Sep 17 2012

VV Akkuträger Loongtotem EVO LCD

veröffentlicht in Kategorie eZigaretten  

“Die schnörkellos elegante chromglänzende Optik sticht als erstes in Auge….”

.. das schrieb ich schon im Testbericht des “alten” Loongtotem EVO und das gilt auch für den EVO LCD, ein  neuer VV Akkuträger aus dem Hause Loongtotem, nicht mehr Multivolt wie der Vorgänger EVO sondern jetzt richtig gut gemachtes VariVolt und ganz ohne das leidige Akku-Stacking. Aber immer noch günstig in der Anschaffung und mit einigen interessanten Feinheiten, die man so vielleicht nicht erwartet hätte.

 

Loongtotem EVO LCD VV (medium) mit eGo Style Selbstwickel-Tröpfelverdampfer “V3”

Die Optik des EVO LCD hat sich im Vergleich zum Multivolt Vorgänger EVO nur wenig geändert, natürlich fällt das neue LCD auf und durch das LCD und die Elektronik für die neue VariVolt Spannungsregelung wurde die Steuereinheit auch insgesamt etwas länger, aber genauso wie das verchromte Metallgehäuse (alternativ schwarz satiniert) und der smarte Taster geblieben sind, ist auch das wohl prominenteste Merkmal der Loongtotem Akkuträger geblieben..

 

Das Konzept mit den zwei Rohren:

  • 2 verschiedene Akkurohre in unterschiedlicher Länge (für einen 16650 oder einen 16340)
  • und eine  zweite, etwas dickere Hülse zur Abdeckung und Schutz des VDs beim Transport, welche hilfsweise auch über das Akkurohr geschraubt werden kann (in “mittel” oder “lang”)

.. ergeben miteinander kombiniert diverse Konfigurationmöglichkeiten:

  • ultrakurzer Akkuträger mit einem 16340er Akku ohne Schutzhülse,
  • Medium mit 16340er und mittlere Hülse über dem Akkurohr
  • oder die Marathon-Version mit 16650er Akkurohr und der langen Hülse..

Akkurohre und Schutzhülsen sind dabei kompatibel mit allen Longtotem Geräten aus dieser Serie von Akkuträgern (auch die unter der Bezeichnung Akston Hughes verkauften Modelle), wer als bereits ein 16650er Rohr vom alten EVO oder das 16350er vom ECI oder eine der ECO Hülsen hat, der braucht die für den EVO LCD nicht nochmal neu kaufen.

 

Die Rohre von Loongtotem: von oben: 16650 Akku, EVO LCD mit 16340 Akku, Medium Hülse, Lange Hülse

 

Auf den ersten Blick unverändert ist auch der etwas ungewöhnliche Verdampferanschluss, der steht weiterhin eGo-typisch weit hervor, besitzt aber kein eGo Außengewinde. Für die meisten eGo Verdampfer und sowieso alle 510er Verdampfer ist das egal, aber es gibt ein paar wenige eGo Verdampfer die damit nicht klar kommen. (Bei Cones braucht man das eGo Außengewinde schon öfter mal, aber da kann man sich dann auch noch anderweitig behelfen.)

 

EVO LCD VV (short) Mit Vivi Nova und Smok DCT Cone

 

Angeblich soll ein Problem früherer Loongtotem Akkuträger – ein anfälliger Mittenkontakt –  beim EVO LCD nun durch eine Konstruktionsänderung behoben sein, das sieht im direkten Vergleich mit dem EVO auch tatsächlich ein klein wenig anders aus, aber da ich das Problem beim alten EVO nicht hatte und nicht wüsste, wie ich das testen soll, lasse ich diesen Hinweis einfach mal so im Raum stehen.

Unstrittig ist jedoch immer noch die Qualität des Feuerknopfs: bündig versenkt wie ein Vandalentaster mit leicht hör- und spürbarem Druckpunkt funktioniert auch der Feuerknopf des EVO LCD wieder absolut zuverlässig und ist meiner Meinung nach auch im EVO LCD “sehr Gut”. Allerdings leuchtet er im Evo LCD nur noch weiss, früher war er ja mal 5-farbig… das werte ich jetzt mal als Verbesserung.

