Oct 10 2012

LiIon-Lader Trustfire TR-001

veröffentlicht in Kategorie LiIon-Lader-Tests  

Wer kennt es nicht, das Trustfire TR-001, wohl das (leider) meistverkaufte LiIon Ladegerät in der Dampferszene. Ich selbst hatte 6 Stück davon hier liegen. Viele warnen inzwischen davor, andere wiederum verteidigen dieses Stück chinesischen Ausschusses bis aufs Blut. Es ist an der Zeit, mal ein wenig Messwerte zu zeigen..

Trustfire TR-001

Sieht man mal von den ganz offensichtlichen Mängeln ab, wie z.B. die chargenweise brüchigen Netzstromkabel (siehe unten), welche nach wenigen Tagen bereits völlig blank liegende 230V Stromleitungen offen legten oder die (bei mir) recht hohe Defektquote: Einstecken -> Peng -> Sicherung im Keller draußen, so ist der meistgeäußerte Kritikpunkt am TR-001 die primitive Ladeelektronik, die im Trustfire TR-001 steckt:

 

Ladetest

Testakku 18350 IMR zuvor mit 2.5A auf 3.0V entladen, der Ladevorgang begann mit 627mA, im Verlauf zeigt der Lader einen ständig (stupide) sinkenden Ladestrom, der im Verlauf des Ladevorgangs gegen Null tendiert, aber nie ganz abgeschaltet wird. Es gibt weder CC (Konstantstrom-) Phase noch CV (Konstantspannungs-) Phase, wie unisono von allen Akkuherstellern gefordert (zweistufiger Ladevorgang CC, dann CV), von der fehlenden Ladeterminierung ganz zu schweigen. Der TR-001 spult stur sein Programm ab.

 

Spannungsverlauf während des Ladens. Beim roten Balken hätte Abschaltung erfolgen sollen (LED sprang auf Grün) – Klick für groß

 

…und in Relation die Stromstärke. Ein CC/CV Verfahren sieht anders aus.

 

Gesamte Ladedauer: 2 Stunden 40 Minuten, Schlussspannung gibt es keine, zu dem Zeitpunkt waren es 4,18V. Die Spannung ist Ok, schwerwiegender liegt, dass der TR-001 einfach nicht abschaltet.

Nach dem Laden im TR-001 konnten dem Akku 736mAh (@ 2A bis 3.0V) entnommen werden. Lustigerweise hatte genau dieser Akku im letzten Test mit einem Xtar-Lader (also im “korrekten” zweistufigen CC/CV-Ladeverfahren) geladen 824mAh bei 2A bis 3.0V!

Da sind wohl ein paar mÄhs entsprungen.. Kann es ihnen nicht verübeln, ich würde auch fliehen, wenn man mich in nen TR-001 stecken wollte..

Spaß beiseite: Hier sieht man, daß ein zweistufiges Ladeverfahren mit Konstantstrom (CC)- und anschließender Konstantspannungs (CV)-Phase von den Akkuherstellern aus gutem Grund empfohlen / vorgeschrieben wird. Abgesehen davon, daß die Zyklenfestigkeit (Maß für die zu erwartende “Alterung” eines Akkus im regelmäßigen Betrieb) seitens der Hersteller nur bei Anwendung des korrekten Ladeverfahrens (CC / CV und korrekter Abschaltung – beides hier nicht gegeben) garantiert wird, erreicht man ohne ein zweistufiges CC/CV-Ladeverfahren ganz offensichtlich nicht die maximale Nutzkapazität. Es kommt also nicht nur darauf an, welche Spannung ein Akku bei Entnahme aus dem Lader hat, sondern auch, wie der “Weg dahin” war.

 

“Klingt komisch, ist aber so”:

Obwohl der TR-001 die Akkus tendenziell überlädt (wegen fehlender Reststrom-abhängiger Terminierung des Ladevorgangs), kann er mangels zweistufiger CC/CV- Ladetechnik dennoch weniger Nutzkapazität in die Zellen pumpen!

