Feb 18 2012

Biansi iMist Revision vs Joyetech eGo-C / Janty Neo

veröffentlicht in Kategorie eZigaretten  

Fast könnte man sagen, der neue Herausforderer (Biansi iMist Revision) gegen den “alten Hasen” eGo-C, aber letztendlich ist die eGo-C noch gar nicht so alt. Beide führen Kosteneinsparungen bei den Folgekosten durch Verdampferverschleiß als Hauptmerkmal auf, beide bieten solide, problemlose Performance auch für Viel-Dampfer (oder ehemalige oder künftige starke Ex-Raucher), beide basieren im Grunde auf dem guten alten eGo Akku und dem selben Verdampferprinzip mit Docht führt Liquid von oben zur Glühwendel im Töpfchen unten, benutzen ein fast identisches Tanksystem und kosten fast das Selbe. Aber schaut man mal genauer hin, dann fallen Unterschiede auf:

 

Von oben: Biansi iMist Revision 900mAh, Janty Neo 650mAh, Joyetech eGo-C 650mAh

 

Biansi iMist Revision Joytech eGo-C
Preis des Startersets: 98,00 Euro (in 900mAh Version) 89,00 Euro
Verfügbare Farben: Chrome oder “Gunmetal” schwarzes Chrome Schwarz (matt) oder Edelstahl
Inhalt des Startersets:
Tanks: 5x Stück, ca. 0,9ml nutzbar mit zusätzlicher Silikondichtung am Einstichsloch des Dorns 6x Stück, ca. 0,9ml nutzbar. Hartplastik ohne weitere Dichtung (Silikonkappen gibts extra von Drittherstellern)
Verdampfer: 2x Verdampfer bestehend aus Unterteil mit Wendel und einem Oberteil (mit austauschbaren Docht) 2x Verdampferträger (“Unterteil”) mit 2x Cone. Darin befinden sich jeweils 1 von insgesamt 5 mitgeliieferten Verdampfertöpfchen
1,8 Ohm 2,2 Ohm
Akkus: Startersets gibts wahlweise mit
2x 650mAh oder 2x 900mAh oder 2x 1100mAh
Starterset nur mit 2x 650mAh,
größere Akkus als Zubehör erhältlich
5-Klick Abschaltung,
keine Ladezustandsanzeige,
blinkt wenn leer.
5-Klick-Abschaltung,
Ladezustandsanzeige (voll, halbleer, fast leer)
blinkt wenn leer
fängt bei 4.2V an und fällt stetig
(und daher wohl ungetaktet)
~3.4V getaktet
Netzteil: identisches Steckernetzteil & USB Ladekabel
Sonstiges: Silikon Verhüterli fürs Mundstück
3 zusätzliche Ersatzverdampferköpfchen
Kosten Ersatz VD: 9,90 Euro pro Unterteil
0,90 Euro pro Ersatzdocht
4,90 Euro pro Verdampferköpchen inkl. Docht

Der Dampf:

Beim Vergleich von Dampfmenge und Dampfdichte zieht die iMist Revision ebenso mühelos an der eGo-C vorbei wie auch in Flash und Geschmack und kann so die eGo-C deutlich hinter sich lassen. Gegen die Janty Neo, die ein sehr dichtes (und warmes) Geschmackserlebnis herbei zaubert muss die kühle iMist sich in Geschmacksfragen jedoch geschlagen geben, übertrifft sie jedoch im Flash, der Flash der iMist ist härter mit mehr “Punch”. Wobei man sagen muss, die schwühle schwere Süße, welche die Neo aus z.b. meinem Pfirsich Aroma herauszaubert, muss man mögen, das ist vielleicht jetzt nicht jedermanns Fall, die iMist ich weiss nicht wie ichs sagen soll, bewahrt für mich einen rauchigeren Charakter, während die Neo teils zur “Süßspeise” mutiert, in der man zu ertinken droht.  Insgesamt ist die iMist im Zugverhalten luftig und leicht zu ziehen.

Das Tanksystem der iMist Revision:

Im Grunde sind die Mundstücke/Tanks der iMist identisch mit denen der eGo-C, mit dem einzigen Unterschied, dass das Loch für den Dorn bereits ab Werk geöffnet ist und rund um das Loch eine Silikondichtung für bessere Dichtigkeit sorgt. Zum Befüllen nimmt man entweder eine Spritze und füllt direkt durch das Loch für den Dorn, oder aber man zieht das Deckelchen des Tanks ab und kann dann auch die normale Liquidflasche nehmen.

