Apr 21 2011

Windows Bootplatte gegen SSD tauschen bei Asus eeePC 1005HA-M

veröffentlicht in Kategorie Computer  

Hier bei PC Experience gibt’s ein wunderbares Tutorial, wie man seine Windows Festplatte mit Hilfe von Acronis TrueImage oder Disc Director oder auch nur den Win7 Boardmitteln auf eine SSD klont. Da spar ich mir also meine mühsamen Versuche, das in eigenen Worten nochmal aufzuschreiben.

Ersetzt wurde die Bootfestplatte eines Asus eeePC 1005 HA-M Netbooks, dessen behäbige Arbeitsgeschwindigkeit unter Win7 Starter “trotz” 2GB RAM und ReadyBoost auf einer 2GB SD-Card dem Besitzer den letzten Nerv raubte. Das Ding war so lahm, das er im Grunde nie damit arbeiten wollte. Sinn des ganzen Experiments war es also, mal zu schauen, ob die SSD das schnarchige System soweit beschleunigt, dass auch ein anspruchsvoller User damit keine grauen Haare bekommt. Mehr zum Umbau und den Resultaten…

 

Der Asus Eee PC 1005 HA-M lässt sich Gott sei Dank recht einfach öffnen: eine Schraube in allen 4 Ecken lösen, dann noch die Klappe der RAM Abdeckung abschrauben und die eine Schraube darunter noch entfernen. Nun wird die Tastatur ausgebaut (gehalten von 4 Plastiknasen über den Tasten F1, F6, F10 und ENTF) – das Flachbandkabel der Tastatur nicht vergessen, zum Lösen die schwarzen Eckchen nach hinten ziehen zum Akku hin ziehen. Danach sind 5 Schrauben an der Metallabdeckung unter der Tastatur zu lösen, unten links ist noch in schmales Flachbandkabel (Mousepad), das bitte durch nach Oben klappen des schwarzen Rähmchens lösen. Jetzt wird der Rest des Gehäuses von kleinen Nasen ringsum zusammengehalten, rechts hinten (beim Akku) einfach mit dem Fingernagel reinfahren und ringsum die Schalen auseinanderziehen. Fertig.

Zum Einsatz als neue Bootplatte kam die Corsair F60 SSD, die ich vor paar Monaten mal aus Neugier erstanden hatten und die eigentlich nicht mehr genutzt wurde. Acronis TrueImage 2011 hatte ich eh noch eine Lizenz, die ich mir auf einen bootbaren USB Stick installierte (so ein bootbarer Acronis Stick kann mit der “Rettungsdisk erstellen”-Funktion aus TrueImage ). Wer eine aktuelle Intel SSD kauft, erhält mit dem Data Migration Tool übrigens eine kostenlose OEM Version von TrueImage, die sogar updateberechtigt ist.

Am Ende des zeitraubenden Vorbereitungs- und Clone- und anschließendem Wiederherstellungsvorgangs auf die neue Platte (alles in allem habe ich ca. 4 Stunden dafür gebraucht – oder besser: darauf gewartet) bootete mein frisch geclonetes Win7 auf dem Eee PC ohne zu murren. Alignment stimmt, Trim ist aktiviert und Defrag für die SSD deaktiviert. SuperFetch musste jedoch noch manuell deaktiviert werden. Boot Zeit des System liegt nun knapp über 30 Sekunden, Outlook startet nun in einem Viertel der bisher benötigten Zeit (ca. 4 Sekunden)

Insgesamt erzielt die SSD auch auf der schwachbrüstigen Netbook Hardware den gewünschten Effekt: das ganze System ist insgesamt merklich spritziger, trotz der Tatsache, dass der 1005HA die eh schon nicht gerade wahnsinnig schnelle Corsair F60 nicht mal voll nutzen kann: Benchmarkwerte im 1005HA bleiben weit unter den zuvor in einem aktuellen Desktop gemessenen Maximalwerten.

Eine 60GB SSD ist wahrlich kein Platzwunder, aber auch ohne irgendwelche Platzsparmaßnahmen für SSD Einsatz verbleiben nach der Installation von Office 2010 und einem Dutzend kleinerer Tools und Diagnosewerkzeuge (der Besitzer ist Servicetechniker) noch gut 40GB frei, das reicht aus. Viel mehr als ein “kleiner” Begleiter/Surf/eMail Station ist so ein Netbook ja auch wieder nicht.

Ob der Besitzer nun glücklich wird damit, wird sich zeigen müssen. Ich für meinen Teil werde mir auf jeden Fall in mein eigenes Netbook ebenfalls noch eine günstige SSD reinschrauben, nicht nur wegen der Geschwindigkeit, auch in Sachen Lärm, Wärme und Stromverbrauch hat die SSD im Vergleich zu den 2.5” HDDs wenn auch nur geringfügig die Nase vorne. Aber vor allem auch, weil die SSD stoßunempfindlicher sind (ich hab schon 2 Platten im Netbook ge-head-crashed)

Corsair F60 SSD Acronis TrueImage Home

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