Jul 20 2012

Der eGo-Twist Akku: Variable Voltage für Einsteiger

veröffentlicht in Kategorie eZigaretten  

Schauen wir mal dem inzwischen doch schon recht verbreiteten eGo-Twist Akku auf die Finger, genauer gesagt auf den Verdampferausgang.. Was leistet er wirklich?

Irgendwie erwarte ich von dem kleinen Teil nicht wirklich viel.  20,- Euro kostet das gute Stück (Bezugsquellen siehe unten im Artikel), erhältlich ist es in Edelstahl, Schwarz, Weiss und Rosa, wobei die letzteren 3 matt/gummiert sind.

Es gibt den Ego Twist von 650mAh bis 1000mAh, hier im Test benutze ich die kleinste Variante, die 650mAh Version. Wie bei Ego Akkus üblich, ist der eigentliche Akku nicht austauschbar, d.h. wenn der Akku mal sein Lebensende erreicht hat, muss das Teil komplett inkl. Elektronik und Gehäuse ersetzt werden. Wenn wirs grad von Elektronik haben: Die Ladeelektronik steckt wie bei allen anderen eGO Akkus auch im Akkugehäuse, er wird mit den normalen USB Ladekabeln aus den Joyetech & kompatiblen Startersets geladen. Im Lieferumfang des Akkus ist *kein* Ladekabel enthalten.

Bulli A2T mit Bulli Cone auf eGo-Twist

Funktionen:

An Funktionen bietet der Ego Twist die übliche 5-Klick Abschaltung, 10 Sekunden Feuerbegrenzung & Kurzschluss-Schutz. Die Ladezustandsanzeige der original eGo-C Akkus fehlt dem Twist allerdings. Schade. Nun zur wirklichen Besonderheit: der eGo-Twist Akku ist ein VariableVoltage Akku mit BuckBoost Chip, der in 0.2V Schritten von 3.2V bis 4.8V über einen kleinen Drehring am unteren Ende des Akkus eingestellt werden kann. Sonstige Spielereien, wie Widerstandsmessung, Zugzähler, etc. gibt es nicht. Es gibt auch kein Display oder sonstwas.

Handling:

Im Gegensatz zu Meister Phil habe ich keine Probleme, die eingravierte Voltzahlen auf dem Stellring zu lesen, aber meine Augen sind ja auch noch ein paar Jahre jünger. Der Taster des Twist ist wie bei den ganzen andren Joye eGo Akkus auch, ich hatte mit denen eigentlich noch nie ein Problem, ich würde die Joye Taster als zuverlässig und ausgereift bezeichnen wollen.

Abmessungen:

Durchmesser: 14,1mm
Länge: 96.1mm
Gewicht: 33g

Leistung unter Last:

Ich sehe eigentlich keinen Grund, den Akku in irgendeiner anderen Weise zu testen, als die anderen VV-Akkuträger, die ich hier im Blog schon getestet habe. Ergo, geht der erste Griff zum DSO Nano Oszilloskop und was sehen wir:

Ego-Twist Akku am Oszilloskop

keine Rechteckwelle, sondern eine schöne glatte Linie. Vielen Dank, das macht mir das Leben deutlich einfacher, denn so kann ich mir die ganze Rechnerei ersparen und Xtroubles Lastmesser reicht vollkommen aus. Ok, dachte ich zumindest, es kommt ja immer anders als man denkt…

Fangen wir dieses mal mit unserem 2.6 Ohm Verdampfer an:

eingestellt gemessen
4.8V 4,84V (1.86A, 9W)
4.6V 4.70V
4.4V 4.55V
4.2V 4.41V
4.0V 4.18V
3.8V 3.79V
3.6V 3.69V
3.4V 3.57V
3.2V 3.49V

Da ist jetzt nix wirklich auffälliges, zugegeben, son 2.6 Ohm Verdampfer ist schon eher unüblich, aber wir sehen: bis 4.8V wurde versprochen und bis 4.8V wird auch geliefert. Nicht selbstverständlich heute, dass man das bekommt, was die Werbung so behauptet. Die untere Grenze mit 3.49 anstatt 3.2V nunja, das halte ich für vertretbar, zumal 3.2V für “nicht LR” sowieso zu niedrig ist.

2. Testreihe: 1.9 Ohm VD

eingestellt gemessen mit fast leerem Akku
4.8V 4.71V (2.43A, 11W) 4.1V
4.6V 4.62V ??
4.4V 4.45V ??
4.2V 4.25V ??
4.0V 4.05V 3.93V
3.8V 3.79V 3.73V
3.6V 3.66V 3.6V
3.4V 3.55V 3.42V
3.2V 3.49V 3.31V

Der 1.9 Ohm Verdampfer aus meinem Testarsenal ist wohl schon eher die richtige “Verdampferklasse” für den Twist. Und auch hier gibts an den Messergebnissen eigentlich nichts auszusetzen. Bestanden. ;-) Auch der ego-Twist gibt mit Nachlassen des Akkuladezustands deutlich nach. Schade. Damit bleibt der Provari hier immer noch eine Klasse für sich. Interessant ist vielleicht, dass Spannung unter 4V recht stabil bleibt.