Ein korrekt angewendetes CC/CV-Ladeverfahren eines besseren Ladegeräts hingegen vermag den Zellen deutlich mehr Nutzkapazität zu entlocken, und dies obwohl es den Ladevorgang bereits bei einem vernünftigen Reststrom von 50-100mA (je nach Gerät) terminiert, wo der Trustfire noch munter (bis in alle Ewigkeiten) weiterlädt. Das Trustfire bringt also weniger schonend und langsamer das schlechtere Endergebnis, ein CC/CV-Lader schneller und schonender (allein wegen korrekter Terminierung) einen höheren Ladestand (im Sinne der anschließend verfügbaren Nutzkapazität), obwohl die Leerlauf-Akku-Spannung nach Entnahme aus dem einen bzw. dem anderen Lader annähernd gleich ist.

Schwer zu begreifen, aber die Wahrheit.. 

 

Anekdoten aus dem Testverlauf.. (unwichtig)

Nach 2 Stunden 10 Minuten sind wir bei 4.15V Spannung am Akku und 70mA Rest-Ladestrom angekommen, die Lade-LED ist noch immer Rot..

SabbelMR schlägt mich eh, wenn er erfährt, dass ich dazu einen der exzellenten “SMR Dampfstrom”-Akku benutzt habe.. Aber schlimmer als die Agonie, diesem Lader zuzusehen kann das auch nicht werden. Mein Hund schaut mich mitleidig an, ich hab keine Zeit für sowas, ich muss ausrechnen wann rechnerisch der Lader bei 0mA ankommt. Wir sind nun bei 35mA / 4,18V nach 2 Stunden 35 Minuten (eigentlich hätte der Ladestrom jetzt schon längst abgeschaltet sein müssen – ca 50mA wäre die tolerable Schmerzgrenze gewesen – ist er aber nicht..). 0mA dann also so Pi mal Auge in 30 Minuten? LadeLED ist immer noch Rot!

Ich bin übrigens dazu übergegangen, meine Hunde mit Akkugrößen anzusprechen. Der “Kleine” schlanke, nicht ganz so helle ist “14650”. Der Dickere ist “32500”. Frau sagt ich hab einen Knall.. “Stan & Olli” missfällt ihr aber auch. “Dick & Doof” noch mehr. Na, dann bleibt es halt bei “Kleiner” und “Dönerhund”, wobei der “Kleine” heute deutlich größer ist.

Wir sind endlich auf Grün, nach 2 Stunden und 40 Minuten, bei 31mA und 4.18V. Eigentlich sollte eine Abschaltung des Ladestroms bei spätestens 1/10 des Ursprungs-Stroms erfolgen, das wären in diesem Fall 50-60mA. Akkuschonender ist sogar eine frühere Abschaltung bei ca. 100mA Reststrom.

Den Trustfire interessiert das aber herzlich wenig, er “pumpt” trotz grüner LED weiter mit 31mA Strom in den Akku. Nochmal: wir sind bereits auf grün (!) – und überdies schon deutlich unter der 50-60mA Marke – aber der gute Trustfire lädt lustig weiter. Abschalten ist für Weicheier, Heute hauen wir auf die Pauke den LiIon und  machen durch bis morgen früh..

Eigentlich ist das jetzt dumm, ich hatte gehofft, bereits in diesem ersten Testlauf die dumme Angewohnheit des TR-001 nachzuweisen, Akkus auch gerne mal bis über 4,30V zu überladen – ist abhängig von der Startspannung und dem Innenwiderstand des Akkus, von dem her war meine Akkuwahl doppelt ungünstig.

Nach 2 Stunden 59 Minuten haben wir, mittlerweile 20 Minuten nachdem die Lade-LED auf grün umgesprungen ist, die 4,20V Marke (auch bekannt als höchstzulässige Ladespannung bei LiIon-Akkus…) überschritten. Den Lader kümmern solche “Vorschriften” aber nicht, wir laden weiter mit 20mA.