 

…und mit vom Bauway “510N” Mod entlehntem Cone für VDs mit flachem Boden

 

Nachtrag 23.10.2012: Umbauten auf 18650 / 18500 / 18350

Der EVO VV LCD hat mittlerweile doch eine kleine Fangemeinde gefunden, somit dauerte es nicht lange, bis Ideen zur Umnutzung der Schutzhülsen zu Akkurohren zwecks Verwendung anderer Akkugrößen als vom Hersteller vorgesehen auftauchten.

Konkret scheint bisher erfolgreich zu funktionieren:

  • Nutzung von 18650er-Akkus in der langen Schutzkappe
  • Nutzung von 18500er-Akkus in der kurzen Schutzkappe der “Mini”-Variante
  • Nutzung von 18350er-Akkus in der kurzen Schutzkappe der “Mini”-Variante

..jeweils unter Auslassung des eigentlichen Akkurohres. Die Schutzhülsen müssen zu diesem Zweck mit einer Akkufeder versehen werden, wer nicht schnell eine aus einem ausgedienten Akkuträger oder Taschenlampe “klauen” kann, wird z.B. hier fündig.

Ferner ist eine minimale Modifikation an der Kopfeinheit notwendig – das Gewinde, welches das eigentliche Akkurohr aufnimmt, steht für einen Kontakt der dickeren 18XXX-Akkus mit dem Pluspolkontakt der Kopfeinheit “im Weg”:

Loongtotem EVO LCD VV-Kopfeinheit von unten – zu sehen die zwei Gewinde für Akkurohr (innen) und Schutzhülse (außen)

Hierbei hat die erstmals von User Borsti im Dampfertreff-Forum präsentierte Lösung, die Kopfeinheit mit einem jederzeit wieder entnehmbaren “Inlay” bestehend aus einer 16mm Dichtscheibe (Baumarkt, Sanitärabteilung), in die mittig einem leitendes Metallteil (Blindniet, Neodymmagnet o.ä.) eingelegt wird, zu versehen, mittlerweile viele Anhänger gefunden.

Bebilderte Anleitungen für den Umbau findet man im EVO / EVO LCD Fanclub des Dampfertreff-Forums (Registrierung notwendig).

Obacht ist jedoch bei der Akkuwahl gegeben – nicht alle 18650er passen vom Durchmesser in die lange Schutzkappe! Der bewährte Panasonic CGR18650CH IMR scheint jedoch eine sichere Wahl zu sein, bei den 18350ern sollte der EFest IMR 18350 “flat top” passen, gegebenenfalls muss allerdings das Etikett entfernt werden. Was hingegen 18500er in der Mini-Schutzkappe betrifft, wird es im wahrsten Sinne des Wortes “eng” – hier am besten mal in den Foren-Threads einlesen.

 

Nachtrag 24.10.2012:

Der Hersteller hat sich wohl von den Bastelideen inspirieren lassen und bietet die nötigen Teile (Feder und Distanzscheibe) für den 18650 / 18350-Betrieb mit den Schutzkappen nun als Ergänzung zu den Geräten an (siehe auch weiter unten bei den Bezugsquellen zum Gerät).

 

Nachtag 29.10.2012:

Mittlerweile sind auch ein speziell auf das Schutzkappen-Außengewinde an der Kopfeinheit angepasster Cone von Loongtotem sowie alternativ der “Sneaker” (teleskopierbarer Verdampferschutz,  Funktionsbeschreibung siehe hier) im Handel erhältlich.

 

Useability:

Der Loongtotem nutzt eine Ein-Knopf Bedienung, aktiviert schon auf dem 3. (schnellen) Klick das selbe Menüsystem wie auch der Vmax nutzt, allerdings um ein paar Menüoptionen verkürzt. Der EVO LCD hat:

  1. Uu = Spannung um 0.1V erhöhen
  2. Ud = Spannung um 0.1V verringern (Rollback von 6.0V auf 3.0V und andersrum, gedrückt halten des Tasters möglich)
  3. So = Abschaltung
  4. Ds = Display Setup: dA (dR) für VD Widerstand oder do für Sollspannung in Volt
  5. Lo = Beleuchtung der Feuertaste on oder off. Bissl witzlos, weil das Display direkt daneben so hell ist, das es keinen  großen Unterschied mehr macht.

