Apr 29 2011

Samsung Syncmaster BX2231 – Einfacher Monitor mit paar netten Funktionen

veröffentlicht in Kategorie Computer  

Gut und günstig könnte man das Testurteil des Samsung BX2231 in aller Kürze zusammenfassen. Ein 22″ LED hintergrundbeleuchteter Full-HD Monitor ohne große Schwächen und ein paar netten Extras: 2ms, 1920*1080, LED, 2* HDMI, mattes TN Panel für 150,- Euro.

Ich hasse es, die technischen Daten eines Gerätes herunterzubeten, die stehen an jeder Ecke, also tue ich es auch diesmal nicht, sondern gehe gleich mal auf die Besonderheiten ein, das sind die zwei(!) HDMI 1.3b (mit HDCP) Eingänge. Dafür verzichtet der Syncmaster aber auf den DVI Eingang. Aus welchem Grund auch immer hat sich Samsung dazu entschlossen, noch nen alten VGA Eingang mit ran zu basteln, den will doch heute niemand mehr nutzen, oder?  Wer neben PC auch noch DVD/BluRay Player oder Spielkonsole anschließen will, ist beim BX2231 mit seinen zwei HDMI Eingängen goldrichtig. 3D kann er allerdings nicht.

Wenn wirs grad von Schirm haben, das verbaute TN Panel ist übrigens “matt” und zeigt trotzdem ein brilliantes Bild mit kräftigen Farben, ganz ohne zu spiegeln. Gott sei Dank ist dieser kopfschmerz-produzierende Spiegel-Monitor-Wahn inzwischen wieder am abflauen. Die Ausleuchtung geht durchaus in Ordnung, wobei nicht ganz ohne Bleeding und kleinen Abschattungen – für TN und die Preisklasse allgemein ist das aber vollkommen in Ordnung so. Die Blickwinkelstabilität ist für ein TN Panel (die klassisch mit den Blickwinkeln Probleme haben) sowieso schon recht gut und kann mit der MagicAngle Funktion noch etwas optimiert werden (man stellt ein, aus welcher Richtung man auf das Display schaut und der Monitor passt Helligkeit und Kontrast auf diesen Winkel etwas an. Da wird jetzt kein hochwertigeres Panel draus, aber der Effekt ist durchaus bemerkbar).

LED Hintergrundbeleuchtung und mehrere zusätzliche einstellbare Stromsparfunktionen machen den kleinen Schwarzen durchaus Grün. Die Recyclingfähig ist mir ehrlichgesagt relativ Wurscht, auch wenn Samsung meint, das sei ein gutes Verkaufsargument. Dann schon lieber den niedrigen Standby Stromverbrauch von nur 0.3W, bzw. unter 20W im Betrieb.

2ms Gray2Gray Reaktionszeit und saubere Interpolation niedrigerer Auflösungen machen den BX2231 zum fähigen Spielepartner, nicht nur am PC, auch Playstation 3 und XBOX360 passen wunderbar an diesen Monitor (*nicht* aber die Wii.. die ist nur SD und kann mit HDMI nix anfangen).

Lautsprecher hat der BX2231 keine, dafür aber einen der am PC üblichen 3,5mm Stereoklinkenanschlüsse, mit dem das per HDMI übertragene Signal (lautstärkegeregelt) an ein Boxenpaar, Kopfhörer oder notfalls auch die Anlage weitergegeben werden kann. Ist unter Umständen sehr praktisch, viele ältere Monitore geben das Tonsignal nicht mehr ab, wenns per HDMI kommt und dann muss man schauen, wie man sonst an den Ton kommt. Oder für Kopfhörer mit kurzen Kabel, die nicht bis zum PC reichen.

Am Standfuß zeigt sich dann der Rotstift: der fast schon zierliche Montor steht sicher auf dem sehr ausladenden Fuß, wenn man dagegen stubst schwingt er zwar etwas nach, aber sonst wirkt er gut steif  (ich hatte mal nen Monitor hier, der hat beim Tippen mit gewackelt, der war echt unbrauchbar) –  aber das wars schon, was man da als Positives aufführen kann. Er lässt sich mit etwas Kraft schwerfällig ein paar Grad noch hinten kippen. Punkt. Mehr gibts nicht. Keine Höhen, keine Winkel, keine Pivot, keine Nix. Naja, man kann ein Buch drunter legen und den Monitor samt Fuß drehen.

Das schwarze Hochglanzgehäuse ist jetzt nicht unbedingt mein Fall, dafür sind die eher schmalen Gehäuserahmen im Multiscreen Betrieb hilfreich. Multiscreen is noch so ein Stichwort: MagicReturn soll da irgendein Problem lösen, wenn in nem MultiScreen Betrieb ein Monitor unerwartet abgeschalten wird. Kann ich nicht nachvollziehen, vielleicht wisst Ihr da mehr dazu? Kommentarfunktion da unten geht ohne Anmeldung.

Das (einzige?) große Ärgerniss sind die saudoofen Sensortasten für das Monitor Setup Menü. Zum einen erkennt man in leicht abgedunkelten Räumen nicht, wo die Sensortasten tatsächlich sind und auch ein Erfühlen ist unmöglich. Ständig langt man daneben oder trifft die falsche Taste. Das ist tierisch nervig. Vielleicht gibts deshalb von Samsung ein Tool um das Monitorsetup am PC zu machen. (sowas kenn ich sonst nur von Profi Monitoren, installiert hab ichs aber trotzdem nicht. Wer will schon son Zeugs auf seinem Rechner). Das Monitormenü ist erfreulich ausführlich mit umfangreichen Einstellmöglichkeiten für Helligkeit, Kontrast, Gamma und einzeln regelbaren Farbwerten, dazu Automatiken wie MagicBright dynamischer Konstrast  bis zu 5 Quadrillionen zu 1 (oder so) / Helligkeit, Magic Color (Farbenboost), CinemaModus und noch so ein paar Marketingschlagwörter.

Mitgeliefert werden neben obligatorischen Monitortreibern auch ein Utility, um den Monitor in einer kleinen Windows Anwendung zu konfigurieren sowie ein DVI auf HDMI Kabel, das für die allermeisten PCs normal extra gekauft werden muss. Vorbildlich.

Übrigens, an alle, die den Samsung BX2231 wegen “unscharfem Bild oder häßlichen schwarzen Balken” am PC schlecht bewerten: schaltet den Overscan in Eurer Grafikkarte auf 0, da gehört es auch hin. Weiss der Geier welcher Teufel AMD in den ATI Treibern geritten hat, einen Default Overscan zu aktivierren. Das Problem sind die Grafikkartentreiber, nicht der Monitor. Der hat ein astreines Bild, wenn man ihm ein sinnvoles Signal gibt.

Mein Fazit:

Das Ding ist grundsolide ohne Schnickschnack und für 150,- Euro bei Amazon.de sag ich nicht nein. 1920×1080 Auflösung ist angenehm zum Arbeiten in Windows und Spielen geht wunderbar auf dem Samsung. Ich glaub, ich hol mir da gleich nochmal einen zweiten davon und werf mal ein paar der alten Monitore raus, die hier noch rumstehen. Und die Sensortasten markiere ich mit Leuchtfarbe, dann treff ich die vielleicht auch ohne die Taschenlampe rauskramen zu müssen. Kauftipp in meinen Augen.

Edit: Doh, jezt hab ich doch glatt 2 Mal die falsche Auflösung gepostet.. Ja, es sind natürlich 1920*1080 für FullHD. Sorry.

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