Mar 27 2007

Testbericht Acer Aspire E571

veröffentlicht in Kategorie Computer  

Acer Aspire Gaming PC E571 Review: Zur Cebit stellte Acer seine neue Produktreihe an Gamer PCs vor, das kleinere Modell, der Acer Aspire E571 hat inzwischen seinen Weg zu uns gefunden. Da es weder auf den Acer Webseiten noch sonst irgendwo brauchbare Infos zu diesem Spiele PC aus dem Hause Acer zu finden gibt, hier mal ein erster Test.

Technische Details:
Intel Core 2 Duo E6300 CPU @ 1.86Mhz (Doppelkern) “Allendale”, 2MB Cache. Anstelle des Intel Boxed Kühlers kommt ein voluminöser runder Alu-Kühler zum Einsatz mit großem (sprich überdimensioniert  – aber per BIOS temperaturabhängig geregelt) Lüfter und “Käseglocke” Luftansaugstutzen zur gelochten Seitenwand. Der Kühlkörper ist nicht ohne weiteres zu tauschen, da mit einem Retention-Modul unter dem Mainboard verschraubt -> Komplett zerlegen ist angesagt, wenn man basteln will. Der Lüfter lässt sich nach Abnahme des aufgesteckten Lüftertrichters bequem reinigen.

Acer proprietäres Mainboard Model “MRS600M” mit RS600 / SB 600 ATI Radeon Xpress Chipset im Micro-ATX Format. Acer proprietäres Award Phoenix Bios 6.00pg (Version R01-A3 Acer) vom 30.01.2007. Das Bios Setup ist erfreulich komplett und auf den ersten Blick nur in Sachen Overclocking verkrüppelt. Das Mainboard bzw. Chipset wird komplett passiv gekühlt, keine nervigen Lüfter.

Temperaturüberwachung: CPU, Mainboard und Aux Temp, CPU Lüfter Drehzahlüberwachung.
1 PCI-Express x16 Steckplatz – belegt durch die Grafikkarte, 1 PCI-E 1x Steckplatz (von der Grafikkarte verdeckt) 2x PCI. Nutzbare Steckplätze: 2x PCI, wobei der untere schon fast wieder zu sehr zugebaut ist durch Anschlüsse am Mainboard.

4x SATA II, 1x E-IDE Abschlüsse (= gesamt 2 IDE Laufwerke). Geliefert werden 2x Hitachi Desktar 250GB SATA-II HDD, 7200RPM mit 8MB Cache. 1x LGE GA-H21N DualLayer DVD-+RW Brenner E-IDE.

4x DDR2-667 Speicherbänke – zusammengehörige Slots farblich markiert, bestückt mit 2x 1GB Apacer DDR2-533 RAM Riegeln, die eigentlich zu langsam für das System sind (DDR2-667 CL4 werden unterstützt und sollten es idealerweise auch sein). Immerhin funktioniert DualChannel RAM Zugriff problemlos, auch bei Vollbelegung. Maximalbelegung 4GB.

7.1 Surround Sound Realtek ALC888 (Hi Def Audio) mit zusätzlich optischem (Lichtwellenleiter Toslink) und Coax Digitalausgang. Dazu frontseitige Headset Anschlussbuchsen Stereo Ton und Stereo Micro – 2x 3,5mm MiniKlinke, dank Treiber auch parallel zu betreiben – schaltet also den Ton an den HauptLS nicht zwangsläufig ab, wenn man ein HS einsteckt.

Seriell Parallel, Maus und Tastatur (letztere beide als PS/2 – sieht man heute selten) Anschluss vorhanden. 4x USB2.0 + 1x Firewire rückseitig, 4x USB 2.0 + 1x Firewire (mini) frontseitig, Marvel Yukon Gigabit Netzwerkkarte onboard. 10/100/1Gbit Unterstützung. 18-in-1 Kartenleser frontseitig.

