Apr 03 2008

Slotkühler HAMA Modell 41749

veröffentlicht in Kategorie Computer  

Zu hohe Innentemperatur und keine Möglichkeit, einen 2. Gehäuselüfter zu montieren, ohne vorher mit ner Säge ein Loch ins Gehäuse zu schneiden? Das war die Ausgangssituation und Grund für die Anschaffung des HAMA Aktiver PC-Kühler Modell 41749 bei MediaMarkt für 18,- Euro.

Lieferumfang / Einbau:
Geliefert wird ein großer (10cm), gerade noch akzeptabel laut laufender Lüfter zum Anschluss an die Stromversorgung z.b. der Festplatte (also der große 5.25″ Stecker), zum Glück durchgeschleift. Das Slotblech hinten ist offen, so das warme Luft aus dem Gehäuse nach draußen gesaugt wird. Das ganze verpackt in einem Plastikgehäuse welches “nach oben zum Netzteil hin” und zum Slotblech hin offen ist.

Wie Ihr richtig vermutet steckt man diesen Slotkühler also in einen PC Slot, und schraubt ihn mit der Slotblech-Schraube fest und steckt den Stromstecker mit seinen ca. 15cm Kabel zwischen Stromstecker vom Netzteil zur Festplatte. Fertig. Das sollten auch ungeübte PC Laien problemlos hinbekommen. Leider hat HAMA an der Befestigungsschraube gespart, wer also Slotbleche zum Rausbrechen hat, muss sich erst mal noch ne Schraube organisieren.

Und hier steckt auch schon der Haken bei diesem Modell, das Gehäuse ist relativ dick, zu dick, um bei mir in den freien Slot zwischen Grafikkarte (mit leicht ausladendem Kühler) und der ebenfalls etwas “dickeren” Videoschnittkarte im 3. Slot zu passen. Wer ne weniger dicke Karte, also z.b. ne Netzwerkkarte im 3. Slot hat, hat wahrscheinlich keine Probleme.

Nehmen wir folgende Einbausituation an, Grafikkarte im 1. Slot, der Lüfter im 2. Slot (von oben nach unten gesehen), dann saugt er warme Luft von der Grafikkarte weg und dann ab nach draußen. Eigentlich hätte ich die andere Richtung erwartet, da dieser Slotkühler als Notfallkühlung für die Grafikkarte beworben wird – da hätte ich also erwartet, dass kühle Luft auf die Grafikkarte geblasen wird, aber dem ist nicht so. (Kleiner Scherz am Rande für Leser mit Englisch Kenntnissen: “This does not blow, it sucks” Nicht hauen… konnte nicht widerstehen)

Ich musste zunächst die Videokarte einen Slot weiter nach unten stecken und so einen weiteren PCI-Slot freimachen, damit ich den Lüfter überhaupt einbauen konnte. Wer wie heute üblich mit einem dicht gedrängten MiniTower oder Steckplatzknausrnden Micro ATX Mainboard arbeitet, der hat also ein Problem, denn 2 Slots für einen Lüfter tut bei solch Slotarmen PCs dann schon richtig weh.

Alternativ baut man das Ding einfach in den untersten PCI Slot – bei unserem Medion/Aldi PC gings jedoch nicht, weil nicht genug Platz zum Gehäuseboden hin vorhanden war. Man sollte auch drauf achten, das etwas “Platz” zwischen dem Lüfter und der darüber liegenden Karte ist, sonst bringt die Sache auch nicht allzuviel.

 

Betrieb:
Im Betrieb ist der Lüfter deutlich hörbar. Befindet sich für mich gerade mal noch an der Schmerzgrenze. Empfindliche Menschen werden ihn zu Laut empfinden. Eine Temperatursenkung von knapp 8°C im Schnitt in meinen dicht gedrängten MiniTower ist nicht wirklich der Hit, aber viel mehr hätte ich auch nicht erwartet, in diesem vollgestopften Gehäusen kriegt man einfach keine ordentliche Luftzirkulation zustande. In einem geräumigen BigTower würde es wahrscheinlich mehr bringen, aber diese haben meist auch Platz für weitere Gehäuselüfter, so dass man sich den Spaß sparen könnte.

Weiterer Pferdefuß: Wer kam auf die Idee da einen normal Axiallüfter einzubauen? Damit so ein Lüfter funktioniert, muss Luft durchströmen können, aber hier ist mit Strömen nicht viel los, direkt himter dem Lüfter kommt nach wenigen Milimetern direkt die Rückwand des Lüftergehäuses – der Kühler ist sich selbst im Weg. Ich bin fast schon versucht ein Schild in den Lüfter zu kleben mit der Aufschrift: Eingesaugte Luft, bitte hier lang zum Ausgang..

Fazit
Nutzen der ganzen Aktion: naja, was soll man sagen, eine zu hohe Gehäuseinnentemperatur etwas absenken zu können schafft ein gutes Gefühl in der Magengegend. Das wars auch schon. Wer passende Öffnungen im Gehäuse hat, schraubt sich besser gleich nen Gehäuselüfter rein und nimmt einen leiseren Lüfter, das kostet weniger und ist im Endeffekt effektiver.

Die auf der Packung angepriesene “Notfallkühlung” der Grafikkarte, falls deren Lüfter ausfällt, kann man getrost vergessen, dazu müsste der Hama Lüfter auf die Grafikkarte blasen und nicht absaugen. Da hilft es auch nicht, dass die Kühlerkarte grad so lang ist, dass der Lüfter direkt unter dem Lüfter der Grafikkarte zu liegen kommt.

Alles in allem, in meinen Augen zu teuer für den in meinem Fall erzielten Nutzen, aber wer wie ich keine andere Möglichkeit hat, die Temperatur abzusenken, hat keine große Wahl. Würde dann allerdings ein etwas schlankeres Modell empfehlen, wie z.b. bei Conrad Elektronik im Katalog zu sehen, das dazu noch weiter in den PC hinein reicht. So versauert meine HAMA Lüfterkarte direkt unter der Grafikkarte.

Besser gefällt mir der dazu noch günstigere Titan Slotkühler TTC-003

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