May 21 2012

Die Lavatube 1.5T – Leistung unter Last satt

veröffentlicht in Kategorie eZigaretten  

Die Lavatube 1.5T von YoungJune Technology ist eingetroffen und kam sogleich ans Oszilloskop..

Neue Elektronik, neues Design: Lavatube 1.5T

YoungJune Tech, die neugegründete Firma ehemaliger Mitarbeiter des Herstellers der ersten Lavatube, schickt nach dem wenig vertrauenserweckenden Start der Lavatube 1.5 nun ein verbessertes Modell ihrer Lavatube 1.5 ins Rennen, die Lavatube 1.5T – mit neuer Optik, komplett überarbeiteter Elektronik / neuem Platinendesign. Und gigantischen Leistungswerten bis 4A (zum Vergleich: Lavatube 1.0 & Provari 1 lagen bei 2.5A, selbst der Klassenprimus Provari v2 liegt mit maximal bis zu 3.5A noch darunter..

Achtung: bis 4A am Verdampfer –  am Akku selber erreichen wir da noch deutlich höhere Ströme, also bitte, bitte nehmt vernünftige Akkus und kein so Trustfire Gelumpe! Bei solchen Anforderungen dürfte auch klar sein, warum Akkutests mit 1A nix wert sind…

Im Gegensatz zur Lavatube 1 & Provari sticht einem bei der Lavatube 1.5T am Oszilloskop sofort eine (etwas “verschraddelte”) PWM Welle ins Auge. Meine heiss geliebte xTrouble Spannungsanzeige ist damit nutzlos (die flackert nur hilflos) und auch der Test mit einem herkömmlichen Multimeter führt zu nix brauchbarem. Konkret sieht die Sache so aus: die Lavatube boostet die Akkuspannung zunächst auf etwa 6V (Vmax) und pulst diese 6V dann je nach an der Lavatube 1.5T eingestellten Voltzahl entsprechend (Duty zwischen 50 bis 99+%, um auf die gewünschte Spannung am Verdampfer zu kommen..

Lavatube 1.5T am Oszi

 

Meine Leistungstest unter Last:

Update 13.10.2012: um eine bessere Vergleichbarkeit mit den anderen Akkuträgertests zu ermöglichen wurde die Testreihe nach aktuellem “Prozedere” nochmal neu gemacht.. Hier also die “neue” Wertetabelle:

1.4 Ohm
Soll: YoungJune 1.5T <> L-Rider Lava1.0
3,0V 3,25V 2,96V
3,5V 3,51V 3,46V
4,0V 3,74V 3,88V
4,5V 3,95V (3,87V)
5,0V 4,16V (3,86V)
5,5V 4,34V (3,86V)
6,0V 4,50V (3,86V)
1.8 Ohm
Soll: TRMS
3,0V 3,63V 2,97V
3,5V 3,91V 3,48V
4,0V 4,15V 4,00V
4,5V 4,38V 4,38V
5,0V 4,59V (4,46V)
5,5V 4,79V (4,46V)
6,0V 4,96V (4,45V)
2.2 Ohm
Soll: TRMS
3,0V 3,86V 2,96V
3,5V 4,14V 3,48V
4,0V 4,43V 4,02V
4,5V 4,69V 4,57V
5,0V 4,91V 4,83V
5,5V 5,13V (4,92V)
6,0V 5,30V (4,93V)
2.6 Ohm
Soll: TRMS
3,0V 4,22V 2,97V
3,5V 4,56V 3,49V
4,0V 4,86V 4,03V
4,5V 5,13V 4,58V
5,0V 5,40V 5,10V
5,5V 5,63V 5,36V
6,0V 5,87V (5,46V)

Gemessene Höchstwerte: 3.2A / 14,5W

 

Wir erinnern uns an die Lavatube 1 & Provari Tests unter Last in einem meiner früheren Blogposts? Dort sah das so aus:

Lavatube 1 = maximal 4.2V beim 1.9Ohm VD
Provari 1 = maximal 5.0V beim 1.9 Ohm VD
Provari 2 = maximal 5,4V beim 1.9 Ohm VD
und die Lavatube 1.5T nun also ebenfalls bei etwa 5V

Schon nach dieser ersten Testreihe war jedoch klar ersichtlich, mit einem ordentlichen, hochstromfähigen Akku, rennt die Lavatube 1.5T Kreisel um das Original und zieht auf den ersten Blick mit der Provari V2 mindestens mal (fast) gleich auf..

