Mar 29 2008

Fujitsu Siemens Scaleo Pi 2662 eingetrudelt..

veröffentlicht in Kategorie Computer  

Heute noch vor die Tür gestellt bekommen, ein Fujitsu Siemens Desktop Scaleo PI 2662 (Version 7005 – CCN:GER 100851-003). Das Modell ist definitiv nicht mehr ganz taufrisch (kam schon vor dem Weihnachtsgeschäft 2007 in den Handel) bietet aber für seinen moderaten Preis ab 599,- (Neckermann.de ausnahmsweise das billigste Angebot) die sehr interessante Vierkern CPU.. KOmischerweise will AMazon für das selbe Modell CCN:GER 100851-003 immer noch 719 Euro.

Aber: Es gibt übrigens mindesten 6 Ausführungen von diesem Rechner mit der selben Bezeichnung, einer mit der QuadCPU und 360GB HDD und 2 GB RAM (die 7005), dann eine Ausführung mit Zweikern E6850 & 500 GB HDD & 3 GB RAM (Version XXXX). Teilweise gehen die Preise für letztere Version über 800,- hoch. Da steckt ordentlich Potential für Verwirrung drin – ich werde FuSi nie verstehen, warum die ständig so ein Modellkuddelmuddel machen müssen.

Nachtrag: inzwischen sind 6+ Varianten im Handel, das Modellchaos bei Fujitsu Siemens ist perfekt.

 

Eckdaten der mir vorliegenden Variante Scaleo PI 2662 – 7005:

