Sep 10 2012

Gripper 18650 VV Akkuträger

veröffentlicht in Kategorie eZigaretten  

Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte Smoktech mit dem “original” Gripper ein sehr preisgünstiges kleines manuelles Akkuträgerchen speziell für den Betrieb mit Watte Cartos auf den Markt gebracht. Nun legt man mit dem Boxmod Gripper VV 18650 nochmal nach und präsentiert zum Preis unter 50,- einen ausgewachsenen VV Akkuträger, universell nutzbar und mit akzeptabler Leistung.

Allgemeines / Ausführung

 

Der Gripper VV 18650 mit GG Penelope

Der Gripper kommt wie sein kleiner Bruder in einem satinierten schwarzen Vollplastik Gehäuse, ansonsten hat er mit dem Kleinen aber wenig gemeinsam, der Gripper VV 18650 kommt in konturierter Boxform, ist rutschfest und unempfindlich gegen Kratzer. Smoktech war schlau und hat dem Gripper einen planen Gehäuseboden spendiert, so fällt das Teil anders als diverse Konkurrenzmodelle in dieser Gehäuseform nicht gleich um, wenn man es auf den Tisch stellt.

Alle Knöpfe sitzen wackelfrei, wirken solide und haben einen deutlichen Druckpunkt. Im Schütteltest klappert nix. Die  z.b. von PBusardo vermeldeten Probleme mit den + und – Knöpfen kann ich in keinster Weise nachvollziehen. Der Feuerknopf ist jetzt nicht unbedingt umwerfend, funktioniert aber zuverlässig mit laut hör- und spürbarem Click.  Schulnote “Gut – Befriedigend” ist glaub angemessen.

Der fast bündig eingelassene 510er Verdampferanschluss hat ein kleines bissl Spiel, macht aber insgesamt auch mit schweren Verdampfern (getestet mit GG Penelope) noch einen brauchbaren Eindruck.  Das Fehlen eines Dripwells und die Tatsache, dass der VD Anschluss direkt auf der Fuge der 2 Gehäusehälften sitzt, verleitet mich zu der Aussage: ein stark siffender VD ist vielleicht jetzt nicht unbedingt die beste Wahl für den Gripper VV. Zur Nutzung von Ego Verdampfern braucht man einen kleinen 510->Ego Adapter für Zweifuffzig aus dem Zubehörregal

Gripper von Hinten: Akkuklape und “Entlüftung”

Der einzelne 18650er Akku verschwindet unter der “unverlierbar” am Gehäuse verankerten Schiebeklappe, die hakelt zwar etwas, aber zwischen Pluspolfeder und dem Metallkontakt in der Klappe ist genug Federweg, um sowohl flache als auch Nuppel-IMR Akkus sicher aufzunehmen. Protected Akkus passen jedoch nicht, durch die Überlange durch das aufgesetzte PCB der Protected Akkus kriegt man den Deckel höchstens noch mit roher Gewalt zu – obwohl die ansonsten ordentliche bebilderte Anleitung (in Englisch), zur Verwendung von Protected Akkus rät.

Beim Akkuwechsel verliert der Gripper VV die eingestellte Spannung, angesichts der bequemen Bedienung ist das jetzt nicht so tragisch. und damit sind wir gleich schon bei der

 

Useability:

Klare, logische 3 Tastenbedienung, absolut unkompliziert. 5-Click an & aus. Ein kurzer Druck auf den An/Aus Knopf zeigt Verdampfer Widerstand gefolgt von Restspannung des Akkus in V. Ein Druck auf + erhöht die eingestellte Spannung um +0,1V, ein Druck auf – verringert um 0,1 V. Einstellbar demnach in 0,1V Schritten zwischen 3.0V und 6.0V mit Rollover von 6,0 auf 3.0 und umgekehrt.

Die Widerstandsmessung stimmt, die verbleibende Akkuspannung wird anscheinend im Idle gemessen. (Ein guter Punkt, den Akku zu wechseln, wäre also demnach um 3.5V.)

Die Akkulaufzeit mit einem guten 18650er IMR Akku kann man getrost als “richtig schön lang” bezeichnen.

Das invertierte (weisse Schrift auf dunkelblau) Display ist auch im Sonnenlicht gut ablesbar.

