Nov 07 2012

Provari-Clone IMotion2 V+: Neueste Version “5” und wieder Note 6!

veröffentlicht in Kategorie eZigaretten  

Das Unternehmen Ruyan aus Fernost bescherte der Welt 2004 die erste in Serie gefertigte elektronische Zigarette – eine echte, aber damals weltweit noch wenig beachtete Sensation. Vor einer Weile folgte, nach langer Stille um den Hersteller, die nächste: Die Ruyan-Tochterfirma Cigstar kündigte die IMotion2 V+ an – einen VV-Akkuträger, der optisch unverkennbar einen Angriff auf den Provari darstellt und dies zu weniger als 1/3 von dessen Preis.

Nach Auslieferung der ersten Geräte häuften sich jedoch die Klagen über Probleme und Mängel in der Verarbeitung der Elektronik, es folgte innerhalb kürzester Abstände eine Revision auf die nächste.

Uns liegt nun die allerneueste Version der IMotion2 V+ vor – hat Hersteller Cigstar endlich “die Kurve gekriegt”?

 

Hinweis: Zum Review des Nachfolgers IMotion3 VV/VW bitte hier entlang !

 

hübsch sind sie ja.. die Cigstar Imotion2v+

Vorweg: Nein. Der IMotion2 V+ kann auch in der aktuellsten Variante definitiv keine Kaufempfehlung ausgesprochen werden. Wer nur das wissen wollte, mag an dieser Stelle aufhören zu lesen. Generell freuen wir uns aber natürlich über jeden, der sich die Früchte unserer Arbeit komplett zu Gemüte führt..

 

Hinweis: Ich teste 2 Testgeräte der IMotion2 V+ aus der neuesten Produktion, einmal mit großem Feuerknopf (im Folgetext “IMotion2 V+ A” genannt) und ein weiteres mit kleinerem Feuerknopf (im Folgetext “IMotion2 V+ B”) wurden uns freundlicherweise von DARF_ICH_DOCH_NIMMER sagen zum Test zur Verfügung gestellt. Die ZENSIERT wird die IMotion2 V+ jedoch künftig nicht mehr anbieten, wegen untragbar hoher Defektquoten und allgemein zu vielen Problemen, die der Hersteller bisher in mehreren Anläufen nicht ausbessern konnte.

 

Wir wissen, daß dieses Review sehnsüchtig erwartet wurde, aber die Verzögerungen bei der Veröffentlichung waren unvermeidbar, da uns bisher kaum ein Akkuträger im Test so “geärgert” hat wie die neueste IMotion2 V+! Dazu im laufenden Text mehr..

 

IMotion2 V+ Versionschaos

Die hier besprochenen IMotion2 V+ Geräte stammen glaubhaft versichert aus der allerneuesten Produktion von Cigstar, erst letzte Woche in Deutschland aufgeschlagen. Doch welche Revisionen gab es davor?

Uns fällt es auch schwer, den Überblick zu behalten, daher hier der mühsame Versuch ohne Gewähr etwas Licht ins Dunkel zu bringen:

  • “Version 1”ohne Lüftungskerben am Kopf, keine Feder
    • Luftzufuhr-Probleme mit Verdampfern mit planem Boden, einige Käufer haben daher selbst Hand an den Verdampfer-Anschluss gelegt und diesen mit Lüftungsschlitzen versehen
    • Berichte über diverse Elektronikprobleme
  • “Version 2”ohne Lüftungskerben am Kopf, mit Feder
    • …hierzu gilt das gleiche wie für “Version 1”
  • “Version 3”mit 2 Lüftungskerben am Kopf (und Feder), angeblich überarbeiteter Chip
    •  Luftzufuhr-Probleme gelöst, aber weiterhin…
    • …Berichte über diverse Elektronikprobleme
  • “Version 4”mit 4 Lüftungskerben am Kopf (und Feder), angeblich überarbeiteter Chip
    •  …hierzu gilt das gleiche wie für “Version 3”
  • “Version 5”mit 2 Lüftungskerben am Kopf (und Feder), angeblich abermals überarbeiteter Chip
    • die uns hier vorliegende, neueste Produktion
    • erst seit Ende Oktober / Anfang November 2012 verfügbar
    • wahlweise mit großem (hier im Text Variante “A” genannt) und kleinen Feuerknopf (Variante “B”) erhältlich
    • bei Variante A (großer Knopf) leuchet das Display auch während des Feuerns, bei Variante B (kleiner Knopf) hingegen der Feuerknopf; abseits dessen…
    • …beide Varianten weiterhin mit heftigsten Elektronikproblemen, siehe dazu weiter im Text.

Es handelt sich hierbei um eine Aufstellung nach unserem besten Wissen und nicht um offizielle Herstellerangaben (die gibt es nämlich nicht…) – vielen Dank in diesem Zusammenhang auch an den User “hansklein” aus dem Dampfertreff-Forum!

 

Merkmale der IMotion2 V+ “Rev. 5 / Nov. 2012”:

Cigstars neueste Imotion2 V+ (mit 2 unterschiedlichen Buttons)

Schwerer, extrem dickwandiger Metalkörper, sehr fein gearbeitet, alle Kanten schön gerundet, Gewinde laufen prima.

Uns liegt die verchromte Variante vor – prinzipiell war bzw. ist die IMotion2 V+ aber mehrfarbig erhältlich. An der Verchromung der uns zur Verfügung gestellten Exemplare gibt es nichts auszusetzen.

Optik und Haptik fallen insgesamt wirklich sehr schön aus.

 

vollwertiger Ego mit Außengewinde

Der wuchtige 25mm Tubus verjüngt sich konkav auf 22mm und verblendet so einen eGo-ähnlichen, ungefederten Verdampferanschluss (ohne eGo-Außengewinde) mit leichtem Überstand um die Luft nicht abzuwürgen. Sowohl die allerneueste IMotion2 V+ mit dem großen, als auch die mit dem kleineren Feuerknopf besitzen abermals Kerben am Verdamfer-Gewinde (nun wieder lediglich 2) für die Luftzufuhr – Verdampfer mit planem Boden sollten damit problemlos funktionieren und das Luftproblem, das die allerersten ausgelieferten Geräte plagte, nicht mehr auftreten. Allerdings konnte ich mit meiner Penelope dennoch einen (nicht unangenehmen aber merklich vorhandenen) erhöhten Zugwiderstand feststellen.