Modellcode: CCN:GER 100851-003

  • Intel Core2Quad Q6600 QuadCore, 2.4GHz “Kentsfield”, 1066Mhz FSB. Unter einer aufwendigen 4.5cm hohen, 8cm*8cm Lamellentower Konstruktion mit 80mm CPU Lüfter oben drauf. LGA775 Sockel.
  • Nvidia Geforce 8600GS 512MB mit 1xDVI mit HDCP, 1xVGA. 1x S-VIDEO. Hersteller unbekannt. Aktiv gekühlt, die Karte belegt nur 1 Slot. Der benachbarte PCIE 1x Slot ist weiter nutzbar.
    Die Karte unterstützt DirectX 10, es liegt ein DVI auf HDMI Adapter bei, ein SPDIF Eingang auf der Grafikkarte (verbunden mit dem Mainboard) bringt Audio auf HDMI
  • Mainboard EliteGroup G31T-M2 im MicroATX Format, passiv gekühlte Northbridge. Das Board verfügt nur über 2 RAM Sockel, 1 PCI Express x16 Slot, 1 PCIx1 Slot und 2 PCI Slots. 4 SATA Anschlüsse, 2 IDE. Intel Chipsatz P35/G33 (BearLake) South Bridge 82801GB/GR (ICH7)
  • Legacy Schnittstellen inklusive: 2* Seriell, 1* Parallel, PS/2 Maus/Tastatur.
  • AMI Bios, Version 3.02 von September 2007 – von FSC modifiziert. Im Prinzip wurden alle manuellen Möglichkeiten gesperrt, um z.b. Multiplikatoren, etc. zu modifizieren. 
  • 2x 1GB Samsung DDR2-667 RAM. Das Board verfügt nur über 2 RAM Steckplätze und ist dementsprechend voll belegt, ein Upgrade auf 3GB bzw. das Maximum für Vista32bit von 4GB bedeutet, dass der vorhandene Speicher ersetzt werden muss. Eigentlich sollte hier DDR2-800 verbaut sein. Performance verschenkt.
  • 400W Forton Netzteil mit 120mm Lüfter mit Ein-/Ausschalter. Für das System ausreichende Anzahl von Stromanschlüssen (noch 2 SATA diverse 5.25″ und 3.5″ Anschlüsse noch frei). Viel mehr sollte man dem Netzteil auch nicht mehr zumuten.
  • 1x Seagate Barracuda ST3360320AS 360GB 7200rpm SATA2  Festplatte. Auf Schnellwechselschienen montiert. Partitioniert als 200GB C:\ und 100 GB D:\ und versteckte Recovery
  • TSST Corp (Samsung) TSH-635B SATA MultiDVD Brenner, Double Layer.
  • Realtek Gigabit LAN onboard, 4x USB2.0 an der Rückseite, einmal USB2.0 vorne, jeweils einmal Firewire vorne und hinten, 11-in-1 Kartenleser
  • 7.1 Sound Realtek onBoard, front Kopfhörer und Micro, hinten nochmal Kopfhörer und Micro, das vollständige 7.1 Anschlußfeld. Kein optischer Digitalausgang – SPDIF über HDMI.
  • Vista Home Premium 32bit, ohne RecoveryDisc. FuSi liefert keinerlei Rettungsdisketten mehr mit, die Discs können über die Reparaturkonsole von Vista einmalig selbst gebrannt werden (braucht 3 DVDs und ne gute Stunde Zeit). Die dazu notwendigen Dateien befinden sich auf einer versteckten Partition auf dem Laufwerk. Die Vista Version ist bereits aktiviert (OEM Voraktivierung).
  • ATX MiniTower Gehäuse, 2* 5.25″ Laufwerksschacht (1* fei), 2* 3.5″ Laufwerksschacht (1* frei), 2* 3.5″ HDD Schacht (1* frei), großer 120mm Kühler an der linken Seite saugt kalte Luft von Außen direkt auf die CPU & und die passiv gekühlte Northbridge, 80mm Kühler unter dem Netzteil, Möglichkeit zur Montage eines 80mm Lüfters vorne, Lüftungsgitter an der rechten Seite auf Höhe des HDD Korbs, eventuell kann man dort noch einen kleinen Lüfter (50mm) hinpfriemeln, aber da nur der linke Deckel zu öffnen ist, kommt man da schlecht ran. Blau beleuchteter Einschaltknopf, mit oranger HDD-LED, 3 blaue Zierleuchten unten. Bis auf die eine mitgelieferte HDD ist bei dem Gehäuse alles zum Schrauben ausgelegt.
  • Software vorinstalliert: Vollversion Microsoft Works,  Trial Version MS Office 2007 Home & Student Edition zur Online Freischaltung, Norton Internet Security Trial, Nero Essentials 7 FuSI OEM Edition, Big Fish Games Center mit Gratis Sudoku und einer handvoll Trialversionen von Casual Games, Adobe Reader 8, Diagnosetool FirstSteps. Google Earth, Google Desktop, Picasa, Google Toolbar.  Werbung für Internet Anbieter Alice. Auf der Festplatte im Root verstreut liegt dann noch ein Treiberverzeichnis, das Vista Installverzeichnis sowie die Installdateien der diversen Tools.
  • 2 Jahre Pickup & Return Garantie. Die mitgelieferte gedruckte Anleitung ist unzureichend, vorinstalliert sind generische Handbücher im PDF Format auf der C:\ Platte mit mäßiger Relevanz.

Performance Daten:

Vista Leistungsindex

CPU Score    5.90
Memory Score    5.50
Graphics Score    4.90
D3D Score    4.80
Disk Score    5.80
Windows Experience Index    4.80 (Base score)

Die Grafikkarte des Scaleo PI 2662 ist also eindeutig der Bremser, wie die anderen Werte erahnen lassen, wäre da noch mehr machbar.

3DMark2006

bringt out of the Box in der Standardeinstellung bei 1280×1024 nur wenig überzeugende 2900 3DMark.

Die Installation der neuesten Treiber und SPI1 von VIsta hatte nur minimalen Einfluß auf die Performance von 3DMark, die VIsta Leistungsindexanzeige wurde allerdings mit 5.0 / 5.3 für D3D etwas angehoben. Vermutlich liegt das wohl eher an einer geänderten Art der Berechnung als an einem wirklichen Performance Gewinn.

 

Es röhrt ..

Der PC mit seinen 4 Lüftern ist leider nur zu gut hörbar, die Geräuschkulisse ist wenigstens konstant und nervt nicht zusätzlich mit Aufheulen. Aber leise ist definitiv anders. AUch die Festplatte klackt gelegentlich sehr laut. Dafür ändert sich der Lärmpegel auch unter Last nicht mehr gross – und Temperaturen sinken auch sehr schnell wieder ab, ein Indiz dafür, das die Kühlung insgesamt funktioniert. CPU und HDD Temp im Office Betrieb bei 30°-36°C, CPU Temp nach 30 Minuten CPU Benchmark bei knapp 59°C.

