Apr 06 2012

VV Akkuträger: Provari vs. Lavatube – Leistungstests unter Last

veröffentlicht in Kategorie eZigaretten  

Schon wieder ein Provari vs. Lavatube Vergleich? Ja, Dank meines neuen, von Dampfertreff-Forennutzer xtrouble gebauten, wunderhübschen Meßgerätes zur Spannungsmessung unter Last, war es an der Zeit, die lang vermutete Schwäche der Lavatube mal sauber zu dokumentieren und mal nochmal deutlich zu zeigen, warum ein Provari v1 bzw. v2 in allen Punkten an der günstigen Lavatube vorbeiziehen kann.

Der wichtigste Aspekt beim Vergleich zweier VV Variable Voltage Akkuträger ist die Leistung.. Denn dahinter verbirgt sich auch die Antwort auf die oft verlachte Frage: warum schmeckt der Dampf des Provaris besser? Die Antwort vorneweg: weil die Lavatube bei den Volts schummelt und deutlich weniger Spannung tatsächlich liefert, als sie auf dem Display anzeigt. Aber nun der Reihe nach, Leistungstest unter Last in 3 Verdampfer “Klassen”:

Das Problem: Leistungseinbruch unter Last bei der Lavatube mit 2 Ohm Verdampfer bei anvisierten 5.0V

 

Leistung Verdampfer bis 1.8 Ohm

Verdampfer unter 1.5 Ohm sind mit Provari V1 und Lavatube praktisch nicht zu gebrauchen.

Sowohl der Provari V1 als auch die Lavatube bieten im Bereich 1.5-1.8 Ohm kaum wirklichen Spielraum zur Regelung. Einzig der Provari v2 mit seinem erhöhten Amperelimit (von 2.5A Lavatube & Provari v1 im Provari v2 nun erhöht auf 3.5A) bietet ausreichend Leistung  und erweiterten Regelbereich runter zu 2.9V und steht so für LR Nutzer überhaupt zur Diskussion. LR Enthusiasten sind mit reinen Step Down Akkuträgern wie z.B., dem Buzz Pro VV Akkuträger - wenn mit Verstand bedient – wohl besser beraten.

Testverdampfer 1.6Ohm Smoktech DCT:

  • Lavatube:  egal was eingestellt ist, unter Last gemessen ist bei 3.56V Ende.
  • Provari v1: 4.2V eingestellt - 4.18V gemessen – darüber E2
  • Provari v2: 5V eingestellt – 4.96V gemessen – Testreihe wegen massiven Kokeln abgebrochen..

 

Leistung Verdampfer  1.8 bis 2.5 Ohm

In diesem Bereich wird der Etikettenschwindel der Lavatube am deutlichsten:

  • Mein 1.9 Ohm Testverdampfer Bulli A2T kann von der Lava maximal für wenige Minuten mit 4.18V befeuert werden, und bleibt während meiner ganzen Tests stets unter der Spannung, die ein rein mechanischer Akkuträger wie z.B. ein  The BB Mod/Akkuträger auch abgeben würde. Schon nach wenigen Zügen bricht das unter die 4V gemessen Marke unter Last ein.
  • Provari V1 befeuert den 1.9 Ohm Testverdampfer klaglos bis zur 5.0V Marke und liefert unter Last gemessene  4.98V.
  • Provari V2 befeuert diesen 1.9 Ohm Verdampfer bis zur 5.4V Einstellung – gemessenen 5.36V

Man lasse sich das als Zwischenfazit doch noch mal auf der Zuge zergehen: die Lavatube ist mit Ihrer 2.5A, 10W Beschränkung in diesem Lastbereich gar nicht in der Lage, einen tatsächlichen Boost oder Step Up zu liefern. Einzig und alleine eine Reduzierung der verbliebenen Akkuspannung  (reiner Step Down) kann die Lavatube bieten, wo der Provari v1 problemlos seinen Dienst verrichtet. 

 

Leistung Verdampfer über 2.5 Ohm

  • Während die Lavatube beim 2.9 Ohm Testverdampfer mit AW IMR 18650-2000 vollgeladen trotz eingestellter 6V nur mühsam über die 4.8V Grenze zu klettern vermag und niemals auch nur die 5.0V Marke erreicht…
  • .. liefert selbst das alte Provari V1 Modell mit von vornerein kleinerem Akku bei nur noch 3.5V Restladung des AW IM 18490-1100mAh fast die angeforderte Spannung von 6V: mit beachtlichen 5.94V respektive 5.98V verweisen die Provari v1 & v2 die Lavatube schmerzlich deklassiert  vom Platz.

