Sep 15 2014

Die letzte echte Vamo? Vamo V5

veröffentlicht in Kategorie eZigaretten  

Ein längst fälliger Nachtest der bis vor Kurzem noch neuesten Vamo, der Version V5. Womöglich die letzte klassische Vamo, denn die Vamo V6 bringt nun neue Elektronik bis 20W, dazu launcht man parallel noch eine Vamo E-Holly mit Yihi Ecig Platine, alle mit mehr Watt, mit Subohm und was weiss ich und überhaupt: wer weiß, was das nun wird und vor allem: ob das dann noch im Herzen eine echte Vamo ist? Aber hier gehts zunächst um die gute alte Vamo V5, das V6 Review kommt dann nächsten Monat und eHolly auch demnächst.

Wisst Ihr, was der mit Abstand beliebteste Post auf diesem Blog ist? Nein, nicht der Verriss der Smoktech Zmax  v1 damals, und auch nicht der Klassiker Provari 1 vs. Lavatube1, nein, es ist der Testbericht der KSD Vamo v1, mit über 41.000 Abrufen liegt der unangefochten auf Platz 1 und wird auch heute noch mehrmals am Tag gelesen. Na, mal schauen, ob der Vamo V5 Test auch so erfolgreich wird?

Die alte Vamo V1 hatte für mich 4 typische Merkmale:

Vamo mit dem Wave

Vamo V1: klobig und gar nicht sexy, mit billigem Segment Display und unsäglichen Gummitasten

  • sie war immer sehr preiswert, ich glaub man kann sagen: das Preiswerteste bei sehr ordentlicher Performance egal in welcher Version
  • dafür war sie pottehäßlich, Meister Philgood nannte sie in seinem Videoreview Vamo V1 grobschlächtig und das triffts wie Faust aufs Auge..
  • und sie hatte den Wildsau Modus – Regelung nach Vavg mit 2 Akkus in Serie, sprich Stacking Betrieb.
  • und angeblich geht der Pluspol sehr häufig kaputt – ich hab nie lang genug eine besessen, nun, weil siehe 2. Punkt ;-)

Die Vamo V5

Vamo V5 im Kroko Design

Vamo V5 im Kroko Design

Preiswert ist sie auch heute noch, ja. Die Optik hat sich etwas verbessert, die primitive Segmentanzeige wich einem hübschen OLED (Matrix) Display, die fürchterlichen Gummiknöpfe wurden durch Metallknöpfe ersetzt (die allerdings Löcher haben – wären die sonst zu teuer geworden und man musste Material zu sparen oder wie?!).

Ob nun schlichte Edelstahlversion oder eine der 4 verschiedenen Klebefolie umwickelte Designvarianten der V5: allen V5 Versionen gemein ist der ungefederte 510er mit eGo Außengewinde, darin sieht man den KSD typischen und nur wenig geliebten weißen Silikon-Isoring.  Aus welchem Material das Verdampfergewinde besteht, vermag ich selbst nach ein bissl rumfeilen nicht sagen, härtester deutscher Krupp-Stahl scheint es nicht zu sein, dazu feilt es sich zu leicht. Vamo V5 kommt mit einem sich von 22mm auf knapp 20mm verjüngenden, abschraubbaren Cone zum Verblenden des Verdampferanschlusses.

Der Feuertaste macht einen überraschend “gut”en Eindruck, ich kann es selbst nicht glauben.

Version V5 ist nicht teleskopierbar sondern kommt wie die V1 mit einer abschraubbaren Verlängerungshülse für 1*18650 bzw. 2*18350 stacked. Anders als bei den frühen Smoktech Geräten braucht es keine unterschiedlichen Akkudeckel bei der Vamo, die große angeblich vergoldete vielleicht auch nur Messing-Feder gleicht Längenunterschiede locker aus. Gewinde laufen einwandfrei, Verarbeitung und Materialqualität geben keinen Anlass zur Kritik, die Klebefolie wurde ordentlich aufgebracht. Unter der Klebefolie steckt meiner Meinung eine hochglanz verchromte Vamo, nicht das matt (überdrehte) Edelstahlfinish. Wenn die Folie mal unansehlich geworden ist, kann man sie auch abziehen und die Vamo nackt weiterverwenden.

