Aug 25 2012

Warum der Vmax kein Provari ist..

veröffentlicht in Kategorie eZigaretten  

und was er tatsächlich besser macht..

Es ist schon so viel zum Smoktech vmax geschrieben worden, dass ich eigentlich nichts erhellendes mehr hinzufügen kann, was nicht zuvor schon zig mal gesagt wurde. Ich fasse hier also nur Bekanntes zusammen, wenn ich heute das letztes Mal einen Vmax (eine Edelstahl Version mit blauer LED) in die Hand nehme, bevor ich die in den Floh gebe.. damit ich’s nicht vergesse und damit ich eine Grundlage für den Vergleich des kommenden Smoktech Zmax habe..

 

Smoktech Vmax vs. Provari

 

Versaubeutelte Regelung der am Verdampfer anliegenden Spannung:

Die ersten guten Meßergebnisse hatte Dampfertreff User kl-Rocket schon vor ner halben Ewigkeit hier: Messergebnisse vMax von kl_rocket @ Dampfertreff. Wollte damals nur keiner glauben. Zum letztendlich gleichen Ergebnis “unterm Strich” kommt auch dieses PDF (in der korrigierten Variante), dass da durchs Netz geistert, die allerdings auf die Auswertung von Veff nicht eingegangen sind – wohl aus dem selben Grund, wie auch meine “Schätzung” mit dem Oszi nicht genau ist – (das Wieso erklärt kl_rocket in seinem Thread) und meiner Meinung die Gesamtproblematik etwas “verniedlicht”.

 

1.4 Ohm
Soll: Vavg: Duty% Hz: Vmax Veff:* <> Provari v2
3,0V 2,49 34,7 713 4,2V 3,2V
3,5V 2,98 40,0 827 4,7V 3,5V
4,0V 3,50 48,1 995 5,0V 4,0V
4,5V 4,02 54,2 965 5,5V 4,5V
5,0V 4,59 61,8 807 5,8V Limit
5,5V 4,97 67,4 686 6,1V Limit
6,0V 5,54 74,9 530 6,4V Limit
1.8 Ohm
Soll: Vavg: Duty%: Hz: Vmax Veff:* <> Provari v2
3,0V 2,55 34,0 710 4,3V 3,2V
3,5V 3,07 39,8 825 4,8V 3,5V
4,0V 3,64 47,8 990 5,2V 4,0V
4,5V 4,18 53,6 980 5,7V 4,5V
5,0V 4,75 61,4 817 6,1V 5,0V
5,5V 5,11 66,7 700 6,3V Limit
6,0V 5,67 74,0 552 6,6V Limit
2.6 Ohm
Soll: Vavg: Duty%: Hz: Vmax Veff* <> Provari v2
3,0V 2,71 34,2 715 4,6V 3,2
3,5V 3,14 39,7 884 5,0V 3,5
4,0V 3,77 47,7 987 5,5V 4,0
4,5V 4,25 53,5 981 5,8V 4,5
5,0V 4,75 60,8 828 6,1V 5,0
5,5V 5,24 66,1 716 6,5V 5,5
6,0V 5,65 71,7 597 6,7V 6,0

Schlüsse aus dieser Tabelle:

  • Der Vmax ist nicht in der Lage, eine Spannung geringer als 4.2V an den Verdampfer zu geben. Bei niederohmigen VDs, z.B. Dual Coil Cartos ist 4.2V oft schon zuviel. Der Vmax eignet sich für diese Verdampfer nicht. Das Leistungslimit des Provari v2 erlaubt bei niederohmigen Verdampfern nur um die 4,5-5V. Erst bei Verwendung hochohmiger Verdampfer (>=2,2Ohm) steht der volle Regelbereich bis zu 6,0V zur Verfügung.
  • Die Spannungsregelung der Vmax ist völlig daneben. Übrigens ist er damit nicht alleine, die letzten China Akkuträger waren alle enttäuschend in dieser Richtung, der Vmax setzt dem nur noch das Krönchen auf. Der Provari regelt (mit Ausnahme des Ausrutschers bei 3,0V) exakt auf die eingestellte Sollspannung (in der Tabelle hier gerundet, in der Regel ist der Provari etwa 0,02V unter der Sollspannung)
  • Unbestritten hat der Vmax ein deutlich höheres Leistungslimit (5A) als ein Provari, dem PV geht bei niederohmigen VDs die “Luft” aus.

