Oct 13 2012

Young June Lavatube 2.0T / 2.1T / 3.0T chrom / gunmetal

veröffentlicht in Kategorie eZigaretten  

Der “Neueinsteiger von Neulich” – Young June, hat inzwischen seine 3. Version der Young June Lavatube auf den Markt gebracht: Nach dem heiklen Start mit der Version 1.5 ohne T kam dann die doch überzeugende 1.5T. Und nun ist die 2.0T bzw. 2.1T an der Reihe. Also schauen wir mal, ob Young June seinen Leistungs-Vorsprung gegenüber dem konkurrierenden Lavatube-Hersteller L-Rider halten kann.

Young June Lavatube 2.0/2.1T Chrome (“Young June-typisch”: grob geriffelter Akkudeckel, gehäusefarbener An-/Aus-Knopf)

 

Nachtrag 13.01.2013:

Laut Hinweis eines Lesers (vielen Dank an dieser Stelle) werden die allerneuesten Young June 2.0T/3.0T Lavatubes nunmehr wohl mit einem gefederten Centerpin am Verdampferanschluss in Form eines doch recht dünnen Stiftes ausgeliefert und nicht, wie bisher, mit einem klassischen, statischen (und breiten) Mittelpol.

Da Young June bei der neuen Tesla VV/VW (Review folgt in Kürze hier im Blog) den gleichen Weg gegangen ist, ist das zwar plausibel, aber dennoch schade.

Denn: Wie bisher eigentlich nur von den aktuellen L-Rider Lavatuben bekannt, verschließt der gefederte Pluspol der neuesten Young June 2.0T/3.0T Revisionen effektiv wohl manchem Verdampfer die Luftzufuhr (aufgrund des geringen Durchmessers des Kontaktstifts).

 

Die Young June Lavatube 2.0T/2.1T/3.0T:

Der von allen aktuellen Lavatuben bekannte, jetzt nicht unbedingt überragende Metalltubus ist ordentlich gefertigt, hier sauber verchromt, die Gewinde am Verdampfer-Anschluß und dem Akkudeckel laufen schön. Eine Edelstahlvariante wäre mir lieber gewesen, aber zunächst gibt es hier kein Anlass zur Kritik.

Insgesamt liegt die Young June 2.0 / 2.1T Chrom merklich leichter in der Hand als eine aktuelle L-Rider (Epic Storm / Lambo 4.0) in Chrom. Die Knöpfe sind meiner Meinung bei beiden Herstellern aus Plastik. Im Schütteltest ist das Rasseln bei der Young June nur sehr schwach ausgeprägt, aber vorhanden.

Der große Feuerknopf der Young June ist insgesamt etwas weich, hat aber dennoch einen hör- und spürbaren Klick. Mir ist in der Testzeit jetzt keinerlei Problem damit aufgefallen, aber die Skepsis bleibt aus “historischen Gründen” im Hinterkopf. Note “gut-befriedigend”?

 

Auch bei der neuen Young June Chrom-Lavatube ist eine prominentes optisches Unterscheidungsmerkmal gegenüber den ansonsten sehr ähnlich aussehenden aktuellen Konkurrenzmodellen von L-Rider gegeben: Wie gehabt ist der An-/Aus Knopf bei der Young June 2.0/2.1T Chrom “Young June-typisch” in Gehäusefarbe gehalten, während die Firma L-Rider auch bei ihren neuesten Epic Storm / Lambo-Lavatuben weiterhin auf das bekannte “Erkennungsmerkmal” eines stets roten An-/Aus Knopfes setzt. Ferner ist der Rand des Akkudeckels bei der Young June Lavatube 2.0 / 2.1T Chrom in sichtbar größeren Abständen geriffelt als bei den chromfarbenen L-Rider Lambo / Epic Storm-Modellen und der Mittenpol des Verdampferanschlusses im Gegensatz zu den neuen L-Rider Modellen ungefedert (doch dazu später mehr).