Das rote 2-stellige 8-Segment Display und auch das Display-Glas wirken ebenfalls wertig. Die Feuerknöpfe sehen ebenfalls gut aus – der große Feuerknopf aus der Variante “A” macht aber qualitativ keinen so guten Eindruck, trotz Klick ein wenig schwammig und mit gewissem Hang zum Hängenbleiben. Deswegen mit der an dieser Stelle stets vergebenen Schulnote ein wenig Zurückhaltung und nur ein vorsichtiges “Befriedigend”. Der kleine Feuerknopf der Variante “B” ist im Gegenzug blau durchleuchtet schon ein kleiner Hingucker – nicht nur optisch, sondern auch von der Funktion her sehr überzeugend. Ein etwas längerer Weg hätte sein dürfen, ein wenig größerer Durchmesser auch, hat aber die ganze Zeit prima funktioniert. Auf der “Feuerknopf-Notenskala” ein vorsichtiges “Gut”, könnte prinzipiell auch ein “Sehr Gut” sein – aufgrund der Eile, das Review für die wartenden Leser fertigzustellen, war schlichtweg nicht die Zeit für einen Langzeit-Test.

Die uns vorliegenden IMotion2 V+ kann man übrigens schütteln bis der Arzt kommt, da wackelt und klappert nix.

Akkutechnisch geht Cigstar den vernünftigen Einzelakku-Weg mit einer 18650er, vergeigt es dann allerdings noch ganz gewaltig in der Elektronik-Abteilung, aber dazu später mehr.

Auf dem Akkuträger sind neben der Gerätebezeichnung noch die für den Import in die EU vorgeschriebenen Zeichen für CE- bzw. ROHS-Konformität aufgedruckt – hätten aber vielleicht in Punkto Größe und Platzierung etwas dezenter angebracht werden können.

 

in Teilen

 

Useability:

Das Menü zur Einknopf-Bedienung hat Cigstar, wie schon das Grunddesign der IMotion2 V+, von der Provari abgeguckt. Als Provari-Fan kommt mir das prinzipiell schon sehr gelegen, allerdings wird das durch die langen Zwangspausen, die man bei der IMotion2 V+ nach der Auswahl eines Menüpunkts machen muss, etwas sehr tranig. Beim Provari geht das alles merklich flotter.

 

Zu den einzelnen Menüpunkten:

  • Spannung hoch – “Uu” und Spannung runter – “Ud” erhöhen/verringern die Spannung in 0,1V Schritten, Rollover von 6,0V auf 3,0V und umgekehrt. Vergessen hat man die Möglichkeit des “Draufhaltens” – es muss für jeden 0,1V Schritt einzeln geklickt werden.
  • “So” schaltet komplett ab.
  • “Cb” zeigt verbliebene Akkuspannung – allerdings im Gegensatz zum Provari ohne dabei den Verdampfer zu befeuern; wir haben es also mit der Anzeige der Leerlauf-Akkuspannung zu tun.
  • “dA” misst den Verdampfer-Widerstand, abermals ohne merkbar zu befeuern und nur leidlich genau.
  • “Lo” tut in Version “A” mit dem großen Feuerknopf irgendwie gar nichts, in Version B schaltet man damit die Buttonbeleuchtung ab – das Display ist in Version B beim Dampfen übrigens grundsätzlich aus, in Version A grundsätzlich an.

 

Vorsicht: Startspannung ist nach Akkuwechwsel immer 4.0V “Cigstar-Volt”, das sind je nach Verdampfer bis zu 5,0V Effektiv-Spanung (dazu nachher mehr) – kennen wir ja bereits von Smoktech-Geräten…

 

 

Sicherheit:

  • Kurzschlussschutz: getestet (Fehler 88)
  • Überlastschutz: “unscharf”, siehe weiter unten
  • Abschaltung bei Überhitzung: Laut Hersteller gegeben, Gerät wurde in den Tests allerdings mehrmals merklich warm, eine Abschaltung erfolgte jedoch nicht
  • Verpolungsschutz: getestet, elektronisch implementiert – kein “Nuppelzwang”
  • Protected-Akkus: sind zu lang, selbst mit unserem kürzesten Protected 18650er bleiben gut 2mm Spalt. Es passen ungeschützte (IMR)-Akkus mit oder ohne “Nuppel”, allerdings funktionieren nicht alle gleich gut (dazu später mehr)
  • Feuerknopf: steht prominent vor und ist so nicht gegen unbeabsichtigtes Feuern geschützt (bei Variante “A” mit dem großen sowie bei Variante “B” mit dem kleinen Knopf gleichermaßen)
  • Zugbegrenzung: 12 Sekunden
  • Komplette Abschaltung: über Menüpunkt “So” möglich
  • Abschaltung bei unterschreiten Mindest-Akkuspannung / Tiefentladeschutz: gegeben, aber ein reinstes Chaos (dazu ebenfalls im weiteren Text mehr)
  • Ausgasmöglichkeit: über 4 recht kleine Bohrungen seitlich im Akkudeckelgewinde – eventuell etwas unterdimensioniert – gegeben; in die andere Richtung zu einem gewissen Grad Ausgasen über den Taster möglich.

 

Leistung unter Last

Im Gegensatz zu seinem “Vorbild” Provari gibt die IMotion2 V+ ein ungeglättetes “Non-DC” Signal auf den Verdampfer, insoweit ist hier wieder einmal mit konventionellem Multimeter oder einfachem Inline-Voltmeter nicht zu messen – stattdessen müssen True RMS-Multimeter und zur Kontrolle das Taschen-Oszilloskop ran.

Nun hatten wir ja schon schöne und nicht so schöne “PWM-Rechteckwellen” bei diversen Akkuträgern gesehen, aber das hier (gesehen bei 1.4 Ohm Last) ist neu:

Ehm.. was?!

Ja logisch!

Ich habe zur Sicherheit direkt das Oszilloskop überprüft, aber das war intakt wie eh und je..