Widerstandsmessung erfolgt unter Last mit befeuertem Verdampfer nur solange auch gefeuert wird. Die Messung braucht ein bissl und zeigt die ersten paar ms auch mal unsinnige Werte an, bleibt man etwa ne Sekunde aufm Feuerknopf hat man dann aber das richtige Ergebnis im Display stehen.  Die Widerstandsmessung stimmt nicht ganz 100% exakt mit meinem Multimeter überein, der EVO LCD zeigt schon mal 0.1 Ohm zuwenig an.

 

Der Akkuzustand wird permanent immer während des Drückens des Feuerknopfs im Display anhand eine Balkenanzeige eingeblendet. Die Messung erfolgt wie Vergleichsmessungen ergaben trotzdem im “Idle ohne Last” (warum auch immer), zappelte auch gerne mal ein bissl hin und her.  Dabei gilt:

  • 4 Balken: Restspannung Akku > 4.05V
  • 3 Balken: > 3.9V
  • 2 Balken: > 3.7V
  • 1 Balken:  > 3.4V
  • Anzeige blinkt

 

Das Display “Blau auf  weißlichem Hintergrund, hinterleuchtet” ist gut ablesbar, im Sonnenlicht konnte ichs mangels Sonne noch nicht testen.

Einstellungen bleiben beim Akkuwechsel nicht immer erhalten, ein kleiner Puffer scheint aber zu existieren. Die Startspannung ist 3.0V und eine “Boot-Sequenz” wie beim Vmax gibt’s zum Glück nicht…

Interessant vielleicht  auch noch die Möglichkeit, den Akku im EVO LCD mit Hilfe eines eGo USB Laders über den Verdampferanschluss zu laden. Aber nehmt dazu ein original eGo Lader mit 420mA Ladestrom, sonst lädt ihr Euch nen Wolf und im Zweifelsfall nur einmal.

 

Hier das vollständige Handbuch zum EVO LCD: EVO_LCD_Manual

 

 

Sicherheit:

  • Die Loongtotem Akkurohre sind leider alle sehr eng, so dass ich keinen meiner Protected Akkus verwenden kann. (Angeblich soll der AW P16340 passen). So richtig Sinn macht ein Protected 16340 bei nem Bedarf von ca. 3A aber sowieso nicht. Nur ein IMR 16340 ist für solche Ströme spezifiziert und die IMR (sichere Chemie) passen problemlos.
  • Nuppelzwang dient als mechanischer Verpolungsschutz.
  • Neu gegenüber älteren Revisionen des Vorgängers EVO: 2 ausreichend dimensionierte, runde Löcher zum Ausgasen am Boden der Akku-Rohre (wie bereits von der neuesten Version des EVO bekannt) – damit ist jedoch auch ein gutes Stück der vomals gegebenen Wassergeschütztheit dahin. Zusätzlich die bei allen Loongtotem-Akkuträger seit jeher vorhandene Sollbruchstelle ebendort und ein nicht luftdicht abschliessender Kopf mit Ausgasungsmöglichkeit über den Taster – mehr braucht es insgesamt auch nicht nicht.
  • Der Feuerknopf ist bündig versenkt und so etwas vor ungewollter Betätigung geschützt
  • Zugbegrenzung 10 Sekunden – Schutz vor versehentlichem Dauerfeuer
  • Abschaltung über Menüpunkt 3
  • Abschaltung bei unterschreiten Mindest-Akkuspannung / Tiefentladeschluss bei etwa 3.4V (Idle)
  • Kurzschluss- und Verpolungsschutz vorhanden
  • Leistungsbegrenzer verhindert Überlast

ACHTUNG: anders als sein Vorgänger ist der  EVO LCD *kein* Stacking Akkuträger!
Das Akkurohr des alten EVO kann man nutzen, aber *keinesfalls* 2 gestackte 16340er da reintun!

 

Loongtotem EVO LCD Leistung unter Last

Der Loongtotem liefert eine hübsch geglättete Spannung am VD, so dass Messungen kein allzugrosses Problem darstellen.

 

Der EVO LCD am Oszi

Ich verzichte daher auf die Messungen mit dem kleinen DSO Nano und messe der Einfachheit halber mit dem Uni-T 71B.  Die Gegenprobe erfolgt mit xTroubles Inline Voltanzeige. Während der Messung kommt das lange 16650er Akkurohr zum Einsatz, der Akku darin ist die hervorragende Sanyo UR16650ZT (Kurven & Datenblatt bei Dampfakkus.de). Zum Vergleich lege ich eine Lavatube mit 2.5A Leistungsgrenze daneben.

