Feb 07 2014

VW Akkuträger als DNA20 Konkurrenz: der Sigelei 20W

veröffentlicht in Kategorie eZigaretten  

Der Sigelei 20W mit seiner YiHiEcig SX200 Elektronik will den Evolvapor DNA20 basierten Modprojekten den Rang ablaufen. Beide bieten 7-20W, VW und hübsche OLED Displays, der Knackpunkt ist, für den Preis bekommt man bei Sigelei einen vollständigen Akkuträger, wo man bei Evolv fast nur den losen Chip bekommt. Taugt das?

Sigelei 20W mit Squape-Clone

Sigelei 20W mit Squape-Clone

Allgemeines:

Wie schon beim letzten Sigelei Test des Zmax V5 gefällt mir auch hier beim Sigelei 20W die Verarbeitungs- und Materialqualität wieder sehr gut. Da braucht sich Sigelei auch vor den wesentlich teureren Trägern nicht verstecken. Alle Kanten sauber, schöne Spaltmasse, Gewinde laufen weich, nichts kratzt, hakelt oder klemmt und es fühlt sich einfach gut in der Hand an. Design ist immer subjektiv, der mattierte Korpus, abgesetzt mit polierten Zierringen und dem schwarz getönten Plastik ums üppig dimensionierte Display wirkt irgendwie schick und erinnert mich an die Joytech Evic, aber wesentlich wertiger. Das Sigelei Logo unter dem Feuerknopf ist dezent und unauffällig gehalten. Ja, das gefällt mir alles recht gut. Der Taster selber wirkt ebenfalls solide, mit leichtem und leise hörbaren Klick, fühlt sich gut an feuert präzise, auch wenn ich ihn nur seitlich drücke. Mann kann ihn nicht verdrehen und klappern tut er auch nicht.

Einzelteile des Sigelei 20W

Einzelteile des Sigelei 20W

Hinter dem abschraubbaren, oben auf den letzten Millimetern noch von 23mm auf 21,5mm abgeschrägten Konus verbirgt sich ein vollwertiger eGo Anschluss, also 510er mit eGo Außengewinde. Wobei das eGo Gewinde nur dann genutzt werden kann, wenn der Konus komplett abgeschraubt wurde. Mit Konus passen nur die normalen 510er Verdampfer, diese sitzen aber dann Dank dem gefederten Pluspol in der Regel sehr schön bündig ohne großen Spalt auf.

Ich sag es gleich frei von der Leber weg: ich mag keine gefederten Pluspole. Ich weiß dass die sehr praktisch sind, weil man dann nie den Pol herausziehen muss und weil man die Verdampfer schön bündig drauf bekommt und überhaupt und sowieso. Ich weiß aber auch das noch jeder Akkuträger mit gefedertem Pluspol, den ich jemals besessen habe, heute kaputt ist, weil der Pluspol klemmt, ausgeleiert ist, mit Liquid zugesetzt oder auch mal komplett bis auf die Platine durchgesifft hat. Ich halte einen gefederten Pluspol für eine unnötige Problemquelle. Ich hab im Moment keinerlei Anzeichen, dass dieser hier zum Problem werden wird, aber auch keine, dass er es nicht wird. Ich mag die Dinger nicht. Vielleicht schickt mir mal jemand nen Träger, bei dem der gefederte Pluspol wirklich gut gemacht wurde und heilt mich von meiner Phobie. 

Abmessungen:

  • Tube: 23mm, an den Zierringen 25mm
  • Länge: 135mm
  • Gewicht: 197g mit Akku

Videoreview:

MeisterPhilgood hat ein Video hier: http://www.youtube.com/watch?v=ASVvIqdrKyA

Das Display des Sigelei 20W..

hübsches OLED Matrix Display, groß, hell und klar verständlich zeigt es alle wichtigen Infos fortlaufend an. Solang man feuert ist das Display voll beleuchtet, nach dem Feuern bleibt es noch für ein paar Sekunden gedimmt bevor es dann zum Stromsparen abstellt.

