Nov 22 2007

Briefmarken selber drucken – StampIt

veröffentlicht in Kategorie Computer  

Ich bin ein fauler Mensch.. Unnötige Wege will ich weitgehend vermeiden, unnötige Wege zu irgendwelchen Ämtern und wenn es nur das Postamt ist, sind mir darüber hinaus gerade zu verhasst. Von dem her hat mir die Idee, Briefmarken selber drucken zu können auf den ersten Blick bereits sehr gut gefallen. Dann den so selbstfrankierten Briefumschlag anstatt zum Post auf der gassi runde einfach in einen der Briefkästen einwerfen und fertig ist das Ganze.

Der Traum aller Postamtmuffel ist mit StampIt zumindest teilweise wahr geworden. Erhältlich in 3 Versionen: als reine Web Lösung, als 50,- Euro teure Home Version und als 100,- Euro Business Version. Ich hab mich für die Home Version entschieden, später kann man dann immer noch gegen Zahlung des Differenzbetrages auf die grosse Businessversion upgraden. Sparen tut man durch das Selbstfrankieren bei Briefsendungen allerdings gar nix, nur bei Paketen gibts 1 Euro Rabatt. Es geht bei Briefen also rein nur um die Bequemlichkeit. Bei Paketen kann entsprechendes Volumen auch ne Ersparnis am Ende unter Strich über bleiben. Aber da Pakete ned in den Briefkasten passen (wohl aber in eine Packstation . nur gibts bei uns weit und breit keine), isses da mit der Bequemlichkeit wieder nicht so weit her. Pakete muss man also immer noch zum Postamt tragen, aber zumindest schonmal komplett Frankiert, eventl gibts auch irgendwo an eurem Postamt ne Klappe um die Dinger auch außerhalb der Geschäftszeiten der Postfiliale loszuwerden.

Da ich keine große Lust habe, Umschläge direkt zu bedrucken, hab ich mir zusätzlich noch einen Dymo Labelwriter 400 gegönnt. Damit lassen sich die Briefmarken, inkl. Anschrift und Absenderadresse aufs Etikett bringen. Als Etikett verwende ich den recht schwer zu bekommenden Typ Dymo 99048  (40x89mm Größe), den ich letztendlich bei http://www.rsm-shop.de gefunden habe (sehr schnelle Lieferung btw.).  Neben 99048 wird von der StampIt Software noch Typ 99018 unterstützt, der ist mir aber zu groß mit seinen 38x190mm. Sonderlich billig sind die Etiketten allerdings generell nicht, da die Dymo Geräte die Verwendung billigerer Dritthersteller Ettiketten effektiv unterbinden. (bei o.g. RSM Shop kann man allerdings auch gegen gut Geld gecrackte Labelwriter kaufen, die dann mit den billigeren Ettiketten verwendet werden können.

Da ich auf gecrackte Labelwriter und den höheren Preis keinen grossen Wert legte, bestellte ich mir den Hardware separat bei http://www.dymo-profishop.de aka. Udo Esser Bürobedarf. Allerdings auch nie wieder da. Die Neukundenregistrierung als Gewerblicher Kunde war ne mittlere Katastrophe, die Lieferzeiten viel zu langsam, und am Ende geliefert wurde dann bereits geöffnete Ware, was ich gar nicht mag, auf dem LabelWriter selber klebte zur Krönung noch ein Werbeaufkleber der Firma Esser..  achja, und der versprochene Gutschein für eine kostenlose StampIT Home Version war ungültig.

Die StampIT Home Software selber funktioniert so halbwegs, in der Version 3.01 (bzw. 4.01 Business) auch unter Vista. Allerdings ist das Ding a) nicht sonderlich komfortabel, es wirkt b) auch nicht sonderlich ausgereift und c) dazu noch recht antiquiert. Solang am Ende eine Briefmarke rauskommt, kann ich da gerade mal noch so darüber hinwegsehen. Tut es das nicht, also kommt keine nutzbare Briefmarke dabei raus, darf man die evtl vorhandene Fehldrucke, nebst Antragsformular, nebst Frankierungsjournal und bei Paketen Einlieferungsliste in einem Freiumschlag zur Post schicken und bekommt dann sein Geld wieder auf die virtuelle (und mit realem Geld im Voraus zu bestückende) Portokasse gutgeschrieben. In den Genuss dieses Vorgangs bin ich inzwischen auch schon gekommen, lief sogar überraschend schnell.

Achja, wenn ich schon dabei bin: der Dymo Labelwriter taugt nicht für die Frankierung von Paketen, weil das dafür notwendige Etikettenformart schlicht und ergreifend nicht von den kleinen Labelwritern, egal welchen Herstellers, bedruckt werden kann. Paketaufkleber sind viel zu groß dafür und müssen damit mit dem normalen A4 Drucker (bevorzugt Laser) gedruckt werden. Als Etikett für Pakete gefällt mir am besten die Herma CompactLine Typ 8747 (105x148mm, 2 Etiketten pro Blatt), bestellt bei http://www.conrad.de

Insgesamt bin ich mit der o.g. Komplettausstattung recht zufrieden. Vermissen tue ich die Möglichkeit, Nachnahme Pakete zu versenden, dass kann StampIT nicht.

2 responses so far

2 Responses to “Briefmarken selber drucken – StampIt”

  1. […] Frankieren mit StampIt von der Deutschen Post. Hier hatte ich ja schonmal ausführlicher darüber berichtet. Inzwischen zeichnen sich die […]

  2. […] hatte ja bereits hier über meine Erfahrungen mit StampIt und dort über die Probleme mit StampIt berichtet, inzwischen bin ich reichlich desillusioniert. […]

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