Dec 06 2013

Ein schneller Blick auf den VW “Akkuträger” Evolvapor DNA20

veröffentlicht in Kategorie eZigaretten  

Bis jetzt hatte ich noch keine Akkuträger mit DNA20 “Chip” zum Test, damit wir hier mal Vergleichswerte mit anderen 20W Akkuträgern an die Hand bekommen habe ich mir mal einfach nur den DNA20D Chip zum vermessen gekauft. Also das ist jetzt hier kein vollständiger Akkuträgertest sondern einfach mal die Messwerte des DNA20D nach bekannten Muster zusammen getragen.

Mach mir den Igel.. einmal DNA20 nackig

einmal DNA20 nackig im Test

Leistung des DNA20D

Am Scope erkennen wir eine mehr oder minder geglättete Ausgangsspannung:

DNA20D mit 2.2 Ohm bei 20W

DNA20D mit 2.2 Ohm bei 20W

das freut nicht nur alle, die kein Bock auf das 33Hz Geratter der Chinaplatinen haben, das lässt sich dann auch mit handelsüblichen Multimetern / Tank-o-Metern etc vernünftig messen, bräuchte man aber gar nicht denn interessanterweise zeigt die Spannungsanzeige im Display des Evolvapor DNA20D die tatsächlich “Ist-Spannung” recht genau an,  +/- 0,1V im Vergleich zum UniT am Verdampfer gemessen. Soweit so gut.

  • Nach oben scheint der Evolve Vapor DNA20D erst mal nicht begrenzt, ich messe bis 7,5V am Verdampfer bei 2,6 Ohm, mit höheren Widerständen kämen da vermutlich noch mehr zusammen. Das ist gut und bedeutet, das wir am oberen Leistungsende keine Widerstandsbereiche verlieren.
  • Allerdings haben wir ein recht hohes unteres Spannungslimit von 4,0 V lt. Datenblatt als untere Grenze – tatsächlich gemessen habe ich 3.3V. Ich hab leider nicht den Hauch einer Ahnung, warum Evolvaper 4,0V ins Datenblatt schreibt und mein Testgerät lustig runter bis 3,3V geht. Ich geh jetzt mal von meinen Werten aus: im Rot markierten Bereich in der Tabelle konnte der DNA20 aufgrund des unteren Spannungslimits also nicht die korrekte Leistung liefern. (Wenns 4,0V wie im Datenblatt wäre, dann gäbe es noch mehr Rot in der Tabelle).
  • Evolvapor spart sich konsequenter Weise dann auch gleich schon mal alle Wattstufen unter 7,0 W, die würde er bei den meisten Verdampfer dann eh nicht bedienen können, dafür können wir die Soll Watt in sehr fein abgestuften 0,1 W Schritten von 7,0 W bis 20,0 W verstellen. Ein Rollback von 7,0 auf 20,W (und andersrum) wäre schön gewesen, fehlt aber leider.
  • Fehlen tut mir dann ebenfalls eine Anzeige der verbleibenden Akkuspannung in Volt, die Anzeige als Akkusymbol dünkt mir etwas grob.
  • Edit vom 07.12: Verdampfer im Sub-Ohm Bereich werden nicht unterstützt zwar laut Datenblatt nicht unterstützt, funktionieren aber trotzdem. Während Evolvapor in den Specs zum DNA20 nur 1.0 bis 3.3 Ohm nennt, feuert der DNA20D bis runter zu 0,55 Ohm. Nach Oben hin hab ich bis 2,6 Ohm getestet, größere hab ich nicht.
  • Messen tut der DNA20D Widerstände recht genau, selten hab ich mal 0,1 Ohm Differenz zum Multimeter, messen kann er Verdampfer, die er auch befeuern kann, also zwischen 0,55 Ohm und 3,3+ Ohm.
Soll 0.8 Ohm 1,0 Ohm 1,2 Ohm 1,4 Ohm 1,8 Ohm 2,2 Ohm 2,6 Ohm
7,0W 15,8W 10,3W 9,4W 10,0W 7,6W 7,3W 7,6W
9,0W 15,8W 10,3W 9,4W 9,8W 9,6W 9,3W 9,6W
11,0W 15,8W 11,3W 11,5W 12,1W 11,7W 11,3W 11,7W
13,0W 13,7W 13,0W 13,6W 14,0W 13,8W 13,4W 13,8W
15,0W 15,8W 15,5W 15,8W 16,4W 15,8W 15,7W 15,9W
17,0W 17,9W 17,6W 17,7W 18,1W 17,7W 17,6W 17,9W
19,0W 19,6W 19,5W 19,9W 20,7W 19,9W 19,7W 19,9W
20,0W 20,9W 21,0W 20,5W 21,5W 20,9W 20,4W 21,0W
  • den 0,55er hab ich nicht in die Tabelle aufgenommen, weil eigentlich funktioniert da nur die 20W Einstellung, der Rest liegt dann schon unter der Spannungsgrenze von 3.3V bzw 4.0V lt. Datenblatt – und wäre demnach komplett rot.
  • aus welchen Gründen auch immer scheint der DNA20D mit meinem 1.4 Ohm Test-VD ein Problem zu haben, der ist immer zu hoch. (Wird aber wie alle anderen Verdampfer auch korrekt gemessen). Eine Erklärung, warum der 1,4 Ohm VD so aus der Reihe fällt hab ich leider auch nicht, gemessen wurde wie immer: 3 Messreihen gemacht und 3 mal war er zu hoch, das hier in der Tabelle ist der Mittelwert – bei anderen Akkuträgern ist dieser Testverdampfer unauffällig. Vielleicht streut mir hier ja was rein.. siehe 2 Zeilen weiter unten.
  • im Großen und ganzen ist die Regelung in Ordnung, es sind zwar vereinzelt Sprünge größer 0,5W vorhanden, aber bedenkt bitte eines auch:

der DNA20D wurde hier “fliegend”, ohne Gehäuse, am Labornetzteil mit nur gesteckten Kontakten vermessen, so dass ich davon ausgehe, dass ein Teil der Unschärfe hier auch aufs Konto der suboptimalen Messbedingungen gehen dürfte.

 

Der DNA20D und die Akkus..

gemessen habe ich bei vollen Akkus (= 4.2V) Ströme am Akku bis 6,6A. Mit leeren Akku (unter Last 3.4V) würde man zunächst erwarten, dass wir da dann deutlich drüber kommen werden, aber in der Praxis passiert genau das gerade nicht: der DNA20D streicht die Leistungsstufen weg, die er mit seinem 7A Limit lt. Datenblatt nicht mehr bedienen kann und meldet statt dessen den Fehler “Check Battery”. Bei 3,4V und 2.2 Ohm ist das eben etwa um 17W der Fall.

Akku Voll vs. Akku Leer – VW bei 2.2 Ohm
Soll  7,0W 9,0W 11,0W 13,0W 15,0W 17,0W 19,0W 20,0W
Akku voll (4,2V): 7,3W 9,3W 11,3W 13,4W 15,7W 17,6W 19,7W 20,4W
Akku leer (3,4V): 7,3W 9,2W 11.4W 13,4W 15,6W error error error
  • nix zu meckern. Ob nun lieber Fehler wie hier oder runter Regeln ist letztendlich Geschmackssache

Mein (vorläufige) Meinung:

Die Pille, die mir nicht so wirklich schmecken will, ist das untere Spannungslimit, welches Evolvapor im Datenblatt mit 4,0V angibt. Gemessen hab ich ja 3.3V in meinen Tests, das geht ja noch, aber wenn 4,0V wirklich der Normalfall ist? Das und die Tatsache, dass kleiner 7W schon gar nicht anwählbar sind gibt zumindest mal klar eine Richtung an: der DNA20 ist für die meisten Normal-Dampfer, die unter sagen wir mal 8-9 Watt rum dampfen wollen nicht so wirklich das am besten passende Gerät (gerade wenn es wie im Datenblatt angegeben tatsächlich 4,0V sind). Vielleicht kann man sagen: “Er ist nunmal primär ein Spezialist für viel Watt (und gutem Wirkungsgrad) und ist nicht wirklich für den Otto Normaldampfer mit seinen 6-8W Ansprüchen.”