Wie man eine Spannungsregelung *richtig* macht, das erklärt Dampfertreff User “BalootheBear” übrigens hier in seinem exzellenten Thread: VV-Akkutraeger Eigenbau

Nachregeln bei sinkender Akkuspannung?

Während ein Provari von 4.2V bis 3.2V durchgehend die eingestellte Spannung im engen Rahmen stabil hält, knickt der vmax kontinuierlich immer weiter ein und es müsste immer nachgeregelt werden:

Akku Voll vs. Akku Leer – bei 1.8 Ohm
 Soll 3,0V 3,5V 4,0V 4,5V 5,0V 5,5V 6,0V
>=8v 4,3V 4,8V 5,2V 5,7V 6,1V 6,3V 6,6V
<=6,8V 3,8 4,1 4,3 4,4 4,7 5,1 ??

Muss ich da was zu sagen, ausser:

LOL, mit leerem Akku stimmt Veff am VD sogar mit dem Soll überein.. nur dampft es sich so nicht lang.

 

Der Mythos Vmax Faktor / “Wildsaumodus”

ist es schlicht und ergreifend nur Resultat der dysfunktionalen Spannungsregulierung des Vmax.

Nehmen wir die obige Wertetabelle sieht die Sache so (ungefähr) aus:

Einstellung am vMax: 3,0V 3,5V 4,0V 4,5V 5,0V 5,5V 6,0V
entspricht bei Provari v2 etwa: 2,9V 3,0V 3,5V 4,0V 4,5V 5,0V 6,0V

Sprich: die Einstellung 3,5V am Vmax entspricht in der Realität eher 4,5V und zum Vergleich muss ein Provari eben auf 4,5V gestellt werden und schon gibt es keinen Vmax Faktor mehr. Obwohl dieses Fehlverhalten wahre Begeisterungsstürme auslöste, ist der Vmax im übrigen weder der einzige, noch der erste Akkuträger, der dieses Verhalten an den Tag legte, es ist eher “normal” für Akkuträger mit 2 gestackten Akkus, schon lange vor dem Vmax.

Es ist nicht von der Hand zu weisen: wer auf ausdrücklich High-Volting steht und die dazu passenden Verdampfer nutzt, der ist mit dem Vmax besser bedient. War das nun Zufall oder ein Geniestreich?

 

