Apr 23 2012

Bulli Extreme als VV Akkuträger mit Evolve “The Kick”

veröffentlicht in Kategorie eZigaretten  

Heute kam mein Päckchen von Mojurepublic.com, darin der vor ca 7 Tage bestellte Kick aus dem Hause Evolve. Mit dem Kick kann man (theoretisch) jeden 18650 Akkuträger zu einem Variable Voltage Modell aufrüsten, auch ein Bulli Extreme – wobei bei diesem dann doch noch etwas Bastelarbeit notwendig wird. Alles zum “Kick”en des Bulli Extremes und mein Fazit zum Gesamtergebnis gibts nach dem Klick auf

The Kick von Evolve…

“The Kick” von Evolve

.. ist ein kleines Power-Boost Modul mit variabler Watt Einstellung (also VW anstatt VV) bei einem Leistungslimit bis zu 10W. Es wird in einen bestehenden Akkuträger für 18650er Akkus eingeschoben – zum Pluspol hin – und zusammen mit einem AW IMR 18490 Akku ist der Kick nun wieder genau so lang wie die 18650er Batterie zuvor. Damit der Kick funktionieren kann muss das Innere des Akkurohres leitend und mit dem Minus Pol des Akkus verbunden sein. Als Minus-Pol des Kicks wird eine kleinen Feder an die Innenwand des Akkuträger-Rohrs gedrückt. Ist diese Innenwand nicht leitend oder nicht mit dem Minuspol des Akkus verbunden, dann funktioniert der Kick nicht. Der Vollständigkeit halber: der Pluspol des Kicks sitzt direkt auf dem Pluspol des Akkus. Mit seinem Limit von 10W liegt Evolves Kick auf dem Leistungsniveau der Provari v1 und kann diese Leistung auch konstant unter Last über die gesamte Akkulebensdauer an den Verdampfer abgeben.

Leistungstest The Kick unter Last im Bulli Extreme mit AW IMR 18490:

The Kick – Lasttest

  • Der 1.6 Ohm Verdampfer  funktioniert bis 3.98V unter Last gemessen, für einen DualCoil ist das mehr als ausreichend.
  • Der 2.6 Ohm Verdampfer funktioniert bis 5.09V unter Last gemessen
  • Der 2.9 Ohm Verdampfer funktioniert bis 5.37V unter Last gemessen, hier zeigt sich das etwas höhere Leistungslimit des Provari, der liefert hier 6V

Mit diesen Werten lässt auch Evolves “The Kick” die Lavatube v1 weit hinter sich zurück.  

Testmessung mit einen  1.8 Ohm Verdampfer auf Poti Stellung “7 Watt”

Gegenprobe mit DSO201 Nano Taschenoszilloskop

Vavg =3,67
Vpp = 0.08V

Nähert sich der Akku im gekickten Akkuträger dem Ende entgegen, macht sich der Kick durch Stottern bemerkbar, in der Regel so ab 3.5V (Idle) fällt mir das auf.. Während des Ziehens unterbricht der Kick dann zeitweise die Stromzufuhr, um so auf den niedrigen Ladezustand aufmerksam zu machen. Der 18490er Akku hat bei mir für knapp unter 2 Tankfüllungen (A2T – nicht M) innerhalb 3 Stunden ausgereicht. Das ist nun nicht großartig, aber meiner Meinung noch Ok.

Zwischenfazit The Kick by Evolve:

Der Evolve ist weder besonders günstig (Preis knapp 50,- Euro) noch sonderlich gut erhältlich (in DE kenne ich keine Bezugsquelle, in England ist er nur sporadisch mal erhältlich und meistens ausverkauft), aber dafür stimmt die Leistung, wie ich schon sagte:  etwa auf dem Leistungsniveau einer Provari v1 und ebenso konstant über die gesamte, wenn auch kurze, Akkulebensdauer.

Mein Sweetspot mit den von mir favorisierten 2.4 Ohm Wickelungen auf Bulli A2 bzw. Genesis LV liegt bei ca. 8 Watt. Das bringt mir konstante 4.35V und braucht etwa 1.8A – eine Last, die der dringend empfohlene AW IMR 18490  durchaus noch wegstecken kann.

