Jun 07 2014

DNA30 Clone Box Mod im Hana Mods Design

veröffentlicht in Kategorie eZigaretten  

Durch und durch geklont: geklonte Elektronik (Vorbild Evolv DNA30) & geklontes Box Gehäuse (Vorbild Hana Mods Box v3), die 30W Boxmod Klone lassen ein bissl an schöpferischen Eigeninitiative vermissen. Ob Sie trotzdem was taugen erfahrt ihr nach dem Klick auf

Das Äußere:

DNA30 Clone Boxmod Hana V3 Style von Vapor-Freak.de

DNA30 Clone Boxmod Hana V3 Style von Vapor-Freak.de

Massives Alu Gehäuse 26mm*47mm*90mm, schwarz eloxiert – andere Farben sind optional auch erhältlich. Kanten, Ausschnitte und Fräsungen absolut sauber abgerundet bzw. gebrochen. Nix kratzt, hakelt oder stört. Von der Verarbeitung her ist die Box ein echtes Musterbeispiel, da kann sich so mancher Original Hersteller bitte gerne noch ne Scheibe abschneiden von.

Oben auf sitzt ein schön stabil anmutender 510er Anschluss vermutlich aus Stahl, kein eGo Gewinde, der Pluspol ist ungefedert. Der 510er wurde eingelassen in eine 23,3 mm (Durchmesser) Mulde, gerade groß genug, um meinen Taifun GT noch komplett aufzunehmen. (Ich weiß nicht, warum das bei mir passt und bei vielen anderen Forenteilnehmern nicht – ich vermute, das unterschiedliche Revisionen oder gar komplett andere Varianten auf dem Markt kursieren. Hier bei meiner Box  geht der Taifun GT und auch der Squape passgenau in die Mulde, die kleineren 22 mm Verdampfer wie Kaifun usw dann sowieso).

Sieht man das? Jo, das sieht man: der Taifun GT passt sauber in die Mulde

Sieht man das? Jo, das sieht man: der Taifun GT passt sauber in die Mulde

Die drei verbauten kugelförmigen Taster sind bei den Mod-Bastler glaub recht beliebt, die habe ich nun schon öfters gesehen. Sie sitzen versenkt in den dafür vorbereiteten kleinen Mulden, die Knöpfe sind vielleicht etwas sehr “clicky” und dazu etwas spitz – aber sie  machen auch hier im Box Clone wieder einen guten Eindruck. Gute Taster sind nicht leicht zu finden.

Display und MicroUSB sind ebenfalls in sauber gefrästen Aussparungen montiert, oder besser: eingeklebt.

Die inneren Werte

Das Innenleben des Boxmod

Das Innenleben des Boxmod

Innen finden wir bei der mir vorliegenden Versionen einen ordentlichen 18650er Akkuhalter und hinter einer roten, versiegelten Plastikscheibe die geklonte DNA30 Platine. Es scheint als wären allzu neugierige Blicke auf die Platine eher nicht willkommen. Es gibt wohl auch Versionen mit LiPo Prismenakku statt dem 18650er Akkufach – ich persönlich würde da wegen der besseren Verfügbarkeit jederzeit den 18650er LiIon vorziehen. Tragendes Element zu Befestigung von Taster und Elektronik ist dann übrigens sehr großzügig angewandter Heißkleber. Das ist mir schon öfters aufgefallen: in China scheint es keinerlei Mangel an Klebstoffen zu geben, da schöpft man gerne und mit Gusto aus dem Vollen.

Nochmal von innen: Hana v3 Style DNA30 Clone Boxmod

Nochmal von innen: Hana v3 Style DNA30 Clone Boxmod

Wenn ich am Gehäuse etwas zu meckern habe, dann ist es die Tatsache, dass der Deckel zum Akkufach / Elektronik geschraubt ist. Für einen Akkuwechsel unterwegs muss ich also immer auch einen Kreuzschlitz-Schraubendreher dabei haben, das ist umständlich. Wer jedoch stets nur über die MicroUSB seinen einmal eingelegten Akku lädt, dem kann das egal sein.