Das neue, hübschere Display hab ich ja bereits erwähnt, es bleibt die klassische 3-Tasten Bedienung wie schon von der Vamo V1 bekannt.

  • Einstellbar von 3,0V bis 6,0V in 0,1V Schritten bzw. 3W bis 15W in 0,5W Schritten.
  • Minus-Taste gedrückt halten zeigt die Restspannung des Akku im Leerlauf
  • Plus-Taste gedrückt halten zeigt den Verdampferwiderstand. Die Vamo misst auch Verdampfer die sie nicht befeuern kann, misst dazu sogar erfreulich genau, höchst selten mal 0,1 Ohm Abweichung von meinen Referenz/Testverdampfern.
  • Plus und Minus gleichzeitig öffnet ein kleines Menü zum Umschalten von VV oder VW Modus und Displaykonfiguration
  • Achtung: das Umschalten vom RMS zum MEAN Modus geht nun in Version 5 durch >10 sekündiges Drücken und Halten der Minustaste. Es gilt übrigens das, was im Display steht, steht Mean im Display dann ist auch Mean aktiv. Ich empfehle RMS Modus für Normaldampfer.
  • Einstellungen bleiben auch bei einem sehr gemütlichen Akkuwechsel erhalten.

Videoreviews:

Abmessungen:

  • Im 18650/Stacking Modus: 140mm (und damit knapp 3mm länger als die V1)
  • Im Single 18350 “Short Modus” immer noch lange 108mm
  • Durchmesser (Tubus) 22,5mm (Folie trägt wohl etwas auf), dickste Stelle (Taster): 23mm
  • Gewicht mit 2*18350: 174g
  • Gewicht mit 1*18650: 176g
  • Gewicht mit 1*18350: 124g

Sicherheit:

  • Kurzschlussschutz – auch während dem Zug, getestet
  • Schutz vor Überlast: im RMS Modus ja, im MEAN Modus bin ich mir nicht sicher
  • elektrischer Verpolungsschutz (schaltet nicht ein)
  • Protected-Akku in 18650 möglich (getestet mit Keeppower 18650-2900mAh – 10A PCB – bissl stramm aber geht)
  • Feuerknopf nicht versenkt, steht merklich hervor, nicht vor unbeabsichtigter Betätigung geschützt
  • 10 Sekunden Zugbegrenzung
  • 5-Klick komplette Abschaltung
  • Abschaltung bei unterschreiten Mindest-Akkuspannung / Tiefentladeschutz unter 3.4V Idle
  • Ausgasen über Bohrung im Akkudeckel und nach oben über die Taster möglich

Leistung:

Auch die Vamo V5 feuert wie alle ihre Vorgänger im ungeglätteten PWM Betrieb mit 33 Hz. Ja, das rattert zu weilen etwas. Am Oszi Bild hat sich nix geändert (okok, es ist ein neues Oszi, das sieht anders aus, aber die PWM Rechteckwelle ist im Grunde die Selbe geblieben)

18650 Vavg Mode 5.0V 2.2 Ohm

Vamo V1: 18650 Vavg Mode 5.0V 2.2 Ohm

V5

Vamo V5 – ebenso

Der VV Betrieb in RMS mit Einzelakku & Stacked:

In Spalte 3 & 4 leg ich Euch zum Vergleich die alte Vamo V1. Werte in (Klammern) überschreiten das interne Limit, der Wert in der Klammer stellt dabei den maximal an den Verdampfer abgegeben Wert dar. Die Vamo regelt demnach still und leise ab, wenn ein Wert die Leistungsgrenze überschreiten würde.

Mein 1.2 Ohm Testverdampfer befand sich übrigens grad so an der Kippe, mal wurde er befeuert, dann mal wieder nicht. Ich weiß, dass der eigentlich einen Ticken unter 1.2 Ohm hat (und wollt mir schon lang nochmal einen neuen basteln), deshalb mach ich der Vamo hier keinen Vorwurf, laut Spezifikation liegt mein nicht ganz 1.2 Ohm Widerstand außerhalb der unterstützten Widerstandsbereiche. Der nächst größere Testverdampfer mit 1.4 Ohm funktionierte dann einwandfrei.