Als großen Nachteil muss man jedoch werten, dass der Kick nur mit Hilfe des Potentiometers auf der Platine eingestellt werden kann, für jemand, der alle 5 Minuten die Spannung hoch oder runter regeln will, ist das nix. Akku raus, Kick rausfummeln, mehr oder weniger blind am Poti drehen, wieder rein schrauben, ausprobieren – das Procedere bis man seine Lieblingswattstellung gefunden hat ist etwas mühsam. Von der Useability her ist das also nicht der Weisheit letzter Schluss. Und natürlich leidet durch den Verzicht auf den 18650er Akku für Kick & 18490 auch deutlich die Laufzeit. Ein guter 18650er Akku hält mindestens doppelt so lang wie der AW IMR 18490.

Die erste Produktionsserie scheint nicht die Stabilste gewesen sein, zumindest soweit man das aus Forenposts beurteilen kann. Ich hoffe ganz arg, dass mein Kick vielleicht schon aus einer späteren, zuverlässigeren Charge stammt.

Den Bulli-Smoker Extreme 510 Akkuträger “kicken”..

Über Bullis muss man glaub nicht allzuviel schreiben, die Bulli Verdampfer gelten schon seit langem als Spitzenprodukte auf dem Markt. Die Akkuträger jedoch führen meiner Meinung nach ein bißchen ein Nischendasein, zu unrecht eigentlich. Bulli Akkuträger sind sauber verarbeitet, qualitativ sehr hochwertige gute “deutsche” Handwerksarbeit (jaja). Nur sind die Bulli Akkuträger aber halt leider keine Variable Volt oder Watt oder irgendwas, sondern jetzt mal nüchtern betrachtet stink normale manuelle Akkuträger ohne jegliche Spielereien.

Um einen Bulli mit dem Kick zum funktionieren zu bringen, ist etwas Bastelarbeit notwendig:

Das beginnt zunächst einmal damit, dass das Akkurohr des Bulli Extreme innen mit einer isolierendem Plastikfolie verkleidet ist. Dieses Plastikfolie endet bündig bei dem (wenn man ins Akkurohr reinschaut) Deckel mit der Pluspol Feder des Bulli Extreme. Diese Folie muss als erstes weg. Leider ist die Folie so zäh, das sie komplett raus muss, nur das Stückchen entfernen, wo der Kick am Ende zu liegen kommt, das hab ich trotz aller Mühe nicht geschafft. Wenn man sich das Ganze etwas genauer anschaut, sieht man eine Fuge, an der die 2 Enden der Folie aneinanderstoßen, dort knibbelt man sich die Folie zunächst etwas lose, bis man dann beherzt und mit Schmackes die leider großzügig verklebte Folie mit einer Zange herausgerissen bekommt: Ich hab mir die Folie solange um die Zange gewickelt, bis ich schliesslich die fast die komplette Folie um die Zange hatte – dann noch ein beherzter Zug weils unten am Pol-Deckel noch etwas “gehakt” hatte und draussen war das Ding. 

Herauswürgen der Folie

Hat man die Folie draussen, wird man als nächstes bemerken, dass das Innere des Akkurohres noch immer nicht leitend ist. Also hat die kleine Feder am Kick, welche als Minus Pol genutzt wird, keine Chance einen leitenden Kontakt herzustellen. Ich weiss es nicht, ob das einfach nur der Kleber der Plastikfolie ist oder ob der Bulli auch von innen nochmal beschichtet ist, aber so geht mit dem Kick erst mal nix. 

Weile mit Feile oder so..

Um diesen Mißstand zu beseitigen habe ich mit einer Rundfeile aus dem Baumarkt einen Streifen es Akkurohres auf brutale Weise blank gefeilt und mit dem Multimeter die Leitfähigkeit gemessen. Das Prozedere ist etwas mühsam, geht aber gefahrlos und funktioniert dann einwandfrei. Achtet beim blank Feilen darauf, nicht das Gewinde für den Akkudeckel mit abzufeilen, sonst ärgert Ihr Euch später..

