Oct 04 2014

VV Akkuträger oder eGo Akku: Bambus Mod

veröffentlicht in Kategorie eZigaretten  

Wenig weiß man über ihn, woanders hab ich ihn auch noch nicht gesehen, er hat garantiert nicht schon wieder einen Yihi Chip: der namenlose Bambus Akkuträger

Meine Frau mag keine Metallrohre. sie mag auch keine hohen Leistungen oder gar riesen Dampfwolken – da muss sie ganz böse von Husten. Bislang hat sie daher überwiegend Cigalikes, (Ultra-)Minis und gelegentlich mal nen eGo Akku gedampft. Sie meckert immer, dass runde Akkuträger alle von ihrem schiefen Schreibtisch rollen würden. Da ich handwerklich nicht begabt bin, dachte ich: “Gut, kaufst ihr halt was Eckiges, ist einfacher als den Tisch gerade zu machen.”

Da fiel mir dann zufällig dieser Bambus Mod ins Auge: der ist aus Holz, ist eckig und rollt damit garantiert nicht weg und als VV Akku mit 3,3 V bis 4,8 V beworben auch kein Leistungsmonster, bei dem es meiner Frau die Lunge raus blasen würde.

 

Der Bambus Mod mit einen Aspire Nautilus Mini

Der Bambus Mod mit einem Aspire Nautilus Mini

Obenauf finden wir einen fixen 510er Anschluss mit eGo Außengewinde. Beim Feuern scheint die LED, die eigentlich den Feuertaster beleuchten sollte, romantisch wie fahles Mondlicht weiß durch den Silikon Isoring um den Pluspol des 510er Verdampfers.. erm… das überzeugt mich jetzt nicht unbedingt, aber im Moment tut der 510er einwandfrei.

Bambus Anschluss und Drehrad

Bambus Anschluss und Drehrad

Das dicke verchromte Ding an der Seite (im Foto Links) ist übrigens gar nicht der Feuertaste, nein, das ist das Drehrad zum Einstellen der gewünschten Spannung in V, von 3.3 V bis 4,8V , es ist eine Skala aufgedruckt, die ist aber so klein, dass ich se nicht lesen kann. Das macht auch nix, denn es fehlt der Bezugspunkt der Skala, man weiß also gar nicht, wo es eigentlich gilt.  Irgendwo so schräg unten bei 16:37 Uhr oder so muss er wohl sein.

Der transparente Plastikfeuerknopf ist weiß durchleuchtet, hat nen weichen aber durchaus hörbaren Klick und ich muss ehrlich sagen, ich finde den gut. Funktioniert gut, lässt sich angenehm drücken, war bislang immer zuverlässig.

Bambus: Akkufach und Deckel

Bambus: Akkufach und Deckel

Der Akkudeckel unten ist ein bissl arg groß ausgefallen, darin finden wir eine silberfarbige auch wieder sehr groß dimensionierte Feder. Der Akkudeckel ist dann eigentlich auch das Einzige, was mich beim Bambus Mod ein bissl stört. Wäre schöner gewesen, wenn man den ins Holz eingelassen hätte, dass der nicht so übersteht. Dann wäre der Bambus auch ein bissl standfester.

Der Holzkorpus fasst sich schön an, die Einbuchtungen für die Finger da an der Seite sind bequem, alles fein abgerundet und geschliffen. Ja, das ist schon schön, so ein Holzmod, auch in dieser preiswerten Kategorie. Insgesamt ist die ganze Verarbeitung sehr ordentlich, keine scharfen Kanten, nix kratzt oder hakelt, alle drehbaren Teile schön gerändelt.