  • Während ich beim DNA20 noch erfreut feststellte: “ein Multimeter kann ich mir eigentlich sparen, denn die Spannungsanzeige für den Verdampfer ist recht genau” stimmt das beim Sigelei nicht wirklich. Mir kommt es so vor, als ob das beim Sigelei 20W eher die Soll-Spannung ist, die er gerne ausgeben möchte, um die eingestellte Wunsch-Leistung zu bringen, aber nicht das, was er tatsächlich am Verdampfer abliefert. In Extremfällen bis 0,2V Abweichungen sind mir während der Messreihen aufgefallen. Er feuert besser als die Anzeige ;-) Normal ist ja die Soll-Anzeige und damit geht das OK, dass das jetzt nicht genau ist,
  • Die ständige Anzeige der Akkuspannung im Display des Sigelei scheint auf Drogen zu sein, die hüpft wild hin und her. Das kommt daher, weil der Sigelei die Akkuspannung solang das Display beleuchtet ist kontinuierlich misst. Das ist gut. Im Idle zeigt er also die Ruhespannung ohne Last an und solang man feuert dann logischerweise die Akkuspannung unter Last und nach dem Feuern, wie sich der Akku wieder erholt. Diese Schwankungen sind also korrekt, denn genau das passiert mit den Akkus, aber leider ist die Anzeige noch viel weniger genau als die Spannung oben. Das ist schlecht. Während die Anzeige im Ruhezustand noch halbwegs hinkommt (~1% Abweichung), messe ich unter (hoher) Last dann doch erhebliche Abweichungen in Größenordnung bis zu 0,4V im Vergleich zur tatsächlich zeitgleich am Akku gemessenen Spannung. Das kommt also noch von was anderem und nicht nur vom Akku. Im Vergleich zum DNA20 dazu, der DNA20 hat ja nur die Balkenanzeige, da hatte ich ja schon geschrieben: “die Anzeige in Volt wäre mir lieber gewesen”. Hmm. jetzt hab ich die Anzeige in Volt aber ich bin schon wieder am Nörgeln. Ob der DNA20 da genauer ist, lässt sich leider nicht ermitteln. Anstatt der Anzeige der Akkurestspannung in Volt bietet der DNA20 ja die Anzeige der Stromstärke in A am Verdampfer. Im Grunde darfs dafür kein Punktabzug geben, denn wer weiss ob andere das besser machen, ich habs nie geprüft, hier ist es mir halt aufgefallen, weil die Anzeige automatisch die Aufmerksamkeit drauf lenkt. 
  • Etwas weniger zappelig ist die Widerstandsmessung des Sigelei 20W, typisch und häufig zu sehen sind Abweichungen um 0,1 Ohm vom tatsächlichen Ist-Wert, die Messung wird augenscheinlich kontinuierlich spätestens bei jedem Feuern wiederholt, so konnte ich in meinen Testreihen mehrfach beobachten, wie zwischen den Zügen der Widerstand  um 0,1 Ohm schwankte. Normalerweise schwanken meine Testverdampfer nict so stark, da bleibt also Raum für Spekulation, Interessant zu sehen ist, wie der Sigelei sobald es Abweichungen am gemessenen Verdampfer Widerstand gibt, dann auch Sollspannung am VD und eventuell sogar die eingestellte Wunsch-Leistung im Display überschreibt. Messen kann der Sigelei auch Verdampfer, die ausserhalb seiner Limits liegen, ich konnte bis runter zu 0.1 Ohm messen und nach oben hab ich bei 3.0 Ohm aufgehört. Das ist praktisch für alle, die das als Wickelhilfe / Ohmmessgerät nutzen wollen, die Genauigkeit ist auch in Ordnung.