Highlite des Systems ist mit Sicherheit die DirectX10 fähige Nvidia Geforce 8800 GTS 640MB, Dual-DVI unbekannter Herkunft. Sie versperrt zwar Dank Kühlsystem den Zugriff auf den PCI-E 1x Steckplatz, aber macht richtig schön Dampf. Das Kühlkonzept der Karte ist nicht optimal, ein Hitzestau im an der Stelle schlecht durchlüfteten Gehäuse und damit unnötiges Aufheulen der Lüfter ist die Folge. Ein Slotkühler wirkt Wunder.

Optisch sehr ansprechendes MiniTower Gehäuse für MicroATX Boards mit HDD und LAN LED ( Ich hasse Gehäuse ohne HDD LEDs!!!), vollverblendeter Front in Silber/Schwarz spiegelnd blau beleuchtet, blaue hinterleuchteter Aspire Schriftzug. 2×5.25 + 1×3.5″ Einschub für Laufwerke, Platz für 4 interne Festplatten, alle im Quicksnap inkl. Verriegelungssystem für alle Laufwerke mitgeliefert. Da wird sonst gerne gespart. Sind echt sehr viele Montageschächte.. nur wie man dem mitgelieferten 400W Netzteil soviele Geräte dann betreiben will, bleibt mir ein Rätsel. Kein richtiger Ausschalter, kein eigener Resettaster, dafür leicht zu öffnen mit 2 Rändelschrauben und Schnappverschluß. Einbau eines weiteren Gehäuselüfters möglich, Bohrungen sind dafür vorhanden.

Popelige Standard Kabelgebundene USB Tastatur mit ein paar Multimedia Sondertasten, allerwelts 2-Tasten kabelgebundene USB Maus mit Mausrad. Billig.

Windows Vista Home Premium 32-bit vorinstalliert. Keinerlei Rettungsmedium, keine Anywhere Upgrade Disk. Eine leere DVD-R wird mitgeliefert, um sich eine RettungsCD selbst zu brennen. Das Brennprogramm dazu ebenfalls.

Anno 1701 Vollversion auf CD, ToolCD mit WordPerfect Office X3, Brockhaus 2007, Ulead Photoimpact 12 SE und Rally Trophy beigelegt. Acer Empower Tools vorinstalliert (darin enthalten eine Diskimager/Backup Software, ein Programm zur Datenverschlüsselung. NTI CD/DVD Maker als Brennprogramm. Diese Programmen machen auf den ersten Blick nen recht guten Eindruck, bin überrascht. Norton Internet Security Suite 90-Tage Testversion vorinstalliert. Leider – ich hasse dieses Teil. Eine versteckte Restore Partition mit Windows Install und den vorinstallierten Tools auf der 1. Platte.

Eindrücke:
Der Versandkarton ist ne mittlere Zumutung, der Karton ist zu dünn, wer den Karton an den Löchern an der Seite hochhebt, dem knallt der PC erst mal auf den Boden, weil die Pappe reisst. Prima. Ist erst dem UPS Fahrer und mir dann beim Aufstellen gleich nochmal passiert. Ein Wunder dass der Rechner noch lebt.

Die Dokumentation für das System ist völlig unzureichend, zwar wird ein deutsches Pseudo Benutzerhandbuch in PDF Format mit installiert, aber das ist fast komplett nutzlos. Das Anschlussfaltblatt ist ausreichend, beantwortet aber auch keine Fragen wie z.b. wie erstelle ich mir nun meine Rettungsmedien. Auch auf der Acer Homepage finden sich so gut wie keinerlei brauchbare Supportinformationen zum Aspire E571. Die Treiberversorgung durch Acer ist ebenfalls unzureichend. Bios Updates ebenfalls bis dato Fehlanzeige.

Bei der ersten Inbetriebnahme poppen 300 Fenster hoch, ein Fenster davon erstellt eine Art Rettungsdiskette (dafür der mitgelieferte leere DVD Rohling), wer das aus Versehen wegklickt, muss sich erst mal schlau machen, bis er das wieder findet (eRecovery aus der Acer empower Tools-Suite). Leider poppen da noch zig andere Sachen auf, so das es arg unübersichtlich wird.