Das ist eben wieder einer der Gründe, warum eine Provari eben ruhig 4 mal soviel kosten darf. Um auf einer Lavatube  die versprochenen 6V zu erreichen, muss ein Verdampfer mit  gut 4.0 Ohm genutzt werden und das ist weltfremd, die Leistungstabelle von L-Rider ein leeres Webeversprechen.

Leistungsgrenzen Ampere Watt
Lavatube 2,5A 10W
Provari v1 2,5A 15W
Provari v2 3.5A bis 21W

Edit: die hier lange genannten 21W waren leider reines Wunschdenken, basieren auf falschen Infos, die mir damals vorlagen. Provape garantiert eine Leistung von nur 14.5W für den Provari. Alles, was drüber ist, ist dann “glücksache und wird durch Bauteiltoleranzen. Die tatsächlich von mir gemessene Leistungswerte im PV 2 (einen 2.5 hab ich nie vermessen) erreichten nie die 17W Grenze. Ich habe schlichtweg die Tabelle hier vergessen und nie aktualisiert. Ich führe den PV 2.5 in meiner Liste als ein (nicht mehr ganz zeitgemäßes ~ 15W Gerät.

Konstanz der abgegebenen Leistung:

Von der Lavatube wird es zwar gerne behauptet, aber jeder der mit offenen Augen eine Lavatube leer gedampft hat weiß es: die Lavatube vermag es nicht, die Leistung über die komplette Nutzungsdauer des Akku konstant zu halten, mit zunehmender Abnahme des Ladezustands des Akkus sinkt gleichzeitig auch die an den Verdampfer abgegebene Spannung unaufhörlich ab. Das Messgerät bestätigt dies erneut. Ab ca. 3.5V Restspannung kommt aus dem angeschlossenen Verdampfer nur noch ein laues Lüftchen. Ob der Tiefentladeschutz der Lavatube letztendlich ein zu tiefes Absinken der Akkuspannung verhindert scheint chargenabhängig/Glücksache. Meine tut es bei etwa 3.2V, die Lavatube vieler anderen Forennutzer läuft aber auch noch weit unter die empfohlene Mindestspannung und lässt den Akku leiden.

Die Provari – selbst die alte V1 -  hält dagegen vom ersten bis zum letzten Zug die eingegebene Spannung, um sich recht bald nach Einsetzen der Blinklichter um 3.3V Restspannung dann zum Akkuwechsel abzumelden.

Weitere Funktionen:

  1. Die Provaris warnen etwas sehr knapp vor dem Ableben des Akkus durch ein abschaltbares Blinken der Feuertaste vor dem bevorstehenden Aus, bei der Lavatube merkt man lange vor dem Ende durch nicht mehr befriedigende Dampfleistung, wenn es mit dem Akku dem Ende zu geht. Die Anzeige der Restladung des Akkus auf der Lavatube erfolgt als Messung im Idle Zustand ohne Last, während die Provari den Akkuladestand unter Last testet und eigens zur Messung den VD befeuert und so verlässlichere Angaben macht.
  2. Der für Selbstwickler und Carto-Nutzer höchst praktische Widerstandmessung aller Provari Modelle hat die heute erhältliche Lavatube nichts entgegen zu setzen. Eine solche Funktion wird erst die zum Mai/Juni 2012 erwartete Lavatube v1.5 bieten können.

Useability & Komfort:

Die klassische Lavatube ist ein 18650er Akkuträger während der Provari mit dem kleineren und schwächeren 18490 Akku erst mal vorlieb nehmen muss. Den Vorteil verspielen allerdings viele Lavatube Nutzer durch den Einsatz der ausschließlich Billigzellen, die in den Lavatube Sets an den Mann gebracht werden, aber dazu später mehr. 

Kauft Eure Lavatuben nicht im Sorglos Set. Die Noname IMR Akkus sind minderwertig und das In Verkehr bringen der Schrottlader, die da mit drin sind sollte eigentlich verboten werden. Kauft “Body only” und dazu 2 gute Akkus und ein Xtar WP2 II Ladegerät! Zu den Schrottlader zählt auch das weit verbreitete Trustfire TR-001, das derzeit haufenweise durch blanke Stromkabel am Netzanschluss geradezu nach den ersten schweren Unfällen schreit!

