Feb 02 2015

Eleaf iStick Mini 10W Testbericht

veröffentlicht in Kategorie eZigaretten  

Eleafs Kleinster aus der iStick Serie, der  10W Mini im Test.

Allgemein:

Optisch sieht er aus wie ein in der Länge geschrumpfter iStick 20 W, der Urvater der iStick Serie [mein Testbericht] , der trotz versauter Regelung Kultstatus erlangen konnte und sich verkaufte wie geschnitten Brot. Diesen Erfolg nahm sich Eleaf zum Anlass, die iStick Serie gleich um 3 neue Geräte auf jetzt aktuell 4 Modelle aufzurüsten, den hier getesteten Mini 10 W, der Urvater iStick 20 W, ein neuer iStick 30 W und der dicke Kraftprotz iStick 50 W (Testberichte in Kürze).

von Links: Mini 10W, 20W, 50W. 30W fehlt, hab ich noch keinen

von Links: Mini 10W, 20W, 50W. 30W fehlt, hab ich noch keinen

Aber schauen wir uns hier mal nun den kleinsten, den Mini 10 W an:

Der Eleaf iStick Mini 10W

Der Eleaf iStick Mini 10W

Wir finden beim iStick Mini 10 W den selben starren 510er Anschluss, ein 510er auf eGo Adapter wird je nach Set mitgeliefert. Die selbe schwarze Leiste mit den dreieckigen Knöpfen und dem quadratischen Feuerknopf. Er hat auch die selben Abmessungen, ist aber etwa 1/3 Kürzer als der 20 W, damit hatte das Display wohl keinen Platz mehr und wanderte nach oben.

Der Eleaf iStick Mini benutzt das selbe runde und verspiegelte Display, wie der Eleaf „Twist-eGo-VV-Akku“, den mir Till von Steamo.de neulich als Steamo xDigit gebrandet zum Test für die Testberichtserie „Ego-VV Akkus“ zugeschickt hatte. (Im Original ist das glaub der Eleaf iJust D16, ich weiss, den Testbericht Schulde ich Euch noch). Es zeigt Zugdauer in 1/10 Sek, Ladezustand des Akkus in % (beim Laden blinkt das % Symbol), Sollspannung zwischen 3,3 V und 5,0 V einstellbar in 0,1 V Schritten.

Unten am Boden finden wir wie gewohnt eine MicroUSB Buchse für das USB Ladekabel und zum „Pseudo-Passthru“-Betrieb. Er bediente sich in meinen Tests mit maximal 0,8 A am USB Netzteil, ein solides 1 A Steckerchen langt also gut aus, wird teils je nach Set auch schon mitgeliefert.

Übrigens.. das wird ständig falsch verstanden: Selbst wenn der iStick maximal nur 0,8 A nutzt, darf man ihn trotzdem gerne auch an ein 2,5 A oder noch mehr USB Netzteil anschließen. Das Netzteil drückt keine 2,5 A in den angeschlossenen iStick, nein, das Netzteil könnte dem iStick, wenn der iStick das bräuchte, bis zu 2,5 A liefern. Will der iStick nur 0,8 A, dann ist das Netzteil halt eher gelangweilt (und wird auch nicht so warm).

Lieber den Verbraucher an ein für stärkere Lasten ausgelegtes USB Netzteil anschließen, als ihn an einen PC USB Port oder ein deutlich schwächeres USB Netzteil anzuschließen, das dann zwangsweise auf Volllast läuft und trotzdem nur 0,3 bis 0,5 A zuverlässig zur Verfügung stellen kann.

Der eingebaute Akku soll eine nutzbare Kapazität von 1050 mAh haben, das entspricht auch in etwa dem unteren Ende, das wir von den eGo Twist Akkus gewohnt sind. Ich halte 1050 mAh im Zweifel für etwas optimistisch, weil eine 50 mm hohe  Zelle passt nicht rein, damit bliebe eine Zelle in der Größenordnung um 18350 und die sind in der Regel eher um 800 mAh als 1050 mAh. Bleibt aber erst mal Spekulation, bis einer den Akku dadrin ordentlich vermessen konnte. Nachtrag: ich messe in der Tat um 1000mAh Kapazität

Abmessungen:

von Links: iStick 50W, der alte iStick 20W, Mini 10W

von Links: iStick 50W, der alte iStick 20W, Mini 10W

“Wie der iStick 20 W in Form und Abmessungen, nur ca 1/3 Kürzer”

  • 21 mm “Breit” * 32 mm “Tief” * 52 mm Hoch
  • Gewicht: 59 g

Schutzfunktionen:

  • Kurzschlussschutz, auch während des Zuges (getestet)
  • Überlast (getestet, verweigert unter 0,8 Ohm, regelt über 10W ab, max ca. 3,6A gemessen)
  • Tiefentladeschutz (ungetestet, Abschaltung um 3.3V)
  • Maximal 10 Sekunden Zugdauer
  • Ausgasen geht unten über USB Buchse und seitlich über die Taster
  • 5-Klick an/aus
  • Taster nicht versenkt, kann versehentlich gedrückt werden

Leistung:

Der iStick Mini 10 W feuert grundsätzlich erst ab 0,8 Ohm, das ist man von seinen größeren Brüdern anders gewohnt (wirklich sinnvoll funktioniert der Mini erst über 1,5 Ohm, siehe Wertetabellen). Bei Kurzschluss oder zu geringen Verdampferwiderstand zeigt er Lo im Display. Auch ist er kein VariWatt Gerät, der iStick Mini kann nur im VariVolt und dort auch nur im Bereich von 3,3 V bis 5,0 V benutzt werden. Letztendlich ist er also nicht nur in der Größe und Leistung, sondern auch in der Funktion reduziert.

