May 20 2011

Mein Kunde ist verseucht…

veröffentlicht in Kategorie WebWork  

Einer meiner Kunden, ich glaub polnischer (?) Spirituosen Importeur, hat sich an seinem Rechner einen Virus eingefangen und schickt mir seinem kompletten Adressbuch nun alle paar Stunden brandheisse Investmenttipps auf verseuchten Webseiten. Na wunderbar… Eigentlich geht es mich nix an, er nutzt keinen SMTP Server bei uns und verschickt den Virenspam via T-Online über seine Freemail Adresse. Ich schreib ihm trotzden eine kurzes Mail. Keine Antwort. Nun, das wundert mich nicht, ich weiss nicht warum er überhaupt eine eMail Adresse hat, ich glaub, der liest das gar nicht mal. Fax hat er auch keines mehr, das war ihm zu lästig. Anrufen bringt nix, geht nur der Kollege dran, der spricht kein Wort in einer Sprache, die ich spreche, das hab ich schon zig mal versucht. Vorbeifahren bei ihm? Das ist ein ordentliches Gegurke bis da hin und wieder retour und bezahlt bekomme ich es auch nicht. Und reparieren vor Ort will ich es erst recht nicht, das kann ich wieder nicht abrechnen, der Kunde schreibt Kulanz ganz gross.

Warte ich einfach ab? Schwärze ich ihn bei T-Online an? Die klemmen in solchen Fällen erfahrungsgemäß maximal den Standard SMTP Port ab und dann geht unser Programm bei ihm nicht mehr, dann hab ich wieder Arbeit.. Kulanz natürlich… Beim Freemailer anschwärzen bliebe noch als Ausweg. Aber ist das die feine Art, macht man sowas?

Was heisst eigentlich: Du hast einen Virus auf dem Rechner auf Polnisch? Was ist die Moral von der Geschichte: Kulanz ist nicht immer ein Gewinn? Ich habe eigenartige Kunden?

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