Und das auch noch aufm Land? Jaja, man könnte einfach zu den Piraten gehen – und in einer Art “noch nicht ganz fertigen” Basisdemokratie ganz piratig online mit den Säbeln rasseln. Arrr und so. Sicher ist das Online posieren besser als nichts tun, oder weiter politikverdrossen von allen Wahlen fernbleiben - aber viel mehr ist es auch nicht.
Also dachte ich in meiner nicht mehr ganz so jugendlichen Naivität: frägst halt mal ein paar Politiker, wie man denn aktiv werden kann. Was soll ich machen, wenn ich meinen Beitrag zu einer anderen Politik in einer etablierten Partei leisten will?
Von 5 eMail Anfragen an die in der Region vertretenen Parteien kamen bis dato.. eine halbe Antwort. Eine halbe Antwort? Ja, denn neben ein paar netten Floskeln zum Zugangserschwerungsgesetz der Zensursula wurde die Frage, wie man sich denn politisch an der Basis der jeweiligen Partei beteiligen könnte, schlichtweg ignoriert.
Hat denn niemand Interesse an politischem Nachwuchs? Bin ich als IT-ler unerwünscht? (natürlich hab ich mein Blog nicht genannt, sonst wäre ja klar, dass z.B. CDU und Verräterpartei nicht antworten).
Also doch Pirat werden? Sonst will mich anscheinend keiner.
– Nachtrag:
Inzwischen gab es weitere Reaktionen.. Die Grünen haben sehr nett und sehr ausführlich geantwortet - auf alle Fragen.
Damit haben wir nun als Zwischenfazit:
- eine halbe Antwort von FDP
- eine gute Antwort von den Grünen
- keine Reaktion von: CDU, SPD, Linken
Und natürlich völlig ausser Konkurrenz, die Piraten, deren Sympathisaten und Mitglieder eindrucksvoll zeigen, wie man auf dem Netz präsent sein sollte. Wenn diese Stärke auch ins RealLife getragen werden kann, müssen sich in ein paar Jahren einige graue Herren da “oben” sehr warm anziehen.
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