Das von mir unbeliebte Norton Internet-Suite will sich beim ersten Einschalten auch gleich im System einnisten, wer hier abbricht, hat nachher keine Probleme, das Mistding über die Systemsteuerung zu Deinstallieren. Wer das Setup ausführt, hat nachher die üblichen Probleme, das Ding wieder los zu werden. Die restlichen vorinstallierten Tools sind allesamt zumindest brauchbar, wenn nicht sogar richtig nützlich. Das System wirkt im Vergleich anderer FertigPCs aufgeräumt und nicht zugemüllt.

Die Vorinstallation ist eigentlich mit Ausnahme der Verseuchung durch Norton recht gut gelungen. Ein Interessantes “feature” ist allerdings, das das ATI Catalyst ControlCenter installiert und auch aktiv ist und die Verwaltung der Nvidia Geforce Grafikkarte übernimmt.. Häh? Lässt sich zum Glück problemlos über die Systemsteuerung beheben. Ebenfalls vorinstalliert sind die NVIDIA Referenztreiber Version v100.65 ohne weiteres Branding.

Die 2 Platten sind in meinen Augen sinnvoll partitioniert: 1. Platte in 2x 113 GB grossen Partition plus kleiner 5 GB Restore Partition geteilt. Die 2. Platte als eine große 250GB Partition, die dem mitgelieferten Diskimager als Ziellaufwerk dient. Mangelnde RAID Funktionalität kann man kritisieren, aber wenn man die 2. Platte als DiskImage Backup Platte nimmt, hat es so durchaus einen Sinn (das Imaging auf USB Platten manchmal etwas wackelig, auf eine interne Platte jedoch problemlos).

In den Eigenschaften der Festplatten im Gerätemanager kann man zur Performance Steigerung noch die “erhöhte Leistung” aktivieren, die Funktion ist standardmäßig aus. Die verwendete Vista Home Premium 32-bit Lizenz geht durchaus in Ordnung, leider gibt es für die Profis unter uns keinen einfachen Weg auf die 64-bit Version. Neukaufen als Systembuilder OEM 64-bit und dann frisch installieren wäre der einzige Ausweg.

Die Wahl des ATI Chipsatzes ist zumindest mal exotisch, proprietäre Boards sind leider keine Seltenheit. Obwohl Vista problemlos mit dem Board zurechtkommt, ist das Acer eigene Board sicher ein kleiner Kritikpunkt und etwas, was man nochmal genauer unter die Lupe nehmen muss. Mir persönlich wäre ein gutes ASUS OEM Board mit Intel oder NFORCE Chipsatz lieber gewesen als der Underdog ATI RS600/SB600.

Insgesamt sind im PC nur 3 Lüfter verbaut: Netzteil, CPU und Grafikkarte. Ein zusätzlicher Gehäuselüfter kann noch eingebaut werden. Das System war die ersten Monate angenehm leise, die Temperaturen nicht sonderlich hoch, das Lüftungskonzept schien soweit mit Ausnahme der schlechten Grafikkartenkühlung und damit erhöhten Lüftergeräuschen unter Vollast also bedingt aufzugehen. Inzwischen nach einigen Monaten Dauerbetrieb begann die Trichterkonstruktion um den CPU Kühler aufgrund einer bisher nicht bemerkten Unwucht des Lüfters nervend zu rattern – wir haben den Trichter abgebaut, seitdem ist das Klappern weg und die Grafikkarte läuft ebenfalls ruhiger. Der verwendete CPU Lüfter könnte ungeregelt übrigens einen Waldbrand auspusten und ist wie Eingangs schon erwähnt völlig überdimensioniert. Wer die Temeperaturregelung im Bios abschaltet, erhält so eine gigantische Lärmkulisse.

WLAN haben wir schmerzlich vermisst. Erweiterungsmöglichkeiten in Form von PCI Steckkarten sind wegen kritischem Mangels an Steckplätzen kaum gegeben. Effektiv 1 PCi Steckplatz nutzbar, eventuell 2, wenn es eine sehr schlanke PCI Karte ist.

