Mar 22 2015

Der VaporShark rDNA40 mit Evolv DNA40 im Test

veröffentlicht in Kategorie eZigaretten  

Ehrlich gesagt, in diesem Test ging es mir persönlich mehr um die hier im VaporShark verbaute Platine: Evolvs DNA in 4. Auflage, der DNA40 mit namensgebenden 40 Watt. Aber auch das drumherum, also die VaporShark Box selbst ist einen Blick wert, gerade für Leute, die wie ich nicht basteln wollen..

vaporshark-rdna4-front

Der VaporShark rDNA40 

Allgemeines:

Mit seinen Spalten, Kanten und Fugen wirkt der VaporShark etwas “grob” auf mich, also eher wie ein Arbeitstier, als ein Designerstück. Obenauf finden wir einen gefederten 510er, bin ich jetzt kein großer Fan von, ich halte alle gefederten (und die schraubbaren grad auch) Pluspole für Sollbruchstellen, die früher oder später Probleme machen werden, aber sie sind nun mal beliebt. Man kann auch sagen: die Käufer verlangen heute anpassbare Pluspole, also ist man da als Hersteller wohl unter Zugzwang.

 

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Der VaporShark von schräg oben: gefederter 510er und die 3 Bedienknöpfe

Der farbig beleuchtete Feuerknopf mach eine guten Eindruck auf mich, klar definierter Druckpunkt mit hörbarem Klick. Das fühlt sich solide und vertrauenserweckend an. Feuert aber mit leichter Verzögerung gemessen um 0,1 Sekunden bei niedrigen Leistungen, bei hohen Soll-Leistungen kann manchmal auch erst noch ein Puls zum Test des Akkus ausgegeben werden, was zusätzlich verzögert.

Die Tasten klappern im Schütteltest etwas, ist aber noch erträglich. Es gibt ein paar Berichte im Forum über verklemmte +/- Tasten, die hier an meinem Testgerät geben keinen Anlass zur Kritik und ich hab da jetzt einige tausend Mal drauf rum gedrückt.

Die Bedienung ist typisch für ein 3-Knopf Gerät:

  • + / – erhöht bzw. verringert die Soll-Leistung in 0,1 W Schritten, von 1,0 W bis 40,0 W. Bleibt man länger auf der Taste, läuft die Einstellung in 3 Geschwindigkeiten weiter. Kein “Round Robin” – also Umsprung von 40 W auf 1 W oder umgekehrt. Das Verstellen – auch große Sprünge – funktioniert sehr gut und ich finde es präzise einstellbar.
  • + und – drücken und halten = Tastensperre an/aus
  • Feuertaste 5 Klick an/aus.. wobei eigentlich ist es eher eine Feuersperre, weil “An” bleibt er trotzdem
  • + und – drücken und halten wenn “Aus” = Temperaturgrenzwert umstellen
  • + oder – drücken wenn “Aus”: Links- oder Rechtshänder Modus ( = Display auf den Kopf stellen) – allerdings funktioniert das bei mir nicht. Er zeigt es zwar an, aber dann passiert nix.

Das Bedienkonzept ist intuitiv, einfach und auch von Einsteigern oder wenig Technik-affinen Nutzern gut nutzbar.

 

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Display, 3-Tasten und Micro USB Ladebuchse

Das Screen Layout, welches Evolv damals mit dem ersten DNAs erfunden hatte, wird ja inzwischen von der ganzen Welt kopiert und auch der neueste Ableger von Evolv, der hier verbaute DNA40 bietet das Gewohnte: Akkuzustand als Balkengrafik, Widerstand in Ohm (fortlaufend, sehr schnell aktualisiert beim Feuern), Soll-Watt und entweder Ausgangsspannung oder Temperatur in wählbar °F oder °C (die ersten VaporShark rDNA 40 Versionen nur °F) – je nach Betriebsmodus, also temperaturüberwacht oder eben nicht. Die Watt und Volt sind “Soll” Werte, was tatsächlich oben ausgegeben wird, weicht von der Anzeige ab. Lustigerweise stimmt selbst diese Anzeige auch nicht immer, so zeigt das Display aktuell gerade bei 1,0 Ohm, 15,0 W dann 3,89 V an, was nach Adam Riese aber 15,13 W und nicht 15,0 W ergibt. Warum, wieso? Ich weiß es nicht. Der Akkubalken ist abhängig von den eingestellten Watt / dem Voltdrop unter Last und damit etwas unberechenbar, so zeigt er im Idle wesentlich höher an, beim feuern rutscht er dann weit in den Keller und man steht unerwartet mit fast leerem Akku da. Reduziert man dann die Leistung, feuert nochmal, geht der Akkubalken wieder nach oben. Hmm.. originell.

So ganz glücklich bin ich mit der Platzierung des Displays am “Boden” des Gerätes übrigens auch nicht, aber wenigstens ist es durch die umlaufende”Wulst” vor Kratzern geschützt (der Vaporshark steht auf dieser Wulst und nicht auf dem Display)

Inzwischen gibt es eine weitere VaporShark Version mit größerem Display als das bei meinem Testgerät hier der Fall ist. Auch war das kleinere Display wohl etwas fehleranfällig: in den Foren häuften sich Fälle, wo das Display den Geist aufgab, nur noch Pixelmatsch anzeigte und getauscht werden musste. Ich konnte bei meinem Testgerät jedoch nie einen Fehler feststellen.

Die erste(n) Version(en) des VaporSharks wurden mit einem 1 Ampere Ladechip zum Akkus laden über den Micro-USB Port ausgestattet, die aktuellen Modelle mit ZIP Charging unterstützen nun bis zu 2 A Ladestrom (entsprechend potentes USB Netzteil vorausgesetzt). Alternativ kann der VaporShark auch “drahtlos” per Induktion geladen werden – QI Standard, max. 1 A. Die noch benötigte QI Ladeschale gibt es von VaporShark als Zubehör, oder alternativ im Blödmarkt um die Ecke. Auch “Pseudo-Passthru”-Dampfen ist möglich.

Angesichts der unterschiedlichen Revisionen, die in kurzen Abständen auf den Markt gekommen sind, wäre es wohl kein Fehler gewesen, hätte man die Firmware des Evolv User-upgradefähig gemacht. Das ist leider nicht der Fall und so sind die Käufer früherer Versionen immer ein bissl im Nachteil.