 

Young June Lavatube 2.0/2.1T Chrome von oben: Vollwertiger, versenkter eGo Anschluss mit Außengewinde, “Young June-typisch” ungefederter Mittelpol und gehäusefarbener An-/Aus-Knopf

Oben am Gerät finden wir im Gegensatz zum Vorgänger 1.5T – wie derzeit leider üblich und nicht wirklich zu meiner Freude (ich ganz persönlich mag die Dinger nicht) nun einen vollwertigen eGo Anschluss inkl. Außengewinde, “verblendet” mit einem von 22mm auf 17mm zulaufenden Konus (“versenkter eGo-Anschluss”); das ergibt als Nebeneffekt ein riesiges Dripwell. Dies ist übrigens im Gegensatz zu einigen L-Rider Modellen bei der Young June tief genug, als daß auch wirklich alles an Verdampfern mit eGo-Anschluss – einschließlich CE5+ & Co. – ohne Adapter passen sollte.

SabbelMR sagt: Geschmackssache – man kann es nicht allen Recht machen. Bei einem versenkten 510er-Anschluss meckern die Nutzer von Verdampfern mit eGo-Anschlusstyp über die nervige “Adapterpflicht”, bei einem herausstehenden eGo-Anschluss beschweren sich die Freunde von “non-eGo-Type” Verdampfern über die Optik bzw. die Notwendigkeit von Zier-Cones der Ästhetik wegen. Ich halte die Lösung eines versenkten, vollwertigen eGo-Anschlusses bei den aktuellen Lavatuben eigentlich für sehr “diplomatisch” – in meinen Augen ein Weg, mit dem sich alle Parteien arrangieren können sollten.

 

Der Mittenkontakt des Young June 2.0 / 2.1T-Verdampferanschlusses ist anders als bei den neuen L-Rider Lavatuben (Lambo / Epic Storm 4.0) nicht mit einem Federmechanismus versehen und von üblichem Durchmesser, was angesichts der von manchen Anwendern berichteten Probleme mit dem dünnen gefederten Centerpin der Konkurrenzmodelle für mich aber kein Nachteil ist. (Bin da ebenfalls sehr skeptisch: Möglicher Liquideintritt, festhaken, verkleben, Luftzufuhrprobleme bei Vivi Novas… Teils sollen auch schon Centerpins von aktuellen L-Rider Geräten in Verdampfer-Mittelpolen mit breitem Schlitz hängengeblieben und versehentlich mit rausgerissen worden sein. Wie glaubwürdig einzelne Berichte sind ist allerdings auch immer die Frage.)

Im Test ließen sich diverse gängige Verdampfer einwandfrei auf die Young June 2.0 / 2.1T schrauben; Probleme mit schief sitzenden Verdampfern, wie vereinzelt im Netz zu lesen, gab es bei dem von uns getesteten Exemplar in keinster Weise.

 

Der unverändert von der Young June Lavatube 1.5T übernommene Akkudeckel erlaubt die Verwendung von genuppelten (“Button Top)” oder flachnasigen (“Flat Top”) IMR Akkus. Für – aufgrund der am Akku befindlichen PCB (“Protection-Platine”) stets einige mm überlange – Protected-Akkus ist die Young June 2.0 / 2.1T allerdings nicht in jedem Fall geeignet. Einige “Flat Top” Protected Akkus ohne Nuppel passen gerade noch (kleiner Spalt am Akkudeckel bleibt allerdings); unter Leistungsaspekten sind hier aber wegen ihrer höheren Belastbarkeit sowieso IMR-Akkus richtig am Platz (siehe auch Akkutipps weiter unten).

Der Vollständigkeit halber: Die optionale Epic Storm “Protected Cap” von L-Rider (Ersatz-Akkudeckel, der die Nutzung aller Protected-Akkus ermöglicht; beispielsweise hier einzeln erhältlich) würde aufgrund der kompatiblen Gewinde allerdings auch auf die Young June 2.0 / 2.1T Chrom passen.

 

Useability:

Bequeme 3- (ok, 4-) Tasten Bedienung, + und – erhöhen bzw. verringern jeweils um 0,1V zwischen 3.0V und 6,0V mit “Rollover” von 3,0 auf 6,0V und umgekehrt. Beim Feuern leuchtet nix und blinkt auch nix, das Display ist ebenfalls aus – beim Feuern wird das Display, sofern es gerade an ist, übrigens gezielt abgeschaltet. Interessant.