Aus so einem “Kraut und Rüben”-Kurven-Verlauf ist mit den gängigen Formeln in keinster Weise sinnvoll eine Effektivspannung zu bestimmen. Wir müssen uns also in diesem Fall auf die “True RMS AC+DC”-Messwerte des Uni-T 71B Multimeters verlassen.

Wisst Ihr, woran mich das erinnert? An mein heißgeliebtes Automatenspiel “Battlezone”: In jedem Moment kommt da jetzt gleich ein feindlicher Panzer hinter so nem Berg hervor, wetten? Ach, ich laber schon wieder, Sabbel wird wieder schimpfen.. ;-)

 

Glücklicherweise legt sich dieser Spuk jedoch ab 1.8 Ohm Last und wir finden wieder eine halbwegs normale, PWM-modulierte Rechteckwelle vor:

ab 1.8 Ohm aufwärts wirds dann normaler..

Das gezeigte Verhalten am Oszilloskop ist bei den beiden uns übersandten IMotion2 V+ mit dem großen (Variante “A”) sowie mit dem kleinen Feuerknopf (Variante “B”) absolut identisch.

Nichts desto trotz haben wir beide Geräte auf ihre Effektiv-Ausgangsspannungen bei unterschiedlichen Lasten vermessen und als Referenz die Messwerte des Provari V2 gegenübergestellt – denn wer den Provari kopieren will, muss sich auch mit dem Provari messen können.

Getestet wurde mit unserem “IMR-Universalakku” Panasonic CGR18650CH.

 

Die Ergebnisse:

1.4 Ohm
Soll: IMotion A* <> IMotion B* <> Provari V2
3,0V 3,39V 3,31V  3,2V
3,5V 3,55V 3,47V  3,5V
4,0V 3,71V 3,61V  4,0V
4,5V 3,87V 3,77V  4,5V
5,0V 4,04V 3,90V  Limit
5,5V 4,17V 4,07V  Limit
6,0V 4,34V 4,29V  Limit
1.8 Ohm (*1)
Soll: IMotion A* <> Imotion B* <> Provari V2
3,0V 4,42V 4,38V  3,2V
3,5V 4,74V 4,75V  3,5V
4,0V 5,0->4.2V 5,05V(*1)  4,0V
4,5V 5,3->4,2V 5,34V(*1)  4,5V
5,0V 5,6->4,3V 5,63V(*1)  5,0V
5,5V 5,8->4,4V 5,84V(*1)  Limit
6,0V 6,1->4,5V 6,06V(*1)  Limit
2.2 Ohm
Soll: IMotion A* <> IMotion B* <> Provari V2
3,0V 4,40V 4,41V fehlt(*2)
3,5V 4,73V 4,74V fehlt(*2)
4,0V 5,05V 5,01V fehlt(*2)
4,5V 5,33V 5,33V fehlt(*2)
5,0V 5,61V 5,63V fehlt(*2)
5,5V 5,86V 5,88V fehlt(*2)
6,0V 6,13V 6,18V fehlt(*2)
2.6 Ohm
Soll: IMotion A* <> Imotion B* <> Provari V2
3,0V 4,33V  4,34V  3,2V
3,5V 4,64V 4,66V  3,5V
4,0V 4,96V 4,97V  4,0V
4,5V 5,26V 5,28V  4,5V
5,0V 5,54V 5,56V  5,0V
5,5V 5,77V 5,80V  5,5V
6,0V 6,09V 6,11V  6,0V

(*) Variante “A”: großer Feuerknopf, Variante “B”: kleiner Feuerknopf

(*1) Was war bei 1.8 Ohm los? Nun, die Messung der Imotion2 V+ Variante “A” startete mit der Spannung wie angegeben, hielt diese ca. 2 Sekunden, mal mehr, mal weniger und brach dann aber in sich zusammen auf den zweiten Wert, begleitet von leichtem Spulenfiepen und deutlicher Wärmeentwicklung (ob das der Grund für das oft berichtete verfrühte Sterben der Geräte ist?). Das gleiche im Test der Variante “B”. Alles reproduzierbar übrigens, speziell diese Messreihe wurde ein paar Mal wiederholt.

Als Spannungskurve festgehalten sieht das dann so aus:

1.8 Ohm: Berg und Talfahrt bei beiden Modellen der IMotion2 V+

Mit randvollem Akku tritt dieses Verhalten übrigens nicht auf! Akku-Restspannung war hier 4,07V laut Multimeter. Warum bei der nachfolgenden Testreihe mit dem 2.2 Ohm Verdampfer bei gleichen Akkustand das Phänomen nicht auftrat, aber bei 1.8 Ohm immer wieder reproduzierbar war, bleibt ein Rätsel.

(*2) Zum Testzeit damals war kein passender Test-Verdampfer zur Hand.

 

Vollständige Messwertetabellen: 

 

..sind aber im Prinzip identisch bis auf die Namen, wie auch bereits aus den verkürzten Tabellen oben zu entnehmen.

Im Verhalten der Regelung unterscheiden sich die neueste IMotion2 V+ mit dem großen (“A”) sowie die mit dem kleinen Feuerknopf (“B”) jedenfalls kein Stück. Die minimalen Unterschiede in den gemessenen Spannungen sind im Rahmen der zu erwartenden Messfehler (gerade angesichts der bei niederohmigen Verdampfern total “verschraddelten” Wellenform der Ausgangsspannung) und Bauteiltoleranzen und lassen nicht auf Unterschiede zwischen beiden Geräten in der Regelelektronik oder deren Programmierung schließen.

Abgesehen von der Tatsache, daß bei der Variante “A” mit dem großen Feuerknopf das Display auch während des Feuerns beleuchtet wird (und bei der Variante “B” mit dem kleinen Feuerknopf hingegen stattdessen der Knopf selbst), waren bisher keine weiteren Differenzen auszumachen.

 

Was erkennen wir in den Messwerten?