Blank musses sein.. zumindest an der Stelle wo die Feder des Kick Kontakt hat

Als nächsten Schritt wird man nun feststellen, dass der Innendurchmesser des so vergewaltigten Bulli Extremes etwas zu groß geraten ist, um dem Kick Modul einen sicheren Kontakt & Halt zu verschaffen. Das ist dann die einfachste Prozedur: Isolierband ist (wie so oft) dein Freund:

Mit Isoband machen wir den Kick dicker.. die Nase rechts hilft später beim wieder aus dem Rohr ziehen

Mit 4-5 Lagen Isolierband an der der Minuspol-Feder des Kicks gegenüberliegenden Seite (und nur da! Nicht die Feder überkleben und auch nicht die Seite mit der Feder wesentlich dicker machen! Die paar Lagen Isolierband sollen den Kick mit der Feder zur Innenwand des Akkurohres drücken ….) wird nun der Durchmesser des Kicks entsprechend vergrößert, bis der Kick möglichst satt im Akkurohr sitzt – wer nur einen kleinen Streifen in Schritt 2 blank gefeilt hat, sollte auf einen festen Sitz achten, damit sich der Kick nicht verdreht.

Ich hab was Heimwerken angeht 2 rechte Hände.. (bin Linkshänder), aber selbst mir gelang diese Modifikation am Bulli Akkuträger ohne bleibende Schäden an mir selbst und auch auch der Bulli ist noch heil, ohne den Bulli komplett zerlegen zu müssen. Das sollte also für Alle durchführbar sein. Der Kick funktioniert im Bulli Extreme sowohl mit dem Standard Deckel als auch mit dem On-/Off Schalter, der als Sonderzubehör angeboten wird.

Zusammenbau: der Kick kommt in den Bulli Extreme

Ein Tipp noch am Rande: einen fest sitzenden Kick kriegt man mit einem starken Magneten - oder nem Dutzend Akku-Nuppelersatz-Magneten wieder aus dem Akkurohr gezogen..  ;-)

Mein Fazit:

Ich steh total auf Variable Voltage – oder wie hier auf Variable Wattage Akkuträger. Mein Bulli Extreme ist bisher meist nur im Regal verstaubt, weil ich mit ungeregelten/ungetakteten Akkuträgern nicht wirklich glücklich bin. The Kick by Evolve bringt dem Bulli oder jedem anderen kompatiblen 18650er den namensgebenden Kick und hievt ihn so auf auf VV Niveau. Sicher ist das ganze kein billiger Spass, ein Bulli kostet auch seine 100,- Euro und der Kick schlägt ja auch nochmal mit 50,– Euro zu Buche, für soviel Geld gibts schon fast nen Provari oder aber 3-4 Lavatuben – aber Fans wie ich können sich wahrscheinlich von den Kosten nicht abschrecken lassen, ich finde meinen gekickten Bulli richtig Klasse!

Was neben der umständlichen Einstellungsgeschichte noch etwas stört ist, dass ich keine Möglichkeit mehr habe, abzuschätzen, wie lange der Akku noch hält.. In nem ungekickten Bulli merkt man durch das Nachlassen des Dampfes, wies dem Akku so geht.. das hat man beim gekickten Bulli nicht mehr, weil der Kick die Spannung absolut konstant hält.

 

Bezugsquellen “Kick”:

England  Mainland UK – ohne Zollrisiko

USA – mit Zollrisiko

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One response so far

One Response to “Bulli Extreme als VV Akkuträger mit Evolve “The Kick””

  1. Stephanon 21 Nov 2012 at 10:27

    Hallo,

    hat der Kick eigentlich einen Überspannungsschutz und ist geschützt gegen versehentliches falsches Reinlegen des Akkus (- Pol und + Pol verwechselt)?
    Oder ist er dann gleich kaputt? Das wäre ja fatal, da einem das in der Eile immer mal passieren kann.

    LG,
    Stephan

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