “fachkundige” Auskunft: “Gar Nicht – es gibt keinerlei Möglichkeiten.” Eine APC stand damals schon direkt neben dem Router, als Sicherung des NAS. Die kann zwar nur 100Mbit, aber das sollte reichen, wenn es denn funktioniert. Lange Rede… Ich habe es gerade einfach mal probiert und den DSL-Eingang über die APC geschleust. Es funktioniert alles, auch VoiceOverIP. Das Opfer ist allerdings nicht unerheblich. Aus 34MBit wurden 26MBit im Download. Der Upload hat nur unwesentlich gelitten. Natürlich werde ich die “Fachkraft” danach fragen, warum sie so einen Dünnschiß erzählt. Das lasse ich mir in solchen Fällen generell nicht nehmen. Der Idiot könnte jährlich hunderte von APCs verkaufen, wenn er denn ein echter Fachmann wäre, aber so ist das in DE; jeder der die sechste Klasse geschafft hat ist der Meinung, ER weiß Bescheid…..

  2. Jenson 11 Aug 2015 at 15:02

    Hallo,

    die sache ist halt oftmals, dass die meisten Leute 1. keinen Verlust der Leitung hinnehmen wollen, und 2. keine USV kaufen wollen – zahlen tut in den meisten Fällen halt doch die Versicherung.

    Weiters ist nicht sicher, dass es Funktioniert. Ich habe schon genug über die Telefonleitung abgerauchte Boxen gesehen, welche hinter einer Blitzschutz Steckdosenleiste hingen (diese mit LAN Port) oder anderen “angeblichen” Blitzschutz modulen (Hinter USV bis her noch keine Erfahrung gemacht, was aber auch daran liegt, dass man halt meist nur die Fälle mitbekommt, wo etwas kapput geht)

    Auch die Aussage Fritzboxen seien da extrem anfällig – kann ich persönlich so nicht bestätigen, bzw. nicht bestätigen, dass andere Router das wegstecken. Wenn der Blitz kommt sehe ich sowohl Telefonanlagen als auch Router jedes Herstellers regelmässig sterben.

    Ich denke mir, ein versuch mit der USV ists wert, gerade wenn man sowieso eine hat und einem der Leistungs Verlust entweder egal ist, oder die Kappazität sowieso über der gebuchten Leitung liegt. In fällen wo die Kappazität jedoch unter die bestellte Leistung fällt, sollte man mit seinem Provider reden, ob dieser drosseln kann. Das Problem mit abbrüchen des Signals weil die Kappazität zu schwach war, wurde ja bereits kurz angesprochen und kann ich so bestätigen.

    Ich persönlich würde nach wie vor jedem Kunden sagen “Ich kenn keinen zuverlässigen Schutz gegen Blitzschlag, ausser wenn möglich wirklich Strom und DSL Kabel ausstecken” eben weil ich schon so manchen Blitzschutz auf ganzer Line habe versagen sehn, sollte sich die USV wirklich als zuverlässiger Schutz rausstellen (wünsche euch nicht so schnell wieder einen Blitzschlag, für “Studienzwecke jedoch wäre es toll :P) ändere ich meine Meinung aber sehr gerne. ;)

    Also, gute Zeit, und – nicht böse mit Fachmännern sein, keiner kann alles wissen, und ich schätze auch deinem Fachmann wird es wie mir / uns ergehen, dass er einiges Probiert hat – aber noch nichts wirklich Funktioniert hat.

    Lg Jens

  3. michaelwon 23 Aug 2015 at 06:13

    Ich habe den Beitrag zum Anlass genommen, auch die Telefonleitung meiner Fritzbox über meine USV gegen Überspannung zu sichern….