Am Scope werden weitere Unterschiede deutlich, anders als der iStick 20 W ist die Ausgangsspannung des iStick Mini 10 W glatt, eine „Quasi Gleichspannung“, kein 50 Hz PWM Rechteckwelle wie noch bei iStick 20 W – und ganz wichtig: der Mini regelt absolut richtig, kein AVG Gemurkse wie beim 20 W.

3,3V an 2.2 Ohm

3,3V Soll an 2.2 Ohm – gemessen 3,24V das ist OK

5,0 V Soll an 2.2 Ohm

5,0 V Soll an 2.2 Ohm = 4,95V auch OK

Am Scope werden weitere Erinnerung an eGo (Twist) Akkus wach, wie die eGo Akkus gibt der iStick Mini in nacheinander folgenden Zügen und auch innerhalb eines 10 Sekunden etwas nach, ja, fängt auch wie die eGo Akkus das „flattern“ an, wenn man ihn sehr puscht und der Akku zur Neige geht.

Pulsen wie bei Ego Akkus, wenn man ihn etwas zu sehr forder

Pulsen wie bei Ego Akkus, wenn man ihn etwas zu sehr fordert

Im Verlauf des Zuges sieht das dann so aus:

erster Zug mit 10 Sekunden 5V

erster Zug mit 10 Sekunden 5V

Die grüne (Trigger-)Linie läuft auf 5V, dient hier nur als Lineal. Im Verlauf des ersten Zuges haben wir ein leichtes, kontinuierliches Nachlassen der ausgegebenen Spannung, das ist noch unter 0,2V, das ist vernachlässigbar..

im 4. Zug a 10 Sekunden

im 4. Zug a 10 Sekunden

Hier im 4. Zug ohne Pause ist der Spannungsabfall dann schon “schmeckbar”, ca 0,5V niedriger bereits 1 Sekunde in den Zug hinen, Pulsen. Der iStick Mini ist so aber immer noch recht kräftig für einen eGo Akku, will sagen: das Ergebnis ist für einen eGo Akku gut, für einen ausgewachsenen Akkuträger dagegen müsste man hier meckern.

Soll: 1.0 Ohm 1,2 Ohm 1,5 Ohm
3,3 V 3,23 V 3,22 V 3,24 V
3,5 V 3,23 V 3,39 V 3,43 V
4,0 V 3,23 V 3,45 V 3,92 V
4,5 V 3,23 V 3,51 V 3,92 V
5,0 V 3,23 V 3,6 V 3,92 V
Soll: 1,8 Ohm 2,2 Ohm 2,7 Ohm
3,3 V 3,24 V 3,24 V 3,25 V
3,5 V 3,40 V 3,40 V 3,41 V
4,0 V 3,97 V 4,00 V 4,00 V
4,5 V 4,29 V 4,46 V 4,47 V
5,0 V 4,32 V 4,91 V 4,98 V
  • Mir persönlich ist der Regelbereich bei Verdampfern <=1,5 Ohm einfach noch zu klein. Ich sehe den iStick 10 W erst ab 1.8 Ohm, dort kann ich dann zwischen 3,24 V und 4,32 V etwas über 1 V variieren, das ist immer noch nicht sonderlich viel.. aber nun gut.
  • Die Genauigkeit liegt in den Bereichen, wo wir nicht an die Limit stoßen ordentlich
  • leider stoßen wir halt an sehr viele Limits, die Versprochenen 5V kann er zum Beispiel erst mit Verdampfern >= 2.6 Ohm tatsächlich liefern und die sind dann doch sehr exotisch..

Obige Tabelle mal in Watt umgerechnet bekommen wir bei vollem Akku:

  • bei 1 Ohm: 10,5 W egal, was ich einstelle
  • bei 1,2 Ohm: zwischen 8,6 W und 10,8 W
  • bei 1,5 Ohm: zwischen 7,0 W und 10,2 W
  • bei 1,8 Ohm: zwischen 5,8 W und 10,4 W
  • bei 2.2 Ohm: zwischen 4,8 W und 11,0 W
  • bei 2,7 Ohm: zwischen 4,1 W und 9,5 W

Die versprochenen 10 W werden bei eher vollen Akkus erreicht. Mit zunehmend schwächer werdenden Akku bleibt er dann zunehmend weiter hinter den 10 W zurück, also:

Nachlassende Akkuspannung:

Die erzielbare maximale Spannung sinkt wie bei vielen eGo Akkus ständig weiter ab, das Nachlassen der Akkuspannung kann nicht kompensiert werden. Je leerer der Akku, umso weniger kommt oben noch raus. Beispiel, der 2.2 Ohm Verdampfer, mit randvollem Akku schafft er 4,9V, bei nur noch  30% verbleibender Akkukapazität sinds nur noch 4,6V initial, und er beginnt früher zu pulsen.