Das erste Mal geht das Abziehen des Deckelchens etwas schwer, am besten fährt man mit dem Daumennagel in die kleine Fuge entlang des Tankdeckels, drückt ein bissl zusammen (da sind 2 kleine Haltenasen) und zieht dann nach oben das Deckelchen weg.

 

Der Verdampfer

Sowohl iMist Revision als auch eGo-Cs große Neuerung ist die Art und Weise, wie mit dem Verschleißteil Verdampfer umgegangen wird. Bis zu eGo-C war es üblich, dass beim Ableben des Verdampfers im Prinzip die halbe eZigarette weggeschmissen und neu gekauft werden musste, das ist nun nicht nur wenig ressourcenschonend, sondern auch relativ teurer.

Die eGo-C Macher kamen nun auf die Idee, den eigentlichen Verdampferteil, ich nenne das das “Verdampferköpfchen” vom Rest des Gehäuses zu trennen und einzeln austauschbar zu machen. Geht nun ein Verdampfer kaputt, tauscht man bei der eGo C einfach nur dieses kleine Köpfchen. Ein einzelnes Köpfchen kostet etwa 4,90 Euro – ein kompletter Verdampfer des Vorgänger meist um die 7,- Euro rum. Die Ersparnis ist also durchaus vorhanden.

Ego-C Verdampfer – oben: Tank mit Mundstück, Verdampfer Cone, unten: Verdampferköpfchen, Unterteil

Biansi iMist Revision – von links: Tank mit Mundstück, Unterteil mit Wendel, Oberteil mit Docht

Einen anderen Ansatz verfolgt Biansi in der iMist Revision: der Verdampfer ist einfach 2 geteilt – mitten durch den Verdampfer läuft ein Gewinde und teilt diesen in Unterteil mit Glühwendel und Oberteil mit Docht.

iMist Verdampfer nach 20ml Kaffeeliquid.. Reinigung angebracht..

 

Geht ein Verdampfer endgültig kaputt, dann muss das Unterteil ersetzt werden. Der Docht im Oberteil ist leicht wechselbar, einen Ersatzdocht kann entweder für 0,90 Euro gekauft werden oder aber man bastelt ihn aus ein bisschen ESS und Glasfaser für wenige Pfennige selbst.

Unterm Strich betrachtet ist das Konzept der iMist bei dem derzeitigen Neupreis des Unterteils von ca 9,90 Euro pro Unterteil teuer als der Austausch eines eGo-Köpfchens, ja selbst Neukauf eines alten eGo-T Verdampfers.

Aber da gibt es jetzt noch einen Faktor, der für die iMist spricht und so das Wertungspendel wieder ein bissl zurück in Richtung iMist schwingen lässt: die Verdampfer der iMist Revision lassen sich spielend einfach reinigen, ja, besser noch als die schon gute Wartbarkeit der eGo-C, was letztendlich den Totalausfall eines Verdampfers bei sachgerechtem Umgang wesentlich reduzieren sollte. So lassen sich Wendel und Verdampferinnenraum problemlos reinigen, die Wendel liegt nach dem Aufschrauben offen vor einem. Auswaschen, ein Vodka Bad oder auch einem vorsichtigen Dryburn steht nichts im Wege. Docht tauschen oder reinigen oder kurz ausbrennen ist ebenfalls sehr einfach und kann auch von Anfängern durchgeführt werden

Schon die eGo-C ist erfreulich leicht zu warten, aber etwas umständlicher als die iMist, alles viel kleiner, Dornplatte abhebeln, Docht tauschen, das trauen sich viele eGo-C Neulinge nicht. Den Punkt “Wartung selber machen” gebe ich daher der iMist.

Nochmal ein kurzer Blick zur Janty Neo: Die Puromizer der Janty Neo lassen sich defakto nicht warten, die funktionieren entweder oder sie funktionieren nicht. Funktioniert es nicht mehr, gibts vielleicht noch das Wodka Bad, aber ein Dryburn ist nicht machbar. Die Verdampfer der Neo – der komplette Puromizer – ist dann mit ca.13,- Euro das Stück auch nochmal teurer als ein Verdampferunterteil der iMist.

Im Zuge des Dryburns auf der iMist ist mir dann auch aufgefallen, wieviel Liquid der iMist Verdampfer selbst speichert, ich vermute mal, das liegt an der recht großen Menge an Edelstahlgeflecht, dass den Wendel und sein Keramikbecken umgibt. Den Wendel tatsächlich trocken zu brennen dauert ungewöhnlich lange.  Ich vermute mal weiter, dass genau dieser “Liquidspeicher” maßgeblich dafür verantworlich ist, dass die iMist so gutmütig über kleinere temporäre Nachflussprobleme hinweg geht.