Die Bedienung des Sigelei 20W

Der Sigelei hat nur einen Knopf. Persönlich stört mich das überhaupt nicht, aber viele Dampfer bevorzugen ja die 3-Tasten Träger. Um da eine Brücke zu schlagen kommt beim Sigelei 20W nun ein Neige-/Lagesensor zum Einsatz. Ehrlich gesagt hatte ich voll und ganz erwartet, dass ich diese Art der  Wackelsteuerung absolut hassen würde. Der Hass blieb aus, eine leichte “Ho-Hum” Erheiterung gefolgt von: “Ok, brauchen tut’s kein Mensch, aber stören tut’s auch nicht” ist dann am Ende geblieben. Es funktioniert zugegeben besser als erwartet und man braucht es eigentlich nur um die Watt einzustellen, das tut man ja auch nicht ununterbrochen. 5-Klick öffnet das sehr übersichtliche Menü, es hat nur 3 Punkte:

  • System: nach links oder rechts kippen schaltet den Träger komplett aus (5-Klick wieder an)
  • Power: nach links kippen verringert die eigestellte Leistung in 0,1W Schritten zwischen 7,0W und 20,0W. Es gibt kein Rollover von 7W nach 20W oder andersrum. Je länger man ihn geneigt hält, umso schneller läuft er durch die einzelnen Stufen. Nach rechts kippen erhöht die Leistung dann. Ein weitere Klick bringt uns dann zu
  • Exit: nach links oder rechts kippen verlässt das Menü wieder. Schütteln ist zu keiner Zeit notwendig.

Die Einstellung (gibt ja nur eine) geht beim Akkuwechsel verloren, der Sigelei startet neu mit der Standardeinstellung 10W voreingestellt. Insgesamt ist das Bedienkonzept logisch, intuitiv und auch für Einsteiger absolut unproblematisch.

Sicherheitsfeatures

  • Zugbegrenzung
  • Feuerknopf steht hervor, nicht vor unbeabsichtigter Betätigung geschützt
  • Abschaltbar übers Menü
  • Überlastschutz (5.3A am VD gemessen)
  • Tiefentladeschutz (bei etwa 2.9V unter Last gemessen, lt. Display 2,5)
  • Verpolungsschutz, elektronisch, ohne Nuppelzwang (getestet)
  • Kurzschlussschutz (getestet)
  • 3 Bohrungen im Akkudeckel zum Ausgasen

Leistung unter Last:

Herzstück des Sigelei 20W ist die SX200 Platine des Chinesischen Herstellers YiHiEcig-dingenskirchen. YiHi hat dutzende sehr unterschiedliche Platinen im Angebot und die eine oder andere YiHi Platine wird angeblich schon seit längerer Zeit von diversen Herstellern benutzt – da kann ich nichts zu sagen, ist mir so nie aufgefallen. (Ich denke allerdings, wir werden in Zukunft noch viele Träger sehen, die auf die eine oder andere  YiHi Platine setzen werden).

Sigelei 20W / YiHi SX 200 am Scope (2.2 Ohm 10W)

Sigelei 20W / YiHi SX 200 am Scope (2.2 Ohm 10W)

Am Oszilloskop sehen wir wie auch beim DNA20 eine geglättete “quasi-Gleichspannung” und keine Rechteckwelle und schon gar kein 33Hz Geratter der sonst üblichen China Platinen. Messungen mit handelsüblichen Multimetern steht also eigentlich nix im Wege. 

Nach unten hin begrenzt ein Spannungslimit irgendwo zwischen 3.2V und 3,7V in einer für mich logisch nicht nachvollziehbaren Weise die  Nutzbarkeit der unteren Wattstufen. Während der Sigelei 20W den 0,55 Ohm Verdampfer mit 3,2V beliefert und den 0,8er mit 3,4V – und so zeigt, dass er genauso tief wie der DNA20 runter gehen könnte, verweigert er dennoch allen Verdampfern ab 1 Ohm Spannungen schon unter 3,7V und erhöht jeweils selbsttätig die eingestellte Leistung bis er irgenwie auf ~ 3.7V landet. Man kann ihm förmlich dabei zuschauen, da er das im Display schön anzeigt, wie er die Watt hochschraubt und die Sollspannung korriert. Damit gibt es (rot markierte) Abstriche in der Leistungstabelle, hier will der Sigelei 20W nicht feuern, wie er sollte. Beim Evolve DNA20 gefällt mir das besser, wobei das eigentlich so ein bissl die Wahl zwischen Not und Elend ist.

Und beim DNA ist auch nicht ganz klar ist, ob das nur zufällig nur bei meinem Gerät so tief runter geht, denn die DNA20 (und auch DNA30) Specs sagen weiterhin 4,0V als Mindestspannung.

