Dec 13 2007

Gamestar 1/2008: Das Ende des PCs?

veröffentlicht in Kategorie Gaming  

In Ausgabe 1/2008 bzw.  Online zeichnet die Gamestar Redaktion ein recht füsteres Bild für die Zukunft des PCs als Spiele Plattform. Teils gerechtfertigte Kritik, teils überzogen und sehr einseitig. Die Online Version des Artikel findet sich hier: Das Ende des PCs

Ich bin primär PC Gamer.. zwangsläufig, denn:

  • denn MMORPG (schon lange vor WoW) & RTS, etwas AufbauSim, “echte” Simulationen (vs. Arcade) als favorisierte Genres sind auf den Konsolen absolute Mangelware.
  • Ich finde GamePads beschissen. Das der 360 ist zwar noch das Beste, aber trotzdem Mist. Sonys aktuelles PS3 Gamepad ist minderwertig und für Kinderhänder ausgelegt. Dazu noch unergonomisch. Ich will Maus &Tastatur und bei Flugspielen einen ordentlichen Flightstick, wie mein gutes altes Thrustmaster FLCS dass inzwischen auch seine 15(?) Jahre aufm Buckel hat.
  • Den Couch Vorteil hab ich nicht, ich kann auf die Distanz nicht vernünftig Spielen – wobei das eher ein Problem der Umstände als der Konsolen selber ist – mein 22″ TFT vor der Nase ziehe ich meinem deutlich größeren TV bzw. Beamer in 3m Abstand jederzeit vor.
  • Ich *HASSE* Spiele im Japan/Anime Look. Da krieg ich Brechreiz & Explosionsdurchfall zur selben Zeit. Anime geht mal sooo überhaupt gar nicht. Damit fallen gerade bei Sony & Nintendo viele Games aus dem Raster. Bei Knuddelgrafik krieg ich nur Hautausschlag, aber mögen tue ich Hautausschlag grad auch nicht. Ich will keine glubschäugigen Rotznasen im im Cockpit eines Raumgleiters, quietschbunte Kuschelhasen als Endgegner und die ständig krampfhaft verstohlen inszenierten Blicke auf die rosa Unterhose eines 8 jährigen Hauptchars empfinde ich knapp an der Grenze zum Perversen.
  • Einige Konsolen-typische bzw. auf Konsolen sehr verbreitete Eigenarten treiben mich zum Wahnsinn, z.b. “kein freies Speichern möglich”. Oder zigfach überbelegte Buttonbelegungen & Kombo-Arien. Ich bin Verfechter der “jeder Knopf – eine Funktion” Mentalität und dazu hat das Gamepad schlicht und ergreifend zuwenig Knöpfe.

Der einzige Bereich wo ich mich erfolgreich vom PC verabschieden konnte sind Rennspiele. Das Handling am PC war mir zu umständlich, Rennsitz der Marke Playseats + MS Wireless ForceFeedback Wheel auf der 360 haben mich letztendlich überzeugt. Aber für den Rest?

Den Artikel der Gamestar finde ich auch teilweise etwas unfair dem PC gegenüber. Er nennt Nachteile, die inzwischen auch bei Konsolenspielen Gang und Gäbe sind (verbuggte Games & Patchorgien z.b.) oder dort Einzug auch halten (erst Installieren damits flüssig läuft bei diversen PS3 Games).

Leading Edge gibts bis auf den ersten Moment nach dem Konsolenlaunch nur auf dem PC daneben – das hat seinen Preis, den ich bereit bin zu bezahlen. PS3 und 360 sind heute schon wieder im Hintertreffen und technisch veraltet. Das Kostenargument ist für mich derzeit irrelevant – 1500,- Euro alle 1.5 – 2 Jahre ist auch nicht übertrieben teurer als andere Hobbies, denen die NichtGamer in meinem Bekanntenkrei

s nachgehen.

Um mich zum reinen Konsolengamer zu bekehren muss folgendes passieren:

  • Kürzere Lebenszeit der Konsolen, um mit den technischen Möglichkeiten des PCs mithalten zu können
  • die Konsolenversion eines Spieles darf nicht 20 Euro mehr Kosten als die PC Version und dazu noch weniger bieten.
  • noch mehr Games aus den eher konsolenuntypischen Genres
  • Maus und Tastatur – die Bevormundung, mit was ich zu Spielen habe auf Konsolen geht mir ganz gewaltig auf den Senkel. Nur weil pickelige Teenager aus Angst, sie könnten faul auf der Couch liegend nicht mehr mithalten, jeden Ansatz von M+T auf einer Konsole niederbrüllen, will ich auf die 100 Tasten und die Präzise Maussteuerung nicht verzichten.

Da dies in absehbarer Zeit nicht der fall sein wird, werde ich dem PC weiterhin treu bleiben, allerdings nicht ohne die Perlen von 360, PS3 und Wii ebenfalls mitzunehmen.

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