Jan 03 2008

Windows Vista Anytime Upgrade Erfahrungen

veröffentlicht in Kategorie Computer  

Bei Amazon.de gibt das Vista Anytime Upgrade gerade zum absoluten Schnäpchenpreis. So kostet das wohl gängigste Anytime Upgrade von Vista Home Premium auf Vista Ultimate Edition zur Zeit anstatt 199,- Euro nur noch 78,97 Euro. Microsoft Windows Vista Anytime Upgrade (Home Premium auf Ultimate).

Ich hab heute 2 davon geliefert bekommen. Geliefert wird ein unspektakuläre DVD-Box mit Anytime Upgrade CD in 32bit, der neue Produkt-Key und ein Faltblatt ohne großartigen Informationsgehalt. Und der Hinweis, wo man sich kostenlos die 64bit Version bestellen kann.

Die Installationsprozedur entpuppte sich als stink normale Upgrade Installation von Vista. Irgendwie hätte ich erwartet, dass hier ein wesentlich simpleres Verfahren zur Anwendung kommt. Teilweise war ich schon der Meinung, dass die Kiste bei der Installation abgestürzt sei, weil die Fortschrittsbalken beim Extrahieren der Dateien zunächst eine halbe Ewigkeit ohne erkennbaren Fortschritt (ab 21%) stehen blieb, dann nochmal beim letzten Punkt “Upgrade fertigstellen” sogar ohne irgendeine erkennbare Festplattenaktivität.

Was würde ich darum geben, wenn Microsoft uns endlich mal aussagekrätige Status und Diagnosefunktion an die Hand geben würde. Und nicht immer nichtssagende Fehlermeldungen bzw. gar keine brauchbare Statusanzeige. Kann doch nicht so schwer sein?!

Ausgehend von meinem Desktop System (Vista Home Premium), komplett auf dem neuesten Stand, orgelte das Anytime Upgrade innerhalb 2.5 Stunden mit 2 Reboots ein Vista Ultimate Edition (alles 32bit) auf meinen Rechner. Am Ende bootete der Rechner dann problemlos und ohne irgendwelche Zicken in ein völlig “jungfräuliches” Vista Ultimate, so dass als nächstes 46 Windows Updates (ca. 200mb) downgeloadet und installiert werden mussten. Das Upgrade selber hat erstaunlich gut funktioniert, alles funktioniert wie gehabt, alle Daten und Einstellungen sind noch da, wo sie sein sollten. Das erste Upgrade von Windows, wo nachher wirklich alles funktioniert.

Als Upgradebasis dient die Installierte Vista Home Premium Version, eine vorinstallierte Acer Version übrigens von unserem Acer E571 Komplettrechner, die ohne Murren und ohne erneute Produktkey Abfrage der alten Version akzeptiert wurde. Die Installation startet man aus dem (laufenden) Vista Home Premium heraus. Während der Installation könnte man auch eine parallele Installation auf eine separate Partition wählen, oder Windows komplett frisch installieren lassen – ich hab mich allerdings für den klassischen Upgrade Weg entschieden: drüberbügeln, auf Teufel komm raus. Die anschliessende Zwangsaktivierung des Vista Ultimate Produktkeys funkionierte auf Anhieb.

Ob es am Ende den Aufwand und die 79,- Wert war, ist schwer zu sagen, mir ging es primär um die RemoteDesktop Verbindung, die MUI Sprachpakete sowie die Schattenkopien und Offline Ordner.

Meine persönlichen Erfahrungen bei einer Neuinstallation findet ihr hier: Anytime erneut installieren

5 responses so far

5 Responses to “Windows Vista Anytime Upgrade Erfahrungen”

  1. Karstenon 20 Jan 2008 at 13:36

    Hi,

    stimmt: der Preis ist heiß !
    Dazu würde ich gerne wissen, ob aus der Lieferung ersichtlich ist, ob der Product Key ein besonderer Upgrade-Key ist, oder ob es einfach ein normaler Ultimate-Key ist, mit dem ich eine bereits installierte, aber noch nicht aktivierte Ultimate-Version lizensieren kann. Geht das vielleicht aus den Unterlagen hervor ?