Bei den eh schon sündhaft teuren Provaris hat es sich Gott sei Dank eingebürgert, statt Billig Akkus gleich die zwar wieder sauteuren aber qualitativ exzellenten AW IMR Zellen  mitzuliefern.  Um mit einer Provari ebenfalls die stärkeren 18650er Akkus nutzen zu können, ist der Zukauf der 25,- Euro teuren Extension Kappe notwendig.

 

Upgrade für den Provari: aus 18490 mach 18650 mit Extension Cap

Von beiden, Provari und Lavatube, gibt es die entsprechende Mini Version basierend auf einem 18350er Akku. Auch in der Mini Version ist der Provari geringfügig kürzer als die Mini Lavatube, aber um ein vielfaches schwerer. Die selbe oben bereits genannte Extension Kappe macht übrigens aus dem Provari Mini eine (etwas kürzere) Provari “Normal” für 18490er Akkus.

Provari Mini mit Extension einer v1 Chrome Schwarz neben Provari Normal 18490

Eine Lavatube verliert beim Akkuwechsel  die gemachten Einstellungen, während die Provari die stromlose Zeit komfortabel überbrückt und alle Settings beibehält.

Die Provari brauchen zwingend einen Akku mit Pluspolnippel, während die Lavatube am Besten mit den nippellosen Flachnasenakkus zurecht kommen. Bei beiden, Provari und Lavatube, kann ein zu langer Protected ICR Akku durch seine Überlänge die Elektronik im Innern beschädigen. Nutzt bitte sowohl in Provari als auch Lavatube ausschließlich sichere IMR Zellen und lasst Euch nicht von den marktschreierischen mAh Angaben vieler Billigakkuanbieter ins Bockshorn jagen. Ein geflammter Trustfire 3000mAh Protected Akku zieht gegen einen AW IMR 18650-2000mAh deutlich den Kürzeren!

Die Direktzugriffsmöglich auf die Spannungseinstellung mittels +/- Button ist definitiv ein Vorteil. Hier wird die Provari doch sehr scharf kritisiert:  um die Spannung zu erhöhen muss man auf der Provari erst 5 mal den Feuerknopf drücken (Spannung senken 7x Feuerknopf). Der Eifer und die Vehemenz, mit der die “Steuerung” der Provari allerdings von seinen Kritikern  angegriffen wird, erweckt verglichen mit den Tatsachen der tagtäglichen Bedienung bei mir schon deutliches Stirnrunzeln: Hat man sonst nix gefunden, um die Provari schlecht zu reden?

Sicherheit:

Provaris und Lavatuben bieten die komplette Abschaltung, um versehentliches Auslösen zu verhindern. Eine Zugzeitbegrenzung verhindert ungewolltes Dauerfeuer.  Beide  verfügen über ausreichend Luftauslässe um ausgasende Akkus nicht zur Rohrbombe werden zu lassen und beide können und sollten mit Sicherer Chemie IMR Akkus betrieben werden.

Die Provari ferner bauartbedingten Verpolungsschutz (Nuppelzwang – kann man auch als Nachteil werten), Temperaturüberwachung,  Kurzschluss-Schutz.

Während beim Provari der Tiefentladeschutz zuverlässig seinen Dienst verrichtet, bringen Forenfeedbacks bei der Lavatube nur gemischte Ergebnisse, ein Teil der Lavatubes da draußen schaltet ab, ein Teil erst viel zu spät unter 3.0V, ein Teil überhaupt nicht.

Beide sind mit Leistungsbegrenzern ausgestattet, während die Provari bei Überschreitung der Leistungsgrenzen den Dienst mit einem Fehler verweigern, regelt die Lavatube still und heimlich einfach die Leistungen ab und gibt dabei dem Nutzer keinerlei Hinweis. Sicher ist es schöner, sie darum nicht kümmern zu müssen, der Punkt geht unter dem Motto Bequemlichkeit also an die Lavatube.. Aber ehrlicher ist der Provari, der klipp und klar sagt:  “Sorry, das kann ich nicht.”

Materialqualität, Fertigung und Wertigkeit

Povari v1 neben Lavatube: 510er Anschlussgewinde & Top Cap

Die beiden Kontrahenten könnten unterschiedlicher nicht sein. Alles bei der Lavatube schreit Billig, vom leichten Alu-Akkurohr über die oft schiefe Plastik-Gewindeplatte oben, bis zum unangenehm in den Handballen bohrenden Plastik Akkudeckel unten. Da kommt kein Gefühl von Wertigkeit auf.

