May 26 2012

Vorstellung Highendsmokes Phantom V18

veröffentlicht in Kategorie eZigaretten  

Mit einem bissl Stolz konnte ich vor ein paar Tagen meine Sammlung (wie ich finde) schöner Dampfgeräte um ein weiteres Exemplar erweitern, die Phantom V18 aus der Dresdner Manufaktur von Highendsmoke.

Phantom V18

Im Grunde handelt es sich bei der V18 um einen Selbstwickelverdampfer nach dem Prinzip eines Bulli-Smoker A1 Verdampfers. Nicht nur vom Prinzip, so wird berichtet, dass Highendsmoke eigens eine Lizenz von Bulli-Smoker für die Nutzung des patentrechtlich geschützten A1 Verdampferdesigns in der V18 ausgehandelt hat. Entsprechend gering sind die Unterschiede im Verdampferteil.

Der große Unterschied zu den Bulli Geräten liegt in der Tatsache, dass bei den Phantoms V18 und dem großen Bruder der Phantom V21 die Verdampfereinheit untrennbar mit dem Akkurohr (für 14500er Akkus im Fall der V18 bzw. 18650er im Fall der V21) verbunden sind. Verdampfer und ungeregelter, manueller Akkuträger sind bei den Phantoms also eine untrennbare Einheit.

V18 und Bulli A1 benutzen die selben VR4 Zigarren-Wattedepots, wobei die Highendsmoke Depots etwas teurer aber dafür auch länger haltbar sind. Ein weiteres hervorstechendes Merkmal der Phantoms ist das hochwertige (per Madenschraube justierbare) handgefertigte Ebonit Pfeiffenmundstück in ganz hervorragender Material und Fertigungsqualität – als Option auch in unterschiedlicher Länge.

Phantom V18 zerlegt

Die V18 ist komplett aus Aluminium gefertigt, perfekt verarbeitet und in vielen verschiedenen Farben erhaltlich. Naja, theoretisch zumindest. In der Praxis sind Phantoms so gut wie gar nicht neu zu bekommen und ständig ausverkauft. Ich konnte meine silberne V18 mit Glück nach mehreren Monaten Wartezeit im Dampfertreff.de Forum gebraucht erwerben.

eine von vielen möglichen Wickelungen eines Phantom V18 Verdampfers nach ein paar ml Dampfgenuss

In der Praxis zeigt die V18 eine exzellente Dampfqualität und hervorragende Menge. Flash, Geschmack & Dampf ist wie bei allen Selbstwickelsystemen durch die Art der Wickelung variierbar, die V18 gehört zur Klasse der Großraumverdampfer und ihr Liquidverbrauch ist damit entsprechend. Das VR4-Zigarrendepot mit ca. 3ml Kapazität ist ausreichend, die Ersatzdepots von Highendsmoke sind anders als die Bulli VR4 Depots wesentlich stabiler, haltbarer. Aufgrund der Größe des Verdampfers gestaltet sich das Wickeln relativ unkompliziert, sie ist damit auch für Wickeleinsteiger geeignet.

Die V18 hat für mich ein paar Nachteile:

  • der Feuerknopf der V18 ist eher winzig ausgefallen und wirkt im vergleich zum Rest der V18 nicht ganz auf dem selben hohen Niveau.
  • das Plastikgewinde des sonst sehr schön gearbeiteten Akkurohrdeckels.
  • die Wahl der 14500 als Akku für einen manuellen Akkuträger macht die V18 zum Gelegenheitsdampfgerät bzw. Dampfe für Wenigdampfer, Akkulaufzeiten sind aufgrund der Akkugrößer eher begrenzt. Vieldampfer greifen eventuell besser zur großen V21 mit den großen 18650er Akkus.
  • der Preis von 179,- Euro ist nicht ganz Ohne, der Qualität jedoch durchaus angemessen.

Die Vorteile:

  • exzellente Material und Fertigungsqulität, Hervorragende Haptik und Optik, sehr leicht für ein Gerät dieser Größe
  • angenehmes Ebonit Pfeiffenmundstück – keine Plaste und Elaste
  • Großraumverdampfer auf Niveau des Bulli A1, ebenso leicht zu Wickeln mit viel Platz für große Wickelungen
  • absolut Praxistauglich, zuverlässig und mit 2 Jahren Garantie

Abmessungen:

Phantom V18
Länge ohne Mundstück 155mm
Länge mit kurzem Mundstück: 185mm
Durchmesser: 18mm
Gewicht betriebsbereit inkl. Akku: 76g

Akkutipps:

Die Phantom V18 benötigt 14500 Akkus mit ausgeprägten Pluspol-Nuppel. Achtung: die Akkus im V18 werden mit dem Pluspol zum Akkurohrdeckel eingelegt. Da wir hier einen rein manuellen Akkuträger haben, dazu mit einem kurzschlussanfälligen Selbstwickelverdampfer verbunden, tendiere ich im Fall der V18 zur Empfehlung eines sogenannten Protected Akkus mit Schutzelektronik, der passt auch von der Länge her ideal, die kürzeren IMR Akkus sitzen dagegen sehr locker. Am besten geeignet ist der teure aber sehr hochwertige AW p14500, von den Trustfireakkus rate ich ab, auch wenn hier im Fall des von mir vermessenen  Trustfire Protected 14500 die Leistung im relevanten Spannungsvergleich ausnahmsweise noch halbwegs konkurrenzfähig ist.

 

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3 responses so far

3 Responses to “Vorstellung Highendsmokes Phantom V18”

  1. wolkendampferon 07 Jun 2012 at 14:18

    Wie jetzt?! Hat noch niemand kommentiert, diesen blitzsauberen und informativen Testbericht von Dir? Na gut. Dann mach ich das eben :)

    Das Äussere der Phantom finde ich sehr ansprechend. Handgefertigtes Mundstück aus Ebonit liest sich doch schon mal ganz anders als irgendwas von Plast, wie man es von den E-Zigaretten aus chinesischer Massenfertigung gewohnt ist. Und fühlt sich bestimmt auch so an.

    Aber was ist mit den inneren Werten?

    Jedesmal wenn ich eine Nahaufnahme von einer selbstgewickelten Heizwendel sehe, wie hier, übrigens danke für diesen besonders gelungen Wuschel :), dann kommt wieder der Gedanke auf, was passiert, wenn sich einzelne Fasern aus dem Bündel lösen? Und die brechen ja, weil aus Glas, auch ganz gern mal. Und was passiert dann mit den Bruchstückchen?

    Ich selbst habe leider immer noch keinen Selbstwickler mit Grossraum-Dampfkammer, um mir ein eigenes Bild von der Glasfaserlage zu machen. Also muss ich Dich fragen, Stephan :)

    Wie gross ist die Gefahr bei solchen Verdampfern, Glasfaser Bruchstücke einzuatmen?

    Ich kann mich an Bilder von wilden Experimental-Wicklungen in Raidy’s Megafred zum Thema “Ich bau mir mal eben meine eigene E-Zigarre” erinnern, zu denen er erzählt, dass er nach dem Wickeln die abstehenden Einzelfasern mit dem Einwegfeuerzeug abflämmt. Das macht ja bei einem Bulli augenscheinlich wenig Sinn.

    Jedenfalls. Machen sich auch andere Grossraumdampfer darüber Gedanken, und wenn ja wieviele?!

  2. adminon 08 Jun 2012 at 15:21

    Du sprichst mit dem Thema Bruchstücke von Glasfaser ein Thema an, das ich bis jetzt immer so etwas in den Hintergrund gedrängt hab.. Lieber nicht groß drüber nachdenken, dann geht das von selber weg – so nach dem Motto..

    .. wobei man es ganz penibel nimmt und geübt ist in Wickel-Fu, der könnte auf die Glasfaser bei der V18 und ähnlichen VDs durchaus auch verzichten und bastelt sich mit einem Edelstabsieb-Röllchen dann eine Wicklung in Genisis Manier (ist ja ebenfalls nach Raidy) stehend in den Verdampfer.. das geht schon, is nicht einfach, aber gehen tut es..

  3. SabbelMRon 26 Jun 2012 at 03:41

    An der Stelle frage ich mich, warum nicht auf 14650 gesetzt wurde.

    Es wären 1,5cm mehr Länge aber ein drastischer Kapazitätsgewinn gewesen…

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