  • Für LR-Verdampfer mit 1.4 oder 1.8 Ohm scheint die IMotion2 V+ einfach nicht gemacht zu sein, was sich auch mit Berichten von Besitzern deckt. Daran scheint sich an der neuesten Version mit angeblich nochmals überarbeiteter Platine nichts geändert zu haben:

    Bei der 1.4 Ohm-Messung liegt die IMotion2 V+ effektiv (fast) ausnahmslos unter der eingestellten Sollspannung (vgl. auch die “verschraddelten” Oszilloskop-Bilder in diesem Lastbereich weiter oben), bei 1.8 Ohm dann in merkwürdiger Abhängigkeit von der Akkuspannung komplettes Fehlverhalten der Regelelektronik (Spannungszusammenbruch während des Dampfens) und…

  • …erst ab 2.2 Ohm ein “normales”, “konsistentes” Verhalten – allerdings mit ausnahmslos zu hohen Effektivwerten bei der Ausgangsspannung (“VMAX-Wildsau”-Phänomen)
  • Generell sind die Abweichungen Sollspannung zu effektiver Ist-Spannung für einen Einzel-Akku-Träger schon etwas verwunderlich; Abweichungen von Soll: 3,0V – Ist: 4,4V effektiv kennt man sonst eher von den Stacking-Trägern. Die Präzision des Provari hat man leider ganz offensichtlich nicht mitgeclont; “Cigstar-Volt” sollte man wie “Smoktech-Volt” als Einheit in die Physik-Bücher mit aufnehmen…
  • Die vom Hersteller beworbenen 20W sind bei beiden vorliegenden IMotion2 V+ tatsächlich messbar, allerdings erst ab der 1.8 Ohm-Messung (bei 1.4 Ohm schien das Gerät ja völlig überfordert und “neben der Spur”) – höchste gemessene Leistung 20,7W, 3,4A. Das 5A Limit aus der Herstellerbeschreibung hingegen scheint jedoch eher von “Marketing-Natur” zu sein.
  • Für einen 18650er Akkuträger ohne Stacking liefert die IMotion damit eine vergleichsweise hohe Leistung – vermutlich mehr als gut gewesen wäre, denn wenn man sich die restlichen Probleme der Imotion so anschaut: Ob man da nicht zu hoch hinaus wollte? Statt in eine immense Leistung hätte man wohl eher in Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Verarbeitung der Elektronik (Stichwort Kurzlebigkeit..) investieren sollen.
  • Im Gegensatz zu anderen Akkuträgern ist jedoch in den jeweiligen Ohm-Stufen kein konkretes Limit im Sinne einer maximal möglichen Ausgangsspannung, ab der “Still abgeregelt” wird, erkennbar. Vielmehr scheint die Limitation “diskret” über alle möglichen Sollstufen verteilt zu sein, sodaß sich mit einer Erhöhung der Einstellung bis einschließlich den maximalen 6.0 “Soll-Volt” stets auch eine Erhöhung der Ausgangsspannung ergibt – das ist mal etwas neues. Dennoch hat was das Display jeweils anzeigt durchweg nicht viel mit mit den effektiven “Ausgangs-Volt” zu tun.
  • Der effektive Regelbereich von lediglich 1V bei 1.4Ohm ist nicht toll, aber noch akzeptabel. Die Provari bringt hier 1,3V (eigentlich ein wenig mehr, weil sie über 4,5V reicht, ist aber so nicht in der Tabelle erfasst)
  • Der Regelbereich der IMotion2 V+ von ca. 1.7V bei höherohmigen Verdampfern ist jedoch gut.

 

Vermutlich für immer und ewig offen bleiben jedoch die Fragen:

  • Warum unterscheidet sich das Ergebnis bei 1.4 Ohm so sehr von den restlichen Werten?

    Wenn die Regelelektronik der IMotion2 V+ hier auch in der neuesten Variante komplett überfordert ist (worauf das dazugehörige “zerschraddelte” Oszilloskop-Bild schließen könnte), warum wird dann nicht mit einem Fehler das Feuern in diesem Ohmbereich verweigert?

    Die Folge des Verhaltens ist zumindest, daß ein 1.4 Ohm LR-Carto nicht sofort abfackelt, und das ist – ob gewollt oder ungewollt – so doof nicht. Im Bereich um 1.8 Ohm “knallen” LR-Verdampfer dann bei der IMotion2 V+ wiederum ordentlich, denn hier normalisiert sich ja die Regelung im Stil eines “VMAX-Wildsau-Modus”. 4.4V effektive kleinste realisierbare Ausgangsspannung (bei Soll-Einstellung 3.0V) dürften jedenfalls für die Mehrheit der Dampfer zuviel sein. Auf beispielsweise meinem 1.8 Ohm Vivi Nova-Head kokelt das schon arg – aber das nur mal subjektiv in den Raum gestellt.

  • Was zum Teufel machten die IMotion2 V+ da (reproduzierbar) bei der 1.8 Ohm Messreihe um 4,10V Akkurestspannung und warum gerade dort (und weder bei 1.4 noch bei 2.2 Ohm) sowie gerade bei dieser Akkuspannung? Das wird wohl für immer ein Rätsel bleiben, schlussfolgern kann man daraus allerdings abermals, daß die IMotion2 V+ auch in der neuesten Version lieber nicht mit LR-Verdampfern unter 2 Ohm betrieben werden sollte.

 

“Dampf-Phase”

Hier der “Normalfall” mit der IMotion2 V+ (Variante “A” und “B”):

Imotion A, 2.2 Ohm, 5,5V – ordentlich, bissl langes nachglühen (246-247)

 

Bei der 1.8 Ohm-Messreihe (und wie gesagt nur dort!) und ausschließlich bei Akkuspannung um 4.0V dann doch nochmal so ein komisches Einbrechen während des Dampfens – hier nicht ganz so deutlich eingefangen wie weiter oben, aber auch selbstredend:

Ein weiterer Ausreisser: Imotion A 1.8 Ohm, 4,5V, Akkurestspannung wieder um 4,0V rum

 

“Einknicken” der Elektronik bereits bei 4,0V-Akku-Restspannung (Leerlauf), was bei den meisten Li-Ion Akkus grob einem Ladestand von noch 80% entspricht?

Da ist doch was merkwürdig? Ja, ist es:

 

Nachregeln bei sinkender Akkuspannung?