Abmessungen:

  • Abmessungen: 26 mm*47 mm*90 mm.
  • Taster stehen etwa 1 mm über
  • Gewicht inkl. Akku: 170g

Sicherheitsfeatures:

  • Achtung: kein Verpolungsschutz: einmal den Akku falsch rum eingelegt = Totalschaden der Elektronik bei Garantieverlust. Die original DNAs haben diesen ärgerlichen Fehler auch, drum darf ich deswegen nicht abwerten. Da hat man zu gut geklont, das wäre eine leicht zu realisierende, aber deutliche Verbesserung geworden. Schade.
  • Achtung: keine Zugbegrenzung! Nach 60 Sekunden Dauerfeuer ist mir dann die Wicklung verkokelt. Ooops. Wenn der z.b. wegen der nicht komplett versenkten Feuertasten mal aus versehen dauerfeuert, dann tut er das wohl bis zum bitteren Ende, also bis irgendwas kaputt ist. Ich weiß im Moment gar nicht, ob der Original das auch hat. Ich finde das etwas heikel.
  • Kurzschlussschutz am Verdampfer
  • Tiefentladeschutz des Akkus: Der Hinweis “Check Battery” und damit Entladeschluss erscheint bei ca. 3,0V gemessen unter Last.  Das Akkusymbol ist da bei eher niedriger bis moderater Leistung schon ne Weile “leer”. Den Hinweis Weak Battery und den dazugehörigen Puls finde ich beom Clone nicht, der scheint zu fehlen.
  • Ausgasungsloch am Boden – das Gehäuse ist aber auch sonst nicht wirklich Luftdicht.
  • 5x Click Feuersperre
  • Die Lastlimits sind hier beim Klon etwas unklar, beim Original ist klar definiert: max 12A Akkuseitig, max 10A Verdampferseitig. 10A Verdampferseitig kommt beim Klon hin, aber 12A Akkuseitig irgendwie nicht

Bedienung:

DNA typisch ist die 3 Tasten Bedienung, ein Taster (hier extern rausgeführt – es wird nicht der Taster auf der Platine benutzt) zum Feuern und zwei weitere Taster zum Erhöhen / Verringern der Ausgangsleistung zwischen 7,0 W und 30,0 W in 0,1 W Schritten. Bleibt man länger auf dem Taster, huschen die Zehntel Watt zunehmend schneller übers Display. Das funktioniert schnell und bequem auch bei großen Leistungssprüngen. Das vom DNA gewohnte Display zeigt nur das Allernötigste: Akkuzustand als Symbol, eingestellte Leistung, Widerstand des Verdampfers und eine aus der Leistungsvorgabe errechnete Soll-Spannung (was dann tatsächlich am Verdampfer ankommt weicht dann doch oft erheblich ab). Die Widerstandsmessung ist bei höheren Widerständen teils etwas zu niedrig (ca. 10%). Ich vermisse bei allen DNA Varianten also auch hier die Anzeige der Akkuspannung unter Last in V.

Das Display ist hübsch, hell und lässt sich auch an sonnigen Tagen noch ablesen. Gleich mit geklont wurden die Zusatzfunktionen: 5 * Click Feuersperre, Verstellsperre,  Stealth Modus und Display aufn Kopf stellen. Reports in den Foren, dass bei Ihnen diese Funktionen nicht implementiert wären kann ich mit dem aktuell von Vapor-Freaks gelieferten Modell nicht bestätigen: sind da und funktionieren hier einwandfrei.

Die eingebaute MicroUSB Buchse bietet dazu noch:

Passthru – Dampfen am Kabel

so richtig Passthru ist das ja eigentlich nicht. Gibts das überhaupt? Ich messe maximal 500 mA , die über den USB Port beim Passthru Dampfen gezogen werden (obwohl mein USB Netzadapter knapp unter 2A liefern könnte), das für sich alleine genommen reicht jetzt mal auf deutsch gesagt hinten und vorne nicht zum dampfen, nicht für 7 Watt und schon gleich gar nicht für 30W (normale USB Ports sind halt nicht höher spezifiziert, die sind ja eigentlich nicht für so Scherze gedacht, sondern dazu, dass Maus und Co funktioniert). Die Hauptlast beim sogenannten Passthru Dampfen mit der DNA30 Clone Box muss also nach wie vor der Akku tragen, mit der Folge, dass ein “Check Battery” oder ein Leistungseinbruch bei leerem Akku auch im Passthrubetrieb auftreten kann. Echtes Passthru wäre dann vollkommen unabhängig vom Akku, dazu bräuchten wir halt dann auch mal gleich mal schnell so ca 10 mal mehr Strom – über konventionelles USB ungepuffert also völlig utopisch. Der Nutzen dieser Pseudopassthru Funktion dürfte also vor Allem darin liegen, dass stets in jeder Nutzungspause der Akku wieder etwas nachgeladen wird.