Was fehlt?

  • Bluetooth, WLAN, Modem,
  • Fernbedienung, TV-Karte, optischer Digitalausgang
  • E-SATA, RAID Controller.

Wie wichtig man das findet, muss jeder selber wissen. Bis auf die schnellen E-SATA Anschlüsse, um eine externe HDD mit mehr als USB Speed ranzustöpseln brauch ich nix davon und selbst das ist verzichtbar.

Fazit

Schwachstelle des Scaleo PI 2662 ist definitiv die für Hardcore Gamer zu schwache Grafikkarte. Der Quad Core tröstet da nur bedingt darüber hinweg. Die zu langsamen RAM Module bremsen ebenfalls unnötigerweise.

Im Multimediabereich interessant wegen DVI/HDMI mit HDCP. Design/Grafik und bedingt empfehlenswert, wenn Multi-Core optimierte Software genutzt wird (Videoschnitt / 2D Grafik).  Für den reinen Office Betrieb ist die Q6600 aber deutlich überdimensioniert. So ein bissl als Entwicklermaschine könnte ich mir das Setup auch vorstellen, aber das ist glaub schon ein sehr spezifisches Anwendungsszenario. Der Parallelbetrieb vieler anspruchsvoller Programme gleichzeitig würde von der QuadCore am meisten Profitieren und würde weniger 3D intensiv zu Buche schlagen.. Aber noch ein Gig mehr wäre kein Fehler…

Die Kombo 8600GS und QUadcore macht aber für mich irgendwo wenig Sinn, ausser als AUsgangsbasis für eigene Upgrades. Den Mehrpreis der QUadcore hätte man besser in eine schnellere Grafikkarte investiert, die KOmbo so macht nicht wirklich Sinn. Nennen wir den PI2662 einen Allrounder zu moderatem Preis, dem man doch noch etwas auf die Sprünge helfen könnte und zur Spielemaschine hochzüchten könnte, dann sind aber nochmal gute 250 Euro an Investitionen notwendig.

Hier im Hause Sack wird die 8600GS Graka in den Ruhestand geschickt, die noch vorhandene 8800 GTS eingebaut und der Speicher gegen 2* 2GB DDR2-800 Module getauscht und dient dann für Frau als neue Spielekiste.

2 responses so far

2 Responses to “Fujitsu Siemens Scaleo Pi 2662 eingetrudelt..”

  1. […] hier getestete Modell entspricht in fast allen Punkten dem letzten Testbericht zum Scaleo PI 2662 aus dem Vorjahr. Ich beschräke mich hier also weitgehend auf die […]

  2. […] anbieteru auch bereit, den Preis dafür zu zahlen? Kannst Du Dir > ungefähr vorstellen, wie viele der typischen Hotline-Anrufer immer > wieder dieselben blöden Fragen stellen, weil sie zu faul waren, die > Installationsanleitung oder das Handbuch zu lesen? Eine zweistufige > Hotline mit vorgeschaltetem Call Center macht sehr viel Sinn. Vielleicht sollte man die Handbücher auch wieder von Menschen übersetzen und Muttersprachlern korrekturlesen lassen. Während der Garantiezeit interessiert mich der Preis, den die Hotline kostet, nicht, das sehe ich als Service an. Wenn es sich um ein hochwertiges Gerät handelt, hat der Hersteller auch nach der Garantiezeit meist eine kostenlose Servicenummer, ich wäre aber auch bereit eine 0900er zu wählen, wenn dadurch mein Problem behoben wird. > > > Meine Erfahrung mit Callcentern > > war, daß irgendwann sich die Person geoutet und zugegeben hat, daß > > ich es mit einem externen Dienstleister zu tun habe und ich doch > > bitte unter der Nummer XY die betreffende Firma direkt anrufen soll. > > Ist doch eine gute Sache. Und wer bezahlt meine Zeit, wenn ich stundenlang am Telefon hänge? […]

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