Ein Klick auf den An-/Aus Knopf im eingeschalteten Zustand zeigt Widerstand des Verdampfers (etwas ungenau, ich hab bei fast jedem Testverdampfer 0,1 Ohm weniger als mit dem Multimeter) sowie die restliche Akkuladung als 5-Segment Balkenanzeige, gefolgt von der momentan eingestellten Ausgangsspannung. 5-7 mal sehr schnell (!) den An-/Aus Knopf gedrückt schaltet die Young June 2.0 / 2.1T an bzw. aus. Nach jedem Akkuwechsel ist die Young June 2.0 / 2.1T erst mal aus und muss erst wieder eingeschaltet werden. Sobald der Akku Kontakt hat, blinkt das Display der Young June kurz, aber einschalten muss man das Gerät trotzdem noch, da haben sich schon viele Neubesitzer drüber gewundert. Eingestellte Spannung geht beim Akkuwechsel verloren (Reset auf 3.0V); das “Locken” der Spannung gegen versehentliches Verstellen im Betrieb wird von den Young June-Modellen nicht unterstützt.

 

Die Akku-Zustandsanzeige ist – wie bereits vom Vorgänger 1.5T bekannt – im Gegensatz zu den L-Rider Modellen durch einen “Akkubalken” realisiert – ist jetzt nicht unbedingt mein Favorit, aber in der Praxis ausreichend. Der Ladezustand kann im “Idle”-Modus abgefragt werden, wobei der Verdampfer nicht befeuert wird – wir haben es also mit einer Restspannungsmessung ohne Last zu tun.

Ein Panasonic CGR18650CH IMR-Akku, bei dem die Young June aufgrund des Tiefentladeschutzes ihren Dienst verweigert hatte, zeigte am Multimeter noch 3,56V Restspannung. Entsprechend der “Faustregel”-Tabelle zur groben Umsetzung von Leerlaufspannung in Ladestände von konventionellen LiIon-Zellen:

4,2V 100%
4,1V 87%
4,0V 75%
3,9V 55%
3,8V 30%
3,5V 0%

..entspricht dies einer sehr vernünftig gesetzten Tiefentlade-Schutzschwelle.

 

Die Abschaltung bei leerem Akku erfolgte im Test auch stets zuverlässig. Zu einem Weiterbetrieb im “Flüstermodus” mangels zuverlässiger Abschaltung wie bei manchem L-Rider Exemplar (mit der Gefahr einer zu tiefen Entladung der Akkus) kommt es bei der Young June nicht.

 

Das weiterhin “Lavatube-üblich” recht kleine Display der Young June 2.0 / 2.1T Chrom hat nun einen wesentlich besseren Kontrast als das grenzwertige Display meiner Young June 1.5T – eine deutliche Verbesserung, aber Perfektion sieht immer noch anders aus.

 

Sicherheit:

  • Kurzschlussschutz (getestet – “Lo”-Fehler beim Feuern unter ~1,3 Ohm)
  • Überlastschutz (getestet – Leistungsbegrenzung auf 3,2A / ca. 14,5W)
  • Verpolungsschutz (getestet, elektrisch implementiert – keine Nuppelpflicht)
  • Protected-Akkus passen schlecht, allenfalls einige “Flat Top” Protected-Typen ohne Nuppel. Wir raten aber angesichts der hohen Leistung sowieso zu den belastbareren IMR Akkus.
  • Der Feuerknopf steht deutlich vor und ist in keiner Weise vor unbeabsichtigtem Feuern geschützt
  • …dafür gibt es die bequeme Abschaltung durch 5-7 Mal schnelles Drücken des An/Aus-Tasters
  • 15 Sekunden Zugbegrenzung
  • Abschaltung bei leerem Akku / Tiefentladeschutz zuverlässig gegeben (bei Leerlauf-Akkuspannung ca. 3,5-3,6V – siehe oben – ein sehr vernünftig gesetzter Schwellenwert)
  • Möglichkeit zum Ausgasen in beide Richtungen gegeben – zum einen über eine große Bohrung im Akkudeckel und darüber hinaus durch die Taster.