 

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Blick auf den geschlossenen Akkudeckel – und die 3 Bedientasten des VaporShark rDNA 40

Das komplette Gehäuse des Testgerätes fühlt sich leicht gummiert an, ich mag das – außerdem erscheint mir das recht unempfindlich. Bei den neueren Versionen hat sich die Oberflächengestaltung angeblich geändert, ich hab das leider nicht so recht mitbekommen. (Auch nur kurz gesehen hab ich die VaporShark ‘Verhüterlis, die es in allen Regenbogenfarben als Zubehör zu kaufen gibt).

Der Eindruck täuscht übrigens, der Akkudeckel ist nicht geschraubt, sondern wir durch ein Nut/Feder Führung und einen starken Magneten gehalten, das sitz, passt und wackelt fast gar nicht. Es gibt keine scharfen Kanten, die Verarbeitung wirkt sehr ordentlich, auch wenn Spaltmaße gerade am Akkudeckel etwas groß sind. Dazu die fetten Inbus Schrauben, das alles gibt dem “Dampfhai” ein recht markantes Aussehen. Dabei ist die ganze Box dazu doch noch relativ kompakt gehalten,  fällt bei mir definitiv noch ins das “Och, der Haifisch is ja doch recht handlich”-Schema und liegt auch angenehm in der Hand.

Abmessungen:

  • 42 mm * 25 mm * 83 mm die eigentliche Box
  • die Taster steht dann nochmal weiter raus und bringt die Breite auf gut 45 mm
  • Gewicht inkl. Akkus: 194 g

Sicherheitsfeatures:

Auch wenn Evolv es Jahrelang versäumt hat, seinen Platinen einen Verpolungsschutz zu spendieren: Evolv war schon immer vorne mit dabei in Sachen verantwortungsbewusstes Akkuhandling und Sicherheit. Kaum ein anderer Hersteller betreibt einen so hohen Aufwand, seine Platinen “sicher” zu machen. Die nachfolgende bloße Liste an Funktionen wird der umfassenden Philosophie von Evolv leider nicht ganz gerecht. Wo andere mit dem Holzhammer immer noch mehr Output rausprügeln, legt Evolv den Fokus auf: was kann ich vertretbar umsetzen. Ich bin versucht zu sagen:
Wer Sicher gehen will, der greift zu Evolv.

  • Überhitzungsschutz Platine “Too Hot!” (getestet)
  • Kurzschlussschutz verdampferseitig (getestet)
  • Erstmal für ein Evolv DNA Chip: Verpolungsschutz akkuseitig (getestet)
  • Umfangreiches Akkumanagement mit Leistungsüberwachung (getestet)
  • Maximale Zugdauer: 20 Sekunden
  • Taster steht etwas über, ungewollte Betätigung denkbar, aber..
  • 5-Klick Lock Funktion
  • Tiefentladeschutz
  • Gehäuse nicht luftdicht, Entgasen über Fugen
vaporshark-rdna4-akkufach

Blick ins Akkufach, Akkudeckel am unteren Bildrand

Leistung unter Last

Die Leistungsdaten des im Vaporshark rDNA verbauten Evolv DNA40 sind beachtlich. Dazu kommt eine stets lineare Ausgangsspannung, egal ob extremes StepDown oder bis ans Limit geboostet:

evolv-dna40-22ohm-1w

2.2 Ohm bei 1W

evolv-dna-22ohm-35w

2.2 Ohm bei 35W

Soll will man das heute sehen. Keine PWM Rechteckwellen, kein 33 Hz Geratter.. einfach “Quasi wie Gleichstrom” und auch da war Evolv schon immer vorne mit bei, das überrascht also wenig.

Der VW Modus des Evolv DNA40:

Soll\Ohm 0,1 0,3 0,5 0,8 1,0 1,2 1,5 1,8 2,2 2,7
1 W 0,7 0,9 1,2 0,9 0,9 1,0 1,0 1,0 0,9 0,9
3 W 2,2 2,8 2,9 3,01 2,9 2,8 3,1 3,1 3,1 3,0
5 W 3,5 4,9 4,9 4,8 4,8 5,1 5,0 4,9 5,0 4,8
7 W 5,1 7,0 6,7 6,8 6,8 7,0 6,9 6,9 6,8 6,9
9 W 6,8 9,0 8,7 8,9 9,0 8,9 8,7 8,7 9,0 8,7
11 W 8,7 10,4 10,7 11,1 10,7 10,7 10,8 11,0 10,7 10,7
13 W 9,8 12,4 12,7 12,7 12,8 13,0 12,9 12,9 12,9 12,5
15 W 11,3 14,4 14,7 14,7 15,0 14,8 14,8 14,7 14,7 14,9
17 W 13,0 16,2 16,7 16,7 16,9 16,6 16,6 16,7 16,8 16,8
19 W 14,7 18,1 18,9 18,9 19,1 18,7 18,5 18,5 19,1 18,7
21 W 16,3 20,0 20,5 21,0 21,0 20,4 20,5 20,8 21,0 20,4
23 W 17,6 21,9 22,3 22,8 22,8 22,2 22,5 22,8 22,9 22,6
25 W 19,4 23,7 24,3 25,2 24,8 24,2 24,6 24,7 24,6 24,2
27 W 20,9 25,7 26,3 26,6 26,7 26,1 26,9 26,3 26,7 26,3
29 W 23,0 27,6 28,2 28,5 28,9 27,8 28,6 28,4 28,7 27,0
31 W 24,0 29,8 30,4 30,6 30,9 29,8 30,6 30,3 30,0 E2
33 W 25,3 30,8 32,3 32,6 33,0 32,0 32,2 32,4 32,6 E2
35 W 26,7 31,9 34,1 34,7 34,8 34,4 33,7 33,9 33,2 E2
37 W 27,7 33,1 36,1 36,8 36,7 36,1 35,9 36,1 E2 E2
39 W 28,1 34,9 37,9 38,7 38,6 37,9 37,6 38,4 E2 E2
40 W E1 35,8 39,2 40,0 39,4 39,0 38,8 38,9 E2 E2