 

1.4 Ohm
Soll: EVO LCD <> Lavatube 2.5A
3,0V 2,99V 2,96V
3,5V 3,51V 3,46V
4,0V (3,65V) 3,88V
4,5V (3,64V) (3,87V)
5,0V *F2 (3,86V)
5,5V *F2 (3,86V)
6,0V *F2 (3,86V)
1.8 Ohm
Soll: EVO LCD <> Lavatube 2.5A
3,0V 2,99V 2,97V
3,5V 3,51V 3,48V
4,0V 4,03V 4,00V
4,5V (4,20V) 4,38V
5,0V *F2 (4,46V)
5,5V *F2 (4,46V)
6,0V *F2 (4,45V)
2.2 Ohm
Soll: EVO LCD <> Lavatube 2.5A
3,0V 2,99V 2,96V
3,5V 3,50V 3,48V
4,0V 4,02V 4,02V
4,5V 4,52V 4,57V
5,0V (4,63V) 4,83V
5,5V (4,60V) (4,92V)
6,0V (4,60V) (4,93V)
2.6 Ohm
Soll: EVO LCD <> Lavatube 2.5A
3,0V 2,99V 2,97V
3,5V 3,50V 3,49V
4,0V 4,02V 4,03V
4,5V 4,55V 4,58V
5,0V 5,04V 5,10V
5,5V (5,03V) 5,36V
6,0V (5,03V) (5,46V)

Im EVO LCD gibt es scheinbar 2 Limits, einmal ein weiches Limit, an dem die eingestellte Spannung still abgeregelt wird und zum anderen ein hartes Limit, an dem der EVO LCD mit Fehlermeldung F2 den Dienst verweigert und den VD nicht befeuert.

 

Das Soft Limit:

  • angefordert 3.65V bei 1.4 Ohm  = das wären 9,5W, 2.6A
  • 4.20V bei 1.8 Ohm = 9,8W, 2,3A
  • 4,63V bei 2.2 Ohm = 9,7W, 2,1A
  • 5,04V bei 2.6 Ohm = 9,8W, 1,9 A

Ergo: der EVO LCD regelt die Leistung auf maximal ca 10 Watt runter. (Longtotem meinte zwar 12W.. geschenkt…)

 

Das Harte Limit:

Zuerst dachte ich ja, es gäbe ein Ampere Limit bei ca. 2.7A, da bin ich mir jetzt jedoch nicht mehr ganz so sicher, denn ein kleiner Passus in der Anleitung des EVO LCD besagt: “Sollte mit einem LR Verdampfer unter 1 Ohm mehr wie 4.5V eingestellt sein, kommt es zu einer Warnung”. Nun wenn die 1.0 Ohm ein Tippfehler sind und damit in Wirklichkeit unter 2.0 Ohm gemeint sind, dann passt das beobachte Verhalten zum Handbuch: “sobald mehr wie 4.5V eingestellt sind, kommt es sowohl mit dem 1.4 Ohm als auch dem 1.8 Ohm Testverdampfer zu einer Fehlermeldung F2 und der VD wird gar nicht erst befeuert”.

 

PS: ich hab das Spasseshalber auch mal mit einen zusammengeschusterten Haufen Widerstände mit 0,7 Ohm getestet, jo.. der EVO LCD feuert damit, allerdings von Anfang mit angezogener Soft-Limit Bremse.

 

Nachregeln bei sinkender Akkuspannung?