35 Minuten nach Umschalten auf Grün sind wir bei 12mA, damit ist glaub die Messgenauigkeit des Multimeters in diesem Bereich langsam unterschritten, ich lass mal weiter laufen. Spannung ist bei 4,205V

Eine Stunde nach Umschalten auf Grün: Ich hab kein Bock mehr und ziehe den Stecker. Zu dem Zeitpunkt waren es noch 6mA / 4,215V. Aus, Finito, ich mag nicht mehr.

 

Ladetest 2:

Überwacht wird der 1. Ladeschacht,  beide Ladeschächte sind belegt:

  • der Ladestrom in Schacht 1 sinkt beim Einlegen des 2. Akkus von 621mA auf 226mA Ladestrom, ein extremes Spulen-Fiepen ist hörbar. 
  • Akku in Schacht 2 wird wieder entfernt, Ladestrom in Schacht 1 erhöht sich zwar wieder, aber nur auf 414mA. Das nervige Fiepen bleibt.
  • Ladevorgang Schacht 1 wird nun ebenfalls kurz unterbrochen, das Spulen-Fiepen endet, wir laden wieder mit 630mA
Schlussfolgerung:
 
Ladestrom und damit auch Ladedauer ist abhängig von der Belegung und die Elektronik des TR-001 überdies wohl mal ziemlich verkorkst!
 

Ladetest 3:

Wir legen einen Akku ein, der zuvor auf 3,90V (@ 500mA) vorgeladen wurde, der TR-001 beginnt seinen Ladevorgang mit 380mA. Damit dürfte nachgewiesen sein, dass der anfängliche Ladestrom von der Akku-Restspannung zum Zeitpunkt des Einlegens abhängt – so stellen sich die Akkuhersteller einen “vorschriftsmäßigen” Lader nicht vor. Der weitere Verlauf ist analog zu Test 1.
 

Ladetest 4:

Ein auf “kritische” < 1V tief-entladener Akku (zu deutsch: irreparabel beschädigte, entsorgungspflichtige, im Laden oder Betrieb nicht mehr sichere Zelle..):
 
Dem TR-001 ist das egal, er lädt trotzdem, mit “full power” – unter Sicherheitsaspekten zum Haare raufen! Ein vernünftige Lader muss in so einem Fall den regulären Ladestrom verweigern! Hier geht es wirklich um die Anwender-Gesundheit!
 

Ladetest 5:

Ein Protected Akku, dessen Protection angesprungen ist:
 
Protection wird wie erwartet zurückgesetzt – Trustfire gibt ja immer vollen Strom, egal wie wenig Spannung der Akku nach außen zeigt – siehe Ladetest 4 -.
 

Die Sache mit dem “Kabelbruch”

Eine größere Charge Trustfire TR-001 Lader scheinen mit absolut minderwertigen Netzkabeln ausgeliefert zu werden, ich selbst musste 3 Stück davon aussortieren. Die Isolierung bricht und legt die blanken Leiter offen, der Kurzschluss ist nur noch ne Frage der Zeit:

Das darf eigentlich nicht passieren: Blanke Leiter liegen frei beim Trustfire TR-001 Netzkabel durch Materialermüdung.

Testet Eure Kabel: 3-4 Mal an der Stelle hin und her biegen. Falls dabei so “Rippel” (wie umkringelt) erscheinen, dann dauert es nicht mehr lang, bis die Isolierung bricht..

 

Siehe auch hier und ganz aktuell hier.

 

Fazit:

“Hohe Defektquote (bei mir persönlich), gehäuft wirklich gefährliche (Ich hör schon wieder den Aufschrei.. Da frag ich einfach: Wollt Ihr Eure Frau/Kind/Freunde da anfassen lassen?) Schlamperei bei den Netzkabeln” – das war mein Eindruck vom Trustfire TR-001 von Anfang an.

Die Gerüchte von dem Primitiv-Ladeverfahren habe ich zwar nie angezweifelt, aber nun hab ich es selbst gesehen. Dazu ist er fürchterlich langsam. Fehlende Endabschaltung des Ladevorgangs kommt noch als Bonus oben drauf.