Weitere Nervfaktoren beim Vmax

  • Akku-Stacking: Das Stacking 2er Akkus ist nicht ganz ohne, zum einen erfordert es hochwertige Akkus (die in 18350 nicht gerade üppig verfügbar sind) zum anderen ist Stacking immer auch ein erhöhtes Sicherheitsrisiko. Es ist umständlich, Akkus immer in Pärchen zu halten, den Gleichlauf immer wieder zu kontrollieren. Übrigens: das Akkurohr ist sehr eng,bei meinen SMR Dampfstrom musste ich das Label runterpopeln, damit der Akku reinpasst. Unbestritten ist die Tatsache, dass ein StepDown Akkuträger (jaja, ich weiss – humor me, ok?) weniger hohe Last den 2 Akkus abverlangt, da sich die zu erbringende Leistung auf 2 Zellen aufteilt.
  • Versionschaos: Inzwischen sind wir bei Version V4, ich glaub V5 ist auch schon unterwegs, die ersten Versionen waren mit einer Einschaltspannung von 5V (= entspricht 6V effektiv) wahre VD Mörder, die grelle Beleuchtung nicht abschaltbar, in späteren Versionen wurde dies dann behoben (V3 Startspannung 3,0V (=4.2V effektiv), Display abschaltbar, so schön diese Neuerungen letztendlich auch waren…
  • .. bei jedem Akkuwechsel sind alle diese Konfigurationen wieder weg. Ein Provari speichert die Einstellung über einen Akkuwechsel hinaus. Es nervt mich zu Tode, jedes mal wieder das Display zu konfigurieren und die Spannung hochzukurbeln und warum ein Akkuträger länger bootet als mein PC muss mir mal jemand erklären – soll ich da auch ne SSD einbauen?! (Übertreibung ist legitimes rhetorisches Stilmittel, btw.)
  • Die Einknopf Bedienung des Provari war für viele ein Grund zum Spott und Bashing – die Einknopf-Bedienung des vMax ist noch schlimmer (aber da mokiert sich niemand?)
  • Es gab auch eine Provari V1 Variante (schwarzchrom) deren Beschichtung nicht dauerhaft war.. Bei Smoktech ist dies auch ein Problem, mit Ausnahme der v4 in Edelstahl, dort neigt jedoch in der aktuellen Charge derzeit der VD Anschlusskopf dazu, sich zu verselbständigen. Wenn er denn da bleibt, wo er sein sollte, hat er mit seinem versenkten eGo Anschluss aber die Nase vor dem bündigen 510er des Provari.
  • Materialqualität, Verarbeitung, Gewinde und Taster der Vmax sind der hochwertigen Provari Qualität hoffnungslos unterlegen. Einzig der Tubus des SS Vmax hat nun zum PV aufgeschlossen. Der Button ist in v4 immer noch schwammig, aber verzagt nicht: V5 wirds richten.. die Gewinde sind in V4 immer noch kratzig, aber wenigstens stimmt heute der Preis..
  • Der Vmax v1 wurde mit Preisbindung zu geradezu unverschämten 129,- Euro auf den Markt gedrückt, ein  Provari kostet damals ab 179,- Euro. 50,- Euro Differenz, die Welten bedeuteten. Inzwischen haben die regulierenden Kräfte des Marktes die Preise auf realistische 79,- Euro gedrückt – und mehr ist er auch nicht Wert. Ein Provari kostet weiterhin ab 179,- Euro.
  • Theoretisch müsste ein Vmax mit 2x AW IMR 18350 bestückt die Laufzeit einer Provari 18490 deutlich überreffen – tut sie aber nicht, die 2 gestackten 18350er liegen nur knapp vor einer einzelnen 18490  im PV und das obwohl die Technik des vMax *wesentlich* weniger verlustbehaftet sein müsste als das wenig effiziente StepUp des Provari. Was Smoktech da vermurkst hat, da habe ich leider nicht geringsten Hauch einer Ahnung. Letztendlich deutet es nur wieder auf verpfuschte Elektronik hin. Eine PV 18650 hält mir der exzellenten Panasonic CGR18650CH in der “Button Top”-Variante (“mit Nupppel”) *deutlich* länger durch als ein vMax.

Was macht der vMax besser?

  • er kostet inzwischen nicht mal mehr die Hälfte eines Provari, ist problemlos verfügbar und
  • die V4 in Edelstahl macht optisch einiges her
  • er hat mit 5A ein wesentlich höheres Leistungslimit
  • er kann Verdampfer mit fast 7,0V befeuern, mir fällt kein anderer VV Akkuträger ein, der so viel Spannung an einen VD geben kann.
  • der versenkte ego Anschluss nimmt ego Verdampfer ohne Adapter auf, der tiefe Einschitt fungiert zudem als riesen Dripwell
  • er ist insgesamt etwas dünner (dafür ein ordentliches Stück länger)

 

Ungleiche “Brüder”: Vmax, eGo V6 & Provari Mini

Mein Fazit:

Ich mach mir garantiert nun wieder neue Feinde, aber so ist nunmal meine Meinung und die schreib ich auch: Ich wollte damals als er rauskam keinen Vmax, ich will heute keinen Vmax. Punkt. Der vMax nervt mich einfach.  Wer einen günstigen Akkuträger sucht, bekommt mit Young-Junes Lavatube 2.0T meiner Meinung einen besseren, unkomplizierten und günstigeren Deal, den ich für Otto-Normal-Dampfer einfach empfehlenswerter finde.