 

Lavatube, Provari Mini & alte Chrom Schwarz V1

Der Provari ist dagegen ein Monster, massives Akkurohr, Edelstahl und Chrom, dazu fein satinierte Beschichtung auf Keramikbasis bzw. Chrome oder 24k Gold als Oberflächenfinish,  dazu ein Gewicht, das durchaus gewöhnungsbedürftig ist und Hemdtaschen gefährlich ausbeult. Mit dem Provari kannste jemand totschlagen.

Provaris in Satin Silber

Kratzende Gewinde ins Alu geschnitten gegenüber einem soliden Stück Stahl mit butterweich laufenden Gewinden auf der anderen Seite. Saubere, gerundete Kanten mit konstanten (wenn auch durch die Abrundung etwas großen) Spaltmassen beim Provari gegen schlecht entgratetes Plastik bei der Lavatube.

Ein satter, solider, vertrauenerweckender Feuerknopf der weich aber mit spürbaren Widerstand stets absolut zuverlässig feuert gegen einen hakeligen Knackfrosch Feuertaster an der Lavatube, der mir jetzt schon ein paar Mal hängen geblieben ist bzw. nicht ausgelöst hat. Die Regale der Händler waren teilweise voll von reklamierten und defekten Lavatube Feuerknöpfen. Während die Lavatube geschüttelt zur Babyrassel mutiert, passiert beim schütteln einer Provari außer vielleicht Muskelkater gar nichts.

Darum klappert die Lavatube: großes Spiel bei den Buttons am Display

 

Mein Fazit:

Ja, die Optik des Provari ist bestimmt nicht jedermanns Fall, aber selbst meine Frau nimmt den Provari in die Hand und ist begeistert von der Qualität, vom Gefühl und der Wertigkeit, welche ein Provari versprüht. So oft wird über “Made in the USA” oft zurecht gelächelt, aber ein Provari ist ein Stück Wertarbeit, der ähnlich wie ein Edelstahl Bulli oder ein “Griechen-Rohrpuzzle” (sorry GG) schon beim bloßen Anfassen den Gedanken an den Preis in weite Ferne rücken lässt. Und weil zudem auch die Technik stimmt, ist ein Provari eben ein Maßstab,  an dem sich die Konkurrenz messen muss. Hier stimmt Funktion und Qualität, einzig der Preis ist ohne Zweifel überzogen. Wen der Preis nicht abstößt, dem kann ich jederzeit einen Provari mit bestem Gewissen ans Herz legen.

Ausgehdampfer: Provari Mini v2 mit A2T und Torty Cone

Die Lavatube vermag keine solche Gefühlswallungen in mir auszulösen, ist Dank seines in Deutschland zwar etwas erhöhten aber dennoch akzeptablen Preises  der Akkuträger fürs Grobe, für die Arbeit, der kann auch nen Kratzer abkriegen oder gar kaputt gehen, ohne das  mich das Nachts nicht mehr Schlafen ließe. Der erzielbare Regelbereich einer Lavatube ist unterm Strich einfach zu gering und dazu die abgegebene Leistung nicht Mal konstant. Der bekannte englische Reviewer PBusardo kam in seinem Videoreview der Lavatube (ab Minte 23:00 irc) übrigens zum selben Ergebnis, scheute aber dann doch zurück, das Kind beim Namen zu nennen, aber schaut es auch selbst an. Ich habe keine solchen Animositäten. Er tut mit den genannten, teils enttäuschenden Abstrichen seinen Dienst, völlig ohne Glanz und Gloria, versorgt einen Verdampfer mit Strom, erlaubt eine sehr begrenzte Variation der Volts und sorgt so für Dampf – und letztendlich kommt es nur darauf an: Dampft das? Ja, das dampft. Besser wie ein eGo Akku, flexibler als ein rein mechanischer Akkuträger zum Preis nur wenig über dem Nivea vergleichbarer Set-Akkus, welche die Lavatube trotz ihrer Schwächen in so ziemlich allen Belangen locker in den Schatten stellt.

Die Tage der Lavatube sind jedoch gezählt, die neue Generation niedrigpreisiger Akkuträger ist gerade im Anrollen und wenn der Preis der Lavatube nicht mehr als das übermächtige Plus gilt, dann spricht leider nicht mehr viel für den ersten VV Akkuträger, den ich mir geleistet habe (einen Platz im Schrank hat er sich trotzdem verdient).  Eine Kaufempfehlung möchte ich derzeit nur noch für die Leute aussprechen, die nicht nochmal 6-8 Wochen auf das Eintreffen der neuen Geräte warten können. Hoffen wir, das L-Rider mit der Lavatube 1.5 den Anschluss nicht verliert und die Baustellen der ersten Lavatube nun flicken konnte.