E1 = Fehler “Ohms too low”, befeuert wird mit der maximal noch möglichen Leistung
E2 = Fehler “Ohms too high”, befeuert wird mit der maximal noch möglichen Leistung

  • befeuert bei mir im Test ab 0,1 Ohm, aber: merkwürdiger Leistungseinbruch im tiefsten Subohmbereich. Schaut Euch die hell und dunkel Orange hinterlegten Spalten 0,1 Ohm und 0,3 Ohm an: da is was merkwürdig. Was genau, kann ich nicht sagen, aber da sind auch die Ströme extrem hoch:
  • bis 18 A Verdampferseitig gemessen
  • zwischen 0,25 V bis 8,4 V und damit ist dann eben auch hohe Leistung (große Wattzahlen) bei Verdampfern mit mehr als nem Ohm drin.
  • Präzision ist ebenfalls richtig gut, wenn ich mir das so anschaue: im grünen Bereich nur wenige Sprünge größer 0,5 W, das war ja schon immer mein Qualitätsmerkmal – weil ich eben Sprünge kleiner 0,5 Watt nicht sicher erschmecken kann.

Hier sieht man auch sehr schön, dass die 100+ W Boxen gar nicht immer mehr Leistung bringen, als die angeblich “veralteten” 40 W Platinen. Bei “normalen” Verdampfern, also mit Widerständen um 1,8 bis 2,2 Ohm, bringt der Evolv Dank des höheren oberen Spannungslimits von 8,4 V effektiv mehr Leistung als so mancher 100 W Träger, der teils schon um 6 bis 7 V obere Spannungsgrenze dicht macht. Selbst der Sigelei 100 W V2 (obere Grenze auch schon ordentliche 7,8 V) bleibt so trotz Doppelakku Bestückung und 100 W aufm Datenblatt in der Realität im direkten Leistungsvergleich bei hohen Widerständen hinter dem 40 W Evolv zurück – wir erinnern uns an die Testergebnisse der Sigelei Box:

Sigelei “100W” Evolv DNA40
bei 1,5 Ohm 38,1 W 38,8 W
bei 1,8 Ohm 32,3 W 38,9 W
bei 2,2 Ohm 27,2 W 33,2 W
bei 2,7 Ohm 22,5 W 27,0 W

Wirklich deutlich vor dem Evolv DNA ist der Sigelei 100 W nur unter 1,2 Ohm. Und natürlich bei der Laufzeit, was Laufzeit angeht, ist der Doppel-18650er des Sigelei halt nicht zu schlagen. Aber wir merken uns vielleicht mal:

  • Bei normal oder höherohmigen Verdampfern ist das obere Spannungslimit wichtiger als die größt mögliche “Wattzahl”. Und der Evolv DNA40 im VaporShark ist mit seinen gemessenen 8,4 V sehr gut im Rennen.

Angesichts der bisherigen Erfolgsgeschichte von Evolv ist es wenig überraschend, dass der im VaporShark verbaute Evolv DNA40 auch wieder exzellente Ergebnisse abliefert. Schon eher überraschte da die große Neuerung Temperaturkontrolle, die Evolv als Erster überhaupt im DNA40 auf den Markt brachte (und nun fleißig von China kopiert wird)..

Die Temperaturkontrolle des DNA40

Gleich mal vorneweg, es handelt sich um einen verstellbaren oberen Grenzwert – keine “vollwertige Temperaturregelung”, also keine Einstellung wie man es von den Modi VariWatt oder VariVolt erwartet.  Auch beim DNA40 wird die Leistung weiterhin per VariWatt eingestellt, die Temperaturkontrolle ist wie das Fang-Netz eines abstürzenden Hochseilartisten:  ein zusätzlicher Grenzwert falls die Temperatur der Wicklung mit der gewählten Leistung in Watt durch ein unvorhergesehenes Ereignis, (Liquidabriss, Tank leer, etc. ) doch mal zu hoch wird. Zum Schutz der Wicklung.

So wie der Hochseilartist in der Regel nicht ständig während seiner Performance in sein Fangnetz abstürzen sollte, war es eigentlich nicht gedacht, dass Non-Stop wegen überhöhter Temperatur innerhalb eines Zuges abgeregelt werden soll.  Gedacht war, dass weiterhin primär über VariWatt die gewünschte Leistung definiert wird und eine Überhitzung und damit Verschlechterung des Geschmacks des Liquids aufgrund der Watt Einstellung schon nicht eintreten kann. Im Normalfall sollte also die gewählte Leistung in Watt begrenzen, nicht die Temperatur. Auf gut deutsch: nur wenn die Wicklung trocken läuft, soll die Temperaturgrenzen einspringem und die Watte nicht ankokeln lassen, weil das schmeckt sonst grausig.

Aber wie sagt man so schön, jeder Jeck ist anders und letztendlich ist das ja jedem selbst überlassen. Viele Nutzer sagen: mir schmeckt mein Liquid mit maximal 250°C am besten also setz ich mir die Temperaturgrenze auf die 250°C und mit der Soll-Leistung in Watt regel ich dann nur noch, wie schnell ich in diese Temperaturgrenze hinein rassel. Auch das halte ich für legitim, finde es  aber bissl unbequem, da die Grenztemperatur nur sehr umständlich eingestellt werden kann. Es darf sich also jeder selber Überlegen, wie er diese Funktion für sich nutzen kann und möchte.

Temperaturkontrolle aktiv

Temperaturkontrolle aktiv: 0,19 Ohm NI200 bei 25W

Hier sehen wir ein Oszi Bild eines etwa 16 Sekunden Zuges mit einem 0,19 Ohm Ni200 SubOhm Verdampfer. Zu Beginn des Zuges, am Anfang des 4. Kästchens sehen wir einen hohen Impuls bis ca. 4 V, vermutlich (nicht sicher) testet der DNA40 hier den Akku auf seine Belastbarkeit / Innenwiderstand. Über die nächsten 2 Kästchen (= 4 Sekunden) hinweg sieht man, wie der DNA40 seinen Output ausgehend von 2,2 V kontinuierlich bis ca. 2,6 V steigert, um trotz ansteigenden Widerstands der Wicklung die Soll-Leistung zu halten. (Das heißt, rein rechnerisch erhöht sich in dieser Zeit der Widerstand in den 4 Sekunden auf gut 0,27 Ohm)

Dann beginnt plötzlich die Ausgangsspannung zu schwanken, ja fällt sogar bis auf ca. 1,5 V ab: jetzt ist der Verdampfer in die Temperaturbegrenzung gelaufen, der DNA40 misst permanent Ist-Leistung und “Temperatur” und regelt entsprechen hoch oder runter, um unterhalb der Temperaturobergrenze zu bleiben: Ist der Draht zu heiß, geht es mit der Spannung runter, wird er zu kühl, geht es wieder nach oben (bis maximal Soll-Watt) daher also das wilde auf und ab.