Performance:
Gamestar hatte in der letzten Ausgabe ähnliche Systeme mit E6300 und einer noch kleineren 8800er durch die Bank als gut genug für einen aktuellen GamerPC bezeichnet. Dem Urteil möchte ich mich anschliessen. Zwar wird man hier keine Rekorde brechen, aber solider Spielspass ist das nächste Jahr oder noch länger garantiert. Die Geforce 8800 GTS 640MB ist ohne Zweifel eine der leistungsstärksten Grafikkarten heute auf dem Markt. Die DirectX10 Kompatibilität wird langfristig Spielspass unter Vista ermöglichen, vor allem, wenn man sich in traditionellen Auflösungen bewegt. Es gibt zwar noch ein paar schnellere 8800er Modelle als dieses hier verbaute, nicht näher identifizierbare Modell, aber wir reden hier von nem Komplett-PC für 1295,- Euro und dort sind 8800er mit 640 MB absolut nicht üblich.

Die diversen Benchmark Werte unseres unveränderten Acer Aspire E571 halten sich im Mittelfeld des mit der Hardware zu erwartenden Rahmens. Der Vista Leistungsindex wird mit 4.8 ausgegeben, Flaschenhals und das schwächste Glied ist das RAM mit 4.8, dann gleich danach die CPU mit 4.9. Die Bremsen sind also klar offengelegt.

Ein Ultimativer SpielePC würde eine schnellere CPU (E6600 aufwärts) und mehr RAM und vor allem schnelleres RAM brauchen. Die verbauten 2GB DDR2-553 RAM Module sind zu langsam. Das Mainboard akzeptiert maximal 4GB DDR2-667 DualChannel, was einer sinnvollen und kosteneffizienten Aufrüstung dann bald Grenzen setzen wird, DDR2-800 Speicher wird nicht ausgenutzt.

Die Core2Duo E6300 CPU hat schon gut Power, ist aber eben trotzdem die zweitkleinste Core2Duo CPU in Intels Angebot – und liegt irgendwo zwischen einer AMD X2 4800 und einer AMD X2 5200. Eine marginale Steigerung durch Einsatz einer 6400 wäre auf alle Fälle drin, ob die größeren Modelle wie E6600 und höher ebenfalls problemlos gehen müsste man mit Acer nochmal abklären. Die E6300 Core2Duo CPU ist theoretisch für Übertaktungsaufgaben sehr gut geeignet, was das Board allerdings erlaubt, werden wir später nochmal genauer unter die Lupe nehmen müssen.

Abschliessend muss man allerdings sagen, das es heute im März 2007 nur ganz wenige Fertig PCs mit schnellerer CPU als der 6300  bzw. der nur unwesentlich schnelleren 6400 gibt. Die neuen HochleistungsCPUs  aus Intels Core2Duos Lieferprogramm sind derzeit zumindest noch überwiegend den Bastlern vorbehalten und in FertigPCs wohl erst gegen Jahresende zu finden.

Fazit soweit:
Der Acer Aspire E571 ist ein solider und zeitgemäßer Spiele-Fertig-PC, der für ungeübte Nutzer allerdings Dank absolut unzureichender Dokumentation nicht uneingeschränkt empfehlenswert ist, obwohl er aus dem Karton raus wunderbar funktioniert und ordentlich Leistung bringt. Das Umständliche und nicht ausreichend erklärte Erstellen von Rettungsmedien macht mir hier die meisten Bauchschmerzen. Preis-/Leistungsverhältnis geht durchaus in Ordnung: 8800er Geforce, 2GB RAM 2x 250MB SATA-II HDD und die Core2Duo CPU mit Vista Home Premium rechtfertigen den Preis. Extras wie WLAN, TV Tuner sind dem Rotstift bzw. der High End Grafikkarte zum Opfer gefallen. Der geübte PC Bastler könnte sich natürlich immer einen besseren PC selbst zusammen bauen und die kritisierten Komponenten umgehen, aber der klassische FertigPC Käufer mit ein bisschen Ahnung in der Benutzung eines PCs erhält mit dem Acer ein vernünftiges System, das sich unter Vista wundervoll flott bedienen lässt und sich bei uns als stabil und zuverlässig gezeigt hat. Das sollte er auch sein, denn leider ist die 2-Jahre “Einschicken” Garantie nicht sonderlich berauschend und selbst mit kostenpflichtiger Garantieerweiterung der Acer Reparaturdienst eher langsam.

