Apr 23 2011

Automatische WordPress Backups in die Amazon S3 Cloud

veröffentlicht in Kategorie Computer  

Mit Hilfe des kostenlosen Automatic WordPress Backup Plug-Ins tägliche, vollautomatisierte Backups des eigenen WordPress Blogs mühelos in die Amazon S3 Cloud. Einmal eingerichtet, sichert es neben dem kompletten Datenbankinhalt alle Konfigs, Plug-Ins, Templates und die Uploads in einer bequemen ZIP Datei, die dann zu Amazon S3 übertragen wird. Getestet wurde die Version 2.03 von Automatic WordPress Backup unter WordPress 3.1.3 (Linux Server, PHP5, MySQL4) auf einem 1&1 Shared Host (Homepage Perfect).

Hier noch 2-3 nützlich Tipps dazu:

Das Automatic WordPress Backup Plugin (auch über den Plug-In Manager in WordPress zu finden) – im Folgenden AWB genannt – verlangt die Angabe eines S3 Buckets, den kann man sich direkt im Plugin erstellen lassen, aber dann muss man schon peinlich genau die Namenskonventionen für S3 Buckets einhalten, damit das klappt. Und der Nachteil der Methode ist noch zusätzlich, dass dabei die Serverregion nicht gewählt werden kann. Es macht also durchaus Sinn, den Bucket in Amazons Web-Interface anzulegen und dann in den Plug-In Settings den zuvor angelegten Bucket nur noch auszuwählen.

Generell unterstützt das Automatic WordPress Backup leider die Reduced Redundancy Storage Option nicht, welche die Speicherkosten um gut ein Drittel senken würde – muss man also selber ab und an mal im Amazon Web-Interface auf RRS umschalten oder nimmt die höheren Kosten in Kauf.

Bei einem manuell gestarteten Backup dauert es bei mir bis zu 4 Minuten nachdem das Backup erstellt wurde bis das Backup in der Pluginseite bzw. im Bucket selbst aufgelistet wird – und das bei nur 7MB Gesamtgröße der Backups derzeit. Bei wesentlich größeren Backups vermute ich dauert das noch viel viel länger. Also nicht wundern, wenn sich anscheinend erst mal nichts tut.

Aber: zuerst wollte das Backup bei mir ja gar nicht funktionieren.. AWB sagte Backup fertig aber auch ne Stunde später war nix im Bucket zu sehen. Ich habe dann mal testweise ein Bucket mit dem Plug-In erstellen lassen, das hat funktioniert, und anschließend nur mal die Konfigs backupen lassen (ohne DB Dump ( Uploads / Templates / etc.) und nachdem auch das funktioniert hatte, nach und nach die anderen Teile wieder aktiviert und dann ging plötzlich alles. Keine Ahnung, was das sollte, aber vielleicht hilft es jemanden.

AWB erhält Zugriff auf das S3 Konto über Angabe der S3 Access Keys. Wer hier etwas bedenken hat, kann vielleicht vorher im Amazon Web-Interface noch einen eigenen AccessKey erstellen, den man dann zumindest unabhängig vom ersten Key sperren kann – oder versucht besser gleich sein Glück mit AWS Identity and Access Management

Nachtrag: Nach mehreren Wochen problemlosen Betriebs verweigerte es dann kommentarlos die Mitarbeit, die Backupdateien wurden nur noch unvollständig erstellt und auch nicht mehr zu S3 übertragen. Da meine Supportanfrage leider seit mehr als 14 Tagen ohne Antwort blieb habe ich selbst ein bissl experimentiert und kam zu folgendem Ergebnis: Die zu sichernde Datenmenge ist zu gross geworden und sprengte das knapp bemessene Speicher- und Scriptlaufzeitlimit meines Hosts. Mit mehr Speicher ging es dann wieder.

Ich habe das Plugin nun trotzdem mal deaktiviert nutze derzeit EZPZ OCB mit Backup zu Dropbox (und von Dropbox dann zu S3).

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