Bemerkenswert und Grund für das gute Funktionieren der Temperaturbegrenzung im Evolv DNA40 ist die Geschwindigkeit, mit der der Evolv diese Messungen und entsprechende Anpassungen vornimmt. Die eine oder andere Clonplatine, die das auch versucht, ist schlichtweg zu langsam und das Ergebnis dann eher minderwertig.

Diese kontinuierliche Überwachung hilft uns auch im normalen VW Betrieb, wir erinnern uns vielleicht an die gute alte Evic, die nur einmal den Widerstand des Verdampfers beim aufschrauben gemessen hat und dann am Ende eigentlich permanent daneben lag. Das ständige Überwachen der Betriebsparameter ist auch für ein präzises Funktionieren von VW ein Vorteil und hilft auch im Fehlerfall (Kurzschluss verdampferseitig innerhalb eines Zuges) Schlimmeres zu vermeiden.

Die Auswertung der Temperatur erfolgt im Übrigen über eine Widerstandsmessung der Wicklung, das gab es ja auch schon im VariWatt Modus, dass der Widerstand kontinuierlich gemessen wird. Neu ist eigentlich nur, dass nun im Chip aus dem Anstieg des Widerstands eine Temperatur errechnet wird. Grundlage dafür ist, dass bestimmte Drähte, die man zur Erstellung seiner Wicklung benutzen kann, bei Erhitzung deutlich und vor allem gleichmäßig im Widerstand steigen. So kann man dann aus der Steigerung des Widerstands die Temperatur errechnen. Nickel Draht ist die Sorte, mit der das am besten funktioniert, bedingt funktioniert es auch mit Titan und Edelstahldraht. Mit den traditionell von Selbstwicklern benutzten Sorten Kanthal oder NiChrome ändert sich der Widerstand nicht stark genug, um daraus einen Temperaturanstieg zu errechnen, daher funktioniert die Temperaturkontrolle damit nicht. Aber es bleibt weiterhin ein sehr gut funktionierender VW Akkuträger..

Interessant ist auch, wie mal gerade so im Vorübergehen wieder 2 weitere alte Dampfermythen ad acta gelegt werden: “die Temperaturen werden doch nie so hoch” und “Ahwas, Widerstände ändern sich doch nicht, dazu wird der Verdampfer niemals nicht heiß genug” sind nun da, wo “Vorsicht, die Windungen der Coil dürfen sich niemals berühren” auch gelandet ist – in der Rundablage der Dampfergeschichte.

Nachlassende Akkuspannung:

Akku Voll vs. Akku Leer – bei 1.0 Ohm
Soll 9W 15W 19W 25W 29W 35W 40W
Akku voll: 9,0W 15,0W 19,1W 24,8W 28,9W 34,8W 39,4W
Akku leer:
8,9W 14,8W 18,9W 24.1W Regelt ab: “Weak Battery”

Mit sinkender Akkuspannung wird die maximale Ausgangsleistung zunehmend begrenzt, die Anzeige “Weak Battery” erscheint und der VaporShark feuert nur noch mit zunehmend weiter reduzierter Leistung. Der Evolv DNA40 geht dabei fast etwas übertrieben vorsichtig zu Werke. Fernab des Limits bleibt die eingestellte Leistung recht stabil.

Weak Battery: zum Ende des Zuges hin immer mehr ausgefranst - hier regelt der DNA40 immer wieder ab

Weak Battery: immer mehr ausgefranst – hier regelt er ab

Obiges Oszi Bild zeigt einen Zug über 20 Sekunden bei 1 Ohm, 15W mit Akku am untersten Ende, kurz vor Abschaltung: man sieht an dem zunehmenden Ausfransen, wie der DNA40 während er Weak Battery im Display anzeigt, die Leistung immer wieder immer tiefer runter fährt, dazwischen aber auch normal feuert.

Ruhestrom

Dani aus/Timeout < 0,01 mA
Innokin iTaste SVD 2.0 <0,01 mA
L-Rider Lambo6 0,04 mA
Sigelei Zmax V5 0,10 mA
Semovar v3 Nivel 0,14 mA
Vamo V1 & V5 0,15 mA
Provari V3 0,30 mA
Evic Supreme “Sleep” 0,33 mA
Pioneer4You IPV V2 0,39 mA
Taifun The Eye 0,53 mA
Seven-22 0,70 mA
Provari V2 0,96 mA
Vaporshark rDNA40 1,4 mA

Der Vaporshark schein ein kleiner Schluckspecht zu sein: mit Display an verbraucht er gut 16 mA, sobald das Display erlischt wechselt sein Ruhestromverbrauch zyklisch zwischen 1,8 mA und 3,0 mA. In dieser Phase ist ein deutlicher “Heartbeat” am Scope zu sehen, der DNA40 “pingt” also laufend mit einem kleinen Spannungspuls den Verdampfer an. Dann nach etwa einer Stunde schläft er ein und ich messe immer noch hohe 1,4 mA, auch 3 Stunden später noch, länger wollte ich dann nimmer warten.

Ich wurde neulich gefragt, warum ich mir die Mühe mache, diesen Wert zu messen. Nun,  weil man es messen kann? <g> Nein, die Sache ist folgendermaßen: der Strom wird ja beim rumstehen verbraucht. Steht der Akkuträger mit vollen Akkus rum, dann fällt das nicht groß ins Gewicht. Wenn der Akku voll ist, dann ist das Pillepalle, ja. Aber wenn der Akku leer ist und wir ihn im Akkuträger vergessen haben? Dann langen bei hohen Ruheströmen eben 3-4 Tage im Regal vergessen um den Akku von “leer” zu “tief entladen” zu bringen. Außerdem finde ich es einfach interessant.