Wer diesen Lader wirklich benutzen will, muss in eigentlich stets im Auge behalten und dafür sorgen, daß nach Wechsel der LEDs auf Grün die Akkus baldmöglichst entnommen werden. Längerer Weiterverbleib der Akkus im Lader ist eine Überladung bei jedem Ladevorgang und führt mindestens zu verfrühter Akkualterung (im glücklichsten Fall). Wesentlich unschöner wird es, wenn – wie selbst bereits erlebt – der Trustfire TR-001 bestimmte Akkus (offenbar ist hier der Innenwiderstand der entscheidende Punkt) bei längerem Verbleib im Lader auf mitunter über 4,30V hochlädt… Neben ganz sicher verfrühter Akkualterung kommen wir hier abermals in den sensiblen Bereich der Anwendergesundheit, wie auch schon bei dem nicht vorhandenen Schutz vor der Beladung tiefstentladener Zellen!

Von der mangelnden Sicherheit zur Leistung geschwenkt: “Lahm” ist der Trustfire TR-001 sowieso, und dies nicht aufgrund des (spezifizierten) Ladestroms, der für kleinere Akkus prinzipiell ja noch ganz angemessen wäre, sondern wegen der katastrophalen Ladekurve in Ermangelung einer echten Konstantstromquelle in der Schaltung – mit anderen Worten: Der Ladestrom vom Typenschild existiert nur auf dem Papier. Darüber hinaus erzielt die “lahme Krücke” in Bezug auf das Endergebnis (anschließend abgreifbare Nutzkapazität) noch ein sehr schlechtes Ergebnis – siehe Zahlen zum Ladetest oben. Test 2 zeigt uns dann noch: Doppelt belegt ist er nochmals langsamer, da geht ihm der Saft aus. Die Ladeschächte sind nicht vollständig getrennt wie bei besseren Geräten, sondern werden aus einer gemeinsamen Stromquelle gespeist, die offenbar bei Doppelbelegung entsprechend einbricht.

 

SabbelMR sagt: Ein CC/CV-Ladeschaltkreis mit ordentlicher Abschaltung und allen nötigen Sicherheitsfeatures kostet unter 1.00$ / Ladeschacht. In den billigen Ladern muss es aber offenbar die nur ein viertel so teure Primitiv-Schaltung mit allen sich daraus ergebenen Problemen sein, es zählt wohl jeder Cent.

Es hat seinen Grund, daß das TR-001 im Einkauf aus Fernost lediglich ca. 3.00$ / Stück kostet. Und solch ein Schrott geht hierzulande mitunter weiterhin für 15€ und mehr über den Ladentisch!

Eigentlich fehlt zur krönenden Abrundung dieses Irrsinns nur noch ein gefälschtes “TÜV” / “Geprüfte Sicherheit”-Zeichen auf diesem sicherheitstechnisch katastrophalen Lader. Vielleicht bei den nächsten Chargen?

 

Mein guter Rat:

Der Markt bietet mittlerweile (glücklicherweise) genügend vernünftige Ladegeräte auch im “Einsteiger-Preissegment”.

Wenn ein ordentlicher Lader mit dem von *allen* Akkuherstellern vorgeschriebenen CC/CV Ladeverfahren, korrekter Ladeabschaltung und allen weiteren beim Trustfire fehlenden Sicherheitsmerkmalen nur wenige Euros mehr kostet, warum sollte ich dann so eine Grütze benutzen?

 

Hier mal eine Auswahl empfehlenswerter, erschwinglicher LiIon-Ladegeräte – Testberichte hier im Blog folgen in Kürze!

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16 responses so far

16 Responses to “LiIon-Lader Trustfire TR-001”

  1. darmokon 16 Oct 2012 at 21:16

    Sehr informativ aber irgendwie zumindest z.T. erwartungsgemäss.