    Das wäre ja auch wichtig für den Fall einer Neuinstallation – dann könnte ich gleich das Ultimate installieren, ohne vorher mühsam das alte Home Premium auf die Platte zu bringen. Und momentan bin ich in der 30-Tage-“Grace Period” von Ultimate, müsste aktivieren, weiß aber nicht, ob das mit dem Anytime-Upgrade-Key überhaupt geht.
    (Eine Lizenz für Home Premium hab´ ich natürlich!)

    Danke, viele Grüße,

    Karsten

  2. adminon 22 Jan 2008 at 01:39

    Es gibt keinerlei Unterlagen im Anytime Upgrade Pack in diese Richtung, weder gedruckt, noch als PDF oder sonstwie. Es steht allerdings auch nicht dabei, dass man die alte Version erst installieren muss, wenn man später neu installieren will. Es steht einfach gar nix dazu irgendwo.

    Der Key ist eingeklebt und sieht aus wie jeder andere Vista Key auch, den ich bisher in den Fingern hatte. Nachtrag: Ist er allerdings nicht. Siehe Link oben.

    PS: Danke fürs Vorbeischauen :)

  3. Thomason 08 Mar 2008 at 11:53

    Bin über Google hier gelandet, weil ich herausfinden wollte ob es eine einfachere Möglichkeit gibt,direkt das Anytime Upgrade zu installieren… Ich hab nur mir zuerst nur eine Upgrade Version von XP auf Vista Home Premium gekauft und nun das Anytime Upgrade auf Ultimate.

    Mit dem Anytime Upgrade Key läßt sich Vista Ultimate nur von einem aktivierten Vista aus installieren. Für mich bedeutet das 3* Windows installieren bei einer Neuinstallation… Vista ohne Key(oder XP), dann das Upgrade auf Vista Home Premium, dann aktivieren und zum Schluß das Upgrade auf Ultimate. Da geht mal eben ein halber Tag flöten… Ich wage gar nicht mir auszumalen, was bei der nächsten Windows-Version droht… Irgendwie traurig, dass es so ein großer Softwarehersteller nicht schafft eine vernünftige Upgrade-Routine einzubauen(z.B. durch Eingabe aller Keys im Setup)

  4. adminon 08 Mar 2008 at 18:40

    Hallo Thomas,

    Danke für die Klarstellung – ich geb dir vollkommen Recht, das ist totaler Mist. Und mit dem kommenden SP1 für Vista wird das mit dem Anytime Upgrade noch spannender. Was passiert, wenn man versucht, das Anytime Upgrade auf eine Home bzw. Business Version anzuwenden, die schon SP1 installiert hat? Ist das der Grund, warum die Anytime Pakete so billig rausgeschleudert werden?

    Als MS Partner haben wir über das MAPS Abo ebenfalls Upgrade Versionen erhalten (XP auf Vista Business), auch damit ist die direkte Neuinstallation nur über den Umweg möglich, zuerst ohne Key zu installieren und dann gleich nochmal drüber installieren. Das darf eigentlich schon nicht wahr sein, jetzt dann noch ein Anytime Upgrade hinterher als Dritte Installation setzt der Sache noch die Krone auf.

    Inzwischen ist es mir gelujngen, ein mit einer Disk Imaging Software erstelltes Backup Image einer Vista Ultimate Installation funktionsfähig auf eine neue Festplatten wieder herzustellen (brauchte anschliessend “nur” noch ne Reparatur des Bootsektors), dieser Weg verkürzt die Dauer, die man mit Vista Neuinstallationen verbraucht gewaltig. Benutzt hatte ich Acronis TrueImage Home 10, was ich aber dank meiner sehr schlechten Erfahrungen mit dem deutschen Support von Acronis nicht mehr wirklich empfehlen mag…

    Ich glaube, ich werde in Zukunft die Finger von Upgrade Editions lassen, egal welche. Und mir in Zukunft nur noch OEM bzw. Systembuilder Version kaufen, mit denen die Neuinstallation auf jeden Fall ganz ohne Verrenkungen funktioniert.

  5. […] das Thema bei mir bislang noch nicht angestanden ist, wurde in meinen früheren Kommentare zum Vista Anytime Upgrade auf diesen Punkt noch nicht eingegangen. Die traurige Wahrheit mit den Anytime Upgrade Keys sieht […]

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