15 responses so far

15 Responses to “Testbericht Acer Aspire E571”

  1. […] Acer Aspire E571 hat heute das Zeitliche gesegnet, nachdem er zunächst merkwürdige Kompatibilitätsprobleme mit […]

  2. Bodie64on 08 Jun 2008 at 15:36

    Auf der Suche nach technischen Details zu dem auch bei mir eingesetzten Acer Aspire E571 bin ich auf die Einträge hier im Blog gestoßen. Ich habe nichts ausführlicheres und treffenderes im Netz gefunden. Dafür erstmal einen Dank an den Verfasser. Natürlich habe ich auch registriert, dass sein Modell nun schon ausgemustert wurde, weil dank ACER das BIOS kaputt geflasht wurde. Ich hoffe, dass der Author die Beiträge trotzdem noch lange online lässt. Sie sind wirklich hilfreich.

    Meine Kiste läuft noch. Ich habe gleich nach dem Auspacken auf XP ‘downgegradet’ und auch damit bisher kein Prob. Seit ein paar Wochen bin ich allerdings bei LOTRO eingestiegen und mit dem Anstieg der Außentemperaturen wurde der Graka-Lüfter extrem nervig. Ohne Zögern habe ich mir einen Thermalright-Kühler im Paket mit dem Papst Ultrasilence 80 mm bestellt, der den Original-Lüfter ersetzen, und das Prob lösen sollte. Ungeschickterweise habe ich erst zur Überprüfung des Ergebnisses die freie Everest Home Edition und das NVIDIA Monitoring Tool installiert. Das, was dort angezeigt wird, beunruhigt mich.

    Ich fahre den Rechner nun mit abgenommenem Seitenteil und entfernter Manschette vom CPU-Kühler. Die Leerlauftemperatur der Graka-CPU liegt nun bei 85 ° C. Beim Spielen von LOTRO steigt die Temperatur auf 106 ° C! Außerdem beginnt periodisch der kleine Lüfter des Netzteils loszuheulen.

    Verbindliche Werte für die Max-Temperatur der Graphik-CPU vom Hersteller habe ich nicht gefinden. Aus Forenbeiträgen zu dem Thema konnte ich allerdings ableiten, dass ab Temperaturen über 95 ° C der rote Bereich zu beginnen scheint. Die karte ist übrigens nicht übertaktet, oder sonst irgendwie optimiert.

    Wie das Prob mit dem Netzteil zu lösen ist liegt auf der Hand: es muss ein besseres Gerät gekauft werden. Da ich kein erfahrener Case-Modder bin würde mich ein Tipp zu den nötigen Spezifikationen angesicht dieses proprietären Acer-Motherboards interessieren. Außerdem frage ich mich, ob ich hinsichtlich der Kühlung der Graphik-CPU noch etwas unternehmen soll oder muss, und wenn ja, was.

    Hat jemand eine Idee?

  3. adminon 10 Jun 2008 at 19:40

    Die Graka des E571 tuts bei mir immer noch – selbst mit dem Original Kühler, die kam direkt in den FuSi Scaleo der 2 Tage später nach dem Ableben geliefert wurde. Ich spiel übrigens auch LOTRO damit, die Karte ist gut und wird noch ne Weile ihren Dienst tun. Graka Temperaturen in LOTRO unter Vista (DX10 Modus) in meinem umgebauten FuSi kommen ned mal an 60°C ran, allerdings hab ich da komlett alle Lüfter getauscht und Zusatzlüfter an strategischen Stellen hinzugenommen. Geregelt wird das ganze von einem “KazeMaster” Lüftersteuerung, die ich bei PC Cooling.de gekauft hab. Ich bin inzwischen den Weg gegangen, grundsätzlich leistungsstärkere Lüfter zu verbauen und diese dann mit einer manuellen Lüftersteuerung so zu drosseln, bis der Krach erträglich ist aber die Temperaturen in nem ordentlichen Bereich bleiben. Ist zwar extra Kohle und wenn man dann noch die Sensoren überall verklebt, wirds ganz schon voll in den Mini Towern von Acer, FUSi und CO, aber am Ende zahlt sichs dann doch aus.