Konstanz der abgegebenen Spannung über die Akku Lebensdauer

Als der Akku dann gerade so kurz vor Ende vor sich hin dümpelte dachte ich, ok, messen wir schnell nochmal mit dem 2.2 Ohm Verdampfer von da oben..

Akku Voll vs. Akku Leer – bei 2.2 Ohm
 Soll 3,0V 3,5V 4,0V 4,5V 5,0V 5,5V 6,0V
Akku voll (>=4,0V) 3,9V 4,1V 4,4V 4,7V 4,9V 5,1V 5,3V
Akku leer – (~3,4V) 3,5V 3,7V 4,0V 4,2V 4,4V 4,5V 4,7V

Auf den ersten Blick am Oszi: Vmax is nun nicht mehr 6,0V, sondern nur noch 5,9V.. und Veff errechnet bzw. Vrms gemessen zeigen dann konsequenterweise: anders als eine Provari ist auch eine Lavatube v1.5T nicht in der Lage, die Spannung über die gesamte Akkulebensdauer konstant zu halten. Die YoungJune 1.5T gibt sogar sehr deutlich nach.

 

Neue Funktionen der Lavatube 1.5/1.5T

Neben dem bereits erwähnten wesentlich gesteigerten Leistungsgrenzen biete die Lavatube 1.5(T) nun auch:

  • die vielgewünschte Widerstandsmessungs, die scheint recht genau und deckt sich bei mir mit der Anzeige von Provari & meinem Multimeter.
  • während Lavatube 1 noch die Akkurestspannung in Volt anzeigte, zeigen Version 1.5 & 1.5T den Akkuzustand nur noch über ein kleines Akkusymbol mit Ladebalken an.
  • geblieben ist die schon bei der Lavatube 1.0 sehr bequeme Regelung der Spannung mit Plus- und Minustaste
  • geblieben ist auch der fast bündig eingebaute 510er Verdampferanschluss, während die konkurrierende neue Lavatube2.0 von L-Rider ja auf einen ego-Anschluss zu setzen scheint. Nutzer von eGo oder iMist Verdampfern benötigen mit der Lavatube 1.5/T) also weiterhin einen 510->eGo Adapter.
  • und auch geblieben ist die Tatsache, dass die Lavatube beim Akkuwechsel die eingestellte Spannung vergisst und sich wieder auf 3V zurücksetzt, neu hingegen ist, dass die Lavatube nach dem Batteriewechsel erst mal per 5-Klick wieder eingeschaltet werden muss. (Wozu das gut sein soll weiss ich im Moment auch nicht)

Unterscheidungsmerkmale Lavatube 1.5 / Lavatube 1.5T

Während YoungJune Techs Lavatube 1.5 noch exakt genau so aussah wie die alten Lavatube 1.0 von L-Rider, wurde das Äußere der 1.5T nun einem wie ich finde gelungenen Facelift unterzogen: Geschichte ist der häßliche (in Silber farblich unpassende) mit unbequemen Noppen versehene Akkurohrdeckel, nun gibt es einen sehr elegant anmutenden, etwas flacheren Deckel in der passenden Gehäusefarbe mit eher filigranen Rillen anstatt der stechenden Noppen.  Oh, und das Loch zum Ausgasen im Akkudeckel ist nun mit ca 2,5mm nochmal deutlich größer ausgefallen.

Rechts: neuer eleganter Akkudeckel der Lavatube 1.5T, (Links LT 1.5 & LT1)

Und auch die Topcap oben am Verdampferanschluss ist nun exakt in Gehäusefarbe und konisch zulaufend. Das tiefe Liquidauffangbecken fiel dieser Verhübschung allerdings zum Opfer.  Man erkennt eine Lavatube 1.5T also schon auf den ersten Blick.