Laden per USB:

Ich bin kein großer Freund der in immer mehr Akkuträgern zu findenden USB Ladechips. Während sich in Sachen Akkuladegeräte, also die separaten Kistchen inzwischen doch ein gewisses Qualitätsbewusstsein eingebürgert hat, wird bei diesen eingebauten Ladechips hin und wieder noch granatenmäßig gepfuscht, da schauen wir doch besser mal. Ich hab bei 2 unterschiedlichen Akkus den Ladestrom protokollieren lassen

Für eine komplette Ladekurve notwendige parallele Aufzeichnung der Akkuspannung  habe ich im Moment nicht genug Logging-fähige Multimeter hier zuhause. Beide Ladetests erfolgten mit 18500er Akkus und Alu-Spacer, weil ich sonst meine Messfühler nicht in den sehr strammen Akkuhalter bekommen hätte.

Die 30W Clone Box enttäuscht nicht: wir sehen eine ich sage jetzt mal “beinahe CC/CV Kurve” – also so “in etwa” das unisono von allen Akkuherstellern empfohlene Ladeverfahren für unsere LiIon Zellen:

verlauf-ladestrom

Ladestrom beim Laden via USB (Ausschnitte)

Initialer Ladestrom in ungewöhnlich kurzer CC Phase (den kurzen Einbruch da kann ich mir auch nicht erklären) um ca. 490mA. Die CV Phase in beiden Test sehr früh um 3,95V, sehr flach und nicht wirklich mit konstanten Volt –  aber die Terminierung erfolgt dann wieder absolut innerhalb der Spezifikation bei 50mA bei einer Ladeschlussspannung von etwas vorsichtigen, aber durchaus akkuschonenden 4,15V. Nach “Akku voll” messe ich keinen weiteren Ladestrom mehr,  weder am USB noch am Akku selbst (ich sehe statt dessen den Ruhestrom kräftig am Akku saugen – der letzte ausgefranste Teil der Kurve oben zeigt das zyklische Pulsieren des Ruhestromverbrauchs im “negativen” mA Bereich – dazu später mehr).

Das Ladeverfahren des DNA30 Clones ist soweit also jetzt nicht fürchterlich effektiv, es ist eher etwas langsam und macht auch nicht richtig voll, aber es ist “in Ordnung” und ich würde es als “schonend” bezeichnen. Für so ein USB Ladeding ist das eigentlich doch gut. Damit kann man auch gerne regelmäßig seinen Akku laden.  Ein Erhitzen der Platine oder gar Abschmelzen der Heißklebegletscher konnte ich nicht beobachten, entsprechende Forenposts muss ich für die mir vorliegende Version also verneinen.

Das Ladeverhalten könnt ihr auch ganz gut mit so nem kleinen USB Stromanzeige Dongle kontrollieren Je nachdem, wieviel Strom aus dem USB Port noch gezogen, so weit ist die Akkuladung. 0.50A leer – 0,05A gleich voll

KOntrolle über den Ladevorgang mit USB Dongle

Kontrolle über den Ladevorgang mit Xtar USB Detector VI01 (der Staub gehört so)

Leistung unter Last

Da müssen zig Versionen von Geräten mit dieser Bezeichnung herumgeistern, irgendwo hat einer eine Rechteckwelle gesehen, ich hab hier ganz klar eine mehr oder minder glatte Quasi-Gleichspannung unter dem Scope, die dann bei hohen Leistungen wieder etwas “unscharf” wird:

ha22_10_42 ha22_30_42
2.2 Ohm, 10W bei 4.2V Akkuspannung 2.2 Ohm, 30W, bei 4.2V Akkuspannung

Auch hier wieder hätte ich mir statt einer direkten Kopie eine eigenständige Änderung erwünscht. Und zwar die Möglichkeit, auch Spannungen unterhalb der Akkuspannung ausgeben zu können. Dies habe ich bisher bei jedem DNA bemängelt und daher muss ich es auch hier wieder tun.

In Konsequenz fehlen uns auch hier wieder die unteren Leistungsstufen, der Rot markierte Bereich wird wegen fehlendem Stepdown zu hoch befeuert, auch hier blinkt wie beim Original die Widerstandsanzeige und weist so auf den Misstand hin. Das betrifft leider alle DNA20/30 und artverwandte Platinen und darf somit auch für den Klon nicht zum Punktabzug führen.