 

Sicherheit:

  • Obwohl die Anleitung von Protected Akkus spricht, passen meine Protected Akkus mit PCB nicht in den Gripper VV, IMR (sichere Chemie) gehen jedoch problemlos, egal ob mit Nuppel oder nicht.
  • Ein großes rundes “Lüftungsgitter” sorgt für problemloses Ausgasen im Ernstfall, auch ansonsten ist das Akkufach alles andere als Luftdicht.
  • Der Feuerknopf steht vor und ist nicht vor ungewollter Betätigung geschützt, aufgrund der Position an der Oberseite dürfte es z.b. in der Hosentasche trotzdem nicht zu ungewollten Feuern kommen
  • Zugbegrenzung 10 Sekunden – Schutz vor versehentlichem Dauerfeuer
  • “5-Klick”-Abschaltung
  • Abschaltung bei unterschreiten Mindest-Akkuspannung / Tiefentladeschluss bei etwa 3.3V (Idle)
  • Kurzschluss- und Verpolungsschutz vorhanden

 

Leistung des Gripper VV 18650  – natürlich unter Last..

Beworben wird der Gripper VV mit einer “Leistung” (jaja) bis 4A.  Die sehe ich mit meinem 1.4 Ohm Testverdampfer noch nicht, aber fangen wir von vorne an. Der Gripper VV benutzt PWM, mit xtroubles Spannungsmesser ist also nix zu holen. Also geht wie immer der 2. Griff zum Oszilloskop, den 1.4 Ohm Testverdampfer aufgeschraubt und los gehts:  jo, die klassische PWM. Zumindest bis zur 4.5V Marke dann plötzlich: komplett anderes Bild am Oszi..

1.4Ohm VD bis Einstellung 4.5V ab 4.5V

Dieses Bild wiederholt sich beim 1.8 Ohm Testverdampfer bei 5V und mit dem 2.6 Ohm Testverdampfer bei 6.0V.

Es drängt sich ein Verdacht auf, dass hier irgendein Limit als begrenztender Faktor zu Tage tritt. Beworben wird der Gripper mit 4A, wir sind aber hier nirgends auch nur in der Nähe von 4A. Also was könnte das Limit sein?

Schauen wir uns nochmal die Messpunkte an, an dem die abgegebene Spannung sich nicht mehr erhöht (und das Bild im Oszi umschlägt), das waren:

  • Soll: 4.5V bei 1.4 Ohm = 3.2A / 14.4 Watt wären also gefordert..
  • 5,0V bei 1.8 Ohm = 2.8A / 13.9 Watt
  • 6.0V bei 2.6 Ohm = 2.3A / 13.8 Watt

Spontan ins Auge fällt also: immer wenn so etwa 14 Watt rum gefordert wäre ist Ende. Zufall? Keine Ahnung, aber doch irgendwie auffällig, nicht?

Schauen wir uns die einzelnen Messungen an, einmal mit dem Oszi Vavg und das Tastverhältnis gemessen und damit Veff errechnet, dann nochmal mit dem Uni-T TrueRMS Multimeter als Gegenprobe, in der letzten Spalte finden wir die gute alte Lavatube 1.0 zum Vergleich:

1.4 Ohm
Soll: Vavg: Duty% Hz: Veff (errechnet) TRMS (gemessen) <> Lavatube 2.5A
3,0V 3,09 66,7 50 3,8V 3,66V 2,96V
3,5V 3,68 82,5 50 4.0V 3,96V 3,46V
4,0V 4,12 91,0 50 4.3V 4,22V 3,88V
4,5V 4,57 (4,45V) (3,87V)
5,0V 4,60 (4,44V) (3,86V)
5,5V 4,61 (4,44V) (3,86V)
6,0V 4,61 (4,44V) (3,86V)
1.8 Ohm
Soll: Vavg: Duty%: Hz: Veff TRMS <> Lavatube 2.5A
3,0V 3,12 59,9 50 4,0V 3,86V 2,97V
3,5V 3,63 69,9 50 4,3V 4,16V 3,48V
4,0V 4,20 82,5 50 4,6V 4,45V 4,00V
4,5V 4,70 91,3 50 4,9V 4,70V 4,38V
5,0V 5,08 (4,87V) (4,46V)
5,5V 5,11 (4,86V) (4,46V)
6,0V 5,12 (4,84V) (4,45V)
2.2 Ohm (*neu*)
Soll: Vavg Duty% Hz: Veff TRMS <> Lavatube 2.5
3,0V 3,15 56,7 50 4,2V 4,00V 2,96V
3,5V 3,65 66,1 50 4,5V 4,30V 3,48V
4,0V 4,15 75,5 50 4,8V 4,59V 4,02V
4,5V 4,70 86,4 50 5,0V 4,87V 4,57V
5,0V 5,22 95,8 50 5,3V 5,11V 4,83V
5,5V 5,43 (5,15V) (4,92V)
6,0V 5,39 (5,15V) (4,93V)
2.6 Ohm
Soll: Vavg: Duty%: Hz: Veff TRMS <> Lavatube 2.5A
3,0V 3,16 52,6 50 4,3V 4,16V 2,97V
3,5V 3,68 61,3 50 4,7V 4,47V 3,49V
4,0V 4,20 70,1 50 5,0V 4,79V 4,03V
4,5V 4,71 78,8 50 5,3V 5,06V 4,58V
5,0V 5,21 87,5 50 5,6V 5,33V 5,10V
5,5V 5,77 92,8 50 5,9V 5,58V 5,36V
6,0V 5,95 (5,61V) (5,46V)