    Kann es sein, dass du eventuell bei der Montage des neue Graka Kühlers mit der Wärmeleitpaste / den Pads ein Problem hast? Würde das sehr hohe Ansteigen der Graka Temp teilweise erklären. Ich würde da vielleicht nochmal ansetzen und mit ner ArticSilver oder ähnlichen Paste das nochmal neu machen. Denn 95°C halte ich definitiv für zu hoch. Wenn die WLP oder die Wärmeleitpads ned richtig sitzen, geht die Temp sofort radikal nach oben und am Ende regelt er ab oder geht hops.

    Was bei mir ein Grund für nervig laute Lüfter war: ich hatte im ACER E571 ein Hitzestau unterhalb der Graka, das konnte ich mit Hilfe eines SlotKühlers den ich in den untersten PCI Schacht gesteckt hab erledigen, hab ein paar Slot bzw. Systemkühler hier in der Computer Rubrik vorgestellt.

    Ein weiteres Lautstärkeproblem beim ACER E571 war mit der Zeit das Vibrieren der Maschette auf dem CPU Kühler, aber die haste ja eh schon weg.

    Zum Mainboard kann ich nimmer viel sagen, das is schon aufm Müll. Aber eigentlich sollte jedes handelsübliche aktuelle ATX Netzteil passen, da ist mir nix besonderes aufgefallen. Zur Not bestells online, dann kannste es immer noch retour schicken, dann 14 Tage Fernabsatz, wenn es nicht klappen sollte.

    Schau auch mal ob du an der Vorderseite unten nochmal nen Lüfter montieren kannst, der Luft von aussen ansaugt. Das hilft auch der Graka.

    PS: die Seiten bleiben stehen, bis der Platz ausgeht.. und das is noch ne Weile hin :-)

    Danke fürs Vorbeischauen. Freut mich, wenn mein Geschreibe jemandem hilft.

  4. Bodie64on 10 Jun 2008 at 23:39

    Das Letzte zuerst: Deine Beiträge helfen in jedem Fall. Vielen Dank bis hierher.

    Dein Temperatur-Vergleichswert für die Graphik-CPU, vermutlich auch noch bei geschlossenem Gehäuse ermittelt, spricht ein deutliche Sprache. Mit Sicherheit habe ich irgendetwas bei meinem Austausch von Lüfter und Kühler verschlimmbessert. Ich könnte mich schwarz ärgern, dass ich mir die Messwerte nicht vor dem Umbau angesehen habe.

    Ich werde jetzt mal den Fachhandel vor Ort konsultieren, ehe mir die GraKa hops geht. Das mein Problem allerdings von der Verwendung der Wärmeleitpaste herrührt kann ich mir nicht recht vorstellen. Die habe ich doch sehr sorgfältig verwendet. Allerdings habe ich das von Thermalright mitgelieferte Produkt verwendet. Auch für die selbstklebenden RAM-Kühler habe ich sehr gründlich vorgearbeitet. Die sitzen bombenfest.

    Das Ersatzkühler-Set habe ich übrigens auch bei PC-Colling bestellt.

    Da die Temp der Graphik-CPU in jedem Fall auch von der Ausgabeleistung abhängt noch die Frage, was für eine Auflösung in welcher Quali muss die 8800 GTS den bei Dir beschicken?

  5. adminon 11 Jun 2008 at 03:07

    Ja, Deckel sind geschlossen.. Wenn die Lüftung korrekt arbeitet, ist mit geschlossenem Deckel teilweise effektiver als offen. Aber wie gesagt, die Kühlung in der Kiste ist fernab jeder Standard-Lüfter-Konfiguration, da ist alles getauscht. Nur der Graka-Lüfter ist noch Original. Und nochmal 3 zusätzliche Lüfter (Vorderseite unten ein 80er, rechte Seite beim HDD Käfig ein 60er und nochmal ein 80er unter dem Netzteil, soviel gingen beim Acer Gehäuse nicht rein.