Young June Lavatube 2.0/2.1T von innen: Geschütze Platine und leicht hevorstehender Pluspol-Kontakt

 

Leistung unter Last

Das übliche: PWM…

Die Young June 2.0 / 2.1T gibt – wie bereits ihr Vorgänger – ein PWM-moduliertes Ausgangssignal auf den Verdampfer, das mit einem konventionellen Multimeter oder Inline-Voltmesser nicht korrekt erfasst werden kann.

Wie immer in solchen Fällen erfolgte hier die Messung mit einem Uni-T 71B “True RMS”-Multimeter einschließlich Gegenprobe mit dem DSO Nano Taschen-Oszilloskop.

 

1.4 Ohm
Soll: YJ LT 2.1(T) Vrms* <> YJ LT 1.5T <> L-Rider LT (2.7A)
3,0V 3,70V 3,25V 2,96V
3,5V 3,99V 3,51V 3,46V
4,0V 4,30V 3,74V 3,88V
4,5V 4,49V 3,95V (3,87V)
5,0V (4,46V) 4,16V (3,86V)
5,5V (4,45V) 4,34V (3,86V)
6,0V (4,45V) 4,50V (3,86V)
1.8 Ohm
Soll: YJ LT 2.1(T) Vrms* <> YJ LT 1.5T
<> L-Rider LT (2.7A)
3,0V 3,92V 3,63V 2,97V
3,5V 4,23V 3,91V 3,48V
4,0V 4,50V 4,15V 4,00V
4,5V 4,74V 4,38V 4,38V
5,0V 4,93V 4,59V (4,46V)
5,5V (4,92V) 4,79V (4,46V)
6,0V (4,91V) 4,96V (4,45V)
2.2 Ohm
Soll: YJ LT 2.1(T) Vrms* <> YJ LT 1.5T <> L-Rider LT (2.7A)
3,0V 4,03V 3,86V 2,96V
3,5V 4,37V 4,14V 3,48V
4,0V 4,67V 4,43V 4,02V
4,5V 4,93V 4,69V 4,57V
5,0V 5,18V 4,91V 4,83V
5,5V 5,35V 5,13V (4,92V)
6,0V (5,35V) 5,30V (4,93V)
2.6 Ohm
Soll: YJ LT 2.1(T) Vrms* <> YJ LT 1.5T <> L-Rider LT (2.7A)
3,0V 4,21V 4,22V 2,97V
3,5V 4,54V 4,56V 3,49V
4,0V 4,84V 4,86V 4,03V
4,5V 5,11V 5,13V 4,58V
5,0V 5,41V 5,40V 5,10V
5,5V 5,67V 5,63V (5,36V)
6,0V (5,80V) 5,87V (5,36V)

(*1) Effektive Spannung am Verdampfer aus True RMS-Messung mit Uni-T 71B

 

Vollständige Messwertetabelle: Young_June_LT_20T_21T_TestResults.pdf

 

Die Young June Lavatube 2.0 / 2.1T hat ganz offensichtlich im Vergleich zum Vorgänger 1.5T nochmal eine komplett überarbeitete Steuerung verpasst bekommen – nicht nur zum Vorteil, denn wie aus der Tabelle ersichtlich:

  • wurde die kleinstmögliche, effektive Ausgangs-Spannung der Regelelektronik dem aktuellen (verqueren!) Markttrend folgend gegenüber der 1.5T leider nochmal erhöht. Mit 3,7V am Beispiel der Messung bei 1,4 Ohm Widerstand sind wir nun hart an der Grenze des für einen so niederohmigen Verdampfer sinnvoll Nutzbaren – da gefiel mit die 1,5T mit ihren 3,3V effektiver Mindest-Ausgangsspannung in diesem Ohmbereich doch wesentlich besser.
  • …in Folge ist der Regelbereich bei Low-Resistance Verdampfern nun gegenüber der Young June 1.5T kleiner,
  • bei höherohmigen Verdampfern egalisiert sich das jedoch – aber auch da muss sich die Young June 2.0 / 2.1T ein bißchen Kritik gefallen lassen, ein Regelbereich von bestenfalls effektiven 1,3V bei 2,6 Ohm ist auch keine Glanzleistung (war andererseits bei der 1.5T auch bereits so, siehe Tabelle oben)