Ein Langzeitnuckeltest mit Sanyo UR16650ZT: über die erste Hälfte der Akkulebensdauer, bis weit in den 2 Balken (~3.7V) Bereich hinein, bleibt die Spannung über die komplette Breite der Möglichkeiten wunderbar konstant, erst dann beginnt ein geringfügiges Nachlassen erst mal nur am oberen Spannungslimit. Während ein Soll von 4.2V auf 2.4Ohm noch problemlos bedient wird, beginnt bei einem Soll von 4.6V langsam ein Einknicken auf 4.5V. Kurz vor dem Abschalten an der Entladeschlussgrenze von 3.4V (noch 1 Balken im Display) sieht das dann so aus:

Akku Voll vs. Akku Leer – bei 2.6 Ohm
 Soll 3,0V 3,5V 4,0V 4,2V 4,5V 5,0V 5,5V 6,0V
Akku voll (>=4,0V) 3,0V 3,5V 4,0V 4,2V 4,5V (4,6V) (4,6V) (4,6V)
Akku leer – 1 Balken (~3,5V) 3,2V 3,5V 4,0V 4,2V 4,3V (4,3V) (4,3V) (4,3V)

 

Ja, die 3.2V wundern mich jetzt auch etwas.  Aber Fakt ist: ich hab nur einen Akkuträger, der das besser hinkommt und das ist der Provari. Alle anderen Knicken deutlich stärker ein.

 

Abmessungen:

Von oben: Zmax 18650, EVO LCD VV (short), EVO (short)

  • Kürzeste Variante: 91mm (inkl. VD Überstand) / 80mm (ohne VD nur Body)
  • Mittlere Variante: 112mm/ 100mm
  • Längste Variante: 131mm / 120mm
  • Durchmesser (dickste Stelle): 20mm
  • Gewicht kurze Variante inkl. 16340er Akku: 71,8g, kurze VD-Hülse: 13,6g, zusammen: 85,4g
  • Gewicht lange Variante inkl. 16650er Akku: 105,0g lange VD-Hülse: 14,2g, zusammen: 119,2g
  • Gewicht mit 18650er-Umbau (siehe oben) und langer VD-Hülse: 109,7g

 

Vielen Dank an John99 aus dem DTF fürs wiegen, das hatte ich total vergessen

 

Fazit:

Über den Sinn oder Zweck eines VV Akkuträgers auf Basis eines 16340ers mag man sich nun vortrefflich streiten können. Eines muss man ihm lassen: er ist kurz und schlank. Die Akkulebensdauer eines einzelnen 16340er Akkuträgers ist jetzt nicht gigantisch, für mich persönlich käme die Konfiguration mit 16340 Akku auch nicht in Frage.

Aber für “uns” Kapazitäts-hungrige Dauernuckler gibt’s ja noch das 16650er Akkurohr, so kann sich jeder zusammenschrauben, was er denn gerne möchte. Nimmt man das 16650er Akkurohr und eine Zelle wie die hervorragende Sanyo UR16650ZT (Kurven & Datenblatt bei Dampfakkus.de), welche in den blauen 16650-Akkus von Loongtotem werkelt (siehe Akkutipps weiter unten), dann kommen wir mit der schlankeren EVO LCD wieder in Ausdauerregionen, die manchen ausgewachsenen 18650er Akkuträger in Bedrängnis bringt.

( Nachtrag: Mittlerweile ist Dank herstellerseitigem Umbausatz auch der Betrieb des EVO LCD mit 18650 sowie 18350 bzw. eingeschränkt auch 18500 möglich, mehr dazu im neu eingefügten Absatz weiter oben )

 

An den vorhandenen Leistungsgrenzen ändert die Wahl des Akkus/-Rohres jedoch nichts, leistungsmäßig ist der EVO LCD definitiv kein Überflieger. Ein Akkuträger, der für die Verwendung einer einzelnen 16340 (mit-)konzipiert wurde, der kann eben nicht mehr Leistung oben am Verdampfer rausschicken, als der kleine Akku unten reinstecken kann. L-Rider Lavatuben mit einem dem EVO LCD sehr ähnlichen Leistungslimit verkaufen sich schon seit ner Weile und auch heute noch blendend und die selbe Leistung einer L-Rider Lavatube in einem schlankeren Gehäuse hat durchaus auch seinen Reiz.