Soll 0.8 Ohm 1,0 Ohm 1,2 Ohm 1,4 Ohm 1,8 Ohm 2,2 Ohm 2,6 Ohm
7,0W 16,0W 13,7W 12,9W 10,9W 9,4W 7,8W 6,9W
9,0W 16,0W 13,7W 12,9W 10,9W 9,4W 8,9W 8,8W
11,0W 16,0W 13,7W 12,9W 10,9W 11,0W 10,9W 10,8W
13,0W 16,0W 13,7W 12,9W 12,6W 12,9W 12,7W 12,6W
15,0W 16,0W 13,8W 15,1W 14,2W 14,9W 14,4W 14,6W
17,0W 16,0W 16,0W 17,1W 16,5W 16,6W 16,1W 16,6W
19,0W 17,2W 18,0W 19,0W 18,7W 18,6W 18,4W 18,6W
21,0W 19,3W 19,5W 21,2W 20,7W 20,8W 20,2W 20,5W
23,0W 21,5W 21,4W 22,8W 22,3W 22,6W 22,0W 22,7W
25,0W 23,5W 23,4W 24,8W 24,4W 24,6W 24,0W 24,0W
27,0W 25,3W 25,9W 27,0W 26,5W 26,5W 25,9W 26,2W
29,0W 26,8W 27,6W 29,2W 28,5W 28,9W 27,3W 26,8W
30,0W 28,0W 28,5W 29,7W 29,1W 29,6W 27,4W 26,8W
  • der 0,33 Ohm Testverdampfer wird befeuert, aber durchgehend mit ca 2.97V. Das dürfte Akkuspannung unter entsprechend hoher Last (9,9A gemessen) abzgl. aller Verluste durch Regelung, Übergangswiderstände usw. sein. Der 0,55 Ohm Testverdampfer wird immer mit 3,33V befeuert und ist damit genauso witzlos. Ja, ich kann schreiben: die Clonebox feuert bis runter zu 0.3 Ohm, aber ein Regelbarkeit haben wir da  keine, ich nenne das einfach einen Glitch oder: da hat jemand vergessen, dass per Software abzuschalten. Beide Spalten sind daher nicht in der Tabelle enthalten.
  • 0,8 Ohm und 1.0 Ohm funktioniert, bietet auch ausreichenden Regelbereich – aber von der Präzision bleibt der Bereich deutlich hinter dem Rest der Werte zurück. Darum habe ich ihn Orange markiert. Orange wie: geht, aber Präzision ist nix.
  • Über 1 Ohm ab ca. 11W, der grüne Bereich, hier wird das Konzept VariWatt: gleichbleibende Ausgangsleistung selbst wenn sich der Verdampferwiderstand ändert dann so halbwegs erfüllt. Allerdings mit zahlreiche Sprünge größer 0,5W drin – ein Präzisionswunder isser nicht, der DNA30 Clone, ich glaub das ist fair zu sagen.
  • Ich glaube die Darstellung zeigt ganz gut, warum ich immer sage: “Die DNA Träger sind Geräte, die so ab 10W passen, darunter ist das nix”
  • im hellgrünen Bereich geht ihm irgendwie ein bissl die Luft aus, warum ist mir nicht ganz klar. Ein Spannungslimit ist es mM. nicht, Stromlimit passt auch nicht.
  • Maximal gemessene Leistungswerte: 9,9A, 8,34V, 29,7W. Also für die namensgebenden 30W müssen wir dann ein bissl aufrunden. Aber die Richtung stimmt, das sind hier zudem echte ~ 30W und nicht so ein Beschiss wie bei eVic Supreme und Konsorten.

PDF der Wertetabelle: DNA30 Clonebox Hana

Nachregeln bei sinkender Akkuspannung

Akku Voll vs. Akku Leer – bei 2.2 Ohm
Soll 7,0 9,0 11,0 13,0 15,0 17,0 19,0 21,0 23,0 25,0 27,0 29,0 30,0
Akku 4,2V: (Limit) 8,9 10,9 12,7 14,4 16,1 18,4 20,2 22,0 23,9 25,9 27,3 27,4
“Halbvoll”
6.6  8.5 10,5 12.3 14.1 15,7 17,3 17,6 17,5 17,3 17,4 18,3 19,4
“fast leer” 6,5 8,6 10,1 12,1 12,4 12,4 12,3 12,1 12,1 12,3 12,2 12,6 12,4

“Halbvoll” = 3.6V unter Last gemessen,
“Fast leer” = noch moderate 3.4V unter Last

Das ist eigentlich der einzige Lapsus, den man der DNA30 Cloneplatine ankreiden muss: er gibt mit absinkender Akkuspannung dann durchaus in einem bemerkbaren Umfang nach (einen weiteren Grund vermute ich in einem undokumentierten Überlastschutz). Andere verstecken das Problem hinter einer Leistungsreduzierung (die Dicodes Geräte) oder verlieren die höheren Leistungsstufen (Taifun The Eye), aber existieren tut es bei allen Akkuträgern mit 20+ Watt.