Abmessungen:

  • 45,5 mm breit (über das Verstellrad sind es 48 mm)
  • 26,5 mm dick
  • 115 mm hoch
  • 167 g mit Akku schwer

Sicherheitsfunktionen:

  • Kurzschlussschutz auf Verdampferseite (auch während eines Zuges, getestet)
  • Maximale Zugdauer 8 Sekunden
  • 5-Klick an und aus
  • in Fingermulde angebrachter Taster schütz vor unbeabsichtigten Feuern
  • Verpolungsschutz (getestet)

Leistung unter Last:

Wenn wir uns die Regelung am Oszi anschauen, dann fällt eines auf: das funktioniert wie bei den eGo Akkus. Innerhalb der Limits mit noch ausreichender Akkuspannung haben wir ein schönes, glattes Ausgangssignal:

Im Limit & voller Akku: schöne glatte Linie am Oszi

Im Limit & voller Akku: schöne glatte Linie am Oszi

bei zunehmender “Belastung” (z.b. mehrere Züge über volle Dauer) beginnt er dann ganz typisch für unsere eGo Akkus dann das “Pulsen”:

Pulsen wenn die Luft ausgeht

Pulsen wenn die Luft ausgeht

Eindrücke:

Der 2,6 Ohm Testverdampfer wird am Rechtsanschlag mit 5,0 V maximal befeuert, also sogar etwas mehr als beworben wurde. Aber halt auch nur bei solch hohen Widerständen, mit niedrigeren Widerständen schafft er keine 4,8 V. “Stabil” (als Stabil habe ich für mich definiert: über 2 komplette Züge maximaler Dauer ohne schmeckbaren Spannungsverlust 0,2 V oder “Pulsen”) sind die 5,0 V aber nicht, es gehen nur sehr kurze Züge. Ansonsten: etwas weg vom Rechtsanschlag bei etwa 4,8 V (tatsächlich gemessenen) sind wir dann auch stabil.

Der 2,2 Ohm Testverdampfer wird kurzfristig bis maximal 4,8 V befeuert, 2 komplette Züge stabil durchfeuern kann der Bambus Mod dann aber erst bei 4,4 V, das sind so etwa 9 W Leistung, die wir da erhalten.

Auch der 1,8 Ohm Testverdampfer bringt so 9 W: maximal 4,4 V kurzfristig oder dann eben 4,0 V stabil. Damit ist klar: im für die meisten Fertigverdampfer wichtigen Bereich um 1.8 – 2.2 Ohm haben wir so ca. 9 W Dampfleistung zur Verfügung. Das ist jetzt nicht üppig, für echte Akkuträgerverhältnisse schon gar nicht, aber es ist im Rahmen dessen, was man von einem eGo Akku erwarten darf.

Die niederohmigen Testverdampfer werden auch mit dem Bambus Mod nicht vernünftig bedient: bei 1,5 Ohm schafft er kurzfristig 3,7 V maximal, 3,5 V stabil über 2 Züge. 1,2 Ohm bringt seine 3,3 V mit Müh und Not für gerade mal einen Zug und 1,0 Ohm schafft von vorne rein nur noch 3.1 V und das nicht mal für einen kompletten 8-Sekunden Zug.

Leistungstabelle:

Soll 3.3V Soll 3,8V Soll 4,0V Soll 4,2V Soll 4,4V Soll 4,8V
1,0 Ohm ~ 3,1V maximal
1,2 Ohm 3,3V keine 2 Züge hintereinander (2,8A/9,1W)
1,5 Ohm 3,5V stabil
(2,3A/8,2W)
3,7V (2,5A/9,1W)
1,8 Ohm 3,3V 3,8V 4,0V
(2,2A/8,9W)
4,2V (2,3A/9,8W)
2,2 Ohm 3,3V 3,8V 4,0V 4,2V 4,4V
(2A/8,8W)
4,8V bricht weg
(2,2A/10.5W)
2,6 Ohm 3,3V 3,8V 4,0V 4,2V 4,4V 4,8V
(1,8A/8,9W)

Leistungswerte würde ich demnach wie folgt formulieren

  • Maximal 2,3 A
  • knapp unter 9 W.
  • In einem Regelbereich von 3,3 V bis zu maximal (je nach Verdampfer Widerstand) 4,8 V stark VD abhängig.