So und wenn man mich nun mit der Pistole vor der Brust zur ner Aussage zur Leistung des Grippers zwingen würde, dann würde ich sagen:

  • Höchste gemessene Stromstärke waren 3.2A, höchste gemessene Leistung 14.4 Watt und höchste gemessene Spannung 5,6V, niedrigste gemessene Spannung 3.6V.
  • Das ergibt in einem Satz: Regelbereich abhängig vom VD zwischen 3,6V bis 5,6V, bei maximal gemessener 3.2A, limitierender Faktor vermutlich 14Watt. Leistungsmäßig liegt der Gripper damit etwas über dem Niveau einer Lavatube 1 und unter einer Provari v2.
  • Wie die Lavatube auch – anders als der Provari – regelt der Gripper VV jedoch stillschweigend ab, während der Provari eine Fehlermeldung ausgibt. Das Verhalten des Gripper VV ist damit sicherlich Einsteigerfreundlicher, der will einfach nur dampfen.
  • Die Abweichung zwischen gewählter Sollspannung und effektiver am VD ankommenden Spannung ist auch beim Gripper VV geradezu Smoktech typisch zu hoch, aber Verdampfer kaputt machen tut man sich mit dem Gripper nicht mehr, das ist so vertretbar.
  • Der Gripper VV soll bis 1.2 Ohm noch funktionieren, ich vermute, dass mit dem 1.2 VD dann auch die beworbenen 4A grad noch so irgendwie annährend erreicht werden.
  • Nachtrag: Wie Sabbel in den Kommentaren richtig festellt, gerade für VDs unter 2.0 Ohm ist der Regelbereich sehr knapp ausgefallen, hier bleibt der Gripper merklich hinter der Lavatube. Das habe ich bei anderen Akkuträgern bemängelt, das muss ich konsequenterweise hier auch bemängeln.

Nachregeln bei sinkender Akkuspannung?

Während ein Provari von 4.2V bis 3.2V durchgehend die eingestellte Spannung im engen Rahmen stabil hält, knickt auch der Gripper VV kontinuierlich immer weiter ein, auffällig ist, dass er mit sinkender Akkuspannung Messungen >5V Soll  nicht mehr erreicht werden, die mit vollem Akku noch problemlos möglich waren, während der Gripper gleichzeitig die niedrigeren Stufen relativ konstant (-0,3V) hält:

Akku Voll vs. Akku Leer – bei 2.6 Ohm
 Soll 3,0V 3,5V 4,0V 4,5V 5,0V 5,5V 6,0V
Akku voll (>=4,0V) 4,16V 4,47V 4,78V 5,06V 5,33V 5,58V 5,61V
Akku leer (<=3,4V) 3,88V 4,19V 4,48V 4,75V 4,93V (4,93V) (4,93V)

 

Abmessungen:

 

.. und einmal Gripper VV von der Seite

  •  Höhe: 84mm höchste Stelle
  • Breite: 54mm
  • Dicke 24mm
  • Gewicht inkl. 18650er Akku: federleichte 81g

 

Fazit:

Unkompliziert in der Handhabung, einfach zu bedienen, gute Akkulaufzeit, kein umständliches Akkustacking und alle relevanten Sicherheitsfunktionen. Federleichtes, unempfindliches Plastikgehäuse und das ganze zu einem Preis unter 50,- Euro. Das ist ein Akkuträger, den kann ich ohne Bauchweh jedem in die Hand drücken und weiss, damit kommt er auch problemlos zurecht.

