Sep 10 2011

AVG verarscht die Nutzer mit Antivirentool für WP7

veröffentlicht in Kategorie Computer  

Da hat sich AVG, der Hersteller eines recht populären kostenlosen Virenkillers für PCs, aber mal ein Ei gelegt. Als kostenlose “AVG Security Suite” angepriesen kam das Machwerk in den Wp7 Appstore, Virenschutz und SafeSearch Filter für das Windows Phone 7 – und notwendig wie Kropf. Eine nutzlose App anzubieten ist das eine, wenn diese nutzlose App dann aber ein Verhalten aufzeigt, das auch mit dem Begriff Malware bezeichnet werden kann, dann wirds ganz kurios.

Mal abgesehen davon, dass auf der geradezu paranoid geschlossenen WP7 Plattform ein Antivirentool gar keinen Zugriff ausserhalb der eigenen Sandbox hat und so auch gar nix erreichen kann, es kann überhaupt keine anderen Programme scannen, so liegt der einzige Zweck dieses AVG Tools wohl in der Anzeige von Werbung und das heimliche Sammeln von GPS Daten nebst Nutzerdaten und sonstigen sensitiven Informationen, die AVG nunmal rein gar nix angehen – aber lustig an AVGs Server übermittelt werden. Damit ist, wenn man es mal auf die Spitze treiben will, AVGs Security Tool die erste Malware/Spyware, die mir auf WP7 begegnet ist.

Rafael Rivera von Windows Inside nahm sich gleich mal die Virendefinitionsdatei dieses “Virenkillers” zur Brust und veröffentlichte den Inhalt. Es ist geradezu lächerlich: in der Virendefinitionsdatei sind gerade mal 2 Einträge: einmal das Wort “eicar” – das ist der gängige Name einer Testdatei, um Virenkiller auszulösen und ein einziges Wort in Hebräisch. Das wars. Lächerlich. Nutzlos.

Konsequenterweise hat Microsoft dieses Machwerk inzwischen aus dem Marktplatz geschmissen. Ein fußlahmer Erklärungsversuch von AVG findet sich im AVG Blog hier.

Mein Fazit:

Ein Hersteller, der sich zu sowas hinreissen lässt, gehört auf meine Liste an “Firmen, die nicht gehen”. Punkt. Ich werde künftig sicherstellen, dass AVG Produkte in meinem Umfeld keinen Einsatz mehr finden und werde bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf diese Schweinerei hinweisen. Ist übrigens nicht das erste Mal, dass mir AVG wegen unseriösen Geschäftspraktiken sauer aufstößt: ich erinnere nur mal an das Fiasko beim Versionssprung auf v7.5, bei dem Anwender der kostenlosen Version in kostenpflichtige Abos “überführt” wurden. Einer Firma mit solchen Geschäftspraktiken gehört boykottiert. So, und nun werde ich die frohe Kunde gleich noch auf ein paar weiteren Blogs posten, damit AVG den vollen Lohn für seine Taten ernten kann.

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