Die Verdampfer der iMist Revision sind sogenannte Low Resistance Verdampfer, haben also einen geringeren Wiederstand (ca. 1.7 bis 1.9 Ohm gemessen habe ich gemessen) als die Verdampfer der eGo-C mit ihren 2.1-2.3 Ohm. Low Resistance heisst hier: mehr Dampf & mehr Flash bei weniger “Strom”.

Siffen oder nicht:

Der Siliconeinsatz rund ums Loch für den Dorn dichtet in der Tat besser ab, als die Standard Ego Hartplastik Tankdeckel, was auch nochmal dem Liquidnachfluss zugute kommen müsste.  Bei der iMist wie auch der eGo-C sifft nix. Die Kondensatbildung im Mundstück liegt ganz im Gegensatz zur feucht-fröhlichen Janty Neo gleichauf mit der eGo-C im grünen Bereich, den obligatorischen Tropfen Kondensat am Akkuanschluss finde ich auch bei der iMist.

Stromversorgung:

Während man Startersets der ego-C (zumindest der Original eGo-Cs) nur mit 650mAh Akkus bekommt, lässt einem iMist die Wahl, der Starterset Käufer kann sich entscheiden, ob er 650mAh, 900mAh oder 1100mAh haben möchte. Die iMist Akkus sind voll kompatibel zu normalen eGo Akkus und auch anders rum können eGo-Akkus auch mit dem iMist Verdampfer genutzt werden.

Die iMist Akkus bieten 5-Klick Abschaltung, aber keine Ladezustandsanzeige. Die Akkus sind nach meinen dafürhalten ungetaktet, d.h. die Dampfleistung nimmt kontinuierlich und immer stärker zunehmen mit dem Abfall der Akkuladung ab. die eGo-C Akkus sind getaktet und bleiben länger, wenn auch auf niedrigerem Niveau stabil.

Letztendlich finde ich den Komfort der eGo-C Akkus noch immer unerreicht, Taktung & Ladezustandsanzeige klingt vernachlässigbar, sind aber echte “Nice to Haves”, die ich seither bei jedem anderen Akku vermisst habe.

Selber zusammenkaufen:

Wer bereits mehr als genug Ego-C Akkus und Ladesteckerchen hat, der kauft sich den Verdampfer einfach einzeln, Oberteil, Unterteil und 1 Tank/Mundstück kosten als Set zwischen 15,- und 19,90,- Euro. Zusätzlich Tanks kosten um 1 Euro pro Stück.

iMist Revision Verdampfer auf Provari und Lavatube:

funktionieren bei Verwendung eines 510->Ego Adapters sehr gut. Es verbleibt je nach Länge des Adapters ein mehr oder weniger großer Spalt, der Mangels passender Blenden erst mal nicht verdeckt werden kann. Letztendlich hat dies zur Folge, dass ein iMist Verdampfer auf einer Provari oder auf einer Lavatube noch etwas mehr Luft zieht, als wenn er fest auf einem Akku aufgeschraubt ist. Beheben lässt sich das Problem mit einem Dichtring aus dem Sanitärfachhandel.

iMist Revision Chrome auf Provari Satin Silver

Tatsächlich ist ein iMist Verdampfer derzeit fest mit meiner zweiten Provari “verheiratet”, die Kombination Akkuträger und iMist Verdampfer gefällt mir richtig gut. Ich betreibe den iMist Verdampfer je nach Liquid zwischen 3,8V und 4.2V.

Mein Fazit:

Das Aussehen einer iMist in Gunmetal Black (schwarzes Chrom) ist sensationell. Ein sehr schönes Dampfgerät. Auch die Chrome weiss zu Gefallen. Der Akku ist leider “nur” Ausdauernd, lässt aber die Komfortfunktionen eines echten eGo-C Akkus vermissen.

Was würde ich einem Neu-Dampfer raten..

eher eGo-C oder eher die iMist? Hier gewinnt ganz klar die iMist, auch wenn der Akku nicht soviele Funktionen hat. Dampfleistung und einfache Wartung sprechen eindeutig für die iMist, trotz zumindest augenscheinlich höherer Verbrauchskosten. iMist oder Janty Neo.. Schwierig. Ich finde den Geschmack der Neo noch immer überragend, aber wie in meinem Janty Neo Testbericht schon gesagt, ist die Neo nicht ohne ihre Eigenheiten.