Und der Letzte: 1.4 Ohm:

eingestellt gemessen mit xtrouble gemessen mit DSO Nano
4.8V 3.44V dann keine Anzeige Veff=3.4V (60%Duty, 1KHz, 2.65Vavg)
4.6V 3.44V dann keine Anzeige Veff=3.4V
4.4V 3.44V dann keine Anzeige Veff=3.4V
4.2V 3.44V dann keine Anzeige Veff=3.4V
4.0V 3.44V dann keine Anzeige Veff=3.4V
3.8V 3.44V dann keine Anzeige Veff=3.4V
3.6V 3.44V dann keine Anzeige Veff=3.4V
3.4V 3.50V (2.5A, 8,75W)
3.2V 3.44V

Schon komisch das, da zeigt er erst mal 3.44V Volt an, dann beginnt die Voltanzeige zu flackern und der Xtroube Messer geht aus. Also Zeit, um nochmal das DSO Nano auszupacken und siehe da, an dem Zeitpunkt, wo der Xtrouble ausgeht, verschwindet die schöne glatte Linie und wir haben das da:

eGo-Twist Akku mit 1.4 Ohm Verdampfer über 3.4V

Nun ist das alles andere als eine schöne Rechteckwelle, also gibts hier nur grob ne Schätzung, das sind dann noch etwa 3.4V effektiv, die da noch ankommen.

Vermutung & Fazit:

Auffällig ist, das dies genau bei 2.5A passiert, wir erinnern uns vielleicht: 2.5A ist eine Grenze, die bereits bei der alten L-Rider Lavatube v1 und dem Provari v1 die obere Lastgrenze darstellte. Ich behaupte also frei von der Leber weg: was wir hier sehen, ist die Elektronik des Ego-Twist Akkus, der sagt: bis hierher und nicht weiter. So, jetzt müsste man eigentlich oben bei den Funktionen also noch “Schutz vor Überlast” einfügen. Im Grunde unterscheidet sich der Twist Akku also von der Leistung her nicht von den bekannten 2.5A Akkuträgern, schaut man sich die Ergebnisse an, könnte man auch noch sagen, die Genauigkeit der Spannungseinstellung ist sogar besser als das, was die aktuellen Modelle der “großen” Konkurrenz so fabrizieren.

Der Twist Akku ist für Joyetech eGo Verdampfer gemacht, gerne auch noch iMist oder sonstige ego ähnliche VDs, die liegen alle so zwischen 1.8 und 2.4Ohm, also exakt in dem Lastbereich, in dem der Twist Akku wunderbar funktioniert, er ist dazu kleiner, leichter und unauffälliger als ein “richtiger” Akkuträger, und auch noch günstiger. Der Regelbereich von 3.2V bis 4.8V ist in dem Bereich in der Praxis ausreichend groß dimensioniert (wobei 3.2V schon etwas sehr wenig ist) um sagen zu können: ja, hier bringt VV wirklich was. Für DualCoil und explizite LowResistance Verdampfer taugt der Twist Akku dann wieder genauso wenig wie die anderen vorgenannten Akkuträger mit 2.5A Limit.

Mein kleiner Bulli A2T auf 2.o Ohm gewickelt mit dem Bulli Ego Cone dampft auf dem Twist Akku genauso gut wie auf den großen Akkuträgern und sieht optisch auch noch ganz ansprechend aus. Denn eines muss man auch ganz klar sagen: nicht jeder will mit nem Totschläger ala Provari in der Öffentlichkeit rumrennen.

Gegen den Kauf spricht eigentlich nur wenig: der Akku is nicht austauschbar, es gibt keinerlei Zusatzfunktionen oder Spielereien. Der Preis für 650mAh ist gut, finde mal nen Akkuträger inkl. 650mh Akku für 20,- Euro.. Was solls, ich geb dem eGo-Twist Akku einen Kauftipp.

Wer was preiswertes, kleines, unauffälliges mit Variable Volt sucht und ego/iMist Verdampfer nutzt, der kann hier zugreifen.

 

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2 responses so far

2 Responses to “Der eGo-Twist Akku: Variable Voltage für Einsteiger”

  1. Alexon 27 Oct 2014 at 14:55

    Ich habe schon länger nach der Lastgrenze dieses Akkuträgers gesucht. Vielen Dank für den Test.

  2. adminon 28 Oct 2014 at 18:43

    Danke fürs vorbeischauen und den Kommentar :-)

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