Mein Fazit:

Von der Leistung und dem Lastverhalten her ist das ein eGo VV Akku, kein “echter” iStick und schon gar kein “echter” Akkuträger.

Bei 1,8 Ohm zwischen 6 W und 10 W reicht mir persönlich zum Dampfen vollkommen aus, ich bin halt nunmal Schwachlastdampfer, ich dampfe überwiegend 1,8 – 2,2 Ohm bei ca. 8 W rum, da mach ich schon völlig ausreichend große Wolken mit und da schmeckt es mir einfach am Besten und drum geht mir das ganze SubOhm und 1000W Getue gepflegt am verlängerten Rücken vorbei. Stören tut mich schon, dass der iStick Mini 10W “ego-akku-typisch”, die Spannung nicht konstant halten kann, nehme das aber für den Formfaktor in Kauf, es ist eine Mini Dampfe und kein “muss über den kompletten Bürotag” durchhalten Gerät. Es gibt viele, die mit eGo Akkus gut auskommen, für die ist auch der Mini 10 W bestimmt gut passend.

Der iStick 10 W ist extrem klein, er ist extrem unkompliziert in der Bedienung und er ist dazu extrem preisgünstig, ich hab nur 19,90 Euro bezahlt und ich habe ihn ganz regulär im deutschen Fachhandel gekauft (mit Kabel und eGo Adapter im Set). Dafür finde ich ihn gut. Er hat kein VW, er hat kein dies und kein das. Egal. Er ist klein und günstig und dampft für eine gewisse Zeit sehr gut, dann muss er wieder ans Kabel.

Im Moment habe ich da nen Aspire Nautilus Mini mit 1,8er BVC Köpfen drauf, der Nauti ist fast ein bissl zu groß für den kleinen iStick, aber dampfen tut das ganze ganz vorzüglich und ich kam etwa nen halben Tag über die Runden (wobei das ne Wischiwaschi Angabe ist, ihr wisst ja ned, wieviel ich an nem halben Tag so dampfe) – egal, was ich sagen wollte: wenns klein sein soll, nicht viel kosten soll und man mit wenig Watt auskommt, dann kann ich den iStick Mini durchaus empfehlen. Ich find ihn extrem niedlich, den kleinen.

Eleaf iStick Mini 10W mit Aspire Nautilus Mini

Eleaf iStick Mini 10W mit Aspire Nautilus Mini

Akkutausch:

Die Anleitungen zum Akkutausch für den iStick20 können 1:1 auf den Mini 10 übertragen werden. Im Original hat der im Mini 10W verbaute Akku nur 17mm Durchmesser, ein schlanker Tensai 18350 mit 18,1mm ging jedoch noch. Bissl nervig, die Schraubenköpfe sind butterweich, ich hab mir hier beim ersten “Auf und zu” schon 2 rundgedreht, trotz passendem Schraubendreher (Torx #4). Drum hasse ich rumschrauben und basteln, passiert mir ständig.

Akkutausch iStick Mini

Akkutausch iStick Mini

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7 responses so far

7 Responses to “Eleaf iStick Mini 10W Testbericht”

  1. Anonymouson 03 Feb 2015 at 09:16

    Danke! Prüfst du den Cloupor Mini 30W auch..;) danke

  2. adminon 03 Feb 2015 at 09:17

    Der Cloupor Mini wird auch noch getestet, ja. Der is nur gerade irgendwo aufm Versandweg von China hier her, kann also noch ein paar Tage dauern

  3. Anonymouson 03 Feb 2015 at 09:19

    Hey danke für die schnelle Antwort – Klasse…:)!!

  4. Ericon 28 May 2015 at 11:02

    Der Cloupor? Das ist doch der, der gerne mal in Flammen aufgeht!?

  5. adminon 28 May 2015 at 11:41

    Ja, da war mal was mit Cloupor Mini.. aber der hier bei mir ist stabil seit Wochen nun, auch bei Vollast. Bis auf den Lack, der is wie sau..

  6. Ericon 31 May 2015 at 04:31

    Zum Test ob das Gerät potentiell betroffen ist: 50s Dauerfeuer und wenn dann die Meldung “Too Hot” kommt, dann funktioniert irgendeine Schutzeinrichtung nicht.
    (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=z31vAgU1R1Y)

  7. Oldmanon 06 Nov 2015 at 12:05

    Hi, mittlerweile wird ja auch eine 100W Version mit 2x 18650 für unter 50€ angeboten – hast Du das Teil schon mal beschnüffelt, äh, gedampft, oder ist da ein Test in Aussicht?

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