Sep 21 2014

eGo Akkus Teil 3: Kanger EVOD VV 1600mAh

veröffentlicht in Kategorie eZigaretten  

Der nächste Teil in meiner Serie von eGo VV Akkus. Der EVOD VV in 18,6mm Außendurchmesser und 1600mAh Kapazität. Wer den Test des Pipeline / Spinner I gelesen hat, kann sich diesen Test hier quasi schenken, der Leistungsteil war nämlich gleich, hier is nur ne andere Optik.

Evod VV 1600mAh "Stainless steel"

Evod VV 1600mAh “Stainless steel”

Allgemeines:

Der EVOD VV 18,6 mm / 1600mAh (auch in 1300mAh erhältlich) ist wohl noch neu oder nicht so sehr verbreitet. Einzeln finde ich fast nur die ältere, schmalere Version mit Kapazitäten zwischen 650mAh und max 1000mAh, aber um die geht es hier nicht. Hier getestet ist die dicke Version in 1600 mAh (oder 1300 mAh).

Wir finden einen etwas arg wackeligen, gefederten 510er Verdampferanschluß mit eGo Außengewinde. Ich bin kein Freund von gefederten VD Anschlüssen, vor allem nicht, wenn der so hin und her wackelt, das ist doch niemals dicht. Andere mögen gefederte Plus Pole, weil man damit wohl mit jedem Verdampfer problemlos Kontakt bekommen (soll), für mich ist das hier eine Sollbruchstelle.

Anders als übliche eGo Akkus hat der EVOD VV 1600mAh keinen verjüngten Hals. Er ist mit einem Außendurchmesser von 18,6mm der dickste bis jetzt gemessene ego-Akku, dafür der kürzeste (mit nur 104,7mm bei 1600mAh ). Die Form ist für eGo Akkus ungewohnt und ist abgestimmt auf die Kanger EMOW oder Aerotanks (und eben gerade nicht die schmalere EVOD Verdampferserie, diese und andere eGo- oder 510er Verdampfer brauchen dann einen geraden oder gar schmaler werdenden Cone mit 18,6mm Außendurchmesser akkuseitig damit das sauber was gleich sieht – ein Maß, das mich dann doch etwas ungewöhnlich dünkt).

Der Feuerknopf ist bündig eingelassen, weiß beleuchtet und macht eine gut-befriedigenden Eindruck (er ist breiter als die eGo Taster und ein bissl “unpräzise” wenn man in nicht ganz in der Mitte trifft)

Zur Einstellung der Ausgangsspannung gibt es unten am Boden ein satt laufendes, stufenlos von 3,2V bis 4,8V verstellbares Drehrad mit einer selbst für meine Maulwurfsaugen noch gut ablesbaren Skala darüber. Das wirkt solide und funktioniert gut. Gesamt Material, Qualität und Verarbeitung sind in Ordnung. Es gibt ihn in 4 Farben: Metallic Rot, Blau, Stainless & Schwarz) und in 2 Kapazitäten (1300mAh und die hier getestete 1600mAh Version).

Abmessungen (der 1600mAh Version):

  • Außendurchmesser Tubus 18,6mm
  • Gesamt 104,7mm lang
  • Gewicht: 59g

Sicherheitsfunktionen:

  • Kurzschlussschutz auf Verdampferseite (auch während eines Zuges, getestet)
  • Maximale Zugdauer 8 Sekunden
  • 5-Klick an und aus
  • bündig versenkter Taster

Leistung:

Die Leistungs-Abschnitte & Scope Bilder hätte ich aus dem Test des Spinner I / Pipeline Rotation Testbericht kopieren können. Warum? Weil ich keine nennswerten Unterschiede finden konnte, weder im Verhalten noch im Oszi Bild.

 spin_p02
Glattes Signal (Beispielhaft/gemittelt) “Pulsen” wenns zuviel wird (Beispiel)

Der 2.6 Ohm Verdampfer: Der volle Regelbereich von 3,3V bis 4,8V wird unterstützt und auch 4 und mehr komplett durchgefeuerte 8 Sekunden Züge hintereinander sind weitgehend stabil. Weitgehend, nun, interessanterweise gibt der EVOD wie der Pipeline eigentlich immer im Verlauf der 8 Sekunden etwas in der Spannung nach (siehe Oszi Shots im Abschnitt Verlauf).

Der 2.2 Ohm Verdampfer: Hier in sehr wichtigen Widerstandsbereich von 1,8 bis 2.2 Ohm merkt man die Mehrleistung zum Aspire CF VV (die Messlatte weil erster Test dieser ego VV Akku Testreihe) meiner Meinung am Besten. Mit frisch geladenen Akku kann der EVOD VV auch den 2.2 Ohm Testverdampfer noch stabil für 2+ Züge hintereinander mit knappen 4,8-0,2V im Verlauf befeuern, mit abnehmender Akkukapazität gelingt das dann nicht mehr und er bricht dann zunehmend ein, aber 4,4V liefert er zuverlässig auch mit schwächer werdenden Akku für mindestens 2 Züge in direkter Folge
(das ist eines meiner neuen Kriterien (im Moment) zur Beurteilung dieser Akkus: 2 Züge direkt hintereinander nicht mehr wie 0,2V Absackem, kein Pulsen).