1.4 Ohm
Soll: Vamo V5
18650
Vamo V5
18350*2
Vamo V1
18650
Vamo V1
18350*2
3,0V 2,95V 2,93V 2,96V 2,83V
3,5V 3,47V 3,45V 3,47V 3,46V
4,0V 3,98V 3,89V 4,01V 3,93V
4,5V 4,43V 4,40V 4,55V 4,41V
5,0V (4,66V) 4,90V (4,57V) 4,96V
5,5V (4,66V) 5,38V (4,57V) 5,48V
6,0V (4,66V) 5,94V (4,57V) 6,02V
1.8 Ohm
Soll: Vamo V5
18650
Vamo V5
18350*2
Vamo V1
18650
Vamo V1
18350*2
3,0V 2,94V 2,90V 2,99V 2,82V
3,5V 3,44V 3,44V 3,52V 3,41V
4,0V 3,96V 3,90V 4,01V 3,92V
4,5V 4,42V 4,44V 4,51V 4,42V
5,0V 5,01V 4,96V 5,01V 4,98V
5,5V (5,10V) 5,44V (5,01V) 5,50V
6,0V (5,10V) 5,98V (4,98V) 6,12V
2.2 Ohm
Soll: Vamo V5
18650
Vamo V5
18350*2
Vamo V1
18650
Vamo V1
18350*2
3,0V 2,94V 2,96V 2,92V 2,84V
3,5V 3,44V 3,41V 3,39V 3,36V
4,0V 3,97V 3,95V 3,94V 3,88V
4,5V 4,45V 4,38V 4,42V 4,38V
5,0V 4,96V 4,90V 5,00V 4,89V
5,5V 5,45V 5,43V (5,34V) 5,40V
6,0V (5,48V) 5,96V (5,34V) 6,05V
2.6 Ohm
Soll: Vamo V5
18650
Vamo V5
18350*2
Vamo V1
18650
Vamo V1
18350*2
3,0V 3,00V 2,90V 2,88V 2,93V
3,5V 3,45V 3,35V 3,39V 3,37V
4,0V 3,91V 3,88V 3,87V 3,92V
4,5V 4,47V 4,37V 4,45V 4,45V
5,0V 4,92V 4,84V 5,00V 4,87V
5,5V 5,37V 5,36V 5,48V 5,45V
6,0V 5,90V 5,89V (5,84V) 6,12V
  • Der begrenzende Faktor im Einzelakkubetrieb scheint ein 15W Limit zu sein (höchster gemessener Strom verdampferseitig waren 3.3A, obs da nicht noch ein zusätzliches Ampere Limit im Einzelakkubetrieb gibt ist so nicht ersichtlich)
  • Im Stacking Betrieb fällt dann das Leistungslimit, beim 1.4 Ohm Verdampfer messen wir im VV Modus gestacked mit Regelung nach RMS bis zu 25W. 25W ist auch heute noch nicht gerade wenig. (und im Wildsau Modus MEAN gehts noch n Stück höher, aber dazu später)
  • Sowohl die 18350*2 als auch die 18650er Akkukonfiguration liefern im RMS Modus die korrekten Spannungen mit ordentlicher Präzision.
  • Im Vergleich zu Vamo V1 hat sich da jetzt nicht wirklich was getan, das war damals schon “gut” und ist es heute auch noch.

Im VW Betrieb RMS

VW RMS 18650  Single

Soll 1,4 Ohm 1,8 Ohm 2,2 Ohm 2,6 Ohm
3,0W 2,7W 2,9W 2,7W 2,8W
5,0W 4,6W 4,8W 4,7W 4,8W
7,0W 6,6W 6,6W 6,6W 6,4W
9,0W 8,5W 8,8W 8,9W 8,8W
11,0W 10,6W 10,6W 10,9W 10,5W
13,0W 12,4W 12,6W 13,0W 12,7W
15,0W 14,2W 14,4W 13,4W 12,9W