Die kurze Antwort: Beide IMotions regeln im “Chaos-Modus” bei 1.4 Ohm noch akzeptabel und ab 2.2 Ohm sehr gut der sinkenden Akkuspannung entgegen. “Hier gibts nix zu sehen, bitte weitergehen.”

Besser erst wieder beim Fazit weiterlesen…

Wirklich.. Ist besser so..

 

Ok, nun denn: 

Normalerweise ist diese Testreihe ruck-zuck gemacht: Den Akku kurz vor die unterste Arbeitsschwelle des jeweiligen Akkuträgers entladen und schnell nochmal eine Messreihe machen, diese der bei vollem Akku gemessenen Werte gegenüberstellen. Normalerweise..

Nur: Wo ist die unterste Arbeitsschwelle bei der IMotion2 V+? Leider klappt der “Schnelltest” mit einem linear geregelten Labornetzteil als Spannungsquelle gerade bei der IMotion2 V+ nicht (warum auch immer, wir sind bisher nicht dahintergekommen), also war mühsames Akku laden und entladen angesagt, um die Grenze des Geräts abzupassen. Versuch macht kluch, sagt der Volksmund, nun, viele gescheiterte Versüche bringen Flüche viel Freude und wenn Volksmund grad da gewesen wäre, hätte er einen Einlauf mit einem 26650er-Akku bekommen…

Also, wo ist sie bei der IMotion2 V+, unsere untere Grenze?

3,5 oder 3,6V wie bei den meisten anderen Akkuträgern? Nein – Displayanzeige 88 (was im Übrigen mehr wie Komplett-Aufhänger der Elektronik als eine “echte” Fehlermeldung anmutet)..

3,7V? Nein – Displayanzeige 88..

Ok, 3,8V? Nein, auch nicht – Displayanzeige 88..

 

Mit dem Panasonic CGR18650CH (IMR) liegt sie ganz knapp unter 3,9V. Es hat 2 Stunden gekostet, nur um das raus-  und den Akku passend hin zu bekommen, sollte ja reproduzierbar sein. *Hust* – sollte…

Das war also das erste und (hoffentlich) das einzige Mal, dass ein “Akku leer” Test auf 3,9V gefahren werden muss. Ein Akkuträger, der gerade mal 4,2 – 3,9V = 0,3V vom Akku nutzen kann, der macht was grundsätzlich falsch. Der Panasonic CGR18650CH (IMR) ist ferner einer der Top-Akkus auf dem Markt – in Spannungslage und Kapazität in seiner Klasse der 18650 IMRs mit über 2000mAh ungeschlagen.

 

Damit zu den Messwerten zur Spannungskonstanz über die Akkulaufzeit, die wie gesagt für sich weniger ein Problem darstellen, als die Tatsache, daß “Akku leer, Gerät will nicht mehr” bei der IMotion2 V+ am Beispiel des Panasonic CGR18650CH schon bei 3,9V der Fall ist, wo dem Akku erst ca. 20% seiner nutzbaren Kapazität entnommen wurden!

 

Testlauf 1 – Panasonic CGR18650CH (IMR):

Akku Voll vs. Akku Leer “Panasonic CGR18650CH” bei 1.4 Ohm
Soll 3,0V 3,5V 4,0V 4,5V 5,0V 5,5V 6,0V
IMotion2 V+ A Akku voll (~4,2V) 3,4V 3,6V 3,7V 3,9V 4,0V 4,2V 4,3V
IMotion2 V+ A Akku leer (~3,9V!) 3,2V 3,4V 3,5V 3,6V 3,8V 3,9V 4,1V
IMotion2 V+ B Akku voll (~4,2V) 3,3V 3,5V 3,6V 3,8V 3,9V 4,1V 4,3V
IMotion2 V+ B Akku leer (~3,9V!) 3,0V 3,1V 3,3V 3,4V 3,6V 3,7V 3,9V

 

..und weils so schön war habe ich die 2.2 Ohm-Messreihe gerade auch noch gemacht, denn wie wir wissen arbeitet die IMotion2 V+ ja bei 1.4 Ohm in einem “sehr speziellen Modus”:

Akku Voll vs. Akku Leer “Panasonic CGR18650CH” bei 2.2 Ohm
Soll 3,0V 3,5V 4,0V 4,5V 5,0V 5,5V 6,0V
IMotion2 V+ A Akku voll (~4,2V) 4,4V 4,7V 5,1V 5,3V 5,6V 5,9V 6,1V
IMotion2 V+ A Akku leer (~3,9V!) 4,4V 4,7V 5,0V 5,3V 5,6V* 5,9V* 6,1V*
IMotion2 V+ B Akku voll (~4,2V) 4,3V 4,7V 5,0V 5,3V 5,6V 5,8V 6,1V
IMotion2 V+ B Akku leer (~3,9V!) 4,4V 4,7V 5,0V 5,3V 5,6V* 5,9V* 6,1V*

(*) hält nur wenige Sekunden, keinen vollen Zug, und gibt dann Display-Meldung 88.

 

So – jetzt wirds esoterisch: Nachdem die IMotion2 V+ also mit einem original Panasonic CGR18650 IMR bereits bei 3,9V Restspannung ausgestiegen ist – dies entspricht übrigens nachgemessen lediglich 400 von 2250mAh genutzter Kapazität! – hat ein von dem Deutschen Unternehmen Enerdan mit Nuppel versehener Panasonic CGR18650CH bis 3.6V mitgespielt:

Testlauf 2 – Enerdan “Button Top” Panasonic CGR18650CH (IMR):

Akku Voll vs. Akku Leer “Enerdan CGR18650CH BtnTop” bei 1.4 Ohm
Soll 3,0V 3,5V 4,0V 4,5V 5,0V 5,5V 6,0V
IMotion2 V+ A Akku voll (~4,2V) 3,4V 3,6V 3,7V 3,9V 4,0V 4,2V 4,3V
IMotion2 V+ A Akku leer (~3,6V) 3,2V 3,3V 3,5V 3,6V 3,8V 3,9V 4,0V
IMotion2 V+ B Akku voll (~4,2V) 3,3V 3,5V 3,6V 3,8V 3,9V 4,1V 4,3V
IMotion2 V+ B Akku voll (~3,6V) 3,0V 3,1V 3,3V 3,4V 3,6V 3,7V 3,9V