1,8 Ohm Verdampfer wird von 3,3V bis 4,2V zuverlässig und stabil befeuert, darüber bricht er ein. 1.8 Ohm ist so ein üblicher Wert für die Verdampferköpfchen der üblichen Clearos, Minitanks usw. Der EVOD VV / Pipeline / Spinner I gibt uns hier um die 10W, das langt eigentlich auch aus.

1,5 Ohm Verdampfer: funktioniert bis 3,8V stabil, 4,0V schafft er vielleicht mal nen einzelnen Zug mit vollem Akku, aber in der Regel bricht er da weg.  1.2 Ohm wird mit 3,3V halbwegs stabil befeuert, wenn man etwas Pausen macht zwischen den Zügen ist das dampfbar, aber Regelbarkeit ist da Null und auf Dauer ist das nix. 1,0 Ohm hielt hier im EVO VV mit randvollen Akku einen Zug durch, wird schnell gut warm und man hört Spulenfiepen – ich glaube, das sollte man im Zweifel dann doch bleiben lassen. (Dass der EVOD VV hier beim 1,0 Ohm Verdampfer diese kleine Bissl besser weg kommt schiebe ich jetzt mal auf Serienstreuung beim Akku)

Ein Zug im Verlauf..

auch wieder identisch mit dem Spinner I / Pipeline Rotation:

benutzter Akku, 2.2 Ohm, 4.4V: Zug 1 und 2

EVOD VV 2.2 Ohm, 4.4V: Zug 1 und 2 (Akku bald leer)

Im Vergleich zum Aspire CF VV fällt auf:

  • feuert nur 8 Sekunden maximale Zugzeit – der Aspire hatte 11 Sekunden
  • gibt bereits im Verlauf des ersten Zug miminal mit der Spannung nach (während der Aspire da noch stabil schnurgerade bleibt)
  • aber und das ist ein großes Aber: er macht so auch auch 3-4 Züge nonstop, während uns der Aspire gerade in den Grenzberreichen in der Regel schon zur Mitte des 2. Zuges wegbricht.

Der EVOD VV ist aber auch nicht ganz vor dem Wegbrechen mit Pulsen gefeit, es kommt nur später als beim Aspire CF VV:

... Wegbrechen dann in Zug 4

… weiter dann in Zug 3 und 4: da bricht er dann weg

Setzen wir die gesammelten Eindrücke tabellarisch um, schaut das dann etwa so aus:

Leistungstabelle:

Soll 3.2V Soll 3,8V Soll 4,0V Soll 4,2V Soll 4,4V Soll 4,8V
1,0 Ohm 3,3V ein Zug stabil mit öängeren Pausen
1,2 Ohm 3,3V
(2,7A/9,0W)
3,8V fürn halben Zug etwa
1,5 Ohm 3,3V 3,8V stabil
(2,5A/9,6W)
4,0V nur ganz kurz, meist <3,9 max
(2,6A/10,7W)
1,8 Ohm 3,3V 3,8V 4,0V
4,2V
(2,3A/9,8W)
4,4V bricht weg
(2,4A/10,8W)
2,2 Ohm 3,3V 3,8V 4,0V 4,2V
4,4V
(2A/8,8W)
4,8V bricht weg
(2,2A/10.5W)
2,6 Ohm 3,3V 3,8V 4,0V 4,2V 4,4V 4,8V
(1,8A/8,9W)

Leistungswerte wie schon beim Spinner I / Pipeline Rotation:

  • Maximal 2,5A
  • bis etwas über 9,5W.
  • In einem Regelbereich von 3,3V bis zu maximal (je nach Verdampfer Widerstand) 4,8V stark VD abhängig.

Sinkende Akkurestspannung

bewirkt in meinem Test zum einen, dass mit sinkender Akkurestspannung auch die erzielbare Ausgangsspannung am VD geringfügig aber stetig sinkt, zum anderen reduziert sich die anzahl der Züge, die in direkter Folge ohne Pause möglich sind, bis der Akku einbricht und zu pulsen beginnt”

Mein Fazit:

Ich bin absolut überzeugt: der (dicke, neue 1600mAh)  EVOD VV  Akku hat die selbe Elektronik wie ein Pipeline Rotation / Spinner I, aber in einer anderen “Verpackung”. Welchen Akku man da kaufen soll, das hängt dann wohl primär davon ab, zu welchem Akku der zu benutzende Verdampfer optisch besser passt, zumal auch der EVOD VV 1600 mAh zum Preis von rund 25,- Euro erhältlich ist

Ein bissl stört es mich, warum Kanger dem Akku keinen eigenen Namen gegeben hat um ihn von der bestehenden schlanken Generation EVOD VV Akkus zu unterschieden, konzipiert für EMOW und Aerotank ist er eben kein Akku für EVOD, also hätte auch der Akku auch einen anderen Name verdient – wie wärs mit Kanger EMOW VV und so hätte man auch die Verwechslungsgefahr minimiert.