Der vMax mag mit seiner eigenwilligen “Regel-Behinderung” seine Fans gefunden haben, welche die vMax Kritiker mit Eifer in Grund und Boden bashen,  aber für mich ist es und bleibt es auch in Version 4 ein grundsätzlich vermurkstes Beispiel eines Produktes, das fehlerbehaftet und unausgereift auf den Markt geworfen wurde und in 4, bald 5 Versionen auf Kosten vor allem der Early Adopter zu einer gewissen, aber immer noch nicht überzeugenden Reife gebracht wurde.

Die Provari bleibt erstmal eine Klasse für sich, zu der ich Darwin und Semovar mal vorläufig hinzuzähle (aber ich noch nicht überprüfen konnte, die Dinger sind leider teuer und wachsen nicht auf Bäumen).

Nun naht mit schnellen Schritten der Nachfolger: Smoktech Zmax und irgendwie vermag sich bei mir da keine große Vorfreude einstellen. Dann schon eher der Smoktech Akkuträger, den Navy  PBusardo neulich im Video hatte..  und den Smoktech Telescope als manueller Träger gibts ja auch noch. Wieviel Akkuträger wollen die eigentlich noch auf den Markt werfen? Wie wärs mal mit einem wirklich guten?!

 

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7 responses so far

7 Responses to “Warum der Vmax kein Provari ist..”

  1. Steffenon 03 Sep 2012 at 14:52

    kleine Anmerkung:
    die Messing VMax ist nicht leichter als die Edelstahl VMax.

  2. adminon 03 Sep 2012 at 14:55

    Echt nicht? Dann hab ich schlecht recherchiert.. Danke für die Korrektur :-)

  3. SabbelMRon 07 Sep 2012 at 13:10

    “Nun naht mit schnellen Schritten der Nachfolger: Smoktech Zmax und irgendwie vermag sich bei mir da keine große Vorfreude einstellen. Dann schon eher der Smoktech Akkuträger, den Navy neulich im Video hatte..”

    Huch? Was war denn das für ein weiterer Smoktech?

    Oder Smoktech = Tippfehler und der Cigstar (Ruyan) IMotion2 V+ (“Provari-Clone”) gemeint:

    http://www.cigstar.com/product/product37.html

    ?

  4. adminon 07 Sep 2012 at 13:36

    Sowohl als auch, gemeint war der Smoktech Gripper VV (Review ist unterwegs), den hatte aber PBussardo im Review nicht Navy.

    Navy hatte in der Tat den Cigstar (Ruyan) Imotion2 V+.. jo, da sollte ich auch mal Beizeiten schauen, ob ich da nicht ein Testexemplar herbekomme. Will mir mal jemand einen leihen? :-)

  5. meon 21 Sep 2012 at 10:36

    Interessant ist auch diese Ausführung zum “Wildsaumodus” des VMAX. Deckt sich mit Deinen Angaben.

    http://www.kradblog.de/?p=6711

  6. SabbelMRon 21 Sep 2012 at 19:28

    Und die schlechte Nachricht:

    Beim ZMAX hat sich nichts wesentlich verbessert. Aber dazu in kürze mehr hier im Blog, hat man mir geflüstert :)..

  7. John99on 27 Sep 2012 at 14:43

    Ich habe mich immer gefragt, weshalb die so riesige LED-Anzeigen haben müssen. Die könnte man doch locker halbieren, ohne dass die Lesbarkeit groß drunter leidet.

    Dann ließe sich das evtl. etwas kompakter bauen. Aber für einen Lockenstabhersteller ist das so vermutlich schon sehr klein :)..

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