 

Akku Voll vs. Akku Leer “Enerdan CGR18650CH BtnTop” bei 2.2 Ohm
Soll 3,0V 3,5V 4,0V 4,5V 5,0V 5,5V 6,0V
IMotion2 V+ A Akku voll (~4,2V) 4,4V 4,7V 5,1V 5,3V 5,6V 5,9V 6,1V
IMotion2 V+ A Akku leer (~3,6V) 4,4V 4,7V 5,0V 5,3V 5,6V 5,9V 6,1V
IMotion2 V+ B Akku voll (~4,2V) 4,3V 4,7V 5,0V 5,3V 5,6V 5,8V 6,1V
IMotion2 V+ B Akku leer (~3,6V) 4,4V 4,7V 5,0V 5,3V 5,6V 5,9V 6,1V

 

Merkt Ihr was? Nicht nur arbeitet die IMotion2 V+ nun plötzlich bis 3,6V, die Sternchen sind nun auch weg..

Bloody Hell! Sind wir hier beim “Verstehen Sie Spaß” für Reviewer?

 

Aktenzeichen XY ungelöst:

Warum steigt der eine Akku bei beiden IMotion2 V+ bereits bei 3.9V aus während der zweite (eigentlich baugleiche) Akku bei beiden Testgeräten bis 3.6V problemlos funktioniert? An der Spannung kanns nicht liegen, aber woran dann?

 

Jetzt bleibt eigentlich nur noch eines übrig: Innenwiderstand bzw. Lastverhalten:

Akku Bezeichnung: Typ: Arbeits-Schwelle
IMotion2 V+:
Innenwiderstand*
BAK C18650CC 2600mAh ICR LiCoO2 4.0V 100 mOhm
 
Panasonic CGR18650CH 2250mAh #1 IMR LiNiCoMn 3.9V 50 mOhm
Panasonic CGR18650CH 2250mAh #2 IMR LiNiCoMn 3.6V 50 mOhm
Enerdan CGR18650CH “Button Top” 2250mAh IMR LiNiCoMn 3.6V 90 mOhm
Orbtronic CGR18650CH “Button Top” 2250mAh IMR LiNiCoMn 3,9V 90 mOhm
 
Panasonic NCR18650B 3400mAh NCR LiNiCoAl 3,8V ~100 mOhm
 
Sanyo UR18650W ~1500mAh IMR LiMnO4 3,5V ~35 mOhm
Sony US18650V2 2100mAh IMR LiNiCoMn 3,8V ~50 mOhm

* Innenwiderstands-Messung mit Junsi iCharger 106B+, als Absolutwerte von begrenzter Genauigkeit, hier zur relativen Vergleichbarkeit aber ein hinreichender Anhaltspunkt.

 

Diese Ergebnisse erklären … gerade mal gar nichts. Gerade wieso das Gerät mit 2 unterschiedlichen, “unveränderten” Panasonic CGR18650CH IMR einmal bis 3.9V und einmal bis 3.6V arbeitet, bleibt erstmal unerklärlich. Von den Akkus wurden im Anschluss noch mal Entladekurven genommen, und sie sind in ihrem Verhalten absolut identisch..

 

Diesen Widerspruch außen vorgelassen, könnte man zunächst sagen die IMotion2 V+ kommt aufgrund ihrer “Sensibilitäten” bei der Spannungsversorgung am Besten mit sehr niederkapazitativen IMR-Akkus mit geringem Innenwiderstand wie dem Sanyo UR18650W IMR (~1500mAh) “klar” – das sind Akkus, die aufgrund sehr hohen zulässigen Lasten von 20-30A, also dem 4-6 fachen als ein VV-Träger jemals brauchen könnte, heute eigentlich nur noch in Elektrowerkzeugen eingesetzt werden. Als Nebeneffekt haben diese Akkus jedoch bei geringeren Lasten – und das sind 5A, die ein VV-Akkuträger maximal zieht, dann in Relation – eine vergleichsweise sehr hohe Spannungslage, was der IMotion2 V+ mit ihren “Empfindlichkeiten” entgegenzukommen scheint. Ein ähnlicher, aber besser erhältlicher Akku dieser Gattung wäre der Sony US18650VT(C2) IMR (~1450mAh in der Praxis).

 

Schlechter sieht es dagegen offenbar bei hochkapazitativen ICR-Akkus aus, wie man am Beispiel des BAK C18650CC 2600mAh sieht – übrigens in seiner Klasse ein exzellenter Akku, aber der IMotion2 V+ nicht recht und bewegt sie daher bereits bei 4.0V Restspannung zum “Aussteigen”. Grund: Die höhere Kapazität der ICR-Chemie erkauft man stets mit höherem Innenwiderstand, was eine niedrigere Belastbarkeit zur Folge hat (was hier gar nicht mal das Problem wäre, wir wären noch im Rahmen) aber vor allem in dem Zusammenhang eine niedrigere Spannungslage unter Last..

 

..und offenbar gilt es hierbei mit der IMotion2 V+ um jedes Zehntelvolt an zur Verfügung stehender Akkuspannung zu “feilschen”, um eine einwandfreie Funktion sicherzustellen.

 

In diesem Zusammenhang könnte auch der wirklich seltsam gestaltete geräteseitige Pluspol-Kontakt der IMotion2 V+ eine Rolle spielen. Der wirkt nämlich, als könnte er durchaus Spannungsabfall bedingen, welcher dann wiederum kaum durchschaubar abhängig von der Ausführung des Akkupluspols wäre, was die ganze Akkuwahl noch weiter erschwert.

 

Warum so breit geschlitzt? Möglichst große Auflagefläche für besten Kontakt ist das nicht!

Hier wird weiter geforscht werden müssen und es sicher noch Updates zum Review geben – bis hier hin können wir aber nochmals sagen:

Selten hat uns ein Akkuträger so viele graue Haare beschert!

 

Abmessungen:

Provari oben, Cigstar IMotion2 V+ unten

Wer meinte die Provari sei schon schwer, der muss sich mal die IMotion2 V+ anschauen, die legt gewichtsmäßig nochmal ne Schippe oben drauf, und auch in den Abmessungen. Das ist ein echt Dicker Brummer!