 

Leistungsmäßig liegt die Young June 2.0 / 2.1T wie schon die 1.5T sehr gut im Rennen: Mit maximal gemessenen 14,4W / 3,2A (übrigens löblicherweise genau der Hersteller-Spezifikation entsprechend) muss sich die neue Young June Lavatube gegenüber einem Provari V2 nur sehr knapp geschlagen gegeben, während die aktuellen L-Rider Modelle (Lambo / Epic Storm 4.0) mit der im Hause L-Rider weiterhin üblichen Limitation auf 2,5 bzw. 2,7A und 10 bzw. 11 Watt doch deutlich weiter zurückliegen

Merklich verbessert gegenüber dem Vorgänger 1.5T wurde bei der Young June 2.0 / 2.1T die Konstanz der Spannung über die Akkulaufzeit hinweg, die nun exzellent ist – dazu gleich mehr.

 

“Dampf-Phase”

Ohne Auffälligkeiten: Dampfphase bei der Young June 2.0/2.1T

 

Nachregeln bei sinkender Akkuspannung?

Akku Voll vs. Akku Leer (Vrms) – bei 2.2 Ohm
 Soll 3,0V 3,5V 4,0V 4,5V 5,0V 5,5V 6,0V
YJ LT 2.1(T) Akku voll  (>=4,0V) 4,0V 4,4V 4,7V 4,9V 5,2V 5,4V (5,4V)
YJ LT 2.1(T) Akku leer – (~3,5V) 3,9V 4,3V 4,5V 4,8V 4,9V 4,9V (4,9V)
<>
YJ LT 1.5T Akku voll  (>=4,0V) 3,9V 4,1V 4,4V 4,7V 4,9V 5,1V 5,3V
YJ LT 1.5T Akku leer – (~3,5V) 3,5V 3,7V 4,0V 4,2V 4,4V 4,5V 4,7V
Akku Voll vs. Akku Leer (Vrms) – bei 2.6 Ohm
 Soll 3,0V 3,5V 4,0V 4,5V 5,0V 5,5V 6,0V
YJ LT 2.1(T) Akku voll  (>=4,0V) 4,2V 4,5V 4,8V 5,1V 5,4V 5,7V (5,8V)
YJ LT 2.1(T) Akku leer – (~3,5V) 4,1V 4,4V 4,7V 5,0V 5,2V 5,4V (5,4V)

 

Nachdem sich die 2.0 / 2.1T bei den Spannungswerten durchaus etwas Kritik gefallen lassen musste, haben wir hier wie bereits angedeutet ein echtes Hightlight der neuen Young June:

Die nachlassende Akkuspannung wird sehr gut  kompensiert, damit setzt sich die Young June in Sachen Konstanz der abgegeben Spannung über die Akkulaufzeit hinweg auf die vorderen Plätze der bisher getesteten Akkuträger. Eine deutliche Verbesserung zum Vorgänger 1.5T und gegenüber den Konkurrenzversionen von L-Rider (Lavatube Lambo / Epic Storm), die doch unter deutlichem Nachregel-Bedarf bei zunehmend leererem Akku leiden.

 

Nachtrag 1: Feuert im ausgeschaltetem Zustand?

Der gute Captain Blackbird aus dem Dampfertreff-Forum hat mir grad geflüstert: Mach doch mal den “Feuerknopf bei ausgeschalteter Lavatube drücken” – Test. Angeblich feuert die Young June 2.0T ja mit reduzierter Spanung auch im ausgeschaltenen Zustand.

Nun, das Exemplar das ich hier habe tut dies nicht: 0,0000Vrms bzw 0,00mVdc auf dem Uni-T 71B mit 2.6Ohm Verdampfer.