    Lotro läuft auf dem aktuellen System in der Voreinstellung für die höchste Qualität – aber ohne AA, mit DirectX10 Support aktiv auf dem FuSi Scaleo PI2662 vom letzten Testbericht in der Computer Rubrik unter Vista 32bit (inzwischen Ultimate) – mit 4GB DDR2-800 4-4-4-12 Corsair RAM und eben der Geforce aus dem Acer E571 als Abweichung vom Lieferumfang. Nix übertaktet. Auflösung ist 1650×1080 auf nem 22″ TFT.

  6. Bodie64on 11 Jun 2008 at 23:46

    Spannend, dass wir exakt den gleichen Output an der Graka fahren. Bei mir läuft auch ein Widesreen-TFT mit 22 ” bei einer Auflösung von 1650 X 1080. Eine sinnvolle Erklärung meines Themperatur-Problems habe ich inzwischen gefunden.

    Mein Lüfter auf dem Thermalright-Kühler dreht laut BIOS sogar nur mit 390 U/min. Der Lüfter wird mit 5 V vom Mainboard versorgt. Ich werden mir nur einen Quirl besorgen, der einen guten Kompromiss zwischen Luftfördermenge und Geräuschentwicklung bietet, und der dann mit 12 V gespeist wird. Am liebsten wäre mir einer, den ich manuell mit Poti regeln könnte. Aus dem Festfrequenzlüfter, der jetzt drauf sitzt, mache ich dann einen zusätzlichen Gehäuselüfter an der Rückwand. Dort werde ich ihn dann aber ebenfalls mit 12 V speisen, damit er in den Bereich seiner Nennleistung kommt.

    Einen Slotkühler wie den Titan TTC 3, der mit 28 dB angegeben wird, finde ich zu laut, obwohl eine aktive Belüftung der Graka von unten sicher sehr sinnvoll ist. Vielleicht finde ich da noch einen anderen Weg.

  7. Bodie64on 11 Jun 2008 at 23:49

    Ups … da wurde in meinen vorherigen Eintrag nach dem ersten Absatz ein Link auf einen Test unterdrückt. So ergibt mein Eintrag keinen rechten Sinn.

  8. adminon 12 Jun 2008 at 00:12

    Irgendwie mag diese WordPress Installation keine Links… (und ich habs noch nicht gefunden, wo ich das umstellen kann.. )

    Wenn die Föderleistung des Lüfters ned ausreicht, ist die Wärme in der Tat erklärbar. Komisch das Thermaltake das so verkauft.

    Der Slotkühler war bei mir auch eher ne Notlösung, im Endeffekt wars was den Krach anging sogar eher noch angenehmer trotz der 28db(A) weil statt dessen der Hauptlärmproduzent dann langsamer und ruhiger lief.

  9. Bodie64on 15 Jun 2008 at 18:36

    Die Kombination aus Kühler und Lüfter hat PC-Cooling zusammengestellt. Wie sich inzwischen zeigt ist die wirklich optimal. Ich habe endlich kapiert, wie die Steuerung im BIOS funktioniert, weil der Lüfter seinen Strom vom Mainboard bekommt. Weil kein Temperatursignal aus dem Bereich des Lüfters verarbeitet wird hat die Software den immer auf minimale Drehzahl runtergeregelt, was bedeutet, dass der Quirl mit ca. 300 U/min lief. Mit dieser Leistung hat der eine Art Wärmestau produziert.

    Nun hab ich die Steuerung ausgeschaltet. Der Lüfter bekommt volle Leistung, und die Temp. ist unter Last (LOTRO) auf 59 ° C gesunken. Es kann so einfach sein …

    Da die Änderung der Kühlung der Graka nun letztlich doch ein voller Erfolg ist (dieser Lüfter dreht unter voller Leistung mit 1100 Touren und ist nicht hörbar) will ich auch noch mein Netzteil ersetzen. Hast Du eine Idee, wie man verlässlich seinen Leistungsbedarf errechnen kann? Rechnet man nur die Hauptkomponenten (Prozessor; Laufwerke, GraKa) zusammen? Wieviel Reserve ist nötig? Wo beginnt mit einem zu groß dimensionierten Netzteil die Resourcenverschwendung? Ich kenne mich da keider zu wenig aus.

