Fast schon FSC typisch scheint er Installfehler des eben gelieferten FSC Amilo Xi 2500 zu sein, denn wie schon bei etlichen Amilo Notebooks zuvor, ist die 3D Performance des Xi 2550 unter dem vorinstallierten Vista Home Premium 32bit mal wieder unter aller Sau, von den erwarteten ca. 4000 Punkten im 3D Mark 06 Test bei 1280×1024 - Default Settings, liefert der Xi 2550 out of the Box gerade mal nur 2100 Punkte. Der genaue Grund war auf den ersten Blick nicht ersichtlich, ein Biosupdate (zu finden auf der FSC Download Seite) auf Version 1.09c sowie die Installation des ebenfalls auf der FSC Seite erhältlichen neuesten ATI Treibers für die eingebaute ATI HD2700 mit 256MB GDDR3 RAM behob das Problem letztendlich. Die nun gemessene 3D Mark 06 Performance liegt bei respektablen 4130 Punkten. Und liegt damit im Vergleich mit der Nvidia Konkurrenz etwas über der Performance der Gefore 8600M GT (und deutlich über dem 8600 GS Mode). Intels Core2Duo T7700 mit seinen 2.4Ghz, neueste Intel Chipsatzgeneration (Robson) und die 2GB DualChannel SODIMM DDR2-667 (PC-5300) RAM tragen hier auch ihr Schärflein dazu bei. Weitere Optimierungen werden wir in Kürze mal noch vornehmen. Aber mit den Werten befindet sich das Xi 2550 in der Topriege der bezahlbaren Gaming Notebooks unter 2000,- Euro.
Ebenfalls Amilo typisch: das verbaute RAID Arrangement aus 2 Western Digital Platten ist nicht konfiguriert. Wer nachträglich auf das Performance steigernde RAID 0 umstellen will, sollte dies tunlichst über die vorinstallierte Windows Anwendung und nicht über das Bootmenü erledigen nur dann bleibt die vorinstallierte Windows Installation auch tatsächlich erhalten. Das RAID bringt im 3D Mark Test übrigens keinerlei Verbesserungen, HDD Performance fließt dort im Benchmark nicht mit ein. Ebenfalls nicht aktiviert ist die Performancesteigerung welche bei den Laufwerkseigenschaften im Gerätemanager noch aktivierbar ist.
Von diesen (behebbaren) Schwierigkeiten abgesehen, ist die Vorinstallation vergleichsweise sauber ausgefallen. Bis auf das omnipresente Norton Internet Security Suite, welches Gott sei Dank mit Hilfe des Norton Removal Tools restlos entfernt werden kann, gibt’s nur wenig zu kritisieren, die Kiste ist erfreulich unversaut. Mitgeliefert werden neben Nero Essentials 7 als Brennsoft und Cyberlinks PowerDVD (für das BluRay Laufwerk) und eine sehr spartanische PowerDV Version für die eingebaute 1.3M Pixel Webcam, dazu noch MS Works 9.0, ein kostenloses Sudoko, ein paar Arcade Game Demoversion, Werbung für Alice und eine Testversion von Office 2007 Home & Student Edition. Oh, und First Steps, ein sinnvolles kleines Diagnosetool.
Auf Rettungsmedien hat Fujitsu verzichtet, dafür gibt es eine versteckte 12GB Restore Partition, Rettungsmedien können 1 mal mit dem mitgelieferten Tool in der Rettungskonsole von Vista gebrannt werden (auf 3 leere DVDs). Zusätzlich liegen alle Treiber und Install Dateien teils arg unsortiert auf der C:\ Platte herum und können von da nochmal separat gesichert werden.
Das integrierte 1 GB Flash Laufwerk, das als ReadyDrive und ReadyBoost Speicher benutzt werden soll, ist nur zur Hälfte und nur als ReadyBoost nutzbar, hier steckt der Teufel vermutlich im Detail: da die Laufwerke nicht am Intel Controller des Mainboards, sondern an einem separaten RAID Controller hängen, vermute ich, dass ReadyDrive auch mit künftigen Updates nicht nutzbar sein wird. Ein halber Ettikettenschwindel?
Das Book läuft angenehm leise und bleibt auch unter Last ruhig und vor allem kühl. Keine Hitzeeskapaden. Das 17″ Display bringt eine überwältigende Auflösung von 1920×1200 Pixel, und bietet so mit HDMI und HDCP und dem Blu-Ray Laufwerk nebst Fernbedienung dazu eine sehr interessante FullHD Lösung. Allerdings ist das stark glänzende Display etwas dunkel ausgefallen, bei ungleichmäßiger Ausleuchtung und Bleeding zu den Ecken. Der Schwachpunkt des Xi 2550.
Dieses Notebook schreit nach Gaming, aber für Gaming auf der enormen nativen Auflösung 1980×1200 ist es zu schwach. Die Interpolation durch die HD2700 verläuft gut (und der ATI Treiber erlaubt auch unskalierte Wiedergabe), niedrigere AUflösungen sind also erträglich. Es ist ein Paradoxon heute in der Branche: Gaming Notebooks mit guter Grafikkarte gibt es fast nur noch mit viel zu hohen Auflösungen, in der Regel mindestens 1440×900 Pixel, das verlangt jedem Notebook Grafikchip mehr ab, als er liefern kann. Wo sind die Gaming Books mit 1280×800 geblieben? Notebooks mit kleinen Displays/Auflösungen gibts nur noch mit nutzloser integrierter Chipsatzgrafik. Dabei wären Gamingbooks mit niedrigen Auflösungen doch so viel sinnvoller, weil genügsamer, als solche Aufösungsmonster, die man bei aktuellen Spielen nie in nativer Auflösung betreiben kann. Aber genug gemeckert, alle Games, auch DX10 Titel wie World in Conflict, laufen sauber und in schöner Qualität auf dem Amilo. Notebook Gaming ist immer mit Abstrichen verbunden, aber das Xi 2550 zeigt eindrucksvoll, dass es durchaus möglich ist - wenn auch nicht ideal.
Der zusätzliche Ziffernblock geht auf Kosten der Cursortasten und der rechten Shift Taste, ansonsten gibt es an der Tastatur nichts auszusetzen, wackelfrei und verwindungsfrei, mittlerer Hub mit spürbarem Klick. Genauso überzeugt das matte schwarze Finish und die Stabilität des ganzen Gehäuses. Das abschaltbare Touchpad mit Scrollfunktion ist ebenfalls durchaus eines der besseren seiner Art. Einer der leider nur 3 USB2.0 Anschlüsse ist so ausgeführt, dass auch im ausgeschaltenen Zustand ein angeschlossenes Gerät geladen werden kann. WLAN, Bluetooth und 10/100/1000 Mbit/sec Lan, Realtek 7.1 Sound mit digital Out, Stereolautsprecher, Mikrofon, Webcam, 56k AnalogModem, SVIDEO und 15pol VGA Out, SD/MMC & MemoryStick Kartenleser, Express-Card Slot ist vorhanden. Bemerkenswerter ist da eher der E-SATA Anschluss. Das Notebook steht auch ohne eingelegten Akku sicher und wackelfrei - sinnvoll, wenn man es eh immer als Desktop Ersatz am Stromnetz hat. Ach übrigens, eine (billige) Tasche ist für das Notebook ebenfalls mit dabei. Dafür ist die PDF Dokumenation unvollständig und teils irreführend.
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