    Können wir uns auch auf Tests der in deinen ja nicht vollständig uneigennützig eingestellten Links verkauften Ladegeräte freuen :)?

    (Ja ich weiss selbst das man mit den Afiliatelinks nicht reich wird, war nur Spass :))

  2. adminon 16 Oct 2012 at 22:31

    Ja, alle die verlinkten Geräte (und noch ein paar mehr) liegen hier zum Testen bzw. sind in Arbeit. Das nächste Gerät ist allerdings ein China 1-Schacht-Lader für 1,75 Euro mit besserer Ladesteuerung als das Trustfire TR-001…

    Die Afiliate Links helfen in der Tat die Hostingkosten zu bezahlen, da bin ich sehr dankbar für. Dual Advance Tarif bei 1&1, etwa 15,- Euro pro Monat (und eigentlich ist der schon wieder zu klein.. nur der nächst größere kostet dann schon wieder 29,-)

  3. darmokon 16 Oct 2012 at 23:13

    Ja passt schon, war wie gesagt nicht ernst gemeint :).

    Und ja, Hostingpreise sind gelegentlich… interessant.

    Wobei ich mich frage wo der Dual Advanced für dieses Blog zu klein ist, die Unterschiede zum nächst grösseren Tarif sehen wenig relevant für dieses Blog aus. 2k Postfächer, sackweise Datenbanken und Co brauchste für nen WordPressblog ja nu nicht, und so Recht kann ich mir auch nicht vorstellen das 10 GB Webspace nicht reichen. Wenn du da nicht noch div. andere Seiten drunter führst würd ich das an deiner Stelle lassen.

  4. adminon 16 Oct 2012 at 23:26

    Die wirklichen Unterschiede versteckt 1und1 in den FAQs, das Problem sind die Scriptresourcen: 80mb Memory Limit, 40ms Script Laufzeit, 15 parallele Prozesse im Dual Advance, beide sind zeitweise dicht und hier läuft nur das Blog (und die AkkuDB dampfakkus.de) – aber eigentlich is das hier offtopic.. ;-)

  5. darmokon 17 Oct 2012 at 00:26

    Ah ok, da ich rootserver Kunde woanders bin hab ich mich mit dem fineprint von solchen Hostingangeboten nicht auseinandergesetzt :-).

  6. shakrazamon 23 Oct 2012 at 05:32

    Hallo.
    Sehr gutes, ausführliches durchleuchten. Vielen Dank dafür.
    Und wie ist der Trustfire TR 003P4 ? Den habe ich nämlich.
    Ich hoffe er ist besser?
    Liebe Grüße

  7. SabbelMRon 23 Oct 2012 at 06:40

    TR-003 ist schon fest für ein Review eingeplant. Bitte noch ein paar Wochen Geduld.

  8. adminon 23 Oct 2012 at 06:41

    Wir haben ein TR-003? Wo?

  9. SabbelMRon 23 Oct 2012 at 06:47

    Aber vorab:

    Das TR-003 ist nicht besser als das TR-001, eher schlimmer. Hier mal ein Review von den Taschenlampenfreunden:

    http://www.taschenlampen-forum.de/ladegeraete/7013-ladegeraet-tr-003-tr-003p4-review.html#post96514

    Die FF-Regel (Fire im Namen, Finger Weg..) bestätigt sich immer wieder.

    Leg dir ein Xtar oder Nitecore zu..

    Liebe Grüße..

  10. SabbelMRon 23 Oct 2012 at 06:49

    @ admin

    Weißt du noch nicht. Ist im Zulauf seit einer Weile.

    Allerdings .. mir reichen schon die Platinenbilder und Ladeschlussmessungen von den Tala-Kollegen, und der Spaß ist mir bereits vergangen..

  11. SabbelMRon 23 Oct 2012 at 07:35

    Achja – TR-006 Test kommt auch ;).