  • Länge: 123mm
  • Durchmesser: 25mm, Knopf steht nochmals 1mm raus
  • Wandstärken-Rekord: mit 3mm Wandstärke derzeitig unangefochtener Spitzenreiter
  • Gewicht inkl. Akku: satte 214g

 

Fazit:

Außen Hui innen Pfui – der IMotion2 V+ mag ja mit einer noch so tollen Varbeitung und Optik daherkommen, aber wie soll man diesem Gerät bei einer (immer noch) derart verkorksten Elektronik (und das übrigens bereits im Mehrfachen Anlauf seitens des Herstellers) eine Kaufempfehlung aussprechen?

Überdies liest sich quer durch die Foren, daß die Geräte doch eine immens hohe Versagensrate aufweisen – aus der allerersten Chargen sind etliche Geräte innerhalb 2 Wochen oder weniger “gestorben”; der einstige Mit-Wegbereiter der IMotion2 V+ auf dem deutschen Markt spricht im Dampfertreff-Forum betreffs der aktuellen Produktion (die ja eigentlich fehlerbereinigt sein sollten) von einer Ausschuss-Quote über 70%, rät derzeit eindringlich vom Kauf des Gerätes ab und hat es dort schön formuliert:

Es gibt keinen aktuellen IMotion der vernünftig funktioniert egal in welcher Version der Euch versprochen wird.

 

Die Defektquote mal ausgeblendet haben wir es hier mit einer sehr merkwürdigen Regelung zu tun: Mit 1.4 Ohm-Verdampfern regelt die IMotion2 V+ – möglicherweise “unabsichtlich” aufgrund Überlastung – komplett anders als in höheren Ohmbereichen, wobei es bei 1.8 Ohm abhängig vom Akkustand zu merkwürdigen Einbrüchen während des Dampfens kommt und man erst ab 2.0 Ohm aufwärts von einer “konsistenten” Regelung sprechen kann. Die weist zwar ab da ordentliche effektive Regelbereiche auf, allerdings mit einer kleinstmöglichen effektiven Ausgangsspannung von 4,40V – das ist mehr als beim deswegen verruchten VMAX.

Die IMotion ist also in mehrlei Hinsicht nicht für LR-Verdampfer geeignet, daran hat sich auch in der neuesten Version nichts geändert – und das ist für ein Gerät das den Provari kopieren will sehr mau!

Hinzu kommt die hohe und ansonsten per derzeitigem Kenntnisstand nur als “völlig irrational” zu bezeichnende Mindest-Arbeitsspannung, die zum Beispiel in einer Testreihe dazu führte, daß einem exzellenten 2250mAh Panasonic CGR18650CH IMR-Akku lediglich 400mAh entnommen werden konnte, was einer für einen 18650er-Akkuträger lächerlich kurzen Betriebsdauer entspricht. Das ist vollkommen inakzeptabel!

 

Im Übrigen waren beide für den Test zur Verfügung gestellten IMotion2 V+ von allen genannten Problemen betroffen, sodaß ein “Montagsgerät” nicht die Erklärung sein kann. Vielleicht eher eine “Montags-Charge” / “Montags-Revision”? Das wäre dann aber schon insgesamt mindestens die fünfte, zumal den Händlern versprochen wurde, daß mit dieser, neuesten Charge von Ende Oktober / Anfang November 2012 endlich alle Elektronik-Probleme beseitigt wären, was mitnichten der Fall ist.

 

Der Hersteller selbst sagt zu alledem übrigens Folgendes:

For this product, we suggest to use cartomizer/clearomizer with 2.4 Ohm or above. It is true that it will not work proper under 2.4Ohm, when under 2.4 Ohm, the voltage will goes down as well, then there will be no enough power. Besides, the battery suggested should be high drain 18650 1500mah.

( Stellungnahme Cigstar, wiedergegeben im Dampfertreff-Forum – Registrierung erforderlich – )

 

Die Aussage betraf zwar eine der älteren Versionen, aber anscheinend gilt dies entgegen anderslautender Versprechungen für die allerneuesten Geräte immer noch:

Mit LR-Verdampfern hat man bei der IMotion2 V+ weiterhin keine Freude (egal in bei Version), sondern lediglich chaotisches Fehlverhalten.

Die Empfehlung des Herstellers, auf einen High Drain IMR 1500mAh-Akku zurückzugreifen ist als indirektes Eingeständnis zu sehen, daß die IMotion betreffs der Eingangsspannungslage sehr sensibel ist. Auch dies hat sich mit der neuesten Version nicht geändert, und es kann einfach nicht sein, daß ein Akkuträger der, man kann es nicht oft genug schreiben, ein Provari sein will, mit marktgängigen und exzellenten Akkus wie dem Panasonic CGR18650CH nicht oder nur unvorhersagbar funktioniert, wobei es durch die Auswahl irgendwelcher anderen Akkus (ich nenne es jetzt mal “Akku-Bingo”) zu gewissen Verbesserungen kommen könnte, möglicherweise in Abhängigkeit von der Pluspolform oder der aktuellen Mondphase…

So etwas haben wir bisher noch bei keinem getesteten VV-Akkuträger erlebt, und darunter waren Modelle die 20,-€ oder darunter kosteten!

 

Der Empfehlung kann man sich nur anschließen und von einem Kauf der IMotion2 V+ per jetzigem Stand (trotz mindestens 5ter “übearbeiteter” Version) absolut abraten.

 

Ausdrücklich loben möchten wir das Verhalten ders Händlers, sich nach Kräften um eine lückenlose Aufklärung der Probleme mit dem Gerät zu bemüht und schlussendlich die richtige, ehrliche Entscheidung getroffen zu haben: Ein solches Gerät nicht mehr weiter zu verkaufen. Das ist eine in der Welt der Dampfshops, von denen sich viele ohne genauere Prüfung auf jedes neue Produkt stürzen, eine erfreuliche Aufrichtigkeit, die Vertrauen in den Händler weckt.