Was man dem DNA30 Clone hier ankreiden muss, ist dass er zum einen deutlich stärker einknickt als die beiden vorgenannten und zusätzlich auch in den unteren Leistungsbereichen ebenfalls einknickt. Das bei leerem Akku 30W nimmer geht ist klar – Physik. Aber es gibt kein Grund, warum 7W, 9W, 11W auch alle um ein knappes halbes Watt einknicken, da regelt was falsch.  Da kann man dann bedingt noch gegen steuern, aber das ist für Präzisionsfanatiker und Zahlenfetischisten ein Kritikpunkt.

2.2 Ohm 30W: Leistungseinbruch im "Zeitraffer"

2.2 Ohm 30W: Leistungseinbruch im “Zeitraffer”

In der Praxis ist dass hier ein klarer Fall von: wer 30W dampfen will, benutzt Akkus mit dem geringstmöglichen Spannungsverlust unter hoher Last und wechselt dazu noch recht früh den Akku. Das kennen die 30W Dampfer jedoch, das schockiert die jetzt nicht sonderlich. Ich dagegen erschreck jedesmal, wenn ich diesen Test mache, auf welch dünnem Eis diese Leistungswunder sich doch tatsächlich bewegen. Kaum beginnt die Akkuspannung zu sinken, schon geht die noch erzielbare Ausgangsleistung drastisch in den Keller. Je mehr Watt, umso dünner wird hier das Eis.

Der Wahn, immer noch mehr Watt aus einem einzelnen LiIon herauszupressen ist ein Holzweg….

Ruhestrom

Dani aus/Timeout < 0,01 mA
KSD Vari 0,03 mA
L-Rider Lambo6 0,04 mA
Sigelei Zmax V5 0,10 mA
Innokin Itaste SVD 0,12 mA
Semovar v3 Nivel 0,14 mA
Vamo VV/VW 0,15 mA
Volcano Lavatube v2 0,25 mA
Evic Supreme “Sleep” 0,33 mA
Taifun The Eye 0,53 mA
Seven-22 0,70 mA
Provari 0,96 mA
DNA30 Clonebox “ruhend” 1,5 bis 7,5mA
Dani “Standby” 13,46 mA
Evic Supreme “Standby”  20,00 mA
DNA30 Clonebox Display an 35,00 mA

Mit dem Display an 35mA Verbrauch jo, das wundert mich jetzt weniger, aber nach ca. 4 Minuten geht das ja aus und dann fragt mich nicht, was er da treibt. Schickt er nen Puls an den Verdampfer, den ich nicht einzufangen vermochte oder was auch immer, aber der Ruheverbrauch ist schon enorm hoch, das ist ab ca. Minute 4 dann zwischen 1,5 mA mit ständigen kurzen Spitzen bis hoch auf ca 7,5 mA und das bleibt so die ganze Zeit.

Kollege Obi vermutete ja, dass nach ca. 20 Minuten noch  eine weitere Tiefschlafphase käme – die konnte ich messtechnisch auch nach einer Stunde noch nicht nachweisen. Es bleibt bei den 1,5 mA mit Spitzen bis 7,5mA und damit einer sehr hohen “Selbstentladung”. Das ist ein echter Kritikpunkt finde ich.

Übrigens: die von Obi gemeldeten sporadischen Probleme mit dem Aufwachen aus dem Ruhezustand hab ich auch. Auch habe ich das ebenfalls von Obi angemerkte völlig grundlose Aufleuchten des Displays, was dann wieder mit 4 Minuten zu 35mA am Akku zieht. Wenn das Ding nicht am USB Netzteil steckt, frisst es euch in wenigen Tagen den Akku leer.

Akkutipps:

Das ist hier sehr einfach: gemessen hab ich schon mit vollen Akkus Ströme bis 10A. Interessanterweise stieg das mit leeren Akkus dann nicht viel weiter an, eigentlich hätte das bis 12A gehen sollen, tut es aber nicht, bzw. messe ich nie soviel, der regelt immer schon vorher um 10A ab. Ich muss aber dazu sagen, um das vernünftig zu messen, hätte die Box zerlegen müssen, das wollte ich nicht, weil ist ja nicht meine.