  12. shakrazamon 23 Oct 2012 at 13:50

    Ah ok. Vielen Dank. Wisst ihr, dank eurem Blog lasse ich die Batterien
    nicht mehr über Nacht iaufladen. Wusste gar nicht das die vanze Angelegenheit so gefahrlich ist. Vielen Dank für eure Aufklärung und Liebe Grüße

  13. ckon 15 Apr 2014 at 11:55

    “Nach dem Laden im TR-001 konnten dem Akku 736mAh (@ 2A bis 3.0V) entnommen werden. Lustigerweise hatte genau dieser Akku im letzten Test mit einem Xtar-Lader (also im “korrekten” zweistufigen CC/CV-Ladeverfahren) geladen 824mAh bei 2A bis 3.0V!”

    War die Zelle danach irreversibel in der Kapazität gemindert – oder nur 1x? Vielleicht ist der hohe max Strom 650mA am Anfang für das Leck entscheidend. Laden nahe 1C zu hoch für so eine kleine Zelle? Oder hat der Strom bei genauer Betrachtung noch starke Mikrorippel also hohe Maxima ohne Averaging im ADC (wenn zB kaum Puffer-Kondensator-Kapazität) ? Oder hat der genannte Xtar-Ladevorgang doch ein höheres Spannungsmaximum erreicht?
    Eigentlich sollte ein degressiver Ladestrom egal sein, oder das sollte sogar schonender sein, denn mit zunehmenden SoC wird es für die Elektroden immer schwieriger und schädlicher Ladung bei hohem Strom noch reinzupressen. Man darf ja auch bei verschieden Strömen laden, könnte auch ständig umschalten. Die CC-CV Geschichte der Hersteller ist nur wegen einer definierten Referenz.

    Der TR-001 und die Sicherheitsmänglich sind mir hier zunächst mal wurst ;-) , aber die Behauptung mit Kap.minderungsgeschichte hier in abhängigkeit von der Kurvenform an sich wäre so komisch und zweifelhaft, dass man zumindest mal die Sache reproduzieren und genauer beleuchten sollte. Grüße

  14. adminon 15 Apr 2014 at 12:12

    Hi Ck,

    Reversibel, eine dauerhafte Schädigung wäre sehr ungewöhnlich, vor allem nach nur einmaliger Anwendung.

    Den ganzen Aspekt kannst aber glaub eh untern Tisch fallen lassen, da waren zuviel Abweichungen drin, selbst mit selben Gerät und Akku lagen die Ergebnis letztendlich zu weit auseinander, als dass ich das als Kriterium weiter verwenden wollte. Man lernt auch beim Ladegeräte testen mit der Zeit dazu was Sinn macht und was nicht, der Vergleich machte wohl eher weniger Sinn..

    TR001 habe ich keine mehr hier und ehrlich gesagt lang ich die auch nimmer an, hier stapeln sich bessere und interessanter Lader ;-)

    Eventuell mal bei HJK von Lygte-Infos schauen, ob der das genauer erfasst hat?

  15. ckon 15 Apr 2014 at 12:50

    danke für die Info. der lygte-info scheint keine post-charge Kapazitäten gemessen zu haben.

    Also dann halte ich bis zum Beweis des Gegenteils vorerst mal meine Arbeitshypothesen weiter aufrecht:

    * Ladekurven mit frühzeitig kontinuierlich etwas abnehmendem Strom wären aus chemisch-physikalischen Gründen (zunehmende Enge der Elektrodenmatrizen) sogar schonender.

    * Die entnehmbare Ladungsmenge ist 99.x% der eingebrachten Ladungsmenge und hängt bei Ladung innerhalb der max Ratings und bei gegebener Temperatur eigentlich nur von Uend & RestStrom@end ab.

  16. adminon 15 Apr 2014 at 12:57

    Du sagst das so schön: “bei gegebener Temperatur”, das ist das, wo ich in der Praxis im Hobbykeller immer kläglich dran scheitere.. ;-)

    Obs effektiv dann wirklich eine nennenswerte Schonung bringt müsste man wohl mal nochmal schauen, aber im zweiten Punkt bin ich zumindest voll bei Dir :-)

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