Feb 24 2012

Wandelbarer Akkuträger Mako Maksi – ein bissl enttäuscht

veröffentlicht in Kategorie eZigaretten  

Man liest nicht viel über den Mako Maxi – über seinen Bruder, den Megalodon (oder auch kurz “The Don” genannt) liest man viel mehr… Ich hab mich jedoch beim Stöbern bei einem britischen Dampfershop in die auf den Fotos doch recht edel anmutende Optik des Mako verguckt und ihn dann letztendlich auch bestellt. Nach ca. 7 Tagen Wartezeit traf er gestern aus England ein.. Hmm.. schauen wir mal..

Schrecklich viel zu schreiben gibt es bei solchen rein mechanischen Akkuträgern irgendwie nicht. Und ein bissl amüsieren mich die Testvideos wo 10 Minuten über die Dampfqualitäten eines Akkuträgers schwadroniert wird.. Also fasse ich mich hier relativ kurz:

Der Mako Maksi ist ein flexibel anpassbarer, ungeregelter, rein mechanischer Akkuträger: In Hub und Akku-Länge justierbarer und verriegelbarer “Popo”-Taster unten, eines von drei möglichen Rohren, in das man den Akku seiner Wahl reinsteckt, oben ein Kopfstück mit wechselbarem Gewinde für einen von 3 unterschiedlichen Einsätzen für den Verdampfer-Anschluss, das war es im Prinzip auch schon. Mehr ist da erst mal nicht.

Die Mako Maksi – hier mit einem 801 Noname Watteverdampfer, der ist eigentlich grade, weiss nicht, warum das aufm Bild krumm aussieht..

 

 Abmessungen Mako Maksi:

Durchmesser an der dicksten Stelle (schwarzes Akkurohr): 19,1mm
Durchmesser Messingkopf: Außen 18,8mm  /  Innen 14,8mm
Akkurohr “Maksi”: Außendurchmesser: 19,1mm / Innedurchmesser: 16,2mm / Länge: 82mm
Gesamtlänge Ausführung “Maksi”: 100,5mm

Gewicht Mako Maksi

Mit Akku IMR14650: 86g
Ohne Akku: 59g

Mögliche Verdampfer:

Beim Kauf des Mako kann man selber wählen, ob man nun den 510er, einen 801er oder einen 901er/808er Anschluss haben möchte. Wer sich später umentscheidet, der kauft dann eben schnell einen neuen Gewindeeinsatz nach und kann so ganz einfach umrüsten, 510er Anschluss abgeschraubt und dann den 901er Einsatz reingeschraubt, fertig. Alles kein Problem.  Seit der Version 3 wird der 510er Anschluss übrigens als Kombi-Anschluss für 510er und 801er VD ausgeliefert – ein mitgeliefertes kleines Messing Schräubchen in das 510er Gewinde geschraubt und schon wird der 510er zu einem 801er Anschluss. Schlau! Und zu guter Letzt kann man dann immer noch per aufgeschraubtem weiteren Adapter weiter adaptieren.. Ja, da geht so einiges mit dem Mako.

Mako – links: 510er Anschluss ohne Knubbel, rechts 801er mit Knubbel eingesetzt

 

Unterstütze Akkus

Ähnlich flexibel ist der Mako auch bei der Wahl der Akkus.. Es gibt für den Mako drei unterschiedliche lange “Mittelteile”:

  • die lange Version  “Mako Maksi” genannt, erlaubt entweder den Betrieb mit 3.7V mittels eines mehr oder weniger üblichen 14650 Akkus, oder mit einem proprietärem 5V Akku mit etwas dürftigen 400mAh (meines Wissens nur bei Moju Republic erhältlicher) angeboten, der zudem nur mit dem ebenfalls nur bei Moju erhältlichen Ladegerät geladen werden kann
  • die mittlere Version “Mako Midi” gehen entweder 3.7V mit 14500er Akku  oder den Betrieb mit 6V, dazu wird dann statt dem 14500 zwei 2 CR2 Akkus übereinander gestapelt. Es soll auch eine KOmbination geben, die 7.2V bringt
  • und zum guten Schluß gibts dann noch die “Mako Minno” Version mit 3.7V per 14250er Akku bzw einer CR2.