Aber eigentlich ist das hier müßig, der Leistungseinbruch bei sinkender Akkuspannung gibt eine klare Marschrichtung vor: wir wollen wenig Spannungseinbruch unter Last und den finden wir in der 20A Klasse: Samsung INR1865025R [Dampfakkus.de] oder  LG 18650HE2 [Dampfakkus.de] ist mein Tipp. (Die Efest / EH Purple mit 35A / 2500mAh sind auch LG HE2, die könnt ihr gerne bei Vapor-Freak gleich mitbestellen, der hat die da. Zur Not geht auch die Purple 30A – 2100mAh, das ist ne Sony Konion VTC4)

Nehmt Flattop Akkus, der eingebaute Akkuhalter ist sehr eng bemessen, mit Button-Top müsste ich schon brutal quetschen bis der rein geht. An Protected ist nicht mal zu denken. Und achtet immer auf die richtige Polung, sonst machts *Brrrzt* und die Platine is hin.

Samsung 25R

Mein Fazit:

Mich wundert, warum hier mein schlechtes Gewissen so überhaupt nicht anspringen will. Beim Provari Clone hats mich ja schon ein bissl getriezt, hier bei dem Boxmod regt sich absolut gar nix, dabei ist der Klon hier mindestens genauso dreist. Schon komisch. Manchmal bin ich glaub einfach nur komisch.

Ich finde die Umsetzung hier gut. Die Clone Box ist eine prima Teil für Hochleistungsdampfer mit meiner Meinung hervorragendem Preis-/Leistungsverhältnis. Für den angefragten Verkaufspreis könnte ich mir das a) nicht günstiger selber basteln und vor allem b) mangels Talent, Zeit und Werkzeug auch nicht annähernd so schön. Mein DNA12 liegt noch immer unbenutzt und wartet auf seinen Einbau. Wir erhalten eine sehr schön gefertigten Boxmod in erstklassiger Qualität und Verarbeitung mit einer mittelmäigen CloneDNA30 Platine mit solider, knapp 30W Ausgangsleistung über eine große Breite von Verdampferwiderständen – mit Präzisionsabstrichen bis in den Subohm Bereich.

Der DNA30 Clone ist dabei allerdings generell kein Präzisionswunder, aber wer primär auf hohe Leistung statt auf Präzision aus ist, kommt hier trotzdem auf seine Kosten. Ich halte den DNA30 egal ob Clone oder Original definitiv nicht Einsteiger-geeignet, einem Noob drücke ich keinen 30W Träger in die Hand, schon gar nicht einen ohne Verpolungsschutz und ohne Zugbegrenzung.  Für die Zielgruppe “erfahrene Dampfer” ist das dagegen managebar.  Es bleibt das unschöne Nachgeben bei sinkender Akkuspannung und der zu hohe Ruhestrom.

Wer  meine Reviews kennt, weiß auch, dass ich Schwachleistungsdampfer (1,6-2,2 Ohm bei ca. 8W ) bin. Für mich ist und bleibt der DNA und auch der Klon hier nicht der passende Akkuträger für jeden Tag: das fehlende Stepdown zwingt mich dazu, mit mehr Leistung zu dampfen, als ich es mag, bzw. anders zu wickeln, um das zu kompensieren. Wer aber mit 10W oder auch gerne deutlich mehr dampfen will, der liegt hier mit der Clone Box gut im Rennen für einen sehr fairen Preis. Für diese Kundschaft gibts auch den Kauftipp.

Angesichts der vielen widersprüchlichen Berichte zu diesen Clones in Foren und FB sei mir ein Satz erlaubt, der mir garantiert wieder falsch ausgelegt werden wird: dieser Kauftipp gilt nur für die Version, die Vapor-Freak da anbietet und ich weiss auch nicht, wer der Hersteller dieser Version ist oder wo man diese Version sonst noch her bekommt (Kollege Obi sagte glaub “Cloupor” – kenn ich nicht). Ich will wenn Klonbox, dann diese Version, keine Version, wo mein 23mm GT nicht passt, wo Rechteckwellen wogen, wo ein LiPo unbekannter Qualität und Spezifikation eingebaut ist oder wo Tastensperre nicht geht. Wenn, dann das, was ich hier getestet habe.

.. und wenn dann nächstes Jahr der Evolv DNA40 kommt und alles besser macht, dann hab ich hier ein Gehäuse, wo ich super einfach auch ne neue Platine reinbekomme ;-)

Videoreviews:

Wo isn mein Freund Dampfer-Pete aus den Kommentaren des Evic Supreme Testberichts? Hier der hier, der is doch glaub richtig gut für dich? Total stabil, richtig ordentliche Leistung und unterwegs hängst ihn an Zigarettenanzünder – und er kost ein gutes Drittel weniger. Da würde ich meine Kohle investieren, nicht bei dem Blingbling Spielzeug Evic. Das ist “MaxWatt aus einem Einzelakku” hier, solide verpackt dazu noch, was für die harten Kerle, wos dann auch mal grob zugehen darf  – oder so halt. Kein so Kram für die unerfahrenen Schwachlastdampfer wie ich es dann wohl bin ;-)