Die Leistung ist durchaus noch als ausreichend zu bezeichnen und genug für alle gängigen Verdampfer da draussen. Mit Widerstandsmessung, Kurzschlussschutz und Sicherer Chemie für Selbstwickler gut geeignet, nur so ganz dicke Dinger sollte man angesichts des Plastikgehäuses eventuell nicht verwenden. Niederohmige Verdampfer (denke: DC Tanks) können mit gerade noch ausreichendem Regelbereich bedient werden. Die gemessenen Spannungen sind vielleicht nicht wie aus dem Bilderbuch, aber in keinem Fall gab es Gefahr, sich den Verdampfer durchzubrennen.

Schlussendlich bietet der Gripper VV alles, was man von einem VV Akkuträger heute so erwartet. Ob das Plastikgehäuse längerfristig auch einen etwas ruppigeren Umgang verzeiht, das bleibt vielleicht noch die Frage. Von dem, was ich in meinem Test so an Erfahrungen mit dem Gripper VV sammeln konnte, ist der Gripper VV recht ordentlich.

 

Bezugsquelle und Preis:

Der Gripper VV 18650 in der Smoktech typischen, hübschen Schmuckverpackung bekommt Ihr zum Preis von 49,90 Euro direkt ab Lager.

Akkutipps:

Unser Universal Akkutipp Panasonic CGR18650CH (Akku Steckbrief bei Dampfakkus.de) passt auch wunderbar zum Gripper VV 18650.

 

.

8 responses so far

8 Responses to “Gripper 18650 VV Akkuträger”

  1. SabbelMRon 11 Sep 2012 at 05:36

    Mal wieder ein sehr feines und gründliches Review..

    ..und gleich kommt der Sabbel um die Ecke und meckert :D..

    Ich entnehme deinen Tabellen also, daß sich von Soll-3.0V bis Soll-6.0V bzw. jeweiliges Leistungsmaximum bei den einzelnen Beispiel-Widerständen folgende reale/messbare Regelbereiche ergeben:

    1.4 Ohm: 3,60V – 4,25V (gemessen, TRMS)
    1.8 Ohm: 4,13V – 4,73V (gemessen, TRMS)
    2.6 Ohm: 4,16V – 5,59V (gemessen, TRMS)

    Das ist im ersten Fall ein realer/messbarer Regelbereich über +/- 0,65V, im zweiten Fall über +/- 0,60V sowie im letzten Fall (2.6 Ohm) über +/- 1,43V.

    ?!

  2. adminon 11 Sep 2012 at 22:52

    Hmm.. das ist mir noch gar nicht aufgefallen, in der Tat.. Ich hab oben mal ein bissl aktualisiert, u.a. auch TRMS mit randvollen Akkus wiederholt…

    PS: Hab mir dann grad nochmal nen weiteren Testverdampfer gebastelt und 2.2 Ohm Werte hinzugefügt…

  3. Tomon 12 Sep 2012 at 07:50

    Hallo Stefan,

    schöner Bericht :-)

    Vielleicht kann ich dich zu den “komischen” Messwerten um 14W etwas erhellen.

    Fakt ist, es arbeitet ein Boosttreiber im VVGripper (und auch in den Lavatubes)

    Deine Messung ergeben insoweit auch Sinn, da der Booster die Spannung VPP auf 6V hochpuscht und dann mittels PWM wieder zerhackt und somit auf Veff verkleinert.

    Ab den ca. 14W passiert dann folgendes, schön an der Frequenzangabe zu sehen:
    Zuerst steigt deine Dutyangabe Richtung 100%. Ab 100% Duty steuert dann der Booster komplett durch, d.h. der für die Boostschaltung zuständige Mosfet schaltet dauerhaft durch. Die Spannung am VD bricht ein, die Ausgangsspannung sinkt, der Boosttreiber merkt das, verändert sein Taktverhältnis, und verfällt in einen Schwingungszustand, in dem die Schaltung versucht, die Spannung am VD einzustellen, es aber nicht schafft.
    Da spielen viele Faktoren eine Rolle, z.B. interne Schutzschaltung des Boosters vor Überlastung etc…

    Deine 2 Bilder des Oszis lassen für mich den Schluß zu, das deine angegebenen Dutys nicht stimmen können…. 50% bei einer fast geraden Kurve sind nicht wirklich richtig. Hier würde ich logischerweise von 100% Duty ausgehen, das das Taktverhältnis EIN zu AUS ja 100 zu 0 ist. Zumindest in dem zu erkennenden Frequenzbereich. (Die Boosttreiber die ich kenne takten zwischen 100KHZ und 4MHz).

    Grüße
    Tom

  4. adminon 12 Sep 2012 at 08:02

    Hi Tom,

    klingt schlüssig.. Danke für die Erklärung..