Wer sich nicht festlegen will, bestellt einfach ein Set, z.b. Mako Maksi und dann das Minno und das Midi Rohr als Ersatzteil mit dazu und hat nun alle Optionen offen 3.7V, 5V, 6V & 7.2V je nach verwendetem Mittelteil und Akku.

Mal abgesehen von den CR2 Zellen in Reihe, diese bitte *NUR* Protected, ist es dem Mako relativ egal ober nun IMR oder Protected, oder gar noch Unprotected, ob mit Nase oder Flach, das spielt keine Rolle: Unterschiede in der Länge der Akkus können über die Justierschraube am Popo-Taster, durch nachziehen der Verdampfer-Einsätze (nicht 510er!) oder aber durch Hinzufügen von O-Ringen (beim Modell Maksi nicht mitgeliefert) individuell an den jeweiligen Akku angepasst werden.

 

Baukasten Akkuträger:

Im Grunde sind die 3 “augenscheinlichen” Mako Modelle also nix anderes, als im Baukasten Prinzip zusammen gesetzte Varianten der selben Teile mit unterschiedlich langen Akku-Halter-Rohren in der Mitte. Dieses Baukasten System geht übrigens noch weiter: die selben Komponenten kommen zum Teil auch beim Megalodon zum Einsatz:  der  “Popo-Taster” und die diversen Gewinde. Kauft man einen Mako, hat man schon den “halben” Don (und umgekehrt). Nun gegen solch eine Bauteil Wiederverwendung spricht ja erst mal nichts..

Obere Kappe und Popotaster der Mako Reihe (Mako Maxsi, Mako Midi und Mako Minno)

Obere Kappe und Popotaster der Mako Reihe (Mako Maxsi, Mako Midi und Mako Minno)

 

Sicherheit:

Der Mako kann IMR und Protected Akkus problemlos verdauen, zwecks Entlüftung im Falle eines ausgasenden Akkus ist fast ungehinderter Luftfluss über den Popo-Taster möglich. Der Popo-Taster kann durch 90° Drehung gesichert werden, dann ist kein versehentliches Auslösen mehr möglich.

Mako Serie und Megalodon: justierbar – der Popo-Taster von der Seite

 

Verarbeitung:

Kopf und Popo-Taster sind aus massivem, schweren Messing, sehr solide gearbeitet. Das Akkurohr in der Mitte ist leichtes Alu,  in Schwarz oder Neu auch mattiert schwarz oder weiß. Das hört sich alles nicht schlecht an bis hierhin, ja.. aber nun wirds leider nimmer ganz so schön.

  • Die Schraube, mit dem das Verdampfergewinde im Kopfteil festgeschraubt wird und die gleichzeitig auch als Pluspol/Mittelkontakt dient ist eine schnöde Baumarktschraube, die wie von einem Laien unsauber mit einem Dremel in der Mitte durchgeschnitten wurde – leider musste dazu anscheinend 2mal angesetzt werden, entsprechend ausgefressen sieht es aus. Das wirkt irgendwie so überhaupt nicht elegant.
  • Das Messingkopfteil zierten von vornherein mehre deutlich sichtbare Kratzer, zum Kaschieren der Mängel wurde “streifig” und insgesamt fleckig und gar nicht schön auf Hochglanz poliert.
  • Das Schwarz anodisierte Akkurohr meiner Maksi Version ist uneben, mit sicht- und fühlbaren Riefen und Langsrillen.
  • An den Übergängen vom Akkurohr zu Kopf- bzw. Fußteil aus Messing wurde “die Farbe vergessen”, dort blitzt hell das Alu vor. Der Bereich wird normalerweise mit O-Ringen verdeckt, aber bei meinem Maksi waren ja keine O-Ringe dabei. Auch dieser optischer Makel stört mich etwas.

Übergang vom “Akkurohr” zu den Kopfstück nicht wirklich hübsch mit dem blanken Alu

  • Die hübsche Blechdose zur Aufbewahrung hatte schon die eine oder andere Beule als ich mein Päckchen öffnete.

