Dec 01 2007

Waffenstillstand

veröffentlicht in Kategorie Hund  

Knapp ein halbes Jahr ist es nun her, dass der Schrecken aller Katzen in unserem Haus eingezogen ist. Durch konsequenten Absperren von Türen mit handelsüblichen Babygittern – zum Schaffen von Rückzugsmöglichkeiten für die Katzen – und ansonsten einfach “machen lassen”, hat sich die anfangs sehr angespannte Situation nun deutlich entspannt. Wie einst “Tom und Jerry” muteten die Jagdszenen teils in unserem Haus an. Da die Katzen was Tempo und “Steigfähigkeit” anging jedoch immer im Vorteil waren, gab es nie ernsthafte Gefahr. Auch war der Hund nie aggressiv den Katzen gegenüber, selbst wenn er mal eine mit ausgefahrenen Krallen übergezogen bekam. Antrieb war immer die Neugier und der Spieltrieb, ein bissl auch der Jagdtrieb, das will ich gar nicht verneinen.

Wenn man den Katzen eines hätte sagen können – “Nicht rennen!” – wäre das ganze viel schneller und Nerven schonender über die Bühne gegangen. Aber wer kann es nicht nachvollziehen, dass Katze angesichts einer 30 kilo sabbernden mit Vollgas heranstürmenden Schlabbernase fluchtartig das Weite sucht. (Die meisten Zweibeiner machen ja auch einen riesen Bogen um uns. Dabei sieht er doch so furchterregend gar nicht aus.)

Wir haben schnell gelernt, das ein erzwungenes Zueinander bringen der 2 Gattungen immer nur ein Resultat hatte: Tiefe Kratzer über den ganzen Arm und total überdrehter Hund wie Katze.

Noch immer ist der Hund den Katzen suspekt, noch immer üben die felinen Mitbewohner eine fast schon magische Faszination auf den Flohzeugträger aus. Aber im Grossen und Ganzen hat man sich akzeptiert. Nach endlosen vorsichtigem Beschnuppern durch die mit Babygittern versperrten Türen durch.

ARR-001
Darf ich den wirklich nicht essen?

Heute trifft man sich schon mal auf neutralem Raum, fernab jedes trennenden Gitters zu einem Schwätzchen. Die Geduld hat sich also gelohnt. Gott sei Dank!

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