    Die Frage “Bei einem der schnelleren VDSL Anschlüsse womöglich noch viel mehr?” kann ich für mein Setup

    – Telekom VDSL 100 Speed (IP)
    – Fritzbox 7490
    – APC Back-UPS RS 1500

    wie folgt beantworten:

    Leitungskapazität (in kbit/s)
    …………Empfangsrichtung…………..Senderichtung
    vorher: 123.061………………………..40.736
    jetzt: …106.990……………………….41.105 (kein Schreibfehler, ist tatsächlich höher)

    aktuelle Datenrate (in kbit/s)
    …………Empfangsrichtung…………..Senderichtung
    vorher: 109.344……………………….39.458
    jetzt: …106.793……………………….39.891

    Störabstandsmarge (in db)
    …………Empfangsrichtung…………..Senderichtung
    vorher:…..10………………………………6
    jetzt:………6………………………………6

    Leitungsdämpfung (in db)
    …………Empfangsrichtung…………..Senderichtung
    vorher:…..11…………………………….10
    jetzt:……..13…………………………….12

    Es gibt auch bei meinem schnelleren VDSL Anschluss Leitungsverluste aber mit denen kann ich gerade noch so leben *ggg*

    Die Störabstandsmarge ging etwas runter. Das werde ich die nächsten Tage mal beobachten. Bei der 7490 kann man die Störsicherheit anpassen, momentan stehen bei mir alle Werte auf “maximale Performance”.

    Ich habe auch vorher/nachher Screenshots. Falls Mountain-Prophet diese noch in seinen Beitrag einbauen möchte, stelle ich sie gern zur Verfügung.

    Gruß
    michaelw

  4. Ingoon 17 Nov 2015 at 23:49

    Hallo

    die 7390 ist bekannt empfindlich auf Überspannung, da wurde an einem 50cent Bauteil gespart
    die 7490 ist da von Haus aus besser geschützt.
    ich habe auch apc USVs für Stromversorgung
    (Fritzbox, Sophos utm, server)

    Allerdings sind die APCs nicht wirklich geeignet für VDSL.
    Erst wollte ich mir einen Überspannungsschutz selbst bauen (Teile schon besorgt) aber dann habe ich Überspannungsschutz Steckdosen inkl. DSL Schutz von REV Ritter gefunden
    und die stören das VDSL Signal (all-ip 50mbit)
    fast gar nicht
    davor 124mbit max dahinter 122mbit
    keine Bitfehler
    50mbit ohne vectoring, Profil 17a

    es gibt versch. Schutzstecker und Leisten
    teilweise sogar inkl. Versicherung
    bis dato 2 Jahre inkl. etlicher Gewitter
    und aussen APL mit aussen verlaufenden Steigleitungen ohne Probleme

    Sollte der Blitz allerdings richtig/direkt in die Leitung reinhauen (zb Oberleitung)
    dann wäre ein defektes Modem wohl das kleinste Problem und hilft dann auch kein Schutz.
    Aber bei Überspannung sollte das gur helfen
    Ich hatte die Schutzstecker natürlich vorher geöffnet und den Aufbau geprüft und die sind gut verarbeitet, mit Gasableitern uvm. inkl. Sicherung
    ob die isdn geeignet sind hab ich nicht geprüft
    (bei isdn hat man 90v und die Ableiter dürfen dann erst bei höheren Spannungen leiten, bei nur IP liegt ja quasi keine Spannung an)

    Gruß Ingo

  5. Marcuson 30 Nov 2015 at 22:45

    Hy, schade dass ich den Beitrag nicht schon eher gesehen haben. Es ist interessant was du da mit der APC machst. Ich befasse mich beruflich jeden Tag mit Anschlüssen, ob nun DSL oder klassische analoge. Ich werde mich mal die nächsten Tage mit einer Spektrumanalyse an den durchgeschliffenen LAN Port hängen den du zum absichern nimmst. Denn irgendwo muss der Rauschabstand ja so abfallen. Da die Dämpfung eher weniger das Problem ist muss es was anderes sein was sich so auf den Pegel auswirkt. Ich nehme an dass es Netzstörer sind welche sich im unteren Bereich MHz Bereich befinden oder Oberwellen von den 50-60 Hz. Diese müssten sich dann aber schon eher auf den Upstream auswirken. Im schlimmsten Fall kann es aber auch passieren dass du deine Nachbarn ärgern könntest wenn es wirklich so ist wie ich denke.

    Anderes Thema. Ist euer APL geerdet? Also ich meine nicht nur die Kabelerde aus dem Kabel sondern eine Verbindung zum Potentialausgleich vom Haus? Wenn nicht würde ich dies mal noch machen (lassen). Wenn eine ordentliche Erdung besteht gibt es noch Blitzschutzmodule welche eigentlich in Gebieten mit erhöhtem aufteten von Blitzschlägen verbaut werden. Falls du mal jemanden auf der Straße triffst frag den doch mal ob er sich das mal ansehen kann bei dir.