Abmessungen:

  Länge
in mm
Durchmesser Ø dickste
Stelle
Wand-
stärke
Gewicht
inkl. Akku
Lavatube Mini          
Lavatube Normal 125,5mm 21,9mm 22,7mm 1,5mm 92,6g
Provari Mini 88,5mm 22,8mm 24,5mm 2,0mm 126,6g
Provari Mini + Extension 101,5mm 22,8mm 24,5mm 2,0mm 143,4g
Provari Normal 105,0mm 22,8mm 24,5mm 2,0mm 152,1g
Provari Normal + Extension 118,0mm 22,8mm 24,5mm 2,0mm 167,8g

von oben: Lavatube, Provari v1+Extension, Provari normal, Provari Mini

Leider fehlt mir im Moment grad die Lavatube Mini, muss ich später noch nachtragen. Ein Vergleichsbild Mini hab ich mir hier im Testbericht der Howitzer / X-Bomb geliehen:

v.L:Provari Normal 18490, X-Bomb 18650, Lavatube 18650, XBomb 18350, Mini Lavatube 18350

 

Akku Experimente:

Der bei meinem Lavatube Set mitgelieferte 18650er IMR Billigakku ist dem wesentlich kleineren Akku des Provari schockierenderweise haushoch unterlegen – ich hätte nicht gedacht, dass der BDL so viel schlechter ist..

  • Roter BDL IMR 18650-1500mAh aus Lavatube-Set (ecig-tools.com):
    Tatsächliche Kapazität: 883mAh  (grad mal die Hälfte!) bis 3.3V bei 1A Discharge in 53:03 Minuten
  • AW IMR 18490-1100mAh aus Provari-Set (Niclarity): 
    Tatsächliche Kapazität 1047mAh bis 3.3V bei 1A Discharge in 62:55 Minuten

Mit einem so schlechten Akku wäre der Test Lavatube nicht fair gewesen, trotz des vergleichsweise riesigen 18650er.

Ich habe für den Test hier deshalb die exzellente AW IMR 18650-2000 benutzt (von Foggie vom  e-raucher-versand.de ), deren Leistungsprofil – also der AW IMR nicht Foggie – sieht so aus: Tatsächliche Kapazität 1765mAh in 105:59 Minuten bis 3.3V bei 1A Discharge

 

Benutzt für den Test: Provaris, Lavatube, A2TM@2.9, A2T@1.9, Smok DCT@1.6 & xtrouble Messgerät

PS: Das Messteil baut Dampfertreff.de Benutzer xtrouble – hier ist sein Thread mit Bestellmöglichkeit: http://www.dampfertreff.de/t46339f266-Volt-Indicator-Spannungsmessung-unter-Last.html

Hier verwendet wird die Version 2 in grün

 

Zur Kritik an meiner Meßmethode:

Ich hab jetzt schon mehrfach den Hinweis erhalten, das könne man so doch nicht messen, da müsse ein Osziloskop her. Also bitte schön:

Screenshot: Werte:

Lavatube bei 3,0V mit 2.0 Ohm VD

Duty = 99,68%

Vavg = 3.080V

Vrms = 3.440V

Vpp=280mV

Wie Sie sehen, Sie sehen nix, also zumindest keine PWM gepulste Rechteckwelle, die eine vernünftige Messung mit xtrouble ausschliessen würde. Also bei der Lavatube und dem Provari nicht, es gibt durchaus auch Akkuträger, die unter dem Oszilloskop deutlich anders aussehen und mit denen xTroubles Lastmesser nicht funktionieren würde – vgl. übrigens Youtube eCig Videoreviewer PBusardos eigene Messungen.

 

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23 responses so far

23 Responses to “VV Akkuträger: Provari vs. Lavatube – Leistungstests unter Last”

  1. Saschaon 06 Apr 2012 at 09:13

    Hätte garnicht gedacht das die Ergebnisse so erschreckend sind. Dampfe meine Selbstwickler alle auf der Lava und war eigentlich nicht unzufrieden. Der Provari erreicht mich noch diesen Monat, nun bin ich um so mehr gespannt.
    Danke für diese ehrliche Review

    VG Sascha

  2. Andreas0103on 06 Apr 2012 at 22:04

    Respect mein bester …
    Da hast du dir echt Mühe gegeben und das Ergebnis spricht für sich. Danke für diesen Ausgiebigen Test.