VW RMS 2*18350 Stacked

Soll 1,4 Ohm 1,8 Ohm 2,2 Ohm 2,6 Ohm
3,0W 3,5W 2,9W 2,4W 2,5W
5,0W 4,5W 4,7W 4,7W 4,7W
7,0W 6,3W 6,5W 6,6W 6,5W
9,0W 8,6W 8,5W 8,2W 8,4W
11,0W 10,2W 10,7W 10,7W 10,2W
13,0W 11,8W 12,2W 12,2W 12,2W
15,0W 14,0W 14,1W 14,6W 14,2W
  • die Ergebnisse sind durchwegs gut, das braucht sich auch nicht vor wesentlich teureren Akkuträgern verstecken
  • Auffällig:wir haben nicht nur ein funktionierendes Step Down und kommen absolut Problemlos in beiden Akkukonfigurationen unter die aktuelle Akkuspannung, ja, wir können darüber hinaus auch Spannungen unter 3V noch  korrekt darstellen, dass kann so mancher zigfach teurere Konkurrent noch heute nicht.
  • ich meine, die Regelung gerade im Stacked Modus hat sich seit der Vamo V1 sogar noch ein bisschen weiter verbessert, Stacked war schon immer ungenauer als Einzelakku, gerade bei den kleinsten Spannungen.
  • 15W sind sind im RMS Modus, selbst gestacked etwas geflunkert, aber Schwamm drüber, wer rohe Gewalt sucht, schaltet in den Wildsaumodus

Nachregeln bei sinkender Akkuspannung?

Akku Voll vs. Akku Leer (Vrms) – 18650 VV  bei 2.2 Ohm
Soll 3,0V 3,5V 4,0V 4,5V 5,0V 5,5V 6,0V
Akku voll  2,9V 3,4V 4,0V 4,5V 5,0V (5,5V) (5,5V)
Akku 3,5V Idle 2,9V 3,5V 4,0V 4,5V 5,0V (5,1V) (5,1V)

Wir verlieren mit sinkender Akkuspannung dann zunehmend die höheren Leistungsbereich, also quasi alles über 11W. Ein Nachregeln hätte keinen Effekt, der Vamo kommt dann nicht mehr höher. Das entspricht dem Verhalten der Vamo V1 und vieler anderer Akkuträger. Kurz vor Abschaltung kippt übrigens auch noch der 5,0V / 11W, das nächste Mal feuern war dann aber schon Akku leer, drum hab ichs bei der Messreihe mit 3,5V Restspannung belassen.

Akku Voll vs. Akku Leer (Vrms) – 18650 VW  bei 2.2 Ohm
Soll  3,0W 5,0W 7,0W 9,0W 11,0W 13,0W 15,0W
Akku voll: 2,7W 4,7W 6,6W 8,9W 10,9W 13,0W 13,4W
Akku 3,5V Idle 2,9W 4,8W 6,8W 8,7W 11,0W 11,6W 11,6W

 

Ruhestrom

Dani aus/Timeout < 0,001mA
KSD Vari 0,03 mA
L-Rider Lambo6 0,04 mA
Sigelei Zmax V5 0,10 mA
eVic FW1.1 “off” 0,10 mA
Zmax V2 RMS 0,11 mA
Innokin Itaste SVD 0,12 mA
Semovar v3 Nivel 0,14 mA
eVic FW1.1 “Sleep” 0,14 mA
Vamo V1 & auch die V5 0,15 mA
YoungJune Tesla 0,20 mA
Volcano Lavatube v2 0,25 mA
Evic Supreme “Sleep” 0,33 mA
Taifun The Eye 0,53mA
Seven-22 0,70 mA
Provari 0,96 mA
Dani “Standby” 13,46 mA
Evic Supreme “Standby”  20,00 mA

Exakt wie schon die Urvamo V1, ein guter Wert.

Der Wildsaumodus

(oder: die Regelung nach Vavg oder Mean)

Was ist der Wildsaumodus?

Wildsaumodus ist der Spitzname für eine verunglückte Art der Spannungsregelung, die erstmalig mit dem Vmax von Smoktech auf den Markt kam. Die Herren Experten beim Platinenhersteller des Vmax hatten grob gesagt schlichtweg mit einer falsch ermittelten Spannung “Vavg” (auch bekannt als Vaverage, “AVG” oder “Mean”) anstatt mit der für diese Zwecke korrekten Spannung Vrms gearbeitet. In Folge dieses Fehlers ist die komplette Spannungsregelung unterm Strich dann falsch und die tatsächlich am Verdampferkopf ankommende Spannung um ein vielfaches höher als sie sein sollte. “Der feuert wie ne Wildsau wild in der Gegend rum.”