 

Nachtrag 2 (20.10.2012): Die YoungJune 2.1T und die Leerlaufspannung

Wenn das Gespräch auf die Young June Lavatuben fällt, kommt wieder das Argument, die YJ LT 1.5(T)/2.0T wären angeblich ganz schlimme Akkumörder wegen immens hoher Ruheströme. Ich weiss nicht, woher diese Aussage kam, aber ich hab den Ruhestrom der 2.1T schnell gemessen:

  • 0,14mA ausgeschaltet (5-Klick Abschaltung)
  • eingeschaltet sind es 6,52mA

Die Provari v1 verbrät übrigens 0,96mA, Power On oder Off macht bei der PV1 keinen Unterschied

 

Abmessungen:

von oben: Young June 2.0/2.1T Chrome, Young June 1.5T Silber, Provari mit 18650 Cap Silber

 

Wie alle Akkuträger mit dem vollwertigen Ego-Anschluss ist auch die Young June Lavatube 2.0 / 2.1T Chrom wieder ein paar Milimeter länger geworden als z.B. der Vorgänger Young June 1.5T mit seinem versenkten 510er-Anschluss:

  • Tubus 22mm, dickste Stelle: 23mm (Feuerknopf)
  • Länge: 130mm
  • Gewicht: 99g mit 18650-Akku

 

Fazit:

Der Feuerknopf wird sich noch im Langzeit-Betrieb beweisen müssen, wie auch die Haltbarkeit der Verchromung – aber wenn wir das mal offen lassen:

Ich sagte es schon zum Vorgänger, der Young June Lavatube 1.5T und kann es für die 2.0 / 2.1T nur nochmal wiederholen: Leistungswerte, Qualität und der eher niedrig angesiedelte Preis machen die Young June Lavatube 2.0 / 2.1T Chrom wieder mal zum Kauftipp. Obwohl mit kleinen Abstrichen für die Nutzer von LR-Verdampfern, ist die aktuelle Young June Lavatube meiner Meinung nach die derzeit beste Lavatube-Variante auf dem Markt.

Die aktuellen L-Rider Modelle Lambo bzw. Epic Storm 4.0 bestechen zwar durch eine etwas “schwerere” Verarbeitung, haben jedoch immer noch die bereits von der Lavatube 1 bekannte und nicht mehr ganz zeitgemäße Limitation auf 2,5 bzw. 2,7A / 10,0 bzw. 11,0W und einen erheblichen Nachregel-Bedarf über die Akkulaufzeit, wohingegen die Young June 2.0 / 2.1T mit (fast) Provari-ähnlichen 3,2A / 14,4W maximal gemessenem Output und einer sehr guten Spannungskonstanz über den Betrieb aufwarten kann. Hinzu kommt, daß die Young June-Modelle stets über die (ganz ordentlich funktionierende) Widerstandsmessung verfügen, während man beim Kauf eines L-Rider Geräts höllisch aufpassen muss, ja auch die richtige Variante mit der Messfunktion zu erwischen, da derzeit L-Rider “Epic Storm / Lambo”-Geräte sowohl mit als auch ohne diesem Feature am Markt sind.

Die Young June 2.0 / 2.1T verbringt keine Wunder: Die effektive Regelgenauigkeit könnte beispielsweise besser sein. Dem gegenüber steht aber die hohe Leistungsfähigkeit der Elektronik und die gute Spannungskonstanz über die Akkulaufzeit. Deswegen halte ich das Gerät in seinem Preissektor für insgesamt sehr stimmig. Dazu unkompliziert, auch dank der unproblematischen 1*18650 (bzw. 18350 bei der Mini-Variante) Akku-Konzeption in Zeiten der inflationären Ausbreitung neuer Akkuträger-Modelle mit “Stacking”-Akkukonfiguration (Reihenschaltung).

Während die zwei uns vorliegenden Exemplare der Young June 2.0 / 2.1T frei von jeglichen Produktionsmängeln waren, kann es meiner Ansicht nach in diesem vergleichsweise niedrigen Preissegment immer vereinzelte “Montagsgeräte” geben, und zwar bei allen Herstellern – gleich ob Young June oder L-Rider. Hier ist dann schlichtweg der verkaufende Händler in der Pflicht, das Exemplar zu tauschen. Beide Hersteller scheinen ihre Qualitätskontrolle (mittlerweile) gleich gut im Griff zu haben, aber “Ausrutscher” kann es immer geben.