Soll 0.8 Ohm 1,0 Ohm 1,2 Ohm 1,4 Ohm 1,8 Ohm 2,2 Ohm 2,6 Ohm
7,0W 14,3W 13,5W 11,6W 9,9W 7,9W 7,2W 7,1W
9,0W 14,4W 13,5W 11,6W 9,9W 8,8W 9,3W 9,0W
11,0W 14,3W 13,5W 11,4W 11,5W 10,7W 11,2W 11,1W
13,0W 14,5W 13,5W 12,7W 13,5W 12,6W 13,2W 13,0W
15,0W 14,9W 14,5W 14,8W 15,6W 14,6W 15,0W 15,0W
17,0W 16,8W 16,4W 16,7W 17,5W 17,0W 16,9W 17,0W
19,0W 18,8W 18,3W 18,7W 18,3W 18,4W 18,9W 19,1W
20,0W 19,8W 19,3W 19,6W 19,3W 19,5W 19,8W 20,0W
  • der 0,33 Ohm Testverdampfer wird mit Fehler “Low Ohm” verweigert.
  • der 0,55 Ohm Testverdampfer wird immer mit 3,2V befeuert, gibt also von 7,0 bis 20,0W immer das Selbe raus und ist damit eigentlich nicht sinnvoll nutzbar, fehlt daher in dieser Tabelle, macht kein Sinn.
  • der Regelbereich des 0,8 Ohm Testverdampfers ist von 15-20W auch nicht sonderlich üppig, in Volt sind das 3,4V bis 4,0V. hmm.. insgesamt gefällt mir der SubOhm Bereich nicht wirklich.
  • Lässt man die rot markierten Bereich weg, liegt der Sigelei 20W in etwa auf gleich “mittelmäßigen” Niveau wie der DNA20 auch schon. Hammer schon besser gesehen, ist jetzt nicht überwältigend, gelegentliche Sprünge über 1W sind einfach nicht wirklich gut. Ich sag ja immer “Abweichungen bis zu 0,5W merke ich nicht, sind also egal”, da liegen wir deutlich drüber beim Sigelei 20W und auch beim DNA20. 
  • die Versprochene Leistung von 20W liefert er mit vollem Akku problemlos ab.
  • Ich hab nur bis 2.6 Ohm gemessen, dabei ging er bis über 7.5V hinaus. Nach oben scheint also so schnell kein Limit zu kommen.
  • PDF der Messwerte: sigelei20w.pdf

Ruhestrom

Dani aus/Timeout < 0,001mA
L-Rider Lambo6 0,04 mA
Sigelei Zmax V5 0,10 mA
eVic FW1.1 “off” 0,10 mA
Zmax V2 RMS 0,11 mA
Innokin Itaste SVD 0,12 mA
Semovar v3 Nivel 0,14 mA
eVic FW1.1 “Sleep” 0,14 mA
Vamo VV/VW 0,15 mA
YoungJune Tesla 0,20 mA
Volcano Lavatube v2 0,25 mA
Anyvape CVI 0,26 mA
Provari 0,96 mA
Dani “Standby” 13,46 mA
Sigeli20W Display an ~ 100,0mA

Autsch’n.  Zum Glück stellt er das Display nach jedem Zug ja sehr bald wieder ab. Mit Display aus kann ichs leider nicht messen, ich hab nur noch diese eine Sicherung. Tendiert aber gegen 0. 

Verhalten bei nachlassender Akkuspannung:

Akku Voll vs. Akku Leer – VW bei 2.2 Ohm 
Soll  7,0W 9,0W 11,0W 13,0W 15,0W 17,0W 19,0W 20,0W
Akku voll (4,2V): 7,2W 9,1W 11,1W 13,1W 15,0W 17,0W 19,0W 20W
Akku leer (3,3V): 7,2W 9,0W 11,2W 13,1W 15,3W 17,0W 19,2W *reduziert*

Nen Tick drüber (3.4V) bringt er auch noch die 20W. Ausser Konkurrenz: auch der 0,8er läuft ohne hinten raus Leistungsstufen zu verlieren durch, klar steigt dabei die Last am Akku auf 8,5A, damit einhergehend der VoltDrop, aber insgesamt macht der YiHi sehr schön mit. Gefällt mir wirklich sehr gut.. 