Echte Beispiel

Die PWM Welle in diesem (echten) Beispiel hat 6V nach Vavg aber gleichzeitig 6,5V nach Vrms und feuert somit zuviel

Wieviel das in der Praxis ausmachen kann, seht ihr in der Tabelle unten im nächsten Abschnitt. Das Beispiel da oben ist noch sehr harmlos. Diesen Fehler konnte man nicht einfach zugeben, dann wären ja zig tausend bereits ausgelieferte Geräte quasi defekt und der Imageverlust dazu noch. Das geht für chinesische Hersteller gar nicht. Also wurde dieser peinliche Fehler auf Druck der Community dann schlichtweg zur besonders tollen Zusatzfunktion erklärt – die stolzen Vmax Besitzer waren ja sowieso schon überall am Angeben, wie viel besser die ganz speziellen Vmax Volt doch feuern und wollten auch keine Akkuträger mehr, die zwar richtig feuern, aber damit auch weniger Leistung haben.

Also gibt es seither bei vielen Akkuträgern die Möglichkeit, zwischen der korrekt arbeitenden Regelung nach RMS und optional dem Wildsaumodus nach Mean um zu schalten. Die erste Vamo V1 benutzte meiner Meinung nach die selbe Platine wie auch Smoktech im ersten korrekt arbeitenden Modell (das war die Smoktech Zmax V2 RMS [Test]), von dem her erbte die Vamo V1 also das Thema RMS & Mean von Smoktech gleich mit.

Was kann der Wildsau Modus der Vamo V5?

Der eine oder andere Akkuträger zieht heute zwar den Wildsaumodus dem Namen nach noch mit sich rum, hat ihn aber inzwischen deutlich kastriert, in dem Limits eingebaut oder aber Stacking generell abgeschafft wurden (und nur im Stacking Betrieb macht der Wildsaumodus Sinn).

Wenn wir uns den VV Modus im Mean Stacked Betrieb ansehen, ja, da kommen wieder Erinnerung an gute alte Zeiten auf:

VW Mean Stacked VV Mean Stacked
Min Watt Max Watt Min Volt Max Volt
1,2 Ohm 10,3W 23,9W 4,45V (=16,5W) 6,30V (=33,1W)
1,5 Ohm 9,8W 22,1W 4,55V (=13,8W) 6,38V (=27,5W)
1,8 Ohm 9,1W 20,3W 4,61V (=11,8W) 6,48V (=23,3W)
2,2 Ohm 7,8W 18,5W 4,60V (=9,6W) 6,55V (=19,5W)
2,6 Ohm 7,3W 16,3W 4,61V (=7,9W) 6,46V (=15,5W)

3 Volt/Watt anzeigen und 10,3 Watt bzw. 16,5 Watt auf den Verdampfer kloppen, ja, das macht Laune.. Das reicht selbst heute noch für ungläubiges Staunen. Das da oben sind im VW Betrieb also maximal 24W / 4,5A und VV Betrieb also maximale 33W/5.3A. Der Wildsau Modus des Vamo ist auch in Version V5 noch fetzig wie eh und je.

Zum Vergleich Wildsau im Einzelakkubetrieb:

VW Mean Einzelakku VV Mean Einzelakku
Min Watt Max Watt Min Volt Max Volt
1,5 Ohm 6,0W 13,6W 3,69V (=9,1W) 4,54V (=13,6W)
1,8 Ohm 6,3W 14.2W 3,91V (=8,5W) 5,05V (=14,2W)
2,2 Ohm 6,3W 13,3W 4,17V (=7,9W) 5,49V (=13,7W)
2,6 Ohm 6,3W 12,9W 4,21V (=6,6W) 5,86V (=12,7W)

das macht absolut keinen Sinn, ist völlig wirr, hat Null Nutzen, da keine Mehrleistung zu RMS. Da fehlen einfach nur die niedrigen Spannungen und alles ist zum oberen Leistungslimit hin “gestaucht”.

Das ist nimmer Wildsau sondern kastrierter Wohnzimmereber: würde gerne, kann aber nicht

Wer braucht den Wildsaumodus?