 

PS:

Getestet wurde hier das “große” 18650er Modell. Funktionalität, Leistungswerte und Verarbeitungsqualität der mir ebenfalls vorliegenden “Mini”-Variante der Young June 2.0 / 2.1T Chrom sind jedoch – wie auch bei anderen Lavatube-Serien – identisch. Die Unterschiede liegen auch hier einzig in der Länge des Akkurohrs.

 

Versionsunterschiede Young June 2.0T und 2.1T?

Die Bezeichnung des getesteten Exemplars als “2.1T” erfolgte in diesem Fall durch den Händler; weltweit führen einige Händler die aktuelle Young June Lavatube Chrom unter der Bezeichnung “2.1T”. In den Angebotsseiten des Herstellers Young June ist jedoch eine Version “2.1T” nicht zu finden, lediglich die Versionsbezeichnung “2.0T” – wie auch bei den meisten deutschen Händlern.

Ob es tatsächlich seitens des Herstellers eine Version “2.1T” gibt, oder die Händler damit nur betonen wollen, daß es sich um neueste Chargen der Young June 2.0T handelt, bleibt unklar,  weswegen hier im Artikel auch stets beide Bezeichnungen gleichzeitig verwendet wurden.

Dafür, daß es sich bei dem hier vom Händler als “2.1T” verkaufen Gerät tatsächlich um eine überarbeitete Version der Young June 2.0T (und keinen Marketingtrick) handelt, könnten jedoch unsere Ergebnisse zur Ruhestrom-Messung (siehe oben – geringer als beim Provari…) sowie dem Feuerverhalten im ausgeschalteten Zustand (feuert gar nix, so wie es sein soll) sprechen, da gegenteilige Berichte über die 2.0T im Netz existieren.

 

PS:

Die “Gunmetal”-Variante der Young June Lavatube 2.0 / 2.1T wird im Netz teils als Lavatube “V3” oder “3.0T” angeboten!

Akkutipps:

Unser Universal IMR-Akkutipp Panasonic CGR18650CH (günstig hier erhältlich) gibt für die “große” Young June Lavatube 2.0 / 2.1T “mal wieder” eine sehr gute Wahl ab (und zwar in diesem Fall wegen ausreichend Spiel gleichgültig ob in der “Button Top”-Version mit oder in der konventionellen Variante ohne “Nuppel”). Aufgrund der hohen möglichen Ausgangsleistung von 3,2A in Verbindung mit der “Step Up”-Regelung ist hier ein IMR Akku, wie auch beim Provari, richtig am Platz – und im 18650/IMR Bereich ist der Panasonic CGR18650CH (IMR) bekanntermaßen eine exzellente Wahl:

 

Panasonic CGR 18650CH gegen AW IMR 18650-2000 bei 3A (Klick für groß)

Vollständige Akkudaten hier:

 

Die Mini-Variante arbeitet mit 18350-Akkus, und aufgrund deren geringerer Kapazität bei unverändert hoher Leistungsaufnahme (= hohe “C”-Entlade-Rate) führt hier erst Recht kein Weg an einem guten (18350) IMR-Akku vorbei.

Nonplusultra wäre hier der vergleichsweise teure AW IMR 18350. Günstiger und kaum schlechter sind der Smoktech vmax “high power” Akku (IMR Chemie und freilich auch in anderen Geräten als dem Vmax verwendbar) oder der EFest IMR 18350 in der “flat top”-Variante ohne Nuppel (erhältlich z.B. hier) – der EFest IMR 18350 “button top” mit Nuppel erwies sich nämlich in unseren Test als deutlich leistungsschwächer!:

 

Die günstigeren Smoktech und EFest IMR “flat top” 18350 fast gleichauf mit AW, abgeschlagen: EFest IMR 18350 “button top”  (Klick für groß)

Vollständige Akkudaten hier:

 

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One response so far

One Response to “Young June Lavatube 2.0T / 2.1T / 3.0T chrom / gunmetal”

  1. adminon 20 Oct 2012 at 11:28

    Nachtrag 20.10.2012: Young June 2.1T und der Ruhestrom
    – neuer Abschnitt oben im Text hinzugefügt (0,14mA wenn ausgeschalten)

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