Mein Fazit:

Die VaporShark Box weiß zu gefallen und macht eigentlich nicht viel falsch. Ja, die kann man durchaus kaufen, mir persönlich taugt die sogar recht gut. Aber der klare Star und für mich Kaufgrund ist, dass es ein vollständiger Boxmod in kompakter Größe  mit original Evolv DNA40 Platine ist, der zu einem noch moderaten Preis fixfertig gekauft werden kann. Ich bin kein großer Bastelfreund, ich kaufe gerne fertig.

Etwas Irritieren die Fehlerberichte schon etwas, die man in den Foren so zu lesen bekommt, auch von ebenso bekannten wie erfahrenen Dampfern. Da scheint also ein bissl was im Busch zu sein/gewesen zu sein. Auch die neuen Revisionen ohne Updatemöglichkeit für Käufer früherer Version verstimmen mich etwas.

Aber letztendlich muss ich das bewerten, was ich hier selbst in den Händen halte, und das ist nun mal überwiegend positiv. Vorhalten kann man Evolv, dass stets sehr akkuschonend vorgegangen wird, fast schon zu sehr. Das ist übrigens nichts neues, diesen Vorwurf konnte man auch den früheren DNA Platinen machen. Mit Weak Battery Tests & anschließender Drosselung, sowie hoher Entladeschlussgrenze wird der Akku bei weitem nicht so ausgenutzt, wie bei anderen Trägern. Ob man das nun als bösen Nachteil oder dicken Sicherheitsgewinn rechnen will, das bleibt jedem selbst überlassen. Ich dampf zu schwach, als dass mir das abseits der Messwerte auffallen würde, aber wer sich über 20+ W bewegt, den könnte das glaub stören.

Ich weiß nicht, ob man wirklich Leistungsregelung ab 1 Watt braucht, aber wisst ihr, was total cool ist: dass es funktioniert. Nicht nur, dass es endlich auch die großen DNA Platinen schaffen unterhalb die Akkuspannung zu regeln und damit der DNA40 auch für meinen Alltags-Dampf-Bedarf passt: nein, es klappt dazu auch noch ganz hervorragend. Hier zeigt Evolv mal wieder, wie mans richtig macht. 1 Watt, präzise runtergeregelt. Sehr fein! Schaut mal wie schwer sich die Konkurrenz tut, unterhalb Akkuspannung / 10 W ist das oft ein Gemurkse ohne Ende. Dazu kommt eine mit 8,4 V hohe obere Spannungsgrenze, das bedeutet mehr Leistung auch für Dampfer die mit herkömmlichen Wicklungen mit Widerständen größer 1,3 Ohm dampfen. Die kleine Bremse bei 0,1 bis 0,3 Ohm kann ich mir zwar nicht erklären, aber ich nimms ihm auch nicht übel. Selbst “gedrosselt” haben wir hier Ströme, die nicht mehr von Pappe sind.

Ist die Temperaturkontrolle ein Muss? Nein, auch wenn es extrem beeindruckend ist, wie man einen furztrockenen Verdampfer 20 Sekunden lang befeuern kann, ohne dass die Watte auch nur ansengt. Aber: wer wickeln kann, hatte es bisher auch ohne obere Temperaturgrenze geschafft, das Maximum an Geschmack und Dampf durch eine angepasste Wickeltechnik aus seinem Verdampfer zu holen, ohne das ihm die Watte verkokelt nebenher. Der geübte Wickler braucht das Fangnetz Temperaturbegrenzung eigentlich nicht. Allerdings ist es halt trotzdem ein “Nice to Have”, weil auch immer mal was daneben gehen kann. Ich z.b. dampf meine Verdampfer aus Unachtsamkeit ständig trocken, nach dem Motto: “Ah komm, einmal kannste noch..” bis es kokelt und dann meistens noch 2-3 Mal mehr, bis zum: “Ok, jetzt kannst die Watte wegschmeissen”.. gefolgt von “aber einmal geht glaub noch”.

Ein Störfaktor ist für mich auch der Nickeldraht.  Ich halte das Kurzschlußdampfen immer noch für einen völlig unnötigen, grob fahrlässigen Unfug – und um mit Ni200 Draht aus dem tiefen Subohm Bereich raus zu kommen, dazu braucht es in der Regel mehr Platz als meine Verdampfer zulassen. Wäre die Temperaturkontrolle nun das einzig Neue am DNA40 wäre das für mich eher nix gewesen, aber da sind ja auch noch der wirklich gute VariWatt Betrieb, funktionierendes StepDown und die solide Leistung geboten, die Temperaturkontrolle ist da ja nur ein “Zuckerl” oben drauf.

Meiner Meinung hat hier Evolv ganz klar sein Revier verteidigt und überzeugt mit solider Leistung, konsequentem Sicherheitskonzept, stimmiger Funktion, und der Innovation Temperaturkontrolle wo auf der anderen Seite der größte Konkurrent Yihi mit seinen SX dem “WattWahn” verfallen ist und auf Teufel komm raus Leistung puscht. Letztendlich bedienen die beiden Platinen wohl unterschiedliche Käuferschichten, der Evolv für den bewussten, moderaten Dampfer,  der Yihi für den Powerjunkie.

Ich wollte einen Original Evolv DNA40, weil ich die Temperaturkontrolle testen wollte – und ich wollte nicht Basteln, da kam mir der VaporShark gerade recht. Ich finde das ein sehr cooles Teil. Er erfüllt alle meine persönlichen Anforderung und er befeuert alles vom Subohm bis hoch zu den 2.7 Ohm einwandfrei, zuverlässig und mit ordentlicher Leistung. Ist dabei angenehm kompakt und stabil.