Ich persönlich…

werde nur einen Verdampfer der iMist benutzen, keine kompletten Sets, die machen auf einem Akkuträger richtig Spass! Die Frage, was soll ich auf meinem Lavatube oder meinem Provari denn benutzen, wenn ich keinen Selbstwickler haben möchte oder mein Lieblingsverdampfer nun wieder seit Monaten nicht lieferbar ist, kann ich jetzt ganz klar beantworten: probier doch mal nen iMist Verdampfer!

Ich sags Euch jetzt mal ganz ehrlich, der iMist dampft besser als die ersten paar meiner Wickelversuche mit dem Bulli A2TM.. Ja, ich bin kein Wickelmeister, denn auch das will eben auch gelernt sein, und grad für Neuwickler wie mich ist so ein “Ok, nix geht mit meiner Wicklung, ich muss jetzt aber trotzdem was Dampfen”-Notfall-Verdampfer eine sehr nette Reserve..

 

Preistipp iMist Ersatzteile/Verbrauchsteile:

Die Teile kosten:

  • Kompletter Verdampfer (Ober- und Unterteil): 10,20 Euro
  • Nur Unterteil mit Wendel: 7,00 Euro
  • Nur Oberteil mit Docht: 3,15 Euro (braucht man eigentlich nicht)
  • Ersatztank  mit Silicondichtung: 0,60 Euro / Stück (es gehen auch die mit Silokondeckel oder zur Not normale eGo-Tanks)
  • 5er Pack Ersatzdochte ham se derzeit nicht, soll aber 1,50 kosten.. das Set! (das ist nimmer viel teurer, als die aus ESS und Glasfaser selber zu basteln)

Leider derzeit nur in Chrome silber, Gunmetal Black ist derzeit nicht ab Lager.

2 responses so far

2 Responses to “Biansi iMist Revision vs Joyetech eGo-C / Janty Neo”

  1. wolkendampferon 22 May 2012 at 22:49

    Ich habe mich eben im Wolkendampfer Blog selber kommentiert, und zwar den Beitrag, der auf Deinen sehr interessanten Vergleichstest zwischen Janty Neo Classic, Bianis Imist Revision und Joyetech eGo-C aufmerksam macht. Und den schreibe ich jetzt gerne auch hier noch mal rein. Schliesslich schadet markante Diskussion weder hier noch dort :)

    Hier beginnt meine Meinung: Ich kann die drei Kandidaten nämlich drehen und wenden wie ich will. Die Neo hat für mich eine LED zu viel und das Starter Kit einen Ring zu wenig. Blind nachfüllen bis es kleckert ist auch nicht mein Fall. Dass der Imist Verdampfer zerlegbar ist und so leichter einer Reinigung zugänglich, finde ich nett. Bloss warum soll ich mir das antun, wenn ich bei der eGo-C einfach einen neuen Verdampferkopf einstecken kann? Wer unbedingt zerlegen möchte, kann das auch mit einem eGo-C Verdampfertöpfchen tun. Dazu kommt, für die eGo-C bekomme ich an jeder Ecke Einzelteile. Fazit: In Preis/Leistung und Unkompliziertheit ist die eGo-C für mich derzeit immer noch unübertroffen.

    Und hier endet meine Meinung :)

  2. adminon 23 May 2012 at 02:16

    Hi Wolkendampfer..

    tjo, das is so ein Ding, wo man vortreffich drüber fachsimpeln kann. Ein Ring zuwenig ja, das finde ich auch sehr Schade.. eine LED zuviel: ein bissl BlingBling darfs bei mir schon sein. Befüllvorgang ohne Zweifel umständlich. Aber auch ansonsten ist die Neo eigentlich ein bissl ein Außenseiter, denn das Konzept und das “Dampfgefühl” der Puromizer (sprich eigentlich ein Clearo) weicht doch arg vom gewohnten VD (Imist & Ego) ab, das muss man mögen.

    Ich würde dir zu deinem Urteil bzgl der eGo-C fast vollständig zustimmen, wenn ja wenn ich die Imist sowhl vom Geschmack als auch vom Dampfmenge nicht deutlich der ego-C überlegen finden würde..

    Lustigerweise sind ja auch inzwischen die Preise der Imist gepurzelt, was die ganze Sache ja nochmal etwas Durcheinander würfelt.

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