2 Züge im Verlauf

2 Züge bei 4,2V, 2.2 Ohm - ohne Probleme

2 Züge bei 4,2V, 2.2 Ohm – ohne Probleme

Sinkende Akkurestspannung

bewirkt in meinem Test zum einen, dass die maximal kurzfristig erzielbare Ausgangsspannung am VD sinkt zum anderen reduziert sich die Anzahl der Züge bzw. Zugdauer, die in direkter Folge ohne Pause möglich sind, bis der Akku einbricht und zu pulsen beginnt.

Mein Fazit:

Geliefert wurde der Bambus nackt, ohne Alles, in einem Stück Blasenfolie.  Eine Anleitung gibt es auch nicht. Was nicht in der etwas knappen Artikelbeschreibung im Webshop steht, ist also nicht bekannt. Also ist das alles so ein bissl Überraschungsei.

Nun, er stellt sich dann recht schnell als ein typischer eGo VV Akku heraus, mit genau den dafür zu erwartenden Leistungswerten, den man da in ein (meiner Meinung nach) eigentlich doch ansprechendes Stück Holz gezimmert hat.  Da hat also einer ein Stück Holz genommen, da die Elektronik von einem eGo VV Akku reingebaut und ein 18mm Akkurohr durch den Holzklotz getrieben. Ja, warum denn nicht?

Der große Vorteil gegenüber klassischen eGo-Akkus wie ein Vision Spinner oder eine eGo-Twist sind die austauschbaren 18650er LiIon-Akkus, die gut und gerne die doppelte Kapazität mitbringen. Der Preis von 39,95 Euro ist im Vergleich zu den typischen eGo Akkus mit ihren 25,- im Durchschnitt jetzt auch nicht übertrieben teuer. Die “Kostenfalle” steckt allerdings für alle, die noch keinen Akkuträger besitzen, im Zubehör: 1 oder 2 18650er Akkus sollte man noch einplanen und zumindest ein kleines LiIon Ladegerät braucht es auch noch, ein sehr günstiges USB Ladegerät für LiIon verlinke ich unten bei den Akkutipps, das nutzt man dann einfach zusammen mit einem USB Netzsteckerchen von den eGo Akkus. Laden über den aufschraubbaren USB Lader der eGo Akkus ist jedoch nicht möglich.

Eine Sache ist auch noch zu beachten: im Grunde bekommt man für das selbe Geld oder maximal nen 10er mehr auch ein Vamo oder ein Sigelei Zmax, echte Akkuträger mit deutlich mehr Leistung als die eGo Akku Elektronik ausgeben kann.

Akkutipps:

Das Akkkurohr ist recht eng und sehr kurz bemessen. Protected Akkus kann man komplett vergessen, selbst manche unprotected Akkus mit Nuppel waren dann schon zu lang und der eine oder andere umverschrumpfte oder dickere Akku musst dann mit etwas Nachdruck ins Rohr bugsiert werden (zum Rausziehen klemmemder Akkus nehme ich immer nen Stapel kleiner Magnete). Also ganz klare Empfehlung zu Flattop Akkus in 18650

Die gemessenen Lasten am Akku sind nur gering, daher die klare Empfehlung: Panasonic NCR18650B, der Akku mit der meisten Kapazität bringt uns die längste Laufzeit, bevor wieder nachgeladen werden muss.

Panasonic NCR18650B
mit 3400 mAh
Kleines aber feines
USB LiIon Ladegerät:

.

2 responses so far

2 Responses to “VV Akkuträger oder eGo Akku: Bambus Mod”

  1. nettscheon 07 Aug 2016 at 08:43

    wo bekommt man den denn?

  2. adminon 07 Aug 2016 at 15:55

    Ich hab leider keine Bezugsquelle mehr. Der Shop der her kam hat sie nicht mehr :-(

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