  6. adminon 02 Dec 2015 at 11:11

    Bin sehr gespannt, was du da rausfindest. Hier rauchen im Bekanntenkreis immer wieder mal FBs ab, eine praktikable Lösung wäre schön.

  7. Marcuson 17 Dec 2015 at 22:42

    Leider bin ich bisher noch nicht dazu gekommen mir mal einen ELQ mit zunehmen und eine Messung zu machen. Ich habs aber nicht vergessen. Derweil bin ich heute aber auf etwas interessantes gestoßen was sogar ein Hersteller selbst bestätigt in seinen FAQs.

    Zitat:”Da DSL-Signale sehr empfindlich sind, kann es durch die zusätzliche Signal-Dämpfung des Überspannungsschutzgerätes in manchen Fällen zu Beeinträchtigungen der DSL-Verbindung kommen (z.B. reduzierte Übertragungsgeschwindigkeit oder Verbindungsabbrüche). Ob dieses Problem auftritt oder nicht, hängt von der DSL-Signalqualität an Ihrem Anschluss ab. Diese ist wiederum von der Entfernung Ihres Anschlusses von der Vermittlungsstation, dem verwendeten Leitungsquerschnitt und evtl. beeinfusssenden Störgrößen abhängig. Eine konkrete Aussage, ob der Überspannungsschutz in Ihrem Anwendungsfall problemlos verwendet werden kann oder nicht, kann leider nicht getroffen werden. Generell sind jedoch DSL-Anschlüsse mit hoher Übertragungsrate aufgrund der verwendeten höheren Frequenzen besonders empfindlich und somit eher problematisch.”

    Quelle: http://www.brennenstuhl.de/de-DE/faq/ueberspannungsschutz-1.html

  8. Robert Grischanyon 17 Nov 2016 at 15:00

    Hallo Leute,

    kennt Ihr dieses Gerät?
    http://www.leutron.de/en/download/downloads/datasheets/combi-eng.html

    Also das mit dem Blitzschutz ist folgendes: In kaum einem alten Wohngebäude gibt es einen inneren Blitzschutz , obwohl es außen einen gibt. In den neuen WG ist er Pflicht. Der Blitzschutz (Signal 20/350µs) wird am Eingang des Gebäudes bei jedem Metall-Kabel (Cu) gemacht. Ob die KabelTV-Betreiber das aber einsetzen oder nicht, ist deren Risiko. Die Telekom hat GDT (Gasentladungs-Überspannungsableiter) in den Krone Leisten (oder auch nicht). An der Fritzbox kann man gegen die Überspannung (Signal 8/20µs , Typ Klasse T3) – also den Feinschutz – auf der Stromleitung etwas machen und für die Datenleitung (Prüfklaswse C1-C3, D1 = sind andere Normen als bei Stromversorgung) muss ebenso ein Ableiter eingebaut werden. Im Endeffekt geht es um eine die Verhinderung von Spannungsunterschieden, die durch kurzzeitiges Zusammenschliessen aller Leitungen und Kabel auf ein gemeinsames Potential Erde (PE) erfolgt. Der Feinschutz schließt schnell und zu erst kurz, und wenn der Strom des Blitzes mehr wird, übernimmt das Blitzschutzgerät am Hauseingang bis 100kA !!!
    Ich habe bei mir den kombinierten 230V/RJ11/RJ45 CPS-F im Einsatz und obwohl die Gegensprechanlage beim Gewitter durch Überspannung kaputt ging, mein Router/Modem hat es überlebt. Bei meinem Telekomverteiler vorm Haus sind keine Überspannungsmagazine eingebaut. GDTs sind robuster und haben den Vorteil der langen Lebensdauer trotz Blitzeinschlägen gegenüber MOVs (metalloxid varistoren), die 1. permanent gegen Erde einen Leckstrom haben (Achtung bei FI) und 2. nach ein paar Blitzen kurzschliessen. Schaut euch das mal selber an.

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