Der Sigelei 20W und die Akkus

In meinen ersten Dampftest bin ich etwas erschrocken. Die Anzeige der verbliebenen Akkuspannung unter Last zeigte zuweilen nur noch sehr tiefe 2,5V Restspannung an, bevor der Sigelei mit “Low Bat” eine weitere Entladung verweigert. 2,5V Entladeschluss ist wirklich das unterste Ende, was man auch nur mit guten, explizit dafür freigegebenen Markenakkus verwenden sollte (Datenblatt beachten!), das groß der Akkus ist nur für einen Entladeschluss bis maximal 3.0V unter Last spezifiziert. Die meisten gängigen Akkuträger schalten schon früher ab (3.2V unter Last).

Ich hab mich dann entschlossen, ein zweites Multimeter direkt an den Akku zu hängen und das mal zu vergleichen dabei wurde dann ersichtlich, dass direkt am Akku gemessen die Entladeschlussgrenze bei wesentlich unkritischeren 2,9V zu tragen kommt, Akkus werden also nicht zu tief entladen, die Anzeige ist unter Last schlichtweg falsch. Woher genau nun der in diesem Fall 0,4V Unterschied herkommt, weiss ich nicht. Aber und das ist wichtig: der Akku war nie in Gefahr, 2,9V ist in Ordnung und wenn mans genau nimmt ein sehr guter Wert.

Mit vollen Akkus bedient sich der Sigelei 20W im Extremfall mit noch moderaten 6,5A am Akku (gemessen mit 20W an 0,8 Ohm). Bei leeren Akkus steigt die Last auf maximal gemessene 8,5A an (ebenfalls 0,8 Ohm bei 20W und 3,4V Akkuspannung)

Nuppel sind egal, das Akkurohr insgesamt vielleicht etwas kurz, die Feder dadurch recht stramm, was hoffentlich dauerhaft für guten Kontakt sorgt. Aufgrund dieses “Bedarfsprofils”  gebe ich folgende Akkuempfehlung ab – was eh keinen interessiert, weil heute jeder auf Teufel komm raus Sony VTC4 reinschraubt, auch wenn dabei das wichtigste, Kapazität verschenkt wird.

Panasonic
NCR18650PF
Panasonic
NCR18650PD
Samsung
INR18650-29E

 Alle 3 haben 2900mAh und sind auf 10A Dauerlast spezifiziert.

Weitere Infos wie immer bei Dampfakkus:

Mein Fazit:

Ich hab da oben viel darüber getippt, wie stark das Display von meinen tatsächlichen Messwerten abweicht, das klingt vielleicht jetzt böse, aber ist eigentlich relativ egal, wenn man das nicht als Messgerät sondern halt als grobe Orientierung betrachtet. Andere Akkuträger zeigen viel weniger bis gar nix an. Wichtig ist, was hinten rauskommt, und gerade auch weil ichs inzwischen leid bin, Zehntelvolt zu zählen, beschränke ich mich auf ein: ja, das stimmt schon so bei Sigelei /YiHi SX200. Genau wie der DNA20A keine Referenzklasse in Präzision, aber in eben in Ordnung. 

Wie der DNA20 auch ist der Sigelei aber eher ein Exot, ich seh den nicht als den Volksakkuträger für alle, er ist spezialisiert auf hohe Leistung, eine höhere Leistung, als es die meisten Dampfer in der Praxis nutzen und wenig Leistung kann er nicht. Für mich selbst als 8W Dampfer macht er wenig Sinn. SubOhm überzeugt mich beim Sigelei nicht wirklich, ich seh ihn ab 1 Ohm im Bereich zwischen 11W und 20W und auch nur da.