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13 responses so far

13 Responses to “DNA30 Clone Box Mod im Hana Mods Design”

  1. Obion 07 Jun 2014 at 13:01

    Hallo Stephan,

    Clopor ist der Hersteller dieser Box in China.
    http://www.cloupor.com/

    Soweit ich das sehe decken sich unsere Messungen ja fast 1:1. Klar kannst du das mit dem Ozi noch genauer und besser, aber ganz daneben hab ich schon mal nicht gelegen. ;-)

    Viele Grüße, Dirk

  2. adminon 07 Jun 2014 at 17:49

    Hi Obi,

    es beruhigt mich auch immer, wenn jemand anders die selben Ergebnisse hat, dann kann ich auch ned komplett falsch liegen. 4 Augen sehen immer besser als 2 :-)

  3. Clemenson 07 Jun 2014 at 19:57

    Hallöchen,
    danke für den klasse Test.

    Ich hätte eine Frage: Ich dampfe momentan den DX Double Cross auf einem Panzer Clone.
    Meist so mit ca 0, 5 Ohm gewickelt.

    Könnte ich da auch die Hana Clone Box nutzen, oder wäre das bei einem Pinoy-Verdampfer im Grunde sinnlos?

    Wenn ich zb auf 0,6 Ohm wickeln würde, müsste es ja laufen.
    Nur frage ich mich, ob der Verdampfer dann genug “Saft” kriegen würde?

    Dampfende Grüße,
    Clemens

  4. adminon 07 Jun 2014 at 22:44

    Clemens,

    hmm.. ob 0,6 da schon ausreicht.. weiss nicht. 0,5 war ja im Prinzip sauber nix und bis 0,8 ists weit.

    Ich denke mal das eigentliche Pinoy dampfen mit extremst niedrigen Widerständen wird auch weiter ein Gebiet der mechanischen Mods bleiben, da kommt derzeit auch ein DNA30 noch ned hin.

  5. WaveTwistahon 08 Jun 2014 at 18:17

    So stark wie der bei sinkender Akkuspannung abschmiert ist der Unterschied zu nem mechanischen AT irgendwie in meinen Augen eh fraglich… Das einzige ist wirklich, dass zumindest mit vollem Akku knapp 30W bei höherohmigen Wicklungen gehen.

  6. Clemenson 09 Jun 2014 at 12:30

    Okay, danke für die Antworten.
    Dann schaue ich wohl lieber nach einem neuen, mechanischen AT, als mir so eine Box zu holen.

    Schade eigentlich. Vom Design würde mir die Box besser gefallen als so ein klassisches “Rohr”…

  7. Gast1337on 11 Jun 2014 at 14:12

    zitat:
    So stark wie der bei sinkender Akkuspannung abschmiert ist der Unterschied zu nem mechanischen AT irgendwie in meinen Augen eh fraglich…

    this^

  8. Marcel (g33k0)on 25 Jun 2014 at 01:02

    Hallo mountainprophet,

    du hattest in diesem Artikel folgendes geschrieben: “Die Lastlimits sind hier beim Klon etwas unklar, beim Original ist klar definiert: max 12A Akkuseitig, max 10A Verdampferseitig. 10A Verdampferseitig kommt beim Klon hin, aber 12A Akkuseitig irgendwie nicht”

    Ich verstehe den letzten Satz nicht ganz: Der Klon gibt zwar wohl bis maximal 10A aus aber wie viel nimmt er denn dann genau auf? Liegt er dann deutlich über den 12A, die beim Original angegeben sind?

    Das ist sicherlich eine interessante Information für den Endkunden, weil er sich ja danach im Idealfall auch den Akku aussucht. Beim Sigelei 20W hattest du (meiner Erinnerung nach) geschrieben, dass er bis zu 9A aus dem Akku saugt bei fast leerem Akku und dem Maximum von 20W. Ich habe dann für den Sigelei extra Akkus gekauft, die bis 10A belastbar sind (ich brauche die 20W zwar nicht aber für alle Fälle hab ich dann doch gern Akkus darin, die auch den Extremfall von 20W mitmachen könnten).

    Ich würde mich freuen, wenn du bei deinen Tests auch immer die maximale Stromaufnahme des Akkuträgers ermitteln könntest.