 

Es ist also nicht eine überdurchschnittliche elektrische Leistung, mit der der EVO LCD auf der technischen Ebene glänzt, sondern vor allem seine Spannungsregelung:

  • Nach all dem Regelungsgemurkse der Konkurrenz ist die Präzision der Regelung des Loongtotem EVO LCD geradezu eine Wohltat. Der EVO LCD gibt innerhalb seiner Limits das aus, was ich eingestellt habe und nichts anderes. So muss das sein, alles andere ist und bleibt Murks.
  • Die erstklassige Konstanz der abgegebenen Spannung über die komplette Laufzeit eines Akkus. Ein Nachregeln ist nur an der oberen Leistungsrenze (wenn überhaupt) sinnvoll und selbst da waren es im Test nur 0,3V Abweichung zum randvollen Akku. Damit liegt der EVO LCD nur ganz knapp hinter einer Provari und weit vor dem Rest der bisher getesteten Akkuträger.
  • Der Regelbereich für LowRes Verdampfer liegt günstig ab 3.0V und ist bis 3.6V  bei 1.4Ohm (3.0 bis 4.2V bei 1.8 Ohm) zwar nicht riesig, aber eben praxisnah ab vernünftigen 3.0V (und nicht unsinnigen 4.xV)  und meiner Meinung nach ausreichend.

 

Das in Verbindung mit dem elegant-schlanken modularen Design und der wertigen Verarbeitung zu einem Preis von aktuell ab 47,- € (je nach Bundleinhalt und Händler) finde ich jetzt gar nicht mal so übel.

 

Von oben: Provari 18650, Loongtotem ECI (short), Loongtotem LCD VV (short), Loongtotem EVO (short)

 

Akkutipps:

Für den Betrieb mit einer einzelnen 16340 würde ich immer zur AW IMR 16340 raten. Erstens zieht der EVO LCD durchaus mit 3A am Akku, das ist einfach zuviel für einen Protected 16340, zweitens hat der AW IMR 16340 als bester Akku in sicherer Chemie die zweitbeste von uns getestete Kapazität und ist von Haus aus genuppelt. Das alles macht den etwas höheren Preis für den AW durchaus wett. Achja, hier noch ein Vergleich gängiger 16340er Akku bei 3A

 

Bei Loongtotem hatten se bei der Zusammenstellung des Bundles wohl grad nen Anfall geistiger Umnachtung – oder noch zuviel Akkuschrott im Lager – im Handbuch schreiben se noch ausdrücklich: “Bitte nutzt 16340er IMR Akkus!” und packen dann einen recht grottigen ICR Unprotected ins Bundle. Dieser Longtotem 16340er wurde von uns auch schon getestet und kann getrost in die Rubrik “taugt nix” einsortiert werden. Hätte man auch LoongTotemFire nennen können den Akku… Wobei “Loong” trifts auch nicht wirklich.. “ShoortTotemFire”.. eh.. egal.

 

Für den Betrieb mit 16650er Akku gäbe es eigentlich nur eine Wahl: die Sanyo UR16650ZT. Die kleine Sanyo UR16650ZT bei 4.2V Ladeschluss ist mit der AW IMR 18650 bei 2A eben auf – und versägt selbst eine BDL 18650. Das glaubt mir zwar keiner, ist aber so:

 

Klick für gross..

 

Nach der enttäuschenden Performance der Longtotem 16340 hielten sich unsere Erwartungen hinsichtlich der 16650er, die Longtotem unter der Bezeichnung ICR16650-2100 auf Wunsch mit ins Bundle packt, auch erst mal in eher in engen Grenzen, aber auch diese Longtotem 16650 haben wir getestet,  und erlebten dabei eine kleine Überraschung: anscheinend war auch Loongtotem der Meinung, in 16650 gibts nix besseres als die Sanyo und hat entsprechend eingekauft.

Im direkten Vergleich Longtotem 16650 vs. Sanyo UR16650ZT bei 3A sind die Akkus so dicht beieinander, dass ich meinen Hintern drauf verwetten würde, dass dies ein und die selben Zellen sind. Der Loongtotem 16650 ist meiner Meinung nach also in Wirklichkeit ein OEM gelabelter Sanyo UR16650ZT, allerdings schon fertig benuppelt, inkl. semitransparenter Verschrumpfung und dem Sanyo typische Aufdruck direkt auf der Akkuhülse. Angesichts der besseren Verfügbarkeit der Loongtotem 16650 Akkus und dem Nuppel rate ich klar dazu, bei der Bestellung gleich noch ein paar der Longtotem 16650 mit in den Korb zu legen.

Die “original” Sanyo 16650 gibts bei Intl. Outdoor  (Wichtig: bei Bestellung “unprotected” auswählen, protected passt nicht rein! Nuppelersatzmagnete gibts hier oder hier bei Amazon).