    Gruß Andreas

  3. Nehokuon 06 Apr 2012 at 22:11

    Feine sache, viel Arbeit hast du da reingesteckt. Hab ich gleich mal gebookmarkt.

    Super gefällt mir und ich werde mir keine LT von der alten Sorte holen. Der Spanier verkauft nun angeblich welche mit 3A und Ohmmessung.
    Wenn die mal in deine Hand fällt wirst du die auch mal druchmessen müssen.
    http://www.spaincigar.es/epages/eb8032.s…DY-LAVATUBE-1.5

    Danke.
    cu Nehoku

  4. RA-St.on 09 Apr 2012 at 18:26

    Hallo, Mountain-Prophet!
    Das ist ein super Beitrag, chapeau! Ich hoffe es ist ok, wenn ich den aus meinem Lexikon heraus verlinke (Einträge Lavatube und PV). Denn so gut und kompetent kann ich das nicht und mein Lexikon soll ja (zunächst) auch nur einen Überblick geben. Aber das Rad zweimal erfinden ist ja auch überflüssig! Deine Reviews werde ich mir komplett zu Gemüte führen – wenn die alle so sind wie dieser … wow!
    Beste Grüße,
    Ralph

  5. adminon 09 Apr 2012 at 19:13

    Danke fürs Vorbeischauen und das Lob..

    PS: Links freuen mich immer, soll ja gelesen weren, was ich hier fabriziere

  6. andyon 12 Apr 2012 at 18:21

    danke für diesen ernüchternden bericht, haste klasse geschrieben.
    ich habe gerade ne lava im zulauf aber jetzt schwindet gerade die freude. nen provari hab ich seit ca.2 monaten und dachte mit der lavatube was vergleichbares für aufe maloche zu bekommen. das material und verarbeitung was anderes ist als beim ami wusste ich ja und verlange da ja auch nix dolles bei dem preis aber wenn die voltangabe nicht stimmt dann bin ich doch schon enttäuscht. naja morgen werde ich voraussichtlich die lava vor mir haben und werde dann ganz unvoreingenommen mal etwas daran rumnuckeln und mir mein urteil bilden.
    gruß andy

  7. adminon 12 Apr 2012 at 18:25

    Mach das.. ich hab meine Lavatube deswegen ja auch nicht abgestossen. Abseits der reinen Meßwerte ist ja immer auch die Frage, muß ich meinen VD wirklich mit soviel Strom befeuern? Wenn ich mit 3.8V den Sweetspot meines VDs und Liquid erziele, dann ist es wurst, ob ich theoretisch auch mehr Spannung drauf schicken könnte..

  8. Dampfzeugon 15 Apr 2012 at 14:39

    Sicher sind die Messergebnisse Fakten schaffend. Dennoch finde ich, biste abgeglitten. Klar hat die LT oben u. unten Plastik auf dem Rohr, aber unsauber entgratet ist das keineswegs.

    Dampfende Grüße
    Dampfzeug

  9. adminon 15 Apr 2012 at 15:58

    Hi Dampfzeug,

    hab untem am Deckel den typischen Ansatz vom Spritzen der Teile (weiss nicht wie man das nennt) und am oberen “Deckel” einen etwa 0,4cm Grat am Übergang Akkurohr / Deckel wegmachen müssen. Einzelfall?

  10. Dampfzeugon 15 Apr 2012 at 16:35

    Meine Plastikteile zeigen nirgendwo einen Grat, den müsste ich mir denken wo er wohl sein müsste. Ich vermute dass du eine LT hast, die nicht so oft vorkommt, denn von Graten lese ich hier zum ersten Mal.

    Dein Bericht zeigt schön auf, dass es sich nicht nur in der Wahl der Materialien um zwei Klassen handelt bei Provari u. Lavatube, sondern auch bei der Elektronik: Highend- u. Lowendqualität. Dennoch ist mir meine LT lieb u. preiswert.

    Leute, die HWV nachgehen können ohne wesentliche Kostenkontrolle betreiben zu müssen, kaufen die Provari und sind damit bestens beraten.

    Leute, die Kostenkontrolle betreiben müssen und dann schauen können, wieviel noch für HWV übrig bleibt, sind mit der LT bestens beraten, denn sie erschließt für einen erschwinglichen Preis neue Welten nach einem single Volt Ego-T[C]-Akku und richtig Freude kommt auch mit der LT auf, wenn man die richtigen Akkus reinsteckt.