    Es grüßt der Marcel aus dem Münsterland :)

  9. adminon 25 Jun 2014 at 01:11

    Hi Marcel,

    Ich würde mich auch freuen, wenn ich die maximale Stromennahme am Akku stets zuverlässig ermitteln könnte. Bei dem Cloupor DNA30 Clone (und beim kommenden SX350) ist es mir nicht gelungen. 10 mal gemessen, 10 mal anderes Ergebnis…

  10. Milkalilaon 07 Jul 2014 at 19:21

    Danke für den hervorragenden Test!
    Mein Clone ist gerade eingetroffen und dampft soweit erwartungsgemäß. Nachdem nur eine rudimetäre Gebrauchsanweisung dabei ist (1 Seite A4) hätte ich eine Frage zum (hohen) Ruhestrom:
    Kann man die Box auch gänzlich “abschalten”?
    Mit dem 5x Click wird ja offensichtlich nur der “Ruhend-“Zustand eingeleitet, oder hab ich da etwas falsch verstanden?
    Möchte meinen Akkusaft natürlich weitgehend verdampfen und nicht für nix dauernd Akkus tauschen (schon gar nicht bei den Minischrauben ;-))

    Beste Grüße,
    Milkalila

  11. Markuson 10 Jul 2014 at 20:12

    Moin:-)

    Erstmal vielen Dank für den ausführlichen Test!

    nachdem ich mich am Samstag kurz mit Obi darüber unterhalten habe, bin ich dann am Montag eben´mal spontan bei Vapor-Freak vorbei gegangen und habe mir die Modbox sozusagen direkt aus dem Regal mitgenommen.

    Bis auf ein ganz gutes Multimeter und den Tank-o-Meter verfügfe ich leider über keinerlei aussagekräftige Messgeräte. Daher kann ich die hier gemessenen Werte weder dementieren noch bestätigen. Da aber in meinem Gulliver V2 der original DNA30 verbaut ist, habe ich ganz gute Vergleichsmöglichkeiten zum Original-Chip in der Praxis…ganz kurz gesagt: “Ich kann keinen spürbaren Unterschied zum Original feststellen – weder im Dampfverhalten noch in der Akkulaufzeit”

    Die Box, die ich mir in Silber geholt habe, sieht sehr handlich und gefällig aus. Die Verarbeitung ist sehr sauber und die gesamte Box macht m.E. auch einen stabilen Eindruck. Die Taster sind für sich genommen optisch nichts Besonderes, integrieren sich aber sehr gut ins Gesamterscheinungsbild der Box und machen auf mich einen soliden Eindruck.

    Überwiegend werde ich die Box wohl mit meinen FeV3 oder vs benutzen, die ich aufgrund Deiner Messergebnisse extra auf 1,2 Ohm gewickelt habe, um wenigstens etwas an Regelungsmöglichkeiten ausschöpfen zu können. Als Akkus verwende ich 2 LG ICR18650HE2, die ich tagsüber im Tausch am externen Ladegerät und nachts über USB lade. Wenn die Box jetzt auch noch halbwegs lange hält, finde ich das Preis-Leistungs-Verhältnis durchaus beachtlich.

    Schöne Grüße
    Markus

  12. emmaon 27 Oct 2014 at 14:05

    Hallo,
    vielen dank für den Test.
    Leider verstehe ich nur ziemlich viel Bahnhof wenn es um Akkus und Ampere etc geht (auch der andere Blogpost zu dem Thema hat mir nicht wirklich zu Durchblick verholfen)…
    Daher eine frage die vielleicht jemand direkt und wenig technisch beantworten kann.
    Ich habe die Box schon etwas länger und habe sie bisher zusammen mit meinem Nautilus und 1,8 ohm betrieben. Als Akku habe ich den panasonic NCR18650B da ich vor allem lange dampfen wollte ohne an den Strom zu müssen.
    Jetzt ist aber mein erster Tröpfelverdampfer auf dem weg zu mir und ich frage mich ob mein Akku
    1. sicher ist, auch falls ich in den niederohmigen Bereich wickeln wollen würde (wie gesagt werde jetzt erst anfangen zu wickeln und werde also rumprobieren)
    und
    2. ob ich überhaupt das ganze Potential der Box ausschöpfen könnte mit meinem Akku
    falls sich jemand erbarmen könnte mir unkomplizierte antworten zu geben wäre mir wirklich sehr geholfen.
    vielen dank im voraus

  13. adminon 28 Oct 2014 at 18:27

    Emma,

    der 18650B ist jetzt dann in Verbindung mit den vermutlich deutlich höheren Leistungen beim Tröpfler dann nicht mehr unbedingt passend.

    Primär ist es vor allem eine Frage, wieviel Watt du zu dampfen gedenkst. Vielleicht bestellst Du dir mal einen Samsung INR18650-25R Akku dazu, damit kannst du dann auch mal die Box ausreizen

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