Der Wildsaumodus ist für die Dampfer interessant, die einfach nur das absolute Maximum aus ihrem Akkuträger raus ziehen wollen, sich vor dem Akku-Stacking nicht scheuen, generell eher mit hohen Spannungen / Leistungsstufen dampfen und denen eine Übereinstimmung der Anzeige mit der tatsächlich ausgegebenen Spannung egal ist. Sie verzichten zudem auf eine “logisch nachvollziehbare” Art der Regelung und in VW auch auf das “passende Nachregeln” bei Verdampferwechsel (die Variwatt Theorie – die eh nicht aufgeht).

Vor allem benutzen sie jedoch Verdampfer, die sowas auch wirklich abkönnen. Die Vamo ist ja auch oft ein Einsteiger Gerät und viele Einsteiger-Fertigverdampfer sind mit der Spannung/Leistung im Wildsau Modus dann doch etwas überfordert, schmecken schon im ersten Zug kokelig oder brandig und wenns einmal brandig schmeckt, ist der Verdampfer dann meist reif für die Tonne, den Gestank kriegst nimmer raus. Dummerweise ist bei vielen Akkuträgern der MEAN oder Vaverage Modus ab Werk per Default ab Werk aktiv, also beim allerersten Mal Einschalten eines Akkuträgers mit Wildsaumodus immer vorsichtig sein. weil man nie so recht weiss, was wirklich aktiv ist.

Mein Fazit:

Das was einem hier für geringes Geld geboten wird ist durchaus überzeugend. Die Messwerte sind absolut in Ordnung, ja teils besser als bei vielfach teurere Geräte. Dazu ist die Vamo auch sehr flexibel. Es muss niemand Stacking mit  VV im Mean Modus nutzen, aber wer will kann es eben. Ich kenne Dampfer, die kaufen nur noch Stacking fähige Akkuträger, viel Auswahl bleibt da schon nimmer. Die V5 könnt ihr weiterhin kaufen dazu. Mein Fall ist das Stacking nicht, aber jeder Jeck ist anders, ich nutze halt den Einzelakkubetrieb in 18650 mit VW nach RMS, der geht auch wunderbar und 15W (ok, in Realität 13W) reichen mir auch..

Vielleicht ist sie wirklich etwas anfällig, die Vamo ich weiß es nicht. Vielleicht also umso sinnvoller, die Vamo dann im hiesigen Onlinehandel mit 14 Tage Rückgaberecht und voller Garantie zu kaufen anstatt aus Fernost einfliegen zu lassen. Wie auch immer: für die Vamos existiert meines Wissen auch die beste Ersatzteilversorgung. Wer ein bissl handwerkliches Geschick besitzt, flickt sich eine Vamo im Fall der Fälle selber wieder zusammen. Aber jetzt mal ehrlich: so erfolgreich wie die Vamos sind, das wären se nicht geworden, wenn se reihenweise nur kaputt gehen. Vermutlich ist das ein Fall von: beim meist verkauften Modell treffen 3% Ausfallquote halt deutlich mehr als 3% von einer Kleinserie mit 100 Stück Auflage – und in Foren posten auch in der Regel nur die Leute, die Probleme haben. Ich hab wie gesagt noch nie lang genug eine besessen, um mir ein Urteil über die Haltbarkeit zu erlauben.

Das, was ich hier im Test gesehen habe, gefällt mir gut. Wer was günstiges sucht, ja, so ne klassische Vamo kann man kaufen, das tun zigtausend andere Dampfer auch. Kann man unbesehen (ok, einmal Einstellung kontrollieren bzgl. Wildsaumodus) auch der Oma zum Umstieg in die Hand drücken, die kommt damit klar. Im Vergleich zur V1 Urvamo ist die V5 eine gelungene Detailverbesserung, eine funktionierende V1 würde ich wegen einer V5 jetzt nicht weg schmeißen, aber bei einer Neuanschaffung würde ich derzeit zur V5 greifen. Die Optik ist immer noch nicht mein Ding, aber über Geschmack soll man nicht streiten.. Es könnte ja schlimmer kommen, es könnte z.b. jemand ein Arschgeweih drauf gravieren…

Akkutipps:

In 18650 geht von Flattop über Buttontop bis hin zu Protected mit Buttontop alles, was mir in die Finger viel. Der sehr gemäßigte Strombedarf in RMS Modus erlaubt auch weniger auf Last getrimmte Akkus, so dass ein Panasonic NCR18650B [Dampfakkus Datenblatt] durchaus auch seinen Kapazitätsvorteil trotz nur geringer Lastfähigkeit gut ausspielen kann. Für die 13W im RMS langt der NCR18650B oder von mir aus noch ein 10A NCR18650PF [Dampfakkus Datenblatt] oder ähnliches, wer wirklich am Anschlag dampft

In 18350 empfehle ich sowohl fürs Stacking als auch im Einzelakkubertieb die neuen Tensai LC18350HP-700 [Datenblatt Dampfakkus]. Mit oder ohne Nuppel sind egal, ich hab beides probiert, Protected passt allerdings nicht, das wird dann zu lang.