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8 responses so far

8 Responses to “eGo Akkus Teil 3: Kanger EVOD VV 1600mAh”

  1. Janonymon 21 Sep 2014 at 08:55

    Mich würde bei deinen EGo Tests noch interessieren, ob die Teile annähernd die versprochenen Kapazitäten bieten wie angegeben. Kannst du das zuverlässig messen?

  2. adminon 21 Sep 2014 at 14:30

    Dazu müsste ich die Teile zerlegen, da bin ich noch schwer am Überlegen, ob ich mir das leisten kann, denn danach kann ich se eigentlich auch nur noch wegwerfen. Viele der Testgeräte hier sind geliehen oder bezahle ich selber und wenn ich die im Bekanntenkreis nach den Tests für paar Euros wieder weitergeben kann, hilft mir das durchaus.

  3. Janonymon 21 Sep 2014 at 23:33

    Dazu kann ich nur sagen ruf zu Spendenabgabe auf. Ich würde im Rahmen meiner bescheidenenen Möglichkeiten bestimmt was geben und denke vielen anderen geht es ähnlich wie mir. Vielleicht fäält dir ja eine Art des Crowdfunding ein die den Anforderungen gerecht wird.

  4. adminon 23 Sep 2014 at 17:44

    Ohje, wie schaut das aus, wenn ich hier zum Crowdfunding aufrufe. Ich bin doch eh von Shops und Herstellern gekauft und überhaupt – die Dampfer zerrissen mich doch in der Luft, wenn ich sowas versuche ;-)

    Ich überleg mir was.. Den einen oder anderen könnte man ja opfern. Weil hast schon Recht, das wäre ein sehr interessanter Wert.

    PS: http://www.vapor-freak.de hat grad ein Testgerät von den SmokTech Akkus gesponsort, damit ist dann Teil 5 der Testreihe auch schon unter Dach und Fach.. :-)

  5. Morgennebelon 19 Oct 2014 at 10:53

    Tolle Tests, super!! Endlich werden Kombi-Akkus unter die Lupe genommen, Danke! :-)
    Mich würde mal das Vorurteil bezüglich der billigen Clone-Akkus interessieren. Vielleicht hast Du Zeit/Lust die zu testen, ich würde sie Dir hinterher selbstverständlich auch abnehmen:

    $12 Evod Twist 1300 mAh
    https://www.fasttech.com/products/1411/10005271/1643506

    $11 Evod Twist 650 mAh
    https://www.fasttech.com/products/1411/10005271/1462309

    $8 Evod 1300 mAh
    https://www.fasttech.com/products/1411/10005271/1642405

    Eine mAh-Messung für Kombi-Akkus wäre nicht übel, aber neue Akkus zerstören würde ich auch nicht unbedingt wollen…
    Für eine zerstörungsfreie Messung musst Du doch NUR ;) einen Feuerknopf-Drück-Roboter bauen! :o)) Hm, das wäre eigentlich wirklich nicht schlecht, dann hätte man jedenfalls gleich echte Praxiswerte (Verluste der Wandlungselektronik).
    Scheibenwischermotor? :-DD

  6. Dieter Steffeson 05 Jun 2015 at 23:26

    Hallo
    ich habe mir den Ewod vv1600 zu Weihnachten gekauft. Nach 4 Monaten war das Gewinde Defekt, und hatte nichteinmal die Möglichkeit den Akku umzutauschen.

  7. Hendeon 16 Oct 2015 at 23:31

    Erst mal vielen Dank für die ganzen ausführlichen Tests auf der Seite hier, auch unter dem Aspekt Sicherheit!

    Ich habe den EVOD VV und mich gefragt, warum das Modell anscheinend keine Ausgasungslöcher besitzt. Die kleinen unregelbaren EVOD-Akkus haben ja kleine Schlitze in der unteren Kappe, der VV jedoch nicht. Es lässt sich auch sonst nirgendwo ‘hineinpusten’.

    Weiß dafür jemand eine Erklärung? Sollte ich Löcher bohren?

    Würde mich sehr über eine Antwort freuen :-)

  8. adminon 17 Oct 2015 at 06:24

    Moin Hende,

    bei diesem Akkutyp sollen die Deckel rausgedrückt werden, wenn der Druck zu hoch wird. Ausprobiert habe ich es allerdings auch noch nie..

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