    Die Duty% bei den “Geraden” kamen mir ebenso fischig vor, drum hab ich hier gar nicht versucht, weiter zu machen und nur noch mit “–” gefüllt.

    Die Frage, die mir auf den Nägeln brennt, warum meldet mir das DSO die Duty% in dieser Form? Firmware Bug? Welle mit Vavg als Grundlinie?

  5. Tomon 12 Sep 2012 at 11:59

    Hallo Stefan,

    das kann an allem möglichen liegen…

    Dein DSO hat leider nur 2MHz Bandbreite, das könnte ein bischen wenig sein das Signal sauber zu erfassen.
    Um ein Signal z.B. bei der PWM Rechtecksignal sauber erfassen zu können, solltest du schon mindestens das 10-fache an Bandbreite haben, was das Signal hat.
    In deinem Falle wirst du dementsprechend also max. 200kHz einigermaßen verlässlich auswerten können.

    Wenn du mal folgendes zugrunde legst, besteht so ein Akkuträger eigentlich aus 2 teilen:
    1. Der Boosterschaltung und 2. einer Bedieneinheit (µProz), der sowohl die Anzeige managed, als auch dem Booster angibt, welche Spannung er zu erzeugen hat.

    Wahrscheinlich hat der Gripper einen fest eingestelleten Booster (mach mal 6V, egal was ich einstelle), den anschließend der Proz einfach nur auf die angeforderte Spannung runterzerhakt. Das zeigt dein Oszi ziemlich deutlich unter VPP, wenn er nicht auf 100% Duty geht…

    ähhhh vom Thema ab, also zurück :-)
    Die kleinen Schwingungen auf dem PWM Signal und im 2. Bild werden Teile der Boosterarbeitsfrequenz sein.
    Vielleicht interpretiert dein DSO diese einfach nur falsch, weil schlicht viel zu langsam, und errechnet aus den Bruchstücken der Signale dann den Duty falsch…
    Die Frequenz zu den falschen Dutys dürfte dementsprechend dann auch nicht stimmen, denn dein DSO bekommt ja nur Bruchstücke des eigentlichen Boostertakts mit…

    Ich denke, ein Strich in der passenden Zeile bei Duty und bei Frequenz dürfte richtiger sein, als die 50% Duty und die angegebene Frequenz dazu….

    Ich bin mit meinen 200MHz Agilent Oszi manchmal schon an Boostertreiberschaltungen gescheitert, diese richtig und sauber darzustellen, da würde ich bei 2 MHz nicht mal im Ansatz drüber nachdenken, es überhaupt zu versuchen.

    Die Angaben zu den Dutys unter 100% die sind sehr schlüssig (PWM Frequenz bei 50Hz), weil die PWM sehr langsam ist. Und die Schlußfolgereungen daraus sind auch richtig, daher ist es meines Erachtens gar nicht nötig auch noch den Booster an sich zu messen, Tatsache ist halt, auch der Gripper schafft es nicht, die eingestellte Spannung tatsächlich über den gesamten Einstellbereich zu liefern.

    Zu Oszis hier interessante Info : http://www.ni.com/white-paper/4333/de

    Grüße
    Tom

  6. adminon 12 Sep 2012 at 14:19

    Ah ok, die Dutys und Frequenzen sind ge-“strich”-en (das Uni-T zeigt auch was komplett anderes an). Verbuchen wir das einfach unter: ein 70,- Euro Spielzeug Oszi darf auch seine Grenzen haben – und fürs Dampfen is der Part nicht wichtig.

    Prima, damit ist ein weiteres Rätsel gelöst und ich hab wieder was gelernt. ;-)

    Danke Tom!

  7. Nebulizeron 14 Sep 2012 at 11:37

    Hi Stephan,
    einen feinen Bericht hast du hier geschrieben, der keine Fragen offen lässt. Meine Messungen mit einem TRMS-Multimeter weichen von deinen Ergebnissen nicht nennenswert ab, also kann ich deinen Aussagen voll zustimmen, auch was Handhabung und Wertigkeit betrifft.
    *ausspreche Anerkennung*

    Gruß Uwe

  8. e-Zigarettenon 27 Oct 2012 at 21:58

    Wow, schwer begeistert von deinen Tests, so auch von diesem hier. Ich kann diese Infos sehr gut gebrauchen für meinen Shop und freu mich schon auf deine nächsten Berichte.

    Dickes DANKESCHÖN und weiter so!

    Viele Grüße

Comments RSS

Kommentar dazu? (Geht anonym und ganz ohne Anmeldung)