 

Mein Fazit:

Der Mako in der von mir gekauften Maksi Version hinterlässt einen doch zwiespältigen Eindruck, stabile, wertige Materialien, machen einen guten, zuverlässigen Eindruck, die gebotene, hohe Flexibilität mit den mannigfaltigen Konfigurationsmöglichkeiten auf der einen Seite können jedoch die optischen Mängel und das, was ich gerne “Schludrigkeit in der Fertigung” nennen würde, nicht ganz vergessen machen.

Etwas verwirrend ist die Frage welcher Akku mit welchem Mittelteil brauch ich nun um xx V zu dampfen, aber allein das Vorhandensein dieser Wahlmöglichkeit dürfte für einige ein Kaufargument sein. Wobei man auch sagen muss, nimmt man alle 3 Akkurohre, dann wirds dann langsam preislich auch wieder etwas . Der Mako mit einem Rohr kostet 55,- Euro, die 2 anderen Rohre dann nochmal jeweils 15,- Euro oben drauf. Die Sache mit dem 5V Akku und der Tatsache dass man diesen und das einzige Ladegerät nur da bekommt machen die eigentlich sehr interessante 5V Option für mich allerdings uninteressant.

Der Mako wirkt enorm stabil und bringt angesichts der verwendeten Rohmaterialien auch ein ordentliches Kampf-Gewicht mit ins Rennen, kaputt geht garantiert in meinem Leben nichts am Mako, wenn dann am ehesten noch die Feder im Popo-Taster und die gibts fürn Euro fuffzich genau wie alle anderen Teile als Ersatzteil auf der Shopseite..

Ein ganz persönliches Problem habe ich dann noch zusätzlich mit dem Popo-Taster, das liegt mir einfach nicht, dieses Bedienkonzept. Weiss nicht, ob ich mich jemals daran gewöhnen kann.

Letztendlich habe ich mir den Mako bestellt, weil ich eine ganz bestimmte Optik gesucht habe, Schwarz mit Gold/Messing-Applikationen – da ist die Auswahl ja sehr knapp. Schwarz mit Messing habe ich nun bekommen, aber das erhoffte edle Gefühl mag sich nicht so richtig einstellen. Nungut, bei einem Kaufpreis von 50,- Euro darf man vielleicht auch nicht zuviel erwarten. Er versprüft so etwas den rauen Charme eines unverwüstlichen Handwerkszeiges – jetzt wo ich diesen Satz schreibe kommt mir in den Sinn, dass dies ja gar nichts Schlechtes ist – nur eben nicht, wenn man auf edle Eleganz gehofft hatte… An der Plastik-Babyrassel Lavatube zieht der Mako was Optik und Qualität angeht locker vorbei, aber ein Bulli Elite in Edelstahl z.B. hmm.. das ist dann schon nochmal eine andere Liga..

Größenvergleich:

Von oben: eGo-C, Mako Maksi mit 801er WatteVD, Provari mit A2TM, Lavatube mit 510er & Driptip

 

4 responses so far

4 Responses to “Wandelbarer Akkuträger Mako Maksi – ein bissl enttäuscht”

  1. Normanon 23 May 2012 at 21:41

    Hey,

    ich interessiere mich für den popotaster vom megalodon. kann man den irgendwo einzeln kaufen.?
    oder Vllt könnten sie mir eine Quelle nennen, wo man solche taster bekommt.

    Gruß

  2. adminon 23 May 2012 at 22:58

    Der Popotaster des Don, sobald mal wieder Lieferbar, findet sich hier: http://www.mojurepublic.com/products/Adjustable-Switch-for-Don%7B47%7DMako-V3.html

  3. SabbelMRon 26 Jun 2012 at 03:37

    Hast du den Mako Makisi noch?

    Passt da der Sanyo US16650ZT 2200mAh rein?

    Nur mal so aus Interesse..

  4. adminon 26 Jun 2012 at 03:43

    Nein, den Mako hab ich dann im Flohmarkt weiter verkauft.. Vom Bauchgefühl her würde ich sagen, mit dem Maxi Rohr und dessen Innendurchmesser könnte es grad so gehen..

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