Neue Topcap der Lavatube 1.5T links. Lavatube 1 & 1.5 rechts

Zum Display generell: Bei meiner Lavatube 1.5T ist auffällig das zum einen das Display merklich schief eingesetzt wurde und es – vermutlich aufgrund des geänderten Platinendesigns (oder schöder Produktionsfehler bei meinem Gerät?) viel weiter innen im Gerät liegt und entsprechend etwas an Kontrastarmut leidet / weniger gut ablesbar ist. Ich kann allerdings nicht sagen, ob ich hier nur ein Montagsgerät erwischt habe oder ob das alle Lavatube 1.5T Versionen betrifft.

Sicherheitsfeatures der Lavatube 1.5T:

Kurzschlussschutz, Zugbegrenzung, 5-Klick Abschaltung, großes Loch zum Ausgasen im Deckel und über die Taster oben. Funktioniert allerdings nicht mit Protected Akkus (die sind zu lang), dafür wunderbar mit Akkus mit Sicherer Chemie (IMR)

Abmessungen der Lavatube 1.5T:

Lavatube 1.5T Lavatube 1.0/1.5
Länge: 124,5mm 125,5mm
Durchmesser: 21,9mm 21,9mm
Dickste Stelle: 23mm 23mm
Innendurchmesser: 20,4mm 20,4mm
Wandstärke: 1,5mm 1,5mm
Gewicht (leer): 47,5g 50g
Gewicht mit Akku: 90g 92,5g

Mein Fazit:

Die Lavatube 1.5T von Youngjune Technology macht Spass.. Sie hat ordentlich Leistung, auf dem Niveau einer Provari 2, kann allerdings die Spannung nicht über die gesamte Akkulaufzeit konstant halten, man muss nachregeln mit Nachlassen des Akkus. Sie bringt mit ihrem 4A (gemessen 3.5A) Limit deutlich mehr Saft als die “Original” Lavatube 2.0 von L-Rider (2.5A) oder die Vorgänger. Sie funktioniert ganz ohne Stackingproblematik mit einem einzigen 18650er Akku (Sichere Chemie, hochstromfähig dringend empfohlen!). Die neue Optik sieht wesentlich gefälliger aus, die Haptik ist angenehm, die Verarbeitung gibt keinen Anlass zur Kritik.

Wenn YoungJune Tech aus dem Fehler der ersten Version, der 1.5 (ohne T) gelernt und die Elektronik ausreichend verbessert hat, dann ist die Lavatube 1.5T ein toller Akkuträger zu einem vernünftigen Preis. Ich gebe der Lavatube 1.5T in der Hoffnung, dass auch in Zukunft keine Horrorstories ala abgerauchte Elektronik dazu auftauchen, eine uneingeschränkte Kaufempfehlung. Wer einen günstigen und unkomplizierten Akkuträger sucht, mit Leistung satt, der kauft hier richtig…

Mein “schlimmster” Kritikpunkt ist die Ungenauigkeit: wenn ich 3V einstelle, dann erwarte ich 3V, nicht 3.5V oder gar 4V. Diese Ungenauigkeit ist einfach nur eine Schlampigkeit und Schlampigkeit ärgert mich einfach. Punkt. Manche bejubeln das (“Wow, so viel mehr Spannung obwohl ich nur 3V eingestellt habe..”) aber das ist nicht der Punkt, ob die auch so jubeln, wenn ihr Stromzähler im Keller auch mal schnell locker 30% daneben liegt?

Tipps zur Akkuwahl

Die Lavatube 1.5(T) funktioniert wunderbar mit flachnasigen Akkus ohne Nuppel wie auch mit Akkus mit ausgeprägtem Pluspolnuppel. Was gar nicht geht, sind überlange Akkus mit Protection, da bekomme ich nicht mal mit Gewalt den Deckel drauf. Mein Favorit für die Lavatube 1.5T bleibt die eigensichere Panasonic CGR18650CH (IMR, 2250mAh) welche die ebenfalls exzellente aber sündhaft teure AW IMR 18650 2000mAh sowohl in Leistung als auch in Preis schlägt. Bitte achtet bei der Akkuwahl darauf, hochstromfähige Akkus zu wählen, die erhöhten Leistungsgrenzen der 1.5er Lavatube braucht hoch belastbare Akkus.