Auf eine Besserung mit etwaigen weiteren, zukünftigen Versionen der IMotion2 V+ hofft der Händler nicht mehr und wir ehrlich gesagt auch nicht. Schließlich war dies jetzt schon der fünfte (?) erfolglose Anlauf des Herstellers Cigstar, die Probleme um das Gerät zu beheben. Es ist wohl eine “IMotion3” geplant, die dann, dem aktuellen Trend folgend, VV und VW bieten soll. Auf Basis der bisherigen Elekronik wird das aber wohl eher nichts. Man darf gespannt bleiben..

 

Noch ein Tipp:

Da dieser Artikel wegen weiterhin offenen Fragen noch nicht gänzlich abgeschlossen ist, es also noch Updates hier und da geben wird, macht euch ein Abo auf die Kommentare – dann werdet ihr benachrichtigt, wenn es was Neues gibt.

 

Akkutipps:

Wer denn schon eine IMotion2 V+ besitzt, die glücklicherweise (noch) funktioniert, dem würden wir hier natürlich gerne auch die bestmögliche Akkuempfehlung abgeben – denn wieviel Freude man an seiner IMotion hat, hängt, wie man oben sieht, nicht unwesentlich vom verwendeten Akku ab..

Unser Universal IMR-Akkutipp Panasonic CGR18650CH ist angesichts des zwiespältigen Ergebnisses womöglich nicht die optimale Wahl. Ich werde es hier nachtragen, wenn uns weitere Erkenntnisse vorliegen. Im Moment ist das sehr undurchsichtig, die IMotion2 V+ macht es uns wirklich nicht leicht.

Ein Augenmerk ist offenbar auch auf einen möglichst perfekten elektrischen Kontakt zwischen Akku und Gerät zu Richten, wobei wie gesagt der seltsam ausgestaltete geräteseitige Pluspol-Kontakt dies nicht gerade leicht macht (siehe oben).

 

Vollständige Akkudaten hier:

 

 

PS:

Kommt denn nun endlich der Kurt Felix mit der versteckten Kamera?

Nein?

Mist..

 

Nachtrag 11.10.2012:

Hinweis: Zum Review des Nachfolgers IMotion3 VV/VW bitte hier entlang !

 

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4 responses so far

4 Responses to “Provari-Clone IMotion2 V+: Neueste Version “5” und wieder Note 6!”

  1. Stealfighteron 07 Nov 2012 at 21:14

    Hallo,
    ich bin wieder einmal von der unermütlichen Arbeit fasziniert und beeindruckt.

    VIELEN Dank für Eure Arbeit!

    Desweiteren freue ich mich insofern darüber das meine Meinung – Eindrücke und Annahmen, gemacht fast ausschließlich jeglicher Messgeräte, ausser 0815 Multimeter, zu diesem Akkuträger, durch den Test fast vollständig bestätigt wurden.

    Traurig nur für uns Endverbraucher – oder sollte ich besser alpha, beta, gamma, delta-Tester sagen.
    Traurig auch weil die IMotion2V + echt ein Hingucker und darf ich mal anfassen Gerät ist.
    Ich möchte bitte raten: Wer es noch kann, sollte das Gerät dem Händler zurück geben bzw. um Umtausch oder Verrechnung bitten. Nur so kann das an den Hersteller weiter getragen werden. Was hoffentlich zur Folge hat das wir Endverbraucher in Zukunft nicht mehr so sehr “ver……” bzw. “missbraucht” werden.

  2. Rene.oneon 08 Nov 2012 at 17:55

    Danke für dieses Review,
    ich hab vor kurzen ein youtube video gesehen wo einer dieses Gerät in den
    Himmel gelobt hat und es mich schon echt in den Fingern gejuckt hat.

    Dank dir habe habe ich diesen “fehlkauf” nicht gemacht.

    Hier das video
    http://www.youtube.com/watch?v=xrz6N_D0J30

  3. Sirgradyon 08 Nov 2012 at 22:23

    Hallo und vielen Dank für diese Arbeit!

    Ich nutze die von Dir empfohlenen Weiss-Akkus und erlebe bei vollem Akku, dass ich schnell nach oben hin nachregeln muss. Liegt die Spannung des Akkus dann ab etwa 3,9V dann muss ich schnell runterregeln, da.der AT dann anscheinend nach etwa 2 Sekunden ‘voll aufdreht’. Meine Vivi mit 2,4 Ohm kokelt dann schnell. Ein besch… Gerät!

    Gruß
    Martin

  4. Tomon 28 Nov 2012 at 11:38

    Hallo Stefan,

    erstmal wieder einmal vielen Dank für deinen unglaublich ausführlichen Bericht ! *Daumen aber dreimal hoch*

    Ich könnte mir zu dem unerklärlichen Problem vorstellen, daß es etwas mit Kontaktschwierigkeiten des Akkupluspols in Verbindung mit der Spannungsversorgung des Reglers selbst zu tun hat. Mal angenommen, die Spannung des Reglekreises bricht zusammen, dann werden auch keine vernünftigen Referenzspannungen innerhalb des Regelchips erzeugt, was dazu führt, daß der Chip “irgendwas” regelt, nur nicht das was er eigentlich soll…
    Das dies eigentlich nur bei Niedrigohmigen Verdampfern passiert, deutet auch auf den Zusammenbruch der Versorgungsspannung (des Regelkreises) hin, da der Akkus ja im Einschaltmoment definitiv etwas “in die Knie geht”. Wenn dies also passiert und die Referenzspannungen in diesem Moment nicht sauber erzeugt werden, dann passiert es in der Elektronik sehr häufig, daß ein unkontrolliertes Aufschwingen bzw. unerklärliche Ergebnisse produziert werden…

    Lösung dafür wäre eine bessere Pufferung der Referenz-V und eine sorgfältigere Auswahl der Komponenten.
    Mich würde mal interessieren, wie das Gerät an einem hochwertigen Netzteil unter Umgehung des Pluspolkontaktes reagiert :-)
    (Dann hätten wir nämlich wahrscheinlich die Laborbedingungen der Entwickler nachgestellt).

    Naja, da das Teilchen ja mittlerweile revidiert wurde, ist eine Fehlersuche sinnloser denn je :-)

    Bis denne
    Grüße
    Tom

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