18350er Akkutipp
im Doppelpack
18650er Ausdauer-Tipp
im Doppelpack
18650er für hohe Last
im Doppelpack

.

8 responses so far

8 Responses to “Die letzte echte Vamo? Vamo V5”

  1. Steveon 09 Oct 2014 at 15:55

    Ein wirklich sehr guter Bericht, es fehlt weder am nötigem Galgenhumor noch an Detailreichtum, man könnte eigendlich zu dem Schluss kommen das mehr Luxus für noch weniger Geld quasi nicht möglich ist. Jedoch hat die Vamo auch die ein oder andere Macke auf die du keinen Bezug genommen hast. Ich habe jetzt seit 2 Wochen eine Vamo V5 und sie fängt an zu kranken. Die Verbindung zwischen dem PCB “Abteil” und der nächsten Hülse darunter ist ja eingepresst, leider so Mies eingepresst das ich öfter mal die Vamo als Banane erlebe, dann knackt es mal wenn man mit den Fingern das ganze wieder etwas grade rücken will und die Pressung sitzt wieder grade, jedoch wacklig ist und bleibt das ganze trotzdem. Dann hat die Vamo heute komplett gesponnen. Erst zeigte sie Short an, worauf ich einen Schreck bekahm, dann zeigt sie mittlerweile bei jedem 1,8Ohm Verdampfer Mondwerte von 2,5 bis 2,8 Ohm an, und ich habe die Verdampfer mit dem Multimeter gemessen sie haben 1,8Ohm. Irgendwas in der super Verarbeiteten Vamo hat wohl einen leichten Schluss bekommen, wo auch immer was sehr unzufrieden ist. Jetzt muss ich mich wohl mit einer Garantieanfrage rumärgern, auch sehr blöd.

  2. adminon 09 Oct 2014 at 16:07

    Hi Steve,

    Ich hoffe nicht, dass mein Testbericht hier irgendwie falsche Qualitäten suggeriert. Die Vamo ist in der Bauweise schon eher “im niederpreisigen Segment zuhause” – aber ich find sie nicht klapperig oder jetzt per se schlecht. Ich war eher überrascht, dass es doch ganz ordentlich wirkte in der (kurzen) Testzeit. Ist vielleicht nicht einfach so einen Eindruck gut in Worten rüberzubringen.

    Den Fehler mit der wackeligen Akkuhülse kannte ich zwar noch nicht, das kann ich mir aber gut vorstellen, ja. Fehler und Probleme mit dem 510er und da gehört das falsche Messen des Widerstands ja auch dazu, davon hört man leider sehr oft…

    Ich hoffe Dein Händler tauscht dir das ohne Murren aus..
    und Thx für den Kommentar & das Vorbeischauen

  3. Steveon 19 Oct 2014 at 21:57

    Lieber Prophet,

    ich bin mir da absolut sicher das es nicht dein Verschulden ist ein falsches Urteil über die Vamo V5 abzugeben, sicherlich im Hinblick weil du die Geräte nicht über mehrere Wochen testest, jedoch um richtig über Dampfgeräte urteilen zu können bin ich der Auffassung das man 1 Monat auf jeden Fall ansetzen sollte. Bei der Qualität aus dem Land der aufgehenden Sonne reicht es nicht das Ding 5 mal anzumachen. Die Ohm Probleme habe ich mittlerweile ergründet, zum einem liegt es an meinen Verdampfern die am Pluspol schomal mit Liquid wie es scheint den Wert versauen, also saubermachen und weiterdampfen und zum anderem habe ich bei meinen Verdampfern mal den Pluspol der aus Messing ist mal mit Schleifpapier wieder blinkig gemacht, siehe da konstant wie ich es will 1.8 bis 2.0 Ohm, also alles im Grünen. Jedoch an meinem Wackelkontakt änderte das nichts, ich war im Dampferhimmel, gerade weil ich Flash brauche beim Dampfen, jedoch wunderte mich wieso meine Dampfer jetzt mehrmals kokelten und wieso mein Liquidverbrauch so hoch war. Das Ding hat mit einem Wackel nicht nur kurzfristig den Dienst quitiert sondern von RMS auf MEAN geschaltet. Es hat also seine Einstellungen verloren, erklärt das kokeln und den Verbrauch. Mittlerweile habe ich so ein wenig das Vertrauen in die Vamo verloren, gibt es denn Alternativen zu der Vamo die Qualitativ empfehlenswert wären und nicht gleich 200 Euro kosten wie der Provari ?