  10. adminon 15 Jun 2008 at 21:26

    Na, das klingt doch sehr viel besser.. mit 59C brennt nun wortwörtlich nix mehr an :) Sehr schön.

    Zur Wahl des richtigen Netzteils kannst du als Anhaltspunkt folgende “Netzteil Rechner” nehmen:

    http://www.meisterkuehler.de/content/energierechner-fuer-computer-79.html

    oder

    http://www.be-quiet.net/calculator.php?websiteLang=de

    Für den E571 langt ein 400-500W Netzteil noch gut aus. Einen kleinen Hinweis über die die Effizienz des Netzteils gibt das 80+ Logo, wobei da auch gerne geschummelt wird. Sinnvoll ist es, wenn du ein Netzteil noch so 20% nach oben hin Luft hat, zum einen ist dort die Effektivität meist gut und zum Zweiten altern Netzteile und verlieren etwas an Leistung mit der Zeit.

  11. Bodie64on 21 Jun 2008 at 09:19

    Hier noch der Bericht von meinem Besuch beim Fachhändler vor Ort: das von Acer verbaute Netzteil soll von anständiger Qualität sein – nicht der letzte Schrei angesichts von Effektivität (kein 80+) und Belüftung, aber was die Leistungsstärke und Stabilität angeht. Mir wurde mit einen mit 1000 U/min laufenden 100-mm-Lüfter, der in den 92er Löchern an der Gehäuserückseite von mir montiert wurde, und nun warme Luft aus dem Gehäuse nach draußen schafft, geholfen. Der zusätzlich Lüfter ist im Verhältnis zu den bereits vorhanden nicht zu hören, und der Spaß hat ganze 9 € gekostet.

    Die Geräuschkulisse und die Temperaturen des so geänderten Gesamtsystems haben sich auf einem angenehmen Niveau stabilisiert. Die GraKa-CPU erwärmt sich ohne Last auf ca. 50 ° C; unter Höchstlast sind es 60 ° C. Die beiden SATA-HDs melden 48 ° C. Das ganze Szenario nun auch bei geschlossenem Gehäuse.

    Meine Graphik-CPU hab ich also wohl gerade noch gerettet. Die hier erlangten Infos haben entscheidend dazu beigetragen. Nochmal Dank dafür!

    Wenn Dein LOTRO-Char mal einen Titel außerhalb des Spielgeschehens bekommen darf könnte er sich “Retter des Graphik-Chips” nennen. ;-)

  12. Neonon 08 Dec 2010 at 15:34

    Eine Frage, in welche Richtungen laufen (blasen, saugen) die Kühler vom PC Acer Aspire E571, also beim Netzteillüfter und CPU-Lüfter?

  13. Neonon 08 Dec 2010 at 15:52

    In welche Richtung die Lüfter laufen, nicht Kühler.

  14. adminon 08 Dec 2010 at 16:05

    Der CPU Lüfter bläst auf die CPU (da war früher mal nen Trichter dran, der von der Seite aussen Luft angesogen und auf die CPU geblasen hat.

    Netzteillüfter lüftet nach aussen (warme Luft aus Gehäuse raus)

  15. Neonon 08 Dec 2010 at 17:42

    Besten Dank für die Antwort. :) Der Grund der Frage war:

    Irgendwie wird der CPU-Lüfter bei mir falsch rum dran gebaut (also Luft nach außen blasen), nur dann richtig gesteuert. Richtig rum dreht er immer ziemlich normal, nur der GPU-Lüfter springt auch stärker an mit der Zeit (automatische Steuerung). Der Netzteillüfter sprang wenn ich mich erinnere auch mal stärker an, dort spüre ich eben kaum einen Luftzug nach außen. Nachdem ich den PC mal wegen Staub (auch beim Netzteil und Lüfter) und dem stockenden CPU-Lüfter reinigte und wieder zusammenbaute, läuft der PC nicht mehr so optimal, obwohl es anders sein müsste. Durch meinen neuen Slotlüfter, läuft mein PC zwar jetzt etwas stabiler, aber am CPU- und Netzteillüfter änderte das natürlich nichts.

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