Akkutipps:

Evolves umfangreiches Akkumanagement macht mir einen Strich durch meine üblichen Messreihen, es beginnt rigoros die Ausgangsleistung zu drosseln, wenn es erhöhte Akku-(“Innen”)-Widerstände durch den Messaufbau oder sinkende Akkuspannungen feststellt. Das ist absolut korrekt und gut und richtig so, aber macht das Messen und das “ausloten” der Grenzen jetzt nicht unbedingt einfacher. Daher kann ich nur ungefähre Angaben machen: Es scheint eine obere Stromgrenze um 19,5 A *akkuseitig*  (edit da dies anscheinend überlesen wird, nochmal etwas deutlicher gemacht) zu geben, es gelang mir nicht, diese zu überschreiten. Was etwas verwunderlich ist, denn wir kommen verdampferseitig ja schon auf gut 18 A – und das Datenblatt spricht nur von 16A maximal akkuseitig. Wie gesagt, da scheint sich was mit der Testprozedur zu beißen. Ein paar Zahlen, immerhin, die sich reproduzierbar messen ließen:

  • 2,2 Ohm 25 W voller Akku 9,5 A
  • 2,2 Ohm 33 W leerer Akku 14,5 A
  • 0,1 Ohm 25 W voller Akku 11 A
  • 0,1 Ohm ~32 – 34 W leerer Akku 19,5 A

Sorry für dieses sehr lückenhafte Ergebnis, aber für unsere Frage, welchen Akku sollte ich nutzen, ist das glaub schon ausreichend: wer plant, mit mehr wie 20 Watt zu dampfen, greift zu den bekannten Hochlastzellen wie Samsung 25R, LG HE2 oder HE4, oder Sony VTC5.  Alles andere macht da keinen Sinn. Wer deutlich unter 20 W bleiben wird, der kann sich mal den LG MH1 [Datenblatt] anschauen, ein sehr guter Vertreter der 10 A Klasse mit 3200 mAh. Da die heutige 20A Klasse aber auch schon mit 2500 – 2600 mAh aufwarten kann, macht das meist keinen sehr großen Unterschied mehr, da ist es grad so schlau, gleich aus der 20 A Klasse zu kaufen. Vom Hersteller mitgeliefert wird übrigens der LG HE2.

Das ZIP Charging mit bis zu 2 A ist bei diesen Zellen dann auch kein Problem, auch wenn es über der Faustregel “o,5 C” liegt. 2 A können alle diese hier genannten Akkus auch ab – und ja, die Lebensdauer der Akkus leider etwas dabei, aber juckt das, ob der nun statt 300 Zyklen bis 80% nur noch 240 Zyklen bis 80% Restkapazität schafft? Und wer sich darüber nen Kopf macht, sollte dann auch so konsequent sein, und dem Akku keine 10+A abverlangen, beim Laden ängstlich und beim Dampfen die Sau rauslassen passt nämlich so gar nicht zusammen.

Flache Akkus oder mit Nuppel ist eigentlich egal, die Feder/Kontakte geben weit genug nach, flache Akkus gehen ein bissl besser rein. Protected Akkus sind aber zu lang.

Doppelpack
Samsung 25R
Doppelpack
LG HE2

.

16 responses so far

16 Responses to “Der VaporShark rDNA40 mit Evolv DNA40 im Test”

  1. T-ampferon 22 Mar 2015 at 15:58

    Hallo Stephan,

    erst einmal Danke für dieses Review. Ich muss allerdings gestehen das mir dieser AT nicht unter die Finger kommen wird. Die negativen Berichte sind einfach zu vielfältig. Den HWV für einen AT mit diesem Chipsatz hast du aber erfolgreich entfacht. :D Mal schauen, die Entwicklung bleibt ja nicht stehen und der Chipsatz ist vielleicht qualitativ(Bezug auf Ausfälle) besser…

    Ich hoffe du verzeihst mir das ich ein paar Fragen zu einem Nebenschauplatz habe:

    /Zitat
    Ich halte das Kurzschlußdampfen immer noch für einen völlig unnötigen, grob fahrlässigen Unfug
    Zitat/

    Könntest du das Zitat näher erklären, auch in Bezug auf:

    – Ist es nicht egal wie ich dem Akku seine Ampere entlocke?
    Wo liegt der Unterschied zwischen hoch spannen, runter spannen und natürlich der mechanischen Entnahme des Stroms?

    – Gibt es unterschiedliche Arten eines Kurzschluss?
    Wo liegt der Unterschied zwischen einem Kurzschluss der bei einem auf 1,5Ohm gewickelten Verdampfer auftritt und einem der zB. auf 0,5Ohm, oder was auch immer du unter “grob fahrlässiges Kurzschlußdampfen” verstehst, gewickelt ist?

    Um dir auch gleich anderweitig den Wind aus den Segeln zu nehmen:
    Ein SubOhmVerdampfer der Liquid überhitzt und/oder nicht schmeckt schreibe ich eher der Unerfahrenheit des Wicklers zu. :P

    Meiner Meinung nach gibt es absolut keinen Grund auf Subohm zu verzichten solange das verwendete Material geeignet und die Sicherheit gegeben ist.

    Da ich auch nicht so der große Subohmer bin, winke ich dir noch mit meinem Lieblings-14500er-Akkuträger, dem SturmMod, zu :D und bin gespannt wie du dich da raus windest. :D

    Grüße
    T-ampfer

  2. adminon 22 Mar 2015 at 16:15

    Moin T-ampfer,

    bitte bitte nicht die SubOhm Diskussion wieder.. die hat doch schon soon Bart. Ich finde es eben absolut unsinnig, auf einen LiIon Akku mit IMR Chemie einen Verdampfer 0,1x Ohm zu schrauben, andere finden das vollkommen OK. Belassen wirs doch einfach dabei? Sonst kommt wieder so ein “netter Mensch” und verkratzt mir die Motorhaube, weil ihm nicht gefällt, was ich zu dem Thema zu sagen habe und das neu Lackieren war letztes Mal echt teuer.

    Ein bissl falsch verstanden hast du mich auch, Kurzschlussdampfen ist ein geflügeltes Wort für Wicklungen um 0,1-0,3 Ohm, also “hart am Kurzschlusss”. Ein Kurzschluss heißt ja nicht 0,00periode0 Ohm, für Akkuhersteller und die UL Labs als Zertifizierer ist der kritische Störfall in der Tat schon um 0.2 Ohm definiert. Für die Hartgesottenen Subohmer geht da ja der Spass erst los.