Letzendlich macht er diesen Job ordentlich und als Fertigplatine als Basis für Selbstbau Mods gibts ja auch nicht gerade allzuviel Konkurrenz.

Wenn ich mal (auf hohem Niveau) etwas rummäkeln darf: ich hätte mir den DNA20 eigentlich ein bissl präziser gewünscht, das ist jetzt nicht das erhoffte Referenzergebnis geworden, es sind auch ohne den problematischen (warum auch immer) 1.4er Testverdampfer ein paar größere Sprünge drin, letztendlich reichts damit nicht für eine Spitzenplatzierung in der Präzision, aber in der Praxis für nicht Zahlenfetischisten alle mal gut genug.

 

Akkutipps:

Letztendlich heissts für den DNA20 könnte auch wieder ein Ultra-HighDrain Akku Sony Konion oder Samsung 25R trotz der eher moderaten Last bis 7A aufgrund des geringeren “Voltdrop” etwas besser halten als ein eher auf Ausdauer getrimmter Akku, der zwar die 7A noch bringen kann, aber halt stärker in der Spannung nachgibt. Grundsätzlich, so schreibt das ja auch Evolvapor, ist ein Akku mit Dauerlast größer 7A gut nutzbar, also auch Panasonic 18650PD oder Samsung 18650-29E

Konions im 2er-Pack:  Panasonic 18650PD Samsung 29E

.

5 responses so far

5 Responses to “Ein schneller Blick auf den VW “Akkuträger” Evolvapor DNA20”

  1. adminon 07 Dec 2013 at 12:48

    SoulVape Michael auf Facebook meinte gerade, der müsste eigentlich bis 0,6 Ohm funktionieren. Da werde ich also nochmal nachmessen gehen. Meine TestVDs sind 0.3, 0.55, 0.8, 1.0 usw.. Ich muss das also mal mit nem 0,6er / 0,7er sowas nochmal probieren, wenn der 0.8er gesponnen hat und 0.55 zu niedrig ist, ja, dann hab ich da in der Tat nen Fehler..

  2. adminon 07 Dec 2013 at 13:48

    Und er hat recht.. kaum hat man den wackeligen Sockel ausgebessert funktioniert auch der 0,8 Ohm und bedingt auch der 0,55 Ohm Testverdampfer. Review oben entsprechend korrigiert und Spalte für 0,8 Ohm ergänzt.

  3. Vapeintoshon 11 Dec 2013 at 18:27

    Die Testergebnisse kann ich gut brauchen für meinen DNA20-Mod Selbstbau.
    Zu deinem Problem mit der Spannungsgrenze kann ich helfen, ich hatte mal ein paar Anfragen per Mail gestellt und antwort bekommen.
    Er geht nicht nur bis 4 Volt runter sondern der DNA20 kann nicht unter die Akkuspannung gehen, das heisst wenn der Akku mit der Spannung sinkt geht auch der DNA20 weiter nach unten.
    Und das Feuern mit 0,5 geht auch in Ordnung, aber wohl nur bei kleineren Wattstärken,
    die 20 watt wird er dann wohl nicht mehr bringen.

    Danke an den Admin fürs tolle Review

  4. Vapeintoshon 11 Dec 2013 at 18:45

    Sorry der letzte Satz ist wohl schlecht formuliert gewesen, befeuern mit weniger Leistung bei leerwerdenden Akkus bringt nix bei niederohmigen Verdampfern sondern im normalen Widerstandsbereich.

    Lg M.

  5. adminon 08 Jan 2014 at 08:40

    Die Sache mit “Kann nicht unter Akkuspannung” scheint nur für frühere Modelle (DNA12 ?) zu gelten, der hier getestete DNA20D kommt problemlos unter die jeweilige Akkuspannung.

Comments RSS

Kommentar dazu? (Geht anonym und ganz ohne Anmeldung)