So gut der Loongtotem / Sanyo auch ist, es sind ICR unprotected Akkus und damit ohne “Sicherheitsfeatures”. Wer nun partout nicht mit ICR hantieren möchte, für den wirds schwierig: Selbst SabbelMR, der sonst alles organisieren kann, was irgendwie wien Akkus ausschaut, bestätigte mir, daß  kein 16650-Akku in IMR-Chemie von der Stange aufzutreiben ist. Durch den geräteseitigen Schutz ist IMR eigentlich jedoch nicht zwingend notwendig. Die 3A, die der EVO LCD maximal zieht, liegen ferner noch großzügig innerhalb der Spezifikation des Loongtotem / Sanyo 16650.

( Nachtrag: Durch die neu eröffnete Möglichkeit, dank herstellerseitigem Umbausatz 18650 und 18350 bzw. eingeschränkt auch 18500-Akkus in den Schutzkappen nutzen zu können – siehe neu eingefügter Absatz recht weit oben -, ist beispielsweise die Verwendung des exzellenten Panasonic CGR18650CH IMR anstelle der 16650er ICR-Akkus möglich )

 

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7 responses so far

7 Responses to “VV Akkuträger Loongtotem EVO LCD”

  1. hybermanon 17 Sep 2012 at 09:00

    Vielen Dank für diese ausführlichen Info´s zu diesem Akkuträger. Das bestätigt es mir, dass ich bei diesem Kauf nicht ganz so verkehrt lag.

    Man kann also nicht allzuviel verkehrt machen mit dem EVO LCD VV.

  2. SabbelMRon 17 Sep 2012 at 11:23

    Seh ich genauso.

    Vor allem, daß man exakt bekommt, was eingestellt wird (innerhalb der Leistungslimits) finde ich im Gegensatz zu 90% der anderen neuen Akkuträger da draußen eine Wohltat..

  3. John99on 19 Sep 2012 at 11:58

    Nur so’ne winzige Idee:

    Könnte der Menüpunkt dA nicht eher ein dR sein? Würde für “resisitor” stehen können. Dann könnte do für “output” stehen.

    Genauso wie Uu und Ud vermutlich für Vu und Vd (Voltage up/down) stehen könnten. (Natürlich könnte es ggf. auch für “U” (Spannung) stehen. Sicher dem 7-Segment-Display geschuldet.

    Also komplett:

    Vu = Voltage up
    Vd = Voltage down
    So = Switch off
    DS = Display Setup, dR = display Resistor und Do = display output (voltage)
    Lo = Light on (off)

    Vielleicht ja für einige als Eselsbrücke zu gebrauchen…

    Super Review! Besten Dank dafür!

    John

  4. adminon 19 Sep 2012 at 13:01

    Mit dem 7 Segment Display hast Du sicher recht. Da geht eben kein V oder R..

  5. Piton 26 Oct 2012 at 17:53

    Ein wirklich gelungener Akkuträger, gerade mit kurzem 18350 Rohr in Betrieb.
    Die Efest 18650 2250mAh passen nicht.

    Nur als Hinweis.

  6. SabbelMRon 27 Oct 2012 at 03:55

    Daß die EFest IMR 18650 2250mAh nicht passen wundert mich nicht, es sind gebrandete Panasonic CGR18650CH IMR, siehe:

    http://dampfakkus.de/akkutest.php?id=318

    http://dampfakkus.de/akkutest.php?id=319

    Dabei wurde über die eigentlichen Panasonic CGR18650CH ein zusätzlicher Schrumpfschlauch gezogen, was ja nicht passen kann, da die “rohen” Panasonic CGR18650CH ja gerade so passen.

    Eigentlich sollte es aber möglich sein, den schwarzen Schrumpfschlauch zu entfernen. Einfach vorsichtig am Plus – oder Minuspol einritzen und aufreißen. Darunter sollte der graue, Hauchdünne schrumpfschlauch der Panasonic CGR18650CH sein, und dann müsste alles passen :).

  7. Alexon 11 Nov 2012 at 18:37

    Dank deinem super Bericht hab ich das feine Teilchen jetzt gekauft. Ich hoffe, der wird meine bisher genutzten Gogo Akkus mit 510er Adapter in Grund und Boden dampfen. Genutzt wird derzeit ein VF Did. Ich bin gespannt :)

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