    Wie du dem Akku die A entlockst ist am Ende tatsächlich egal, nicht egal ist, wieviel A auf einmal du da raus holst… ein ordentlicher IMR gibt dir auch gerne mal 50 A oder auch mehr, das ist dann halt nimmer ganz so trivial.

    Liquid überhitzen kann auch ein 2.7 Ohm Verdampfer, vor allem auf nem geregelten Träger… Das ist kein Problem, dass man nur bei Subohm hat.

  3. hanskleinon 23 Mar 2015 at 09:41

    /Zitat
    Ich halte das Kurzschlußdampfen immer noch für einen völlig unnötigen, grob fahrlässigen Unfug
    Zitat/
    Das ist kein Zwang. Du kannst bis zu ca. 1 Ohm wickeln, also kann ich die Temperature Protection/Control auch ohne im Subohm Bereich zu sein nutzen. Ich wickel auch derzeit nicht im “kleinsten” Bereich. Ca. um 0.3 Ohm mit .30èr Draht, Vertikal – geht auch.

    Die TP/TC nutz ich schon, um meinen Sweetspot Zuglängen unbegrenzt zu erreichen, der liegt bei meinem jetzigen Liquid bei 220 Grad, die stell ich ein und der Chip sorgt dafür, das die +- der Ungenauigkeiten gehalten wird.

    Normal sieht ein Zug anders aus. Da steigt die Temperatur entweder durch den eingestellten Watt Bereich langsam bis das die max. mögliche erreicht wird oder schnell und überschreitet die “bestschmeckende” Temperatur ganz schnell und und überhitzt erst das Liquid, halt ich die Taste weiter ->kokel. So hab ich ein kleineres optimales Fenster als mit TC/TP…

  4. hanskleinon 23 Mar 2015 at 09:56

    Ich kann nicht editieren, aber mit kleinerem Drahtdurchmesser brauchst auch nicht soviel Windungen. Den NI200 gibts ab 0.20mm mit satten 2.9 Ohm/Meter. 0.25èr mit 1,8 Ohm/m find ich allerdings schon besser zum Wickeln, der 0.30èr hat 1,3 Ohm/m.

    Ich hab die Kayfune mit dem 0.30èr um die 0.30 Ohm Grenze gewickelt. Platz ist dafür da.

    Was ich wie nutze – kann ich als Anwender selber entscheiden. Die Elektronik schützt mich in dem Fall des Falles vor Schäden. Da kommen maximal nicht mehr A. raus, wie der Samsung 25 R oder andere brauchbare Akku vertragen. Von daher hab ich mit dem evolv DNA 40 keine Bauchschnerzen.

  5. adminon 23 Mar 2015 at 12:30

    Moin Hans,

    Um, wie du sagst, mit Ni200 in 0,2/AWG32 auf 1 Ohm zu wickeln, muss ich bei 3mm Coil Innendurchmesser mehr als 30 Windungen da hin basteln.

    Erm… Mal so zwischen uns beiden: dat Argument ist dann doch schon ein bissl Quark, oder nicht? In welchen VD willst eine Coil mit 30 Windungen noch reinpacken?

    Aber du hast in dem Sinne recht:

    Bauchschmerzen hätte ich mit dem Evol DNA40 auch nicht, der lässt nichts zu, was dem Akku gefährlich werden würde. Nur mögen tue ichs trotzdem nicht und ich finds immer noch doof :-)

    Edit: Die Erklärung zum TC gefällt mir. die Zugdauer im Sweetspot wird maximiert. Gute Erklärung!

  6. funkyruebeon 23 Mar 2015 at 21:23

    Hi Stephan,

    danke für den schönen review.Ich hätte mir mehr Messungen im TC Modus gewünscht. Nicht nur die obligatorische Messung bei trockener Wicklung, sondern auch Messungen in drei verschiedenen Leistungseinstellungen für je drei Temperatureinstellungen. Interessieren würde mich auch welche DNA Clone du durchgemessen hast? Ich wundere mich etwas, denn das oben gezeigte Scope Bild könnte auch vom KX-40D sein ( bis auf den Start-Peak ).
    Aus deinem Bildern kann ich es leider nicht erkennen, aber auf dem Scope müsstest du eigentlich die Widerstandsmessfrequenz ermitteln können. Ich habe mal was von 600 Messungen pro Sekunde gelesen, was ich mir nicht vorstellen kann und eigentlich auch viel zu oft wäre.

    Dank&Gruß

  7. adminon 23 Mar 2015 at 23:21

    Der KX40 soll ja in Ordnung sein – sagt Obi zumindest, den hatte ich selber noch nicht. Zum anderen darf ich im Moment noch nix schreiben, da will mir der Shop erst noch ein anderes Gerät schicken.

    600 Messungen pro Sekunde.. hmm.. ist mir so nicht aufgefallen. Ich häng ihn beim nächsten Messtag mal nochmal hin und schau nochmal.

  8. hanskleinon 24 Mar 2015 at 10:12

    Du hast recht, ich hab Murks geschrieben bzw. mich falsch ausgedrückt – Ist`s das Alter oder die Müdigkeit…

    Ich meinte nat. das es kein Problem ist um/über 0.3 Ohm zu wickeln und zu dampfen, da seh ich pers. kein Problem – passende Akkus vorausgesetzt. Macht dann schon einige Windungen. Statt subohm sollte da auch “Kurzschlussbereich” stehen… Jaja, das Alter… ;-)

    Obi empfiehlt 0.5èr V2A. Den werd ich auch mal testen, aber nicht mit 0.5, das ist schon fett.