Im direkten Vergleich mit dem DNA20 gefällt mir beim DNA20 das Thema Mindestspannung/niedrige Leistungsbereiche – wobei sich der DNA20 auch nicht mit Ruhm bekleckert – und die genauere Anzeigen. Gleich gut kommen die beiden weg in Sachen Präzision der Regelung. Die Nase vorn hat der Sigelei jedoch in Punkto “Nachlassende Akkuspannung” und vor allem im Preis. Ich hab für den Sigelei 20W 79,- Euro gezahlt, also ein vollwertiger Akkuträger, der nicht nur billig billig, sondern wirklich ordentlich gemacht ist. Der DNA20D hätte mich zum Zeitpunkt als ich den DNA20 Test geschrieben hatte noch 55,- Euro gekostet, nur die Platine, da ist noch kein Akkuträger mit drin. Diesen Aufpreis ist  mir der DNA20 nicht wert. 

Wer was günstiges in dieser Leistungsklasse sucht und sich mit dem Sigelei Akkuträger-Gehäuse anfreunden kann, der kann mit dem Sigelei also gutes Geld sparen. Wer auf exklusive Edelmods für mehrere Hundert Euro steht, der wird kein Sigelei kaufen, sondern weiterhin zu in Kleinstserien gefertigten Mods mit DNA20 bzw. heute wohl DNA30 greifen. Eine allgemeine Kaufempfehlung bekommen beide von mir nicht. Ich finde ein Akkuträger für die Massen muss problemlos ab 5W nutzbar sein und nicht erst ab 8,76sowas rum abhängig vom Widerstand und nur bei Gegenwind und wenn es das Spannungslimit erlaubt.

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3 responses so far

3 Responses to “VW Akkuträger als DNA20 Konkurrenz: der Sigelei 20W”

  1. TheMaxx2kon 08 Feb 2014 at 19:28

    Danke für, wieder einmal, einen sehr guter Bericht. Habe den träger auch und ziemlich die gleichen Erfahrungen gemacht. Wäre da nicht der gefederte Pluspol… Hoffe der hält.

  2. Marcel (g33k0)on 28 Mar 2014 at 23:39

    Finde den Akkuträger klasse!

    Finde es überhaupt super, dass du Akkuträger so wunderschön durchmisst. Bisher wurde jeder Akkuträger erst gekauft, nachdem du (durch einen deiner Tests) grünes Licht gegeben hattest.

    Hab mir den hier auch dank deiner Messwerte gekauft. Brauchte was passendes für den Kayfun v3.1, da die Vamo ja leider doch ab ca. 3,6V Leerlaufspannung bei eingestellten 11W ordentlich einknickt.

    Ich habe aber leicht andere Erfahrungen mit der Entladung gemacht: Meiner macht bei ca. 3,2V Leerlaufspannung und 2,75V unter Last Feierabend. Ich verwende Sony US18650V3, da diese die einzigen 10A-Akkus sind, die ich besitze :)

    Wenn der Pluspol halten sollte, dann schicke ich dir meinen Sigelei mal, um dich von deiner Phobie zu heilen ;)

    Weiter so! Ein super Review!

    Grüße
    Marcel

  3. Litze62on 05 Jan 2015 at 10:41

    Tolles Teil,

    wie Du ja unterschwellig selbst bestätigt hast. Nunja, ich bekam den 20W vor einem halben Jahr von meinen Freunden der Brusler Dampfküche zum Burzeltag geschenkt. Seit diesem Tag ist er als meine Hauptdampfe mit einem Taifun GT im Dauereinsatz. Mittlerweile ist dieser immer um die 1,2 Ohm gewickelt, da auch ich festgestellt hatte, im Subohmbereich stimmt was nicht. Doch dafür hat man ja auch die mech. Mods… ;)

    Mein Fazit ist, der Sigelei 20W ist richtig solide verarbeitet, der gefederte Pluspol muckt absolut nicht, keine scharfen Kanten, saubere Gewinde, wie Du ja selbst bemerktest. Alles in allem war das ein richtig tolles Geburtstagsgeschenk, das mir noch sehr lange Freude bereiten wird!

    Kaufempfehlung: eigentlich für alle, bei denen Dampfen nicht nur Rauchentwöhnung ist und die selbst wickeln.

    Gut Dampf!

    Ralf alias Litze

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