  4. Thorstenon 08 Jan 2015 at 01:36

    Ich habe die Vamo V5 nun schon seit zwei Jahren und mich hatte nach 3 Monaten lediglich der Pluspol zur Verzweiflung getrieben: Kurzschlüsse (durch defekte Isolierung) und falsche Verdampfer-Messwerte (durch ausgeleierte Isolierung -> der Pluspol musste dann mal wieder herausgezogen werden), bis ich es leid war, meine gebrauchten EVOD-Verdampfer als Pluspolisolierungsersatzteillager zu verwerten und von Conrad eine passende Isolierhülse aus Nylon gekauft habe. Seitdem (nun schon etwa anderthalb Jahre) habe ich keine Probleme mit dem Pluspol mehr. Es war nur ein erbitterter Kampf zwischen dem Pluspol und dem neuen Isolator – und beide gegen mich.
    Auch ist die Vamo bei mir immer noch in einem Stück, obwohl ich mich schon ein paar mal aus versehen drauf gesetzt habe – nur ein EVOD hat sich verabschiedet. Bei Steve scheint es sich wohl unglücklicherweise um einen Fall von Montagsgerät zu handeln.
    Obwohl ich seit einigen Monaten verstärkt das ungeregelte Dampfen bevorzuge, nehme ich immer noch gerne die Vamo zur Hand.

  5. Ericon 31 May 2015 at 09:09

    Was wurde aus dem Vamo v6 Test, der letzten Oktober (laut Ankündigung hier) hätte kommen sollen? Per Suche konnte ich ihn nicht finden…

  6. adminon 03 Jun 2015 at 23:57

    Die Vamo kam nie und der Test für die eHOlly liegt halbfertig in der Schublade.. irgendwie bin ich nie dazu gekommen, kam immer was anderes grad rein.. Meinst das lohnt noch, da Tests zu machen?

  7. Ericon 04 Jun 2015 at 22:24

    Klar, ich finde schon! Die Vamo ist doch immer noch DER Einsteiger-Akkuträger aufgrund des günstigen Preises, ihrer (nachgesagten) Qualität und allgemeinen Beliebtheit.
    Zwischenzeitlich gibt es dann ja aber auch schon Version 7 und – zumindest beim Chinesen – noch höhere Modellnummern.
    Aus meiner Sicht (und eigenem Interesse) würde sich ein Test des aktuellen Modells, auch mit vergleichendem Blick auf die immer noch verfügbaren und preislich noch attraktiveren Vorgänger (eben zuvor erwähnte v6), sehr lohnen. Entsprechendes konnte ich anderswo bisher auch noch nicht finden.
    Ich zumindest tue schwer, wenn ich entscheiden soll ob lieber die v5, v6 oder v7 gekauft werden soll: Ob lieber ein Schnäppchen machen und die billigste (v5) kaufen oder ob sich der Aufpreis für eine der Neueren lohnt… Ich kann diese Frage nicht beantworten.
    Von daher… Ich fände es sehr gut, wenn du auf die Vamo (wie gewohnt im Detail aber auch Allgemein vergleichend) einen erneuten Blick werfen würdest.

  8. Ericon 05 Jun 2015 at 10:44

    Und ganz vergessen: Die “Vamo Mukey” gibts ja auch noch (zumindest von der kompakten Bauform sehr ansprechend wie ich finde).

Comments RSS

Kommentar dazu? (Geht anonym und ganz ohne Anmeldung)