  9. adminon 24 Mar 2015 at 10:17

    Moin Hans,

    0,5er V2A hab ich auch keinen, aber ich glaub auch nicht, dass mir das liegt. Ich denk, ich bin mit dem NI200 noch am ehesten bedient. Ein bissl “stabiler” könnte die Wicklung damit sein, aber kaum gehste dicker dann ist halt auch wieder der Widerstand niedriger. Ich bleib bei NI200 ;-)

  10. gast1337on 09 Apr 2015 at 02:13

    zum sweetspot:

    ja aber nein^^

    flüssigkeiten haben einen vom umgebungsdruck abhängigen siedepunkt, und lassen sich eben nur bis zum siedepunkt erhitzen.
    sofern für die zugeführte leistung genügend liquid zum versieden vorhanden ist, erhitzen sich die wicklungen genau bis zu diesem punkt und nicht weiter.
    der energieumsatz steigt bei beginn der versiedung sprunghaft an. daher erhitzt siche eine wicklung sehr schnell auf den siedepunkt.

    die protection ist in sofern gut um kokeln zu verhindern wenn nicht genügend liquid zum verdampfen zur verfügung steht – sei es weil für die eingestellte leistung nicht genug liquid nachfließt, oder der verdampfer schlicht leer ist.

    bei einer wicklung, die innerhalb ihres funktionierenden arbeitsbereichs betrieben wird kann eine temperaturüberwachung aber keine verbesserung bieten.

  11. hanskleinon 19 Apr 2015 at 20:56

    @gast337 – Du vergisst da etwas wichtiges, das Menschen die sich mit Varporizern und Verdampfer Temperaturen auskennen wissen: Jedes Aroma kommt bei einer bestimmten Temperatur am besten zur Geltung. Bei den meisten Aromen dürfte der Punkt unterhalb der Siedetemperatur der Verwendeten Stoffe liegen. Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Retronasale_Aromawahrnehmung

    die optimale Temperatur bei Kamille beträgt z.b. lediglich zwischen 100-125 Grad, von Anis 150-175 Grad von Süßholz bei 175-200 Grad. Dabei kommen die Aromen dieser Stoffe am besten zur Geltung. Wie die Temperaturbereiche bei den in Verdampfern verwendeten Aromen liegen, weiß keiner, weil es keine Werte dazu gibt. Aber das ein Liquid je nach Temperatur der Verdampfung besser oder schlechter schmeckt bzw. zur Geltung kommt, das schon. Hier so eine Tabelle: http://vaporizer-info.com/de/verdampfungstemperaturen

  12. gast1337on 20 Apr 2015 at 09:35

    @hansklein

    ob das aroma jetzt mit niedriegeren temperaturen als dem siedepunkt der basis besser zur geltung kommen würde ist von eher theoretischem wert.
    unterhalb des siedepunkts dampft es eben nicht, und die temperatur des siedepunkts kann nur dann überschritten werden, wenn die oberfläche der wicklung nicht vom liquid benetzt ist.
    vergleich: mit wasser gefüllte topf vs. tropfen auf der heißen herdplatte.

    aber wie gesagt, für komplett nutzlos halte ich die funktion nicht. überhitzung kann damit bestimmt in einigen fällen verhindert werden.

  13. hanskleinon 21 Apr 2015 at 11:08

    @gast1337 Ok, ich sehe ein Mißverständnis meinerseits. Was du als “Siedepunkt” bezeichnest ist in einem Stoffgemisch der Siedebereich. Innerhalb dieses Bereiches kann ich regeln.Wo dieser in unseren – aus unterschiedlichen Stoffzusammensetzungen – bestehenden Liquids mit Aromen liegt, kann nur experimentell ermittelt werden. In diesem Bereich kann ich regeln und damit Dinge beeinflussen, wie z.b. den Geschmack.

    Selbst bei Wasser kann ich regeln. Setz ich die Temperatur niedrig, blubbert das Wasser schön leicht vor sich hin und dampft wenig. Geb ich “Vollgas” verkocht das Wasser schnell, es “blubbert” extrem und dampft auch mehr. Kannst mal ausprobieren.

  14. gast1337on 23 Apr 2015 at 00:53

    zitat:
    “Was du als “Siedepunkt” bezeichnest ist in einem Stoffgemisch der Siedebereich. Innerhalb dieses Bereiches kann ich regeln.”

    dies ist falsch. den siedepunkt bezeichne nicht nur ich so, das ist eine feste definition. der siedepunkt hängt in der tat von dem zu versiedendem stoffgemisch ab und wird des weiterem vom umgebungsdruck beeinflusst.
    bei gleicher flüssigkeit und bei gleichem druck ist der siedepunkt allerdings eine feste größe.

    zitat:
    “Selbst bei Wasser kann ich regeln. Setz ich die Temperatur niedrig, blubbert das Wasser schön leicht vor sich hin und dampft wenig. Geb ich “Vollgas” verkocht das Wasser schnell, es “blubbert” extrem und dampft auch mehr. Kannst mal ausprobieren.”

    ja aber nein.
    der siedepunkt des wassers liegt bei 100° C bei athmospherendruck auf höhe des meeresspiegels. sofern nicht der druck erhöht wird, ist es schlicht unmöglich wasser über diese temperatur zu erhitzen. bei niedrigerer energiezufuhr wird lediglich weniger energie durch versieden umgesetzt, bei höhere energiezufuhr mehr.
    das kannst auch du ausprobieren wenn du ein thermomether besitzt welches 100° C verträgt.

    hieraus leitet sich auch das funktionsprinzip des schnellkochtopfs ab: da in diesen töpfen viel höhere drücke enstehen können, ist es auch möglich viel höhere temperaturen zu erreichen. umgekehrt ist es auf dem mount everest unmöglich ein ei in einem offenem topf zu kochen – bei dem dort herschenden umgebungsdruck liegt der siedepunkt des wassers unter der temperatur, bei der eiweiß ausstockt.

  15. hanskleinon 24 Apr 2015 at 21:05

    Naja mein lieber Gast1337,

    irgendwie verstehe ich dich nicht. Zum Glück kann ich über Temperatur steuern was passiert und mein langsam geköcheltes Gulasch im offenen oder geschlossenen Topf bestätigt mir das ebenso wie meine langsam oder schnell verdampfenden Flüssigkeiten, das Wissen reicht mir.

  16. gast1337on 25 Apr 2015 at 11:57

    zitat:
    “irgendwie verstehe ich dich nicht.”

    tjoa, was soll ich sagen. einfacher erklärt bekomm ichs nicht und ich könnte mich auch eh nur noch wiederholen.

    letztendlich ist aber auch wurscht. hauptsache ist ja das es dir besser schmeckt. und ob die verbesserung jetzt auf wissen oder glauben beruht ist dann eh unerheblich.

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