    Mir persönlich fehlt die Widerstandsmessung auch nicht. Ich stelle die Voltzahl so ein, dass es dampft u. schmeckt. Ich müsste nicht mal wissen, wieviel Volt ich da drauf gebe – letztendlich ist es doch so, wenn die Mathematik aus Widerstand die berechnete Voltzahl angibt u. es dampft aber anders besser, dann nimmste die berechnete Volts eben nicht, sondern die Einstellung, die besser dampft. Bei der LT vielleicht aus o. g. Gründen, bei der Provari aus anderen.

    Gut Dampf Allen!

  11. Markuson 16 Apr 2012 at 07:53

    Toller Bericht.
    Ich hätte aber eine Frage:

    Wo bekommt man einen “Torty Cone” her?
    Mit dem sieht ja der A2 mal richtig klassse auf dem PV aus

  12. adminon 16 Apr 2012 at 07:58

    Hi Markus,

    den Torty Cone baut Dampfertreff.de User torty0778 in Handarbeit selber. Hier sein Thread im Dampfertreff.de Forum: http://www.dampfertreff.de/t40393f341-ProVari-Cone.html

  13. Michaelon 20 Apr 2012 at 10:26

    Hallo,

    Erstmal ein klasse Bericht. Es gibt aber einiges was nicht bedacht wurde. Sowohl die Elektronik vom LT wie auch vom Provari kommen aus USA also was sagt das jetzt aus? Nur das Gehäuse kommt aus China. Deswegen sagen ist schlechte Qualität da können etliche Apple User vom Gegenteil berichten kommt ja auch alles aus China. Es liegt eben nicht daran woher es kommt sondern immer an der Qualitätssicherung. Und das es auch anders mit dem LT Gehäuse geht sieht man an dem Apolle VTube oder dem Epic Storm. Auch hingt der Vergleich den der LT ist nie als Konkurrenz für den Provari gedacht gewesen sondern als ein günstiges Einsteigermodel in die VV Akkuträger Welt. Wäre genauso als wenn man Fiat mit Ferrari vergleicht obwohl in dem Fall sogar beides aus dem gleichen Haus kommt.

    Wünsche allen trotzdem gut Dampf

  14. Anna Logon 25 Apr 2012 at 13:12

    Moin !

    für Leute die wisssen, dass zwei völlig verschiedene Geräte verglichen werden, ein sehr umfangreiches Review.
    Gebe zu, dass mir es auch nicht bewusst war, dass die LT so gnadenlos “zumacht”. Ist mir persönlich aber egal, da mein sweetspot auch bei ~3,7-3,8 V liegt. und wenn ich merke, dass die LT es nicht mehr bringt, kommt ein neuer Akku rein (lt. Anzeige bei ca.3,5 V).
    So wie es aussieht, hat der V-Max seine Chance vertan. Wer fordert die Provari als nächstes heraus ? Für das Geld kann es doch nicht so schwer sein, oder ??

    Gut Dampf !

    Anm.: die LT 1.5 wird nicht von L-Rider produziert

  15. Hollywoodon 04 Jul 2012 at 14:45

    Danke für diesen ausführlichen Test. Hab mir zum Einsteigen nämlich ein Lavatube-Set von L-Rider gekauft. Bin soweit auch mit 3,8V zufrieden (manchmal auch 4,2V). Überlege nun ob ich mir doch die besseren Akkus bestelle, also wie von dir empfohlen AW IMR 18650-2000. Passen die problemlos in die LavaTube und könnte ich die mit dem TrustFire-Ladegerät (zumindest eine zeitlang) vernünftig aufladen ? Oder verschandel ich die guten Akkus mit dem billig Ladegerät ?

    Danke fürs Antworten

    Hollywood

  16. adminon 04 Jul 2012 at 14:50

    Wenn du die Akkus sofort nachdem die auf grün Wechseln rausnimmst, sollte das jetzt mal Übergangsweise schon OK sein. Prüfe aber mal ob bei dir an den Stromsteckern auch die Isolierung bricht, wenn du das Kabel da direkt am Stecker biegst..

    Deutlich billiger als die AW IMR 18650-2000 ist übrigens die Panasonic CGR18650CH, die gibts zum Beispiel bei akkuteile.de. Diese Akkus sind sogar noch einen Tick besser als die AW.

  17. barakielon 07 Sep 2012 at 08:59

    Hallo,

    bin auf der Suche nach einer Provari und dadurch auf Deine Seite gestoßen.

    Ich habe absolut keine Ahnung von dieser Sache. Ich kann auch die Beschreibung nicht verstehen.

    Mein Mann ist Dampfer und wünscht sich eine Provari. Als Überraschung will ich ihm eine schenken und blicke nicht durch.