3 empfehlenswerte Akkus für die Lavatube bei 5A entladen

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19 responses so far

19 Responses to “Die Lavatube 1.5T – Leistung unter Last satt”

  1. SabbelMRon 21 May 2012 at 17:04

    Bin gespannt!

  2. Bremenon 21 May 2012 at 19:25

    Klasse das du dir die mühe gemacht hast …. ! !
    Ich erwarte meine Lava 1,5 T .. bin schon mächtig gespannt auch auf die heptik.

    Gruß aus bremen.

  3. kl_rocketon 21 May 2012 at 20:04

    Was ist denn genau das Problem bei der 6V Einstellung?
    Von dem geposteten Bild würde Ich ja schliessen, daß die tube nur auf 5V boostet und damit auch nicht mehr liefern kann.
    Was kann dein Oszi mit der derzeitigen firmware alles anzeigen? Gibts einen AC rms wenn nicht AC+DC rms?
    Dann wäre Veff = sqrt(Vavg**2+Vacrms**2).

  4. adminon 21 May 2012 at 22:38

    Auch hier noch mal: Vielen Dank für Deine Hilfe kl_Rocket! :-)

  5. wolkendampferon 22 May 2012 at 14:40

    Mein lieber Akkurohrprophet, da kann der Halblaie nur weiter staunen.

    Erstens darüber, was Du so treibst und wie akribisch Du Deine Ergebnisse beschreibst. Aber zweitens auch schlicht darüber, was bringt mir eine digitale Anzeige der eingestellten Spannung, wenn die effektive Spannung um bis zu … ich sag mal grob! … 20 Prozent davon abweicht?!

    Oder habe ich da was nicht verstanden und das auch noch falsch?

    Und bei Gelegenheit versuche ich dann auch noch zu verstehen, warum ich überhaupt mehr als sagen wir 4 Volt und 2 Ampere (b)rauchen könnte :)

    Jedenfalls immer wieder gerne ganz grossen Dank für all die präzisen Nachhilfen!

  6. adminon 23 May 2012 at 01:52

    Hi Wolkendampfer.. (nettes Blog btw.)

    Hast du völlig richtig verstanden..

    Ich bin da etwas zwiegespalten.. dass die eigestellten V nicht exakt auch so am VD ankommen ist mir noch relativ egal – ist zwar nicht schön, aber die Grundfunktion soll ja sein: stufenlos verstellbare Spannung. Da könnte man genausogut einfach eine Einstellung von 1-10 nehmen, das wäre das Selbe und Ehrlicher.

    Was mich gleichzeitig jedoch ärgert, ist die Tatsache, dass ich beim 1.9 TestVD schon in der kleinsten Einstellung bereits 3,7V anstatt wie eigentlich gedacht 3.0V an den Verdampfer bekomme.. 3.7V bei 1.9 Ohm ist zu 3.0V doch ein deutlicher Unterschied…
    Bin mal gespannt, wie das beim 1.6 Ohm bzw. 2.3 Ohm TestVD ausschaut.

    Hohe Ampere brauchst du vor allem bei “niederohmigen” LowResistance Verdampfern.. wie z.b. auch den DCT Cartos dort ging der Lavatube 1 ja sehr früh die Puste aus..

    Hohe Volt.. 5V und mehr sind dagegen bei Verdampfern ab 2.5 Ohm wieder sehr interessant.. Ein Beispiel: Ich wickel meine Bulli A2 sehr gerne mit 6-7 Windungen Kanthal, lande dann bei ca. 2.6 Ohm.. da kann man dann schonmal gut 5V drauf geben, damit diese “Menge an Draht” ordentlich dampft..

    PS: Messungen mit dem 1.9 Ohm TestVD bei fast leerem Akku ergänzt – Ergebnis: Die LT1.5T kann die Spannung nicht über die gesamte Akkulaufzeit konstant halten.

  7. adminon 23 May 2012 at 06:46

    Testreihe mit 1.4 Ohm Verdampfer ergänzt. Maximale Leistung der Lavatube 1.5T: etwa 17W / Stromstärke 3.5A (und nicht 4A wie in der Werbung)

  8. kl_rocketon 23 May 2012 at 13:31

    Es steht immer in den Beschreibungen up to 4.0A.
    Genau so wie es bei LT 1.0 nur hies 2.5A limit.
    Vielleicht lässt sich bei der LT1.5t die 4 Ampere tatsächlich beim niedrigst möglichen Widerstand am Verdampfer erreichen (natürlich nur mit voll geladener Hochstrombatterie ;) ).
    Wirkliche Leistungsangaben gab es bei keiner LT und übrigens auch nicht bei Vmax (5A output limit).

  9. adminon 23 May 2012 at 23:17

    Stimmt.. “up to 4A” steht da, wos zählt. Na gut, dann bau ich den Abschnitt nochmal um.
    (muss vielleicht doch mal nochmal mitm Selbstwickler um 1.3 Ohm rum probieren, wär ja auch mal ganz spannend zu sehen, wieviel Ohm mindestens da sein müssen, – ich glaub im Forum gelesen zu haben, das 1.1 Ohm dann zu wenig ist)

  10. Ralphon 24 May 2012 at 10:17

    Wie immer: super Rezension! Mein Fazit: Es geht immer noch nichts über meine PVs :-) Auch die bessere Lava bleibt eine Lava – aber wenn immerhin die Haptik verbessert wurde, ist das schon ein gewaltiger Fortschritt. Die Zeit wird zeigen, wie lange sie hält …

    Grüße ins Nachbarblog!

  11. pv54466on 25 May 2012 at 17:11

    Super vielen Dank für Deine Arbeit

  12. adminon 26 May 2012 at 14:01

    Letzte Testreihe mit 2.7Ohm Verdampfer hinzugefügt.. 6V – die beworbene Maximalspannung – wird mit 2.7er erreicht, keine großen Überraschungen.

  13. Koepion 07 Jun 2012 at 10:41

    Netter Test.

    Hast du auch mal an den Verdampfern genuckelt bei den Stromstärken?

    Alles über 2A dürfte regelmäßig nur kokeln und nicht schmecken. Daher der Test eher akademischer Natur und zeigt die Grenzen der Geräte auf – in der Praxis nutzen jedoch die wenigsten ihre Geräte so.

    Das einrpügeln auf 1A-Last-Tests ist natürlich daneben: Ein beispielsweise 5A-Lasttest ist für E-Bikes oder Modellbauer interessant, weil die eine Dauerlast anlegen. Impulsbelastung (5-10 Sekunden “feuern”) ist aber etwas ganz anderes.

    Bei etwa meinem speziellen 1A-Lasttest für Dampfer gab es für jeden Akku den Gegentest in der Lavatube. Auffälligkeiten bei fehlender Impulsbelastbarkeit, dadurch verkürzter Laufzeit oder sonstige Aussetzer gab es nicht.

    Die pauschale Abwürdigung ist daher unangemessen und greift wesentlich zu kurz.

  14. Steamengineon 07 Jun 2012 at 11:07

    Technisch sauber gemachter Test.

    Wie übersetzen sich die Ergebnisse in die Dampferwirklichkeit? Mir ist nur klar, dass man mit zuviel Leistung Verdampfer locker killen kann. Nicht viel Leistung ist gefragt sondern eine Leistungsregelung die das verhindert. Und konstanten Dampf liefert.

    Für mich haben die ganzen Messreihen keine Bedeutung. In der Praxis tastet man sich in 0,1V-Schritten vorsichtig solange nach oben bis die Leistung stimmt.

  15. adminon 07 Jun 2012 at 14:16

    Koepi,

    natürlich habe ich bei den Stromstärken auch am Verdampfer genuckelt, tue ich als Dauernuckler permanent. Auf Akkuträgern mit StepUp/Boost erhälst du Stromstärken um 3A bis 5A am Akku bereits bei durchaus gängigen Wicklungen. Auf einem mechanischen Akkuträger eher nicht, aber darum gehts hier ja nicht..

    Rechne doch einfach mal nach: Mein 2,0 Ohm Bulli A2T dampfe ich im Provari bei 4.5V ergibt wieviel Ampere? U=R*I , I = U / R = Richtig, 2.25A oben am Verdampfer..

    Und damit die oben am Verdampfer ankommen, muss ich unten am Akku nochmal ein ganzes Eck mehr ausm Akku nehmen.

    Ich zitiere meinen nächsten Blogpost schonmal vorab

    “Angenommen ein Akkuträger mit Boost liefert mit 4,5V, 2,0 Ohm 2,2A auf den VD, dann haben wir P=U*I = 4,0V * 2,2A = 8,8 Watt Leistung. Der einzelne Akku des Akkuträgers muss nun diese 8,8 Watt + Verlust der Schaltung “wuppen”, vorsichtig geschätzt muss man mit etwa 25% Verlust im StepUp rechnen, ergibt 11,0 Watt. Der LiIon Akku hat im Mittel 3,7V. 11,0 Watt sind auf 3,7V gemäß P=U*I I = P/ U = 11,0W/3,7V= 2,98A”

    Was hilft mir da ein Akku, der bei 1A ne tolle Figur macht?

    Deine “habe ich aus dem Akku genuckelte” Gegenprobe zur Verifizierung der Gültigkeit deiner Annahme 1A sei ausreichend kann ich absolut nicht nachvollziehen, es tut mir leid. Das sagt doch rein gar nichts darüber aus, welche Last zuvor am Akku abgerufen wurde..

    Vom systemischen Fehler der B6 Lader (ich hab 3 davon hier gehabt und alle 3 haben bei den Entladetests gepatzt) mal ganz abgesehen.

  16. SabbelMRon 07 Jun 2012 at 14:25

    Gut auf den Punkt gebracht, Stephan!

  17. SabbelMRon 07 Jun 2012 at 14:27

    Und die Messungenauigkeit der B6er im Discharge ist wirklich eklatant, kann ich bestätigen.

    Im 1A-Discharge registrieren die Geräte aufgrund unterdimensionierter Schaltungen durchschnittlich mindestens 0.2V weniger als am Eingang anliegen, das macht die ganze Entladekurve und Kapazitätsmessung “wertlos”.

    Die B8er und Derivate (z.B. der teure Voltcraft von Conrad) sind genauso betroffen. Die können zwar bis zu 5A Discharge, aber die registrierten Spannungen liegen bis zu 0.3V daneben (wiederum ein Resultat unterdimensionierter Schaltungen im Lader).

    Erst ab Preisklasse Jungsi iCharger kriegt man vernünftige Entlademessungen.

    Das kann ich objektiv belegen..

  18. adminon 07 Jun 2012 at 14:49

    Steamengine,

    im Prinzip stimme ich dir zu.. was wie wo regelt ist vollkommen egal, wenn mir der Akkuträger erlaubt, meinen “SweetSpot” einzustellen, die Messreihen und der vergleich angezeigte Volt zu tatsächlich anliegende Volt sind schon etwas “Korinthenkacken”, ein BuzzPro macht das per Drehregler von Grün über Gelb zu Rot, oder der kleinen Evo, der hat nur hoch, mittel, niedrig – alle dampfen ganz vorzüglich…

    Allerdings finde ich es darüber hinaus noch interessant, den genauen Regelbereich zu kennen… wenn z.b. ein Smoktech Vmax nie unter 4.3V kommt oder eine Lavatube 1 je nach VD nie über 4,2V, dann ist dies eine Eigenart, von der ich vor dem Kauf gerne wüsste – und um das zu ermitteln und dann nachvollziehbar zu präsentieren weiss ich keine andere Methode als die Messreihen.. dabei fallen dann auch noch paar andere Infos ab, die man nun für sich in seiner Kaufentscheidung einbeziehen kann oder nicht.

    Ich möchte einfach etwas mehr schreiben als nur: “guck mal dampft prima”, es interessiert mich, warum der so dampft wie er dampft und versuchen, das vergleichbar zu machen. Und wenn das heisst, das ich hier 2 Abende mit dem Buch “Oszilloskope für Dummies” auf der Couch sitze ist das ja auch eine Art Hobby.. ;-)

  19. fartfishon 13 Jul 2012 at 12:18

    Gut gemacht,
    sehr informativ.
    Danke, Stephan.
    Gruß und gut Dampf,
    Ulli =8^)

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