    Wo kann ich diese bestellen, was muss ich noch dazu bestellen oder beachten?

    Ist die Provari das Beste auf dem Markt?

    Wäre nette, wenn ich einen Link bekommen könnte.

    Danke und viele Grüße

  18. adminon 07 Sep 2012 at 10:45

    Hallo Barakiel,

    Der Provari ist sicherlich der “Ferrari” unter den Akkuträgern. Ein sehr guter, aber auch sehr teurer Akkuträger. Ob man soviel Geld für ausgeben möchte, dass muss jeder für sich selbst entscheiden – ich würde es immer wieder tun :-) Für mich ist die Provari derzeit das Beste auf dem Markt.

    Bezugsquellen für Provari wären z.b.:

    http://www.dampfdings.com/ProVari-in-Deutschland-online-bestellen/

    oder http://www.e-raucher-versand.de/epages/62985746.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/62985746/Categories/eZigaretten/ProVape

    oder hier sehr günstig eine Preorder (Lieferzeit ca. 2 Wochen): http://www.steamerslounge.de/index.php/cat/c110_Provari-Provari.html

  19. adminon 07 Sep 2012 at 10:57

    Ooops.. vergessen. Dazu bestellen müsstest du dann noch einen Akku in der passenden Größe: entweder

    Für die Provari Mini:

    - einen 18350er Akku,
    - oder einen 18490er oder 18500er Akku + Erweiterungskappe

    Für die “große” Provari V2:

    - einen 18490er oder 18500er Akku
    - oder einen 18650er Akku + Erweiterungskappe

    Falls nicht schon vorhanden, ein dazu passendes Ladegerät (Empfehlung: z.b. Xtar WP2)

    Ganz nützlich ist auch noch ein sogenannter 510-auf-Ego Adapter, den gibts schon um 2,50 rum, dass muss nicht der teure von Provape sein.

    Zu den Akkus: die müssen einen Nuppel am Pluspol haben, damit die im Provari funktionieren (technisch korrekte Bezeichnung “Button Top”), bei den 3 Links von da oben findest du die passenden Akkus gleich mit bei den Akkuträgern.

  20. SabbelMRon 07 Sep 2012 at 13:07

    “bei den 3 Links von da oben findest du die passenden Akkus gleich mit bei den Akkuträgern.”

    In 18650 am Besten den Panasonic CR18650CH (IMR) mit Nuppel:

    http://www.mountainprophet.de/2012/08/24/dampfakkus-und-der-pansonic-cgr18650ch/

    :)

  21. Matzeon 20 Jun 2013 at 15:52

    Hey Leute,

    sorry,dass ich jetzt so alte Sachen hier wieder ausgrabe…
    Hätte da mal eine frage,die mir heute so spontan in den Sinn kam.

    Der PV misst ja die Akkuspannung unter Last. Andere (wie LT, Vamo, etc.) kümmern sich ja herzlich wenig um das “Lastproblem”.

    Wenn der PV also nun bei 3,3V (unter Last) seine Arbeit verweigert, würde der Vamo sagen “Gib Gas,da geht noch was!”.

    Wird man nun also von seinem Vamo, LT, etc. angelogen, oder ist der PV dahingehend ein wenig “sensibel” ? Ich denke ja schon,dass es eigentlich Sinn macht, die Akkuspannung unter Last zu betrachten…

    Bin mal auf eure Expertenmeinung gespannt ;-)

    Beste Grüße,

    Matze

  22. Matzeon 20 Jun 2013 at 15:58

    Sorry,vielleicht etwas unverständlich,der Post oben:

    Es geht dabei natürlich um die Akkurestspannung. Nicht dass das falsch verstanden wird ;-)

  23. Matzeon 23 Jun 2013 at 21:42

    Ok,nochmal alles auf Anfang.

    Anscheinend gibt es da ein Kontaktproblem mit den älteren Panasonics CGR CH und dem Provari. Die Löcher im Nuppel hatten Grate, wodurch der Kontakt zum Provari nicht zu 100% gegeben war. Mir kam das so spanisch vor, dass der Akku so rasend schnell entladen sein sollte und aufm Vamo noch 3,8V Restspannung hatte. Abfeilen schaffte dann auch etwas Abhilfe. Mit der neueren Version des Akkus (weißes “Plättchen” um den Nuppel) gibt es das Problem anscheinend nicht mehr. Mit denen funktionierts